Posts Tagged ‘Terror’

30.04.2011 von dorothea hahn
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Hungerstreik gegen Obama.

von dorothea hahn

Im Medienland USA fliessen Informationen oft in Lichtgeschwindigkeit. Wenn am anderen Ende der Welt etwas passiert – in Tokio, Kairo oder Tunis – sind die grossen US-Fernsehsender life dabei. Doch über manche Ereignisse -  manchmal viel näher an Washington – kommt überhaupt nichts.

So geschehen mit einem Hungerstreik in Guantánamo.  Wie heute die Onlinezeitung –>Truthout meldet, haben “mindestens 15 Gefangene” in Guantánamo im März einen Hungerstreik gemacht. Sie protestierten gegen eine Verfügung,  die Barack  Obama Anfang des Monats unterzeichnet hat. In dem “Executive Order” des US-Präsidenten, der versprochen hatte, Guantánamo zu schliessen, steht unter anderem, dass Menschen ohne Prozess auf unbefristete Zeit in dem Lager gefangen gehalten werden  können (–>ACLU).

Die Stimmung in Guantánamo hatte sich im Januar verschlechtert. Damals wurde bekannt, dass die Gefangenen aus Lager 1 und 4 (mittlere Sicherheitsstufe) in Lager 5 und 6 (Hochsichertrakte) verlegt werden sollten: mit weniger Freigang und weniger… weiter lesen

01.04.2011 von dorothea hahn
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Nebulös.

von dorothea hahn

Die Rebellen, zu deren Gunsten ein großer Teil der Welt Libyen bombardiert, sind gegen Gaddafi.

So viel ist bekannt. Der Rest ist nebulös. Zumindest nach Darstellung von Aussenministerin Hillary Clinton und Verteidigungsminister Robert Gates. Am Mittwoch sagen sie vor Mitgliedern des US-Kongresses, sie versuchten weiterhin, sich ein klares Bild von der Zusammensetzung der Rebellion zu verschaffen. Zugleich wollen sie die Abgeordneten beruhigen und sagen, dass sie “zu wissen glauben”, bei der Rebellion gebe es “keine große Zahl” von islamistischen Elementen. Das passt nicht so recht zu einer Analyse über Al Kaida, die die Militärakademie von –> West Point gemacht hat. Sie stellt Ende 2007 fest, dass überdurchschnittlich viele islamistische Kämpfer im Irak aus Libyen stammen – und davon widerum 24 Prozent aus Bengasi. Aber das tut hier wenig zur Sache.

Ein Reporter des –> New Yorker liefert zur aktuellen Situation konkretere Angaben als die SpitzenpolitikerInnen. Jon Lee… weiter lesen

29.03.2011 von dorothea hahn
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Zehn Jahre später.

von dorothea hahn

Zehn Jahre, nachdem die Invasion von Afghanistan begonnen hat, gibt es Leute aus den USA, die eine Frau fürchten, die sowohl die Krieger aus ihrem eigenen Land kritisiert, als auch die ausländischen.

Foto: Wikipedia

Foto: Wikipedia

Als Malalai Joya, afghanische Ex-Parlamentsabgeordnete und Frauen- und Menschenrechtlerin, Mitte März in der US-Botschaft in Kabul ein Besuchsvisum für drei Wochen in den USA beantragt, erhält sie eine Ablehung. Begründung: Sie lebe im Untergrund und sie sei arbeitslos.

Die 32jährige, die zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten hat, will zu Lesungen aus ihrem Buch “A Woman among Warlords” und zu Diskussionen über den Afghanistan-Krieg in die USA reisen. Erst nachdem die Termine für ihre Veranstaltungen in Washington und in New York verstrichen sind, macht die US-Diplomatie eine Kehrtwende. Ende vergangener Woche – nach Proteste bei US-Botschaften (unter anderem in Briefen wie –> diesem von US-Abgeordneten) – erhält Malalai Joya doch noch… weiter lesen

27.04.2010 von dorothea hahn
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Stacheldraht. Kindersoldat. Justiz?

von dorothea hahn

Gestern bin ich in Guantánamo gelandet. Seither baumelt ein Badge mit meinem Foto um meinen Hals, der mich als Journalistin ausweist, und auf dem in großen Lettern steht: “Escort required”. Für Insider auf dem US-Militärstützpunkt in Kuba bedeutet das: “nicht aus dem Auge lassen”.

Ich habe auch einen zwölf Seiten langen Text mit Verhaltensregeln für JournalistInnen auf dem Militärstützpunkt erhalten. Er beginnt mit Kleidervorschriften für den Gerichtssaal von Guantánamo (geschlossene Schuhe und lange Hemdsärmel) und geht weiter mit Dutzenden von Verboten.

Als nächstes muß ich einen Vertrag unterschreiben, den mir eine Presseoffizierin in Tarnuniform überreicht. Darin steht, dass ich die Risiken und Gefahren eines Militärstützpunktes kenne und dass ich auf Entschädigungsforderungen gegen die USA verzichte. Auch – so steht es in dem vorgedruckten Text – im Falle von Krankheit, Verletzung oder Tod.

Verboten ist in Guantánamo vieles für JournalistInnen: Der Kontakt zu Kubanern und Haitianern. Das Fotografieren von Landschaften, von… weiter lesen