Draußen vor der Tür: Raucher
von Paula Z.Was’n Glück…
- dass ich nicht mehr rauche.
In großen Teilen der westlichen Welt heißt es für Raucher inzwischen nämlich:
“Wir müssen leider draußen bleiben”.
In Kneipen und Restaurants – oder zumindest in größeren Gastronomiebetrieben – müssen sie sich den Griff zum Glimmstengel fast überall in Europa verkneifen.
Nur nicht in Griechenland, Polen, Österreich – und Deutschland.
“Die Gesundheitspolitik wird in Deutschland bis zum heutigen Tag von den Interessen der Tabakindustrie dominiert”
(Aus einer aktuellen Studie der University of California, San Francisco, ‘Der Spiegel’, Ausgabe 24/2006)
“Raucher der Marken Auslese de Luxe, R1 blue, Phillip Morris Supreme, R&, Gouloises Blondes gelb in … für Marktforschungsstudie (es geht um die techn. Gestaltung von Zigaretten) gesucht. Es werden 8 x je 2 kostenl. Schachteln/Woche getestet + EUR 25,- Abschlussprämie. Vorauss.: Regelm. Raucher der Marken (mind. 6 Zigaretten/Tag), Alter 21 – 65 Jahre. Tel. … “
(Aus einem niedersächsischen Anzeigenblättchen)
Hierzulande gelten Qualmwolken in Gaststätten nach wie vor höchstens als Belästigung, nicht als die Körperverletzung, die diese Kontaminierung der Atemluft de facto darstellt. Und statt der Süchtigen, die ihren Mitmenschen den Konsum von Teilmengen ihrer Droge aufzwingen, werden die Nichtraucher, die sich dagegen zur Wehr zu setzen versuchen, als diktatorische Spießer diskriminiert.
Nicht, dass ich persönlich eine militante Nicht- bzw. Ex-Raucherin wäre.
Obwohl seit über fünf Jahren Ex-Raucherin, empfinde ich den Geruch brennenden Tabaks immer noch als angenehm, bin also eine Art “Genuss- Passivraucherin”. Und das, obwohl mir bewusst ist, dass jedes kleine Rauchwölkchen, dem ich genüsslich hinterher schnüffle, Formaldehyd, Blausäure, Benzol, Nitrosamine und mindestens 70 weitere krebserregende Stoffe enthält.
An dem Tag, an dem ich mit dem Rauchen aufhörte, nahm ich mir gleichzeitig vor, an meinem 80. Geburtstag wieder damit anzufangen.
Ob ich das tatsächlich einmal tun werde, ist gar nicht so wichtig und hängt natürlich von einer Vielzahl von Faktoren ab – u.a. davon, ob ich überhaupt so alt werde. Wichtig war nur, dass dieser Vorsatz dem Gedanken an ein Leben ganz ohne meine Lieblingsdroge sehr viel von seinem Schrecken genommen hat…
Was mir – und drei Jahre später meinem Mann – auch sehr beim Nikotinentzug geholfen hat, waren französische “Kräuterretten” ohne Tabak, die man in Apotheken (auch online) bestellen und kaufen kann.
Die Dinger riechen wie brennendes Laub (Leute, die behaupten, dass sie nach Gras riechen, haben noch nie an einem echten Joint geschnuppert!) und schmecken echt bescheiden – aber man hat zumindest ein brennendes Stäbchen zwischen den Fingern und inhaliert Qualm mit Aroma.
“Gesünder” als Zigaretten sind sie zwar auch nicht, denn bei der Verbrennung von Papaya- und Haselnussblättern usw. entstehen ebenfalls toxische Substanzen.
Aber: Kräuterretten enthalten kein Nikotin.
Das bedeutet, man kann zuerst einmal die körperliche Sucht bewältigen und sich dann, in einem zweiten Schritt, von den psychischen Suchtfaktoren und Rauchgewohnheiten (bei Stress, nach dem Essen, in der Kaffeepause, nach dem Sex…) lösen.
Übrigens – Kräuterretten sind teurer als Zigaretten; 20 Stück kosten zwischen 6 und 7,50 Euro. Das liegt nicht am Hersteller (in französischen Apotheken gibt es die Schachteln nämlich für etwa die Hälfte des deutschen Preises) und auch nicht am Importeur, sondern am deutschen Staat.
Der sanktioniert den Kauf tabakfreier Kräuterretten nämlich mit einer saftigen Genussmittelsteuer, die der Volksmund als “Tabaksteuer” kennt.
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“An dem Tag, an dem ich mit dem Rauchen aufhörte, nahm ich mir gleichzeitig vor, an meinem 80. Geburtstag wieder damit anzufangen.”
Na wohl noch nicht wirklich damit abgeschlossen das es keine Zigarette mehr geben soll.
Das einfachste ist wenn man wirklich weis warum man raucht. Dann braucht man keine Hilfsmittel. Dann hört man einfach auf. Den man benötigt bei Stress, nach dem Essen, in der Kaffeepause, nach dem Sex keine Zigartette. Denn das einzige Gefühl was man wirklich damit in Einklang bringt ist den Nachschub an Nikotin.
Egal was man raucht man tut sich nicht wirklich ein Gefallen. Am besten gefallen mir die Nichtraucher die sich abundzu eine Zigarre anstecken. Weil es schmeckt.? Wie kann so etwas schmecken.
ps. Ich habe auch mal geraucht. Ich damit aufgehört. Ich fühle mich durch Qualm gestört.
Prima Argumente fürs Nichtrauchen:
Sie sparen jede Menge Steuern – 16 €Cent pro Glimmstengel, es sei denn Sie rauchen irgendeinen Grauimport mit “verschnittenem Tabak” – es werden jede Menge Marken gefälscht!
Ihre Klamotten stinken nur noch, wenn Sie in ein Restaurant gehen – (kann man sich sowieso kaum noch leisten..) oder sich nicht waschen..
Auf offener Straße zu rauchen sieht ziemlich prollig aus – das Gleiche gilt für aus dem Autofenster geworfene Kippen..
Sie müssen nicht mehr hilflos nach einem Aschenbecher suchen, um Ihren Müll zu beseitigen…
Ihre neue Flamme wird begeistern sein, nicht mehr einen Aschenbecher küssen zu müssen!
Ihr Chef sieht Sie auch mal öfters am Arbeitsplatz und nicht mehr in der Raucher-Schmuddelecke rumlungern…
Falls Sie nicht sowieso schon obdachlos sind und im Freien wohnen… sie brauchen bei der nächsten Renovierung garantiert weniger Farbe!
Achja,.. ich habs auch mal gemacht…!
Ich würde mal behaupten, ihr alle miteinander wart nicht gerade bewusste Genussraucher sondern vielmehr extreme Süchtlinge, wenn ihr nun dieses “Bild” vom rauchen habt.
Find ich immer lustig: Leute wie Ihr, die durch das rauchen irgendetwas kompensieren wollen oder aufgrund psychischer Störungen rauchen. Ich selber bin Raucher und geniesse jede einzelne Kippe. In (für euch) so typischen Situation, in welchen man zum Glimmstengel greift wie Stress etc, habe ich zb gar kein Verlangen nach einer Zigarette. Wenn ihr mit dem rauchen nicht klargekommen seid, ist das nicht Schuld der Zigarette an sich, sondern ganz allein EURE und die eures unkontrollierten Rauchverhaltens. Naja, ihr wart halt nicht fürs rauchen gemacht, macht ja nix
Rauchen ist für mich eine schöne Sache, es schmeckt mir, ich rauche gern. Nicht aus Imagegründen oder Gruppendruck oder Stressbelastung, nein, ich mag es einfach. Weil ich ein sinnlicher Mensch bin. Und ich will an dieser Stelle gar nicht behaupten, rauchen würde nicht süchtig machen. Aber welche Dinge machen eigentlich wirklich nicht süchtig??? Kaffee, Schokolade, Fast Food, Alkohol, Drogen etc etc. So gut wie alles was wir tagein, tagaus konsumieren ist irgenwie schädlich, ist mit chemischen Substanzen durchtränkt, macht uns auf vielfältige Art und Weise süchtig. Viele dieser Dinge sind mit Sicherheit schädlicher als das rauchen.
So sterile Plastikpuppen wir ihr habt davon keine Ahnung. Weil eure kalten Nichtraucherwohnzimmer den Charme einer Leichenhalle besitzen, weil ihr euch in euren
dämlichen, primitiven Sportstudios, in die ihr wahrscheinlich aus abgefucktem Figurbewusstsein rennt, wie hirnlose Roboter auf Trimm-Dich-Räder steigt, weil ihr sicher nur Grünzeug fresst und meint, ihr würdet eure langweiligen, nutzlosen Leben damit verlängern, seid ihr für mich nichts weiter als pseudo-intellektuelle Weicheier, die vermutlich noch stolz drauf sind, im sitzen zu pinkeln.
Hört endlich auf, am rauchen alle Ursachen für eventuelles Versagen der Gesundheit festzumachen. Schaut mal raus, wieviele qualmende Fabrikschornsteine seht ihr? Wie viele Autos sind in unserem Land auf den Strassen? Wieviel Dreck und Scheisse befindet sich in unserem Grundwasser? Und IHR habt nicht besseres zu tun, als nach einem Rauchverbot zu schrein?
Ich sag ja immer: es gibt nichts hysterischeres und dümmeres als den modernen, aufgeklärten (*lach*) “Menschen”. Früher hat kein Hahn nach Rauchverboten gegräht und wie alt sind viele Menschen tatsächlich geworden??? Haben Kriege mitgemacht, schlechte Ernährung gehabt und nebenbei geraucht wie die Schlote. Und sie habens ausgehalten, sind über 90 geworden und haben auf dem Sterbebett noch geraucht. Aber heute, nein heute ist das anders, da wird man schon krank und hat einen deftigen Lungenkrebs, wenn man mal ein bisschen passiv mitrauchen “muss”. Lächerlich sondersgleichen!!! Und überhaupt: wer zwingt euch, selbiges zu tun??? Bleibt doch daheim und geht nicht in die Kneipe, dass is was für Leute, die sich amüsieren wollen und nicht für solche Dummschwätzer!!!
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“Leute wie Ihr … So sterile Plastikpuppen … Weil eure kalten Nichtraucherwohnzimmer den Charme einer Leichenhalle besitzen, weil ihr … wie hirnlose Roboter auf Trimm-Dich-Räder steigt … und meint, ihr würdet eure langweiligen, nutzlosen Leben damit verlängern, seid ihr für mich nichts weiter als pseudo-intellektuelle Weicheier …”
Du meine Güte!
Obwohl ich bislang eigentlich (wie bereits in obigem Blog-Beitrag erwähnt, den Sie offenbar aber nicht wirklich gelesen haben… ) keine militante Nicht- bzw. Ex-Raucherin bin, könnte ich es – z.B. angesichts so einer aggressiven Tirade – manchmal fast werden!
Mein Text über Risiken des (Passiv-)Rauchens und Möglichkeiten des Nikotin-Entzugs scheint bei Ihnen ja einen ganz besonders wunden Punkt getroffen zu haben, wenn Ihnen dazu sooo viele dümmliche Macho-Klischees einfallen…
“… da wird man schon krank und hat einen deftigen Lungenkrebs, wenn man mal ein bisschen passiv mitrauchen “muss”…”
Nun, werter Leif (oder sollte ich Sie lieber “Mr. Naylor” nennen, nach dem Tabakindustrie-Lobbyisten in der Hollywoodkomödie “Thank you for Smoking”?), dieses Krebsrisiko haben sich die Nichtraucher aber nicht ausgedacht, um Leuten wie Ihnen das ungetrübte Vergnügen am Glimmstengel zu vermiesen. Das ist wissenschaftlich belegt. Und galt übrigens auch schon in der von Ihnen besungenen “guten alten Zeit”, in der “viele” Kettenraucher angeblich “über 90 geworden” sind – nur hat man es damals halt noch nicht gewusst.
“Ich selber bin Raucher und geniesse jede einzelne Kippe.”
Das sagen fast alle Tabaksüchtigen – das hab ich auch mal gesagt!
“Rauchen ist für mich eine schöne Sache, es schmeckt mir, ich rauche gern. Nicht aus Imagegründen oder Gruppendruck oder Stressbelastung, nein, ich mag es einfach.”
Aber sicher doch…
“Weil ich ein sinnlicher Mensch bin.”
Soll das heißen, Nichtraucher sind Ihrer Meinung nach un-sinnlich?
Also, ich kann eine ganze Menge sinnlicher Genüsse – die Düfte von Blüten und exquisiten Parfüms z.B., oder den Geruch und Geschmack von gutem Essen – wesentlich intensiver wahrnehmen und genießen, seit die entsprechenden Zellen bei mir nicht mehr dauernd mit dem Nervengift Nikotin betäubt bzw. mit Teer zugekleistert werden…
Mal ganz abgesehen von dem sinnlichen Vergnügen, das es mir bereitet, nicht mehr nach jeder körperlichen Anstrengung gleich aus dem letzten Loch zu pfeifen.
“Und ich will an dieser Stelle gar nicht behaupten, rauchen würde nicht süchtig machen.”
Ach, das wollen Sie nun doch nicht behaupten?
Schrieben Sie nicht eingangs, nur Nicht- bzw. Ex-Raucher wären “extreme Süchtlinge”?!?
“So gut wie alles was wir tagein, tagaus konsumieren ist irgenwie schädlich, ist mit chemischen Substanzen durchtränkt, macht uns auf vielfältige Art und Weise süchtig.”
Sorry, aber das ist erstens ziemlich allgemein gehaltenes Bla-Bla und zweitens inhaltlich falsch.
Wer den eigenen Körper so wertschätzt, dass er sich über gesunde Ernährung und Lebensweise informiert (und deshalb – beispielsweise – auch mit dem Rauchen aufhört), konsumiert ganz sicher nicht überwiegend (“so gut wie alles…”) suchterzeugenden Junk.
Paula
Hallo, höre ich richtig, wem schmecken die ersten Zigaretten wirklich?
Niemandem, Zigaretten werden oft als Nachahmer geraucht, wenn man sich schließlich an den Qualm gewöhnt hat, gaukelt das Gehirn dem Süchtigen vor, dass ihm Zigaretten schmecken würden. Der süchtige Körper verlangt nach seiner Droge.
Warum spricht man eigentlich von militanten Nichtrauchern, nur weil diese eine saubere Atemluft verlangen? Eigentlich gibt dem Sinn nach keine militanten Nichtraucher, es gibt vielmehr militante Raucher. Ist ja auch verständlich, Süchtige wollen so wenig wie möglich an ihrem Suchtverhalten ändern.
Warum will der Raucher nicht kurz nach draußen gehen? Im Gegensatz zu Irland darf der Raucher sein Bierchen mit nach draußen nehmen. Ist es etwa nur die Bequemlichkeit wie beim Parken im Halteverbot???