Maskulisten
von Paula Z.Was’n Glück…
- dass ich keinen einzigen Maskulisten kenne. Jedenfalls nicht im wirklichen Leben.
In Internet-Foren und Chats bin ich allerdings schon dem einen oder anderen dieser Typen begegnet. (Die heißen übrigens wirklich “Maskulisten”; man sagt schließlich auch nicht “Femininismus”…)
Von den Themen und Forderungen, die der TV-Sender arte unter “Maskulismus” auflistet, vertritt der typische Online-Maskulist in der Regel mindestens drei – und das mit einer so vollkommen widerspruch- und faktenresistenten Beharrlichkeit, dass es manche Forumsfrau an den Rand des Nervenzusammenbruchs treibt.
Bereits im allerersten Forum, in dem ich je Beiträge geschrieben habe – es war das vor einigen Jahren geschlossene Forum der taz – wurde ich mit dem Maskulismus und einigen seiner Vertreter konfrontiert.
Das für mich Überraschende an deren Argumentation war weniger die gelinde gesagt optimistische Annahme, die Gleichberechtigung der Frau sei bereits in allen Bereichen der modernen westlichen Gesellschaft total toll verwirklicht, sondern vielmehr die damit verknüpfte Behauptung, statt der Frauen würden hier und heute nun die Männer unterdrückt, diskriminiert und ihnen zustehender Rechte und Chancen beraubt.
Eines dieser den Männern vermeintlich zu Unrecht verweigerten Rechte ist das auf eine “gemeinsame Entscheidungsfindung im Hinblick auf Zeugung und Fortpflanzung”.
Was im ersten Moment ganz harmlos und nach partnerschaftlicher Familienplanung klingt, entpuppte sich – nach ein bis zwei diesbezüglichen Forumsbeiträgen eines Junggesellen mit unerfülltem Kinderwunsch – als der blanke Horror, nämlich als die maskulistische Forderung “Dein Bauch gehört MIR!”. Der Typ träumte allen Ernstes davon, eine ungewollt schwangere Frau gerichtlich zwingen zu können, einen (z.B. aufgrund eines defekten Präsers) von ihm gezeugten Embryo auszutragen – und den Säugling nach der Geburt an ihn zu übergeben!
Dass der Mann außerdem “Lebensschützer” war, und jeder Schwangerschaftsabbruch für ihn ein Mord, braucht da wohl eigentlich gar nicht mehr extra erwähnt werden.
Schuld an allen, aber wirklich allen “Übeln” – an dem Verfall der traditionellen Familienstrukturen, den steigenden Scheidungsraten, der Zunahme von Teenager-Schwangerschaften, Selbstmorden, Gewalt und Drogenmissbrauch, an der (statistisch gesehen) niedrigerer Lebenserwartung von Männern oder dem schlechteren Abschneiden von Jungs in den Schulen usw. usf. – ist nach Meinung der Männerrechtler der Feminismus, den sie aber lieber “Radikalfeminismus”, “matriarchale (Welt-)Verschwörung” oder auch mal “Femifaschismus” nennen.
(Als “Belege” für die Faschismus-Variante müssen wahlweise Oriana Fallaci und ihre gegen Muslime gerichteten Hasstiraden oder Alice Schwarzers Kaffeekränzchen mit Leni Riefenstahl herhalten.)
Es kann und soll jedoch nicht verschwiegen werden, dass es auch Frauen gibt, die den Maskulisten professionell nach dem Munde schreiben.
So etwa die Hotelfachfrau und Tagesschau-Blondine Eva Herman (selbst berufstätige Mutter), die im Feminismus den Grund für das Aussterben der Deutschen und für den Niedergang der Kultur zu erkennen meint und den angeblich goldenen Zeiten nachjammert, in denen Männer noch “richtige Männer” sein konnten, weil die Frauen zuhause blieben und das Herdfeuer nicht ausgehen ließen:
Bei einigen online aktiven Maskulistinnen allerdings war und bin ich mir nicht sicher, ob es sich bei den hinter den femininen Nicks stehenden realen Personen tatsächlich um Frauen handelt – und nicht um “Genderfaker”, wie ein User diese sonderbaren Wesen einmal nannte.
Im taz-Forum gab es beispielsweise die Userin “Lucy Skywalker”, welche in einer Weise gegen die Heimtücke und Schlechtigkeit aller Frauen zu Felde zog, die sich nur mit einem sehr ausgeprägten Selbsthass erklären ließ – oder damit, dass “Lucy” gar keine Frau, sondern ein ziemlich verbitterter, frauenhassender Kerl war.
“Lucy Skywalker” zitierte gern und ausgiebig, unter anderem aus Werken von Arne Hoffmann, der mit Zeitschriftenartikeln wie “Häusliche Gewalt ist weiblich” oder “Tabubruch: Sexueller Missbrauch durch Frauen” und in seinem Buch “Sind Frauen bessere Menschen? Plädoyer für einen selbstbewussten Mann” die “Klischees” von weiblichen Opfern und männlichen Tätern scheinbar nicht nur in Frage zu stellen, sondern gleich gegeneinander auszutauschen versucht.
Herr Hoffmann ist ein offensichtlich vielseitiger und ein sehr fleißiger Autor.
Neben der Unterstützung der von Frauen verprügelten bzw. unterdrückten Männer und entrechteten Trennungs-Väter widmet er sich der Parapsychologie (”Lexikon des Jenseits”), hat mehr als ein Dutzend sadomasochistische Pornoromane verfasst und findet außerdem noch die Zeit, eine eigene Website zu betreuen. Und die liebevoll ausgewählten Rezensions-Passagen und die detailgenaue Liste sämtlicher Veröffentlichungen im Wikipedia-Artikel “Arne Hoffmann” legen die Vermutung nahe, dass auch dieser Artikel von ihm selbst – oder zumindest von einem glühenden Verehrer – stammt.
Nicht nur für Maskulisten, auch für die “Neuen Rechten” und islamische Fundamentalisten ist der publicitybewusste Hoffmann eine Quelle der Inspiration.
Im Zusammenhang mit seinem 2005 veröffentlichtem Buch “Warum Hohmann geht und Friedmann bleibt” wurde er sowohl von der “Jungen Freiheit” als auch vom “Muslim-Markt” um ein Interview gebeten.
Obwohl der Maskulismus eigentlich die zeitgemäße Weiterentwicklung des klassischen Antifeminismus sein soll, welcher außer der “natürlichen” oder “gottgegebenen” Unterlegenheit der Frau gegenüber dem Mann argumentativ nicht besonders viel zu bieten hatte, sind auch manche Texte heutiger Antifeministen / Maskulisten in einem rührend antiquierten und betulich biedermeierlichen Stil geschrieben.
So wie dieses wonnige Vorwort einer “Der Maskulist” betitelten Website:
“Sich jede verbale Kessheit gegen den Mann leisten” – ist das nicht süß?!





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Nachtrag:
Im Protokoll einer Wikipedia-Diskussion zum Thema “Misandrie” (~ “Männerhass”), die bis zu einer Art “Edit-War” eskalierte, finden sich die folgenden (Abschieds-?) Worte eines offenbar ziemlich gekränkten Autoren namens Arne:
“… “Vielleicht glaubt ja Ihre Freundin Ihnen?”
“Geht das nicht in deinen Schädel rein?”
und natürlich: “End of Discussion”.
Nach diesen neuen Spielregeln wünsche ich allen Wikipedia-Autoren noch viel Vergnügen. - Arne“
http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Misandrie#Nachweise
Faktenresistet scheint hier vorallem eine gewisse Paula zu sein.
Benachteiligung von Männern fängt bereits im Grundgesetz an, Stichwort “Wehrpflicht”. Sie setzt sich darin fort, daß z.B. uneheliche Väter kein Sorgerecht haben, bestenfalls Unterhaltspflicht. Eheliche “Väter” haben kaum eine Chance die Ehelichkeit “ihrer” Kinder anzufechten. Sie sind im Scheidungsfall länger der Mutter ihrer eventuellen Kinder zum Unterhalt verpflichtet und haben praktisch genauso wenig Chancen Umgang mit ihren Kindern durchzusetzen wie uneheliche Väter, wenn Mutter nicht will. Frauen haben heute viele Rollenmodelle zur Auswahl. Daß sie mitunter eben lieber Familie und Zuverdienst wählen, statt Karriere wirkt sich logischerweise so aus, daß Frauen in einigen Berufen unterepäsentiert sind. Dies wird aber uminterpretiert in eine mangelnde Chancengleichheit für Frauen, obgleich es ein Resulat der mangelnden Chancengleichheit von Männer ist. Männer stehen weit weniger Rollenmodelle zur Auswahl, nämlich die, die Frau gerne den Männer überläßt. Wehrpflicht ist so ein Beispiel, aber auch körperlich schwere Arbeit.
Ich meine, daß mann kein Maskulist sein muß, um das zu sehen. Bei einer gewissen Paula, ist das allerdings wahrscheinlich zuviel verlangt.
P.S.
Was hat Paula eigentlich gegen diesen Hoffmann, daß sie wild herumphantasiert, was dessen Aktivitäten bei Wikipedia betrifft? Fakten sind wohl auch da nicht ihr Gebiet.
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Ach ja, die armen, armen Männer… *seufz*
Schon das Grundgesetz benachteiligt sie (vermutlich denkt Herr Oestreicher da auch an Artikel 3…).
Un-eheliche Väter müssen häufig für die von ihnen gezeugten Kinder zahlen, ohne die Erziehungsarbeit der Mutter im gewünschten Maße kontrollieren und bestimmen zu können (und auch nicht, was das Weib sonst noch so treibt…); eheliche Väter hingegen finanzieren zu einem großen Prozentsatz - wie lauteten die maskulistischen Schätzungen noch gleich, 20, 30 oder 40% ? - zähneknirschend die Aufzucht von “Kuckuckskindern”.
Und so begehrte Rollenmodelle wie etwa das Modell “Dauergestresste Mutter mit nicht sozialversicherungspflichtigem Teilzeitjob” (und einem Rentenanspruch von ca. 180 Euro) oder das Modell “Dekoratives Luxus-Püppchen” (das gegen ein frischeres Exemplar ausgetauscht wird, sobald gegen die Zeichen des Älterwerdens kein Lifting mehr hilft) sind für die benachteiligten Männer auch nicht in der gleichen Vielfalt im Angebot…
Vielen Dank, Herr Oestreicher, für diese kostenlose Vorführung maskulistischen Gedankenguts.
Aus der Tastatur eines selbst davon Betroffenen wirkt so etwas ja immer viel authentischer und überzeugender, als wenn ich als Frau (die im wirklichen Leben keinen einzigen Maskulisten kennt!) es “von aussen” betrachte und beschreibe.
Paula Z.
schöner artikel zum thema - huch - sogar in der taz:
http://www.taz.de/pt/2006/08/14/a0134.1/text
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Das kann ich mir gut vorstellen, dass SIE diesen Artikel - “Mann braucht Förderung” von Thomas Gesterkamp - “schön” finden!
Über ein Podiumsgespräch der Friedrich-Ebert-Stiftung in Heidelberg berichtet der Autor:
“Kaum ist das Publikum dran, meldet sich ein männlicher Zuhörer nach dem anderen und klagt massiv über Diskriminierung qua Geschlecht: Wehrpflicht, geringere Lebenserwartung, schlechtere Krebsvorsorge, höhere Suizidraten, miserable Noten männlicher Schüler. Aus ganz Baden-Württemberg, so stellt sich heraus, sind Mitglieder der “geschlechterpolitischen Initiative MANNdat e. V.” angereist, um ihre Anliegen vorzutragen. Sie fordern zum Beispiel einen Männergesundheitsbericht, Maßnahmen zur Verbesserung der Lesekompetenz von Jungen und mehr Rechte für Scheidungsväter.”
Kommt mir irgendwie bekannt vor…
Seit ich mich in diesem Blog über Maskulisten und Väterrechtler ausgelassen habe, mehren sich auch hier die “virtuellen Besuche” (Kommentare) aus dem Umfeld derartiger “geschlechterpolitischen Initiativen”.
Und auch die Themen dieser Kommentare sind die gleichen - mal abgesehen von Nettigkeiten à la “Paula ist eine dumme Nutte”, die umgehend meiner gnadenlosen Zensur zum Opfer fallen.
Der Autor dieses taz-Artikels scheint die offensichtliche Verabredung zur Übernahme und Umfunktionierung einer Podiumsdiskussion jedenfalls ganz in Ordnung zu finden. Aber Herr Gesterkamp hat ja auch ein Buch geschrieben, das “Die Krise der Kerle” heißt, und so ein Artikel - wie auch die Vorstellung des Autors ( http://www.taz.de/pt/2006/08/14/a0135.1/text ) - ist schließlich eine gute Gelegenheit, dafür ein wenig die Werbetrommel zu rühren:
“Auch ‘Zitty’ mühte sich, das allgemeine Wehgeschrei positiv zu wenden. Das Berliner Stadtmagazin entdeckte “die neuen Berliner Jungs”, die “entspannt” und “relaxt” mit ihrer Männlichkeit umgehen. Alles halb so schlimm also? Gibt es sie überhaupt, die “Krise der Kerle”?”
Wenn dem Herrn Gesterkamp ausgerechnet zu einem von einer Frau (die allerdings einer Parallelwelt entschlüpft zu sein scheint, die mit deutscher Wirklichkeit nix zu tun hat…) geleiteten Ministerium Folgendes einfällt:
“Dabei könnte Ursula von der Leyen durchaus einem Ressort “für Geschlechter- und Generationenfragen” vorstehen. Und wie wäre es mit einem “Gender-Tandem” an der Spitze, einer gemeinsamen Leitung durch eine Frau und einen Mann - womit ganz nebenbei auch noch bewiesen werden könnte, dass Führungspositionen sehr wohl teilbar sind?”
… dann finde ICH das alles andere als “schön”. Sondern schlicht und ergreifend bekloppt.
Entschuldigen Sie Paula.
Ich konnte ja nicht ahnen, daß sie “Die dauergestresste Mutter mit nicht sozialversicherungspflichtigem Teilzeitjob” sind.
Andererseits erkennen Sie doch immerhin, daß dieses Rollenmodell Männern garnicht offensteht.. und sooo schlecht scheint es Ihnen damit ja nicht zu gehen.
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Woraus, Herr Oestreicher, schließen Sie eigentlich, dass ICH eine “dauergestresste Mutter mit nicht sozialversicherungspflichtigem Teilzeitjob” bin? (Ich könnte mir doch genausogut das Modell “Dekoratives Luxus-Püppchen” ausgesucht haben - oder irgendeines der vielen anderen attraktiven und nur Frauen zur Verfügung stehenden Rollenmodelle…
Und wo, bitte, habe ich geschrieben, dass es mir “sooo schlecht” ginge?
Werte Paula, Sie haben meine Anspielung nicht verstanden, nein?
Seis drum, ich kam eigentlich über “Labskaus” hierher und
bin an ihren “Fakten” hängen geblieben.
99% des Gesamteigentums ist in den Händen von Männern.
In meinen Händen ist es mal nicht, in Ihren vermutlich auch nicht. Wer hat es? Bill Gates vielleicht? Hat der dann nicht veilleicht auch eine Frau, die im Scheidungsfalle Anspruch auf die Hälfte erheben könnte? Zählt die dann zu den Frauen, die einen wesentlichen Anteil des Gesamteigentums haben?
10 % des Welteinkommens gehen an Frauen
Nunja, da sieht es bei Ihnen vermutlich auf den ersten Blick fast so aus, nichtwahr. Von Beruf Hausfrau, da bekommen sie - zumindest direkt - kein Einkommen, es sei denn sie verdienen dazu. Das ist ein Modell, das nicht soo selten ist und führt unter anderem eben zu:
80 % aller Teilzeitjobs werden von Frauen ausgeführt.
Heute Leben Sie also zumindest teilweise von einem Einkommen, das, wenn ich das richtig sehe, ihr Partner erhält und sie haben Anspruch auf das halbe Vermögen.
Indirekt erhalten Sie also dieses Einkommen hälftig. Damit sind sie aber von dem bösen Partner abhängig.
Nur mit dem hätten sie wohl auch kaum getauscht, denn
Kinder - so lese ich das aus dem was sie so zu Alleinerziehenden geschrieben haben - das ist ja Frauensache.
Ein Vater hat gefälligst zu zahlen, aber sich bitte aus der Erziehung herauszuhalten. Ich vertrete zwar die Ansicht, daß dort wo kein Recht ist, keine Pflicht besteht, also unehelich Väter die ja nichteinmal das Sorgerecht haben, zu nichts verpflichtet sind, aber das ist ja nun ein anderes Thema.
Nun wenn das ihre ganze Sicht von Gleichberechtigung ist, wenn Kinder Eigentum der Mutter sind, darf ich ihnen Wünschen eine Großmutter zu werden, deren Söhne von irgend einer der von Ihnen verehrten Alleinerziehenden über den Tisch gezogen wird und sie ihr Enkelkind nie zu Gesicht bekommen. Es könnte lehrreich sein.
Nun wahrscheinlich ist aber ihre Sicht der Gleichberechtigung die einzig Wahre, nicht umsonst dürfen ausschliesslich Frauen Gleichstellungsbeauftragte sein.
Ich werd es dennoch anders sehen und mich nun wieder auf die Suche nach Rezepten machen, sonst werd ich hier doch noch zum Masuklitisten, oder wie man die nennt.
Das für mich Überraschende an deren Argumentation war weniger die gelinde gesagt optimistische Annahme, die Gleichberechtigung der Frau sei bereits in allen Bereichen der modernen westlichen Gesellschaft total toll verwirklicht, sondern vielmehr die damit verknüpfte Behauptung, statt der Frauen würden hier und heute nun die Männer unterdrückt, diskriminiert und ihnen zustehender Rechte und Chancen beraubt.
Sie verwechseln Gleichberechtigung mit Gleichstellung. Frauen und Maenner waren gesellschaftlich weitgehend gleichberechtigt (kleinere Ausnahmen wie Kranzgeld und Wehrpflicht mal aussen vor), waren aber nie gleichgestellt. Die Utopie der tatsaechlichen Gleichheit verschiedener Individuen trieb dazu an, die gesellschaftliche Gleichstellung von Mann und Frau (und aller anderen) durch die Einraeumung von Vorrechten der Frauen gegenueber den Maennern zu verwirklichen. Dieser Versuch musste scheitern, weil tatsaechliche Gleichstellung nicht erreicht werden kann. Das Ergebnis ist eine Bevorrechtung, die Privilegierung der Frau gegenueber dem Mann.
Hallo Paula,
Dein Artikel ist großartig. Ist er bereits irgendwo veröffentlicht, außer hier?
Am liebsten würde ich ihn gedruckt sehen und noch lieber in den von mir bevorzugten Druckerzeugnissen. Es ist wichtig!
Liebe Grüße
Isquierda
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Vielen Dank!
Zu deiner Frage:
Nein, diesen Text habe ich für diesen taz-Blog geschrieben, und meines Wissens wurde er auch noch nirgendwo anders “veröffentlicht”. Momentan leide ich persönlich unter einer kleinen Schaffenskrise, aber sobald sich die etwas gelegt hat, werde ich - Ehrenwort! - mich diesem Thema wieder widmen.
Und bis dahin sind Kommentare zum Thema “Maskulisten”, gern auch ausführliche mit eigenen Schwerpunkten, in meinem Blog immer gern gesehen…
Also - wie wär’s?
Liebe Grüße zurück,
Paula
Komisch, die Kommentare der vermeintlichen Maskulisten hier kommen mir irgendwie vernünftiger vor als Alles was Paula so absondert.
Wenn mich mir das dümmliche Gegeifer anhöre, versteh ich plötzlich, wieso es so etwas wie Maskulismus überhaupt gibt.
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Sie scheinen ein ausgesprochen gefühlsbetont (”kommen mir irgendwie vernünftiger vor…”) und spontan (”versteh ich plötzlich…”) urteilender Typ zu sein, Herr Frank P..
Nur schade, irgendwie, dass Ihr Kommentar so vollkommen frei von Gedanken oder Argumenten zum Thema ist. Dümmliches Maskulisten-Gegeifere halt - das ich mir aber glücklicherweise nicht auch noch “anhören” muss…
Paula
Ich kann verstehen, dass den Männern langsam die Lust vergeht. In meinem Bekanntenkreis gibt es so viele Fälle, in denen Vätern ihre Kinder vorenthalten werden, und sie können nichts dagegen tun. Wenn ich die Chance habe, auf die Mütter einzuwirken und ihnen zu erklären, tue ich das, hat aber selten einen Effekt. Die Geschichten vom Zahlesel sindleider keine Märchen. Dass die Männer zahlen müssen, wird damit erklärt, dass sie mehr Geld verdienen. Für die Mütter ein ersilschein. Hallo - wo leben wir denn hier? Aus meinem eigenen Fall weiß ich, dass es eine voreingenommene Beratung gibt: Als ich mich von meinem Mann trennte (wir hatten wohl beide Schuld oder waren zu jung) wurde mir klipp und klar beim Jugendamt dargelegt, wie ich ihn am besten gängeln könnte. Und als ich sagte, dass ich das nicht wolle, reagierte die Dame schnippisch beledigt und meinte sie werden ja sehen, was sie davon haben. Verstehe mich mit meinem Ex aber gut, auch wenn mein Sohn bei mir lebt, wird der Kontakt aufrecht erhalten. Aber in vielen anderen Fällen ist es nicht so, und es macht mich fertig, wenn ich sehe, wie die Männer in meinem Bekanntenkreis daran kaputt gehen und überall nur auf verschlossene Türen stoßen. Und das ist nur ein Beispiel: Kann mir jemand erklären, warum mein Sohn später zum Wehdienst verpflichtet und dabei vielleicht bei einem Einsatz erschossen wird, während eine Tochter nicht mal Zivildienst leisten müsste? Und wieso gibt es mädchenspezifische Förderung an Schulen und Förderprogramme an Universitäten oder in Ausbildungsberufen. Sind Söhne weniger wert? Ich betrachte das was in den letzten Jahren so geschieht mit ziemlicher Sorge. Vielleicht kann man das nicht verstehen, wenn man keine Kinder, besonders keinen Jungen hat. Ich denke aber schon. Und ob es jetzt Verrückte unter dem Namen einer Bewegung gibt (was ja wohl auch bei den Feministinnen vorkommt) oder nicht spielt letztendlich keine Rolle bei der Frage, ob die eigentlichen Anliegen berechtigt sind. Meine Unterstützung haben sie jedenfalls, auch wenn es Dummköpfe gibt.
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Das ist ja sehr schön für die Maskulisten, dass sie Ihre Unterstützung haben, Gesine.
Ohne die Unterstützung “richtiger”, d.h. verständnisvoller und mitfühlender Frauen (”es macht mich fertig, wenn ich sehe, wie die Männer in meinem Bekanntenkreis daran kaputt gehen”) würden der heroische Kampf der Maskulisten um das Recht auf permanente Einmischung in die Erziehungsarbeit (und am liebsten auch noch in alle anderen Lebensbereiche) der Mütter von ihnen gezeugter Kinder womöglich an Schwung verlieren…
“Sind Söhne weniger wert? Ich betrachte das was in den letzten Jahren so geschieht mit ziemlicher Sorge. Vielleicht kann man das nicht verstehen, wenn man keine Kinder, besonders keinen Jungen hat…”
Nur zu Ihrer Information: ich habe eine Tochter und zwei Söhne. Und ich hatte noch nie das Gefühl, dass die Jungs in irgendeinem Bereich behandelt wurden, als seien sie “weniger wert”. (Glücklicherweise passiert das auch Mädchen heutzutage immer seltener. Und wenn, wissen sie sich dagegen zu wehren!)
“Mädchenförderung” bedeutet in vielen Fällen einfach nur, dass die Ausbildungsgänge und -stätten nicht mehr ausschließlich für männliche Jugendliche konzipiert werden, wie das in vielen Berufszweigen jahrzehntelang der Fall war.
Paula
Vielen Dank, Äußerungen wie diese zeigen mir, dass es sich auch trotz solcher sarkastischen Erwiderungen und Verächtlichmachung lohnt, dagegen zu halten und sich für die Sache einzusetzen. Der Gedanke, dass was sie hier selbstgerecht als “permanente Einmischung in die Erziehungsarbeit” bezeichnen, nicht weniger Recht des Vaters als das der Mutter sein könnte, kommt ihnen selbstverständlich nicht. Es unterstreicht nur noch einmal mehr ihren absoluten Mangel an Empathie. Da sie Söhne haben, stößt es mich um so mehr ab, dass sie offensichtlich gewillt sind, die Diskriminierungen von Männern für ihre Ideologie hinzunehmen. Glücklicherweise habe ich den Eindruck, dass das Bewusstsein sich dafür auch bei Frauen mehr und mehr durchzusetzen beginnt. Für sie in ihrem Opferbewusstsein muss das natürlich katastrophal sein. Deshalb lästern sie ruhig und machen sie alles verächtlich, was ihnen Angst macht. Die Leute werden sich nicht ewig blenden lassen.
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“… zeigen mir, dass es sich … lohnt, dagegen zu halten und sich für die Sache einzusetzen…”
Für “die Sache” - wenn ich sowas schon lese… Leute, die sich für irgendeine “Sache” einsetzen, warten mir schon immer suspekt.
“Recht des Vaters” - wie nett, dass Sie hier maskulistischen Klartext schreiben.
Üblicherweise wird da ja von den “Rechten des (bei der Mutter aufwachsenden) Kindes” gefaselt - die rein zufällig stets identisch sind mit dem, was die Väter-Aktivisten sich so wünschen: Kontakt mit dem Kind, wann immer es (dem Vater) passt, Kontrolle der Mutter und und ständige Einmischung in ihre Erziehungsarbeit - dieses Recht glaubt mann sich nämlich mit Unterhaltszahlungen für das Kind erkauft zu haben.
“… ihren absoluten Mangel an Empathie … dass sie offensichtlich gewillt sind, die Diskriminierungen von Männern … hinzunehmen. Glücklicherweise habe ich den Eindruck, dass das Bewusstsein sich dafür auch bei Frauen mehr und mehr durchzusetzen beginnt.”
Wenn da man nicht der Wunsch der Vater des Gedankens ist…
“Für sie in ihrem Opferbewusstsein muss das natürlich katastrophal sein. Deshalb lästern sie ruhig und machen sie alles verächtlich, was ihnen Angst macht.”
Nu werden Sie mal nicht albern. Ich bin ganz bestimmt kein Opfer, und ich fühle mich auch nicht so.
Sie und Ihre “diskriminierten” Männer (denen u.a. das Recht verweigert wird, den Müttern der von ihnen gezeugten Kinder pausenlos auf den Senkel zu gehen) sind es doch, die sich so gern in melodramatischer Opferpose präsentieren - ich erinnere nur mal an den mit Paketklebeband “gekreuzigten” Papa Peinlich Matthieu.
Und Angst? Wovor sollte ich Angst haben? Vor Ihnen etwa?
Kopfschüttelnd - Paula
Liebe Paula!
Danke für diesen Text! Ich hoffe, zu diesem Thema kommen hier noch öfters Texte von Ihnen!!!
Und zu den Jaul-Kommentaren gewisser MaskulistInnen hier:
Dümmliches Maskulisten-Gegeifere halt - das ich mir aber glücklicherweise nicht auch noch “anhören” muss…
Die einzige richtige Einstellung!!!;)
LG von
Anja
Hallo Paula,
Das schöne an ihren Auslassungen ist, dass Sie die These, dass Väter benachteiligt sind, nicht mal inhaltlich zurückweisen. Stattdessen weisen Sie die Forderung nach gleichberechtigter Elternschaft auch nach der Trennung als lästige Einmischung in die Erziehungsarbeit von Müttern zurück. Sie nehmen die Benachteiligung von Vätern also als folgerichtig hin.
Dass es jetzt aber Väter gibt, die aufgrund der nicht mit §3 GG zu vereinbarenden Rechtspraxis bis zur Verzweiflung unter der Ausgrenzung von ihren Kindern leiden, also - wie schon geschrieben - daran kaputt gehen, ist nun mal ein Faktum, welches sich nicht mit noch soviel Sarkasmus aus der Welt schaffen lässt. Ihr leichtfertiger Umgang mit dem Thema zeigt, dass Sie Männer - Väter - nicht als gleichberechtigte Mitmenschen auf Augenhöhe anerkennen. Sie sind eine… Sexistin!
mit freundlichen Grüßen
Jörg.
Oje, der Autorin ist wohl nicht mehr zu helfen, weil sie schon zu tief im feministischen Sumpf steckt.
Das Buch von Arne Hoffmann ist übrigens -im Gegensatz zur üblichen feministischen Trivialliteratur- nur so gespickt mit Fakten, die dort übrigens auch alle belegt werden. Keine Vermutungen sondern Fakten. Das dies den Feministinnen nicht paßt, ist klar, schließlich geht die Geschäftsgrundlage dadurch flöten.
Die Zeiten für Feministinnen sind heute hart, denn sie sind in einer ungewohnten Postition, der Defensive. Müssen sich verteidigen gegen Geburtenschwund, ausufernden Gleichstellungskosten und fast einem Dutzend Verurteilungen Deutschlands wegen Nichteinhaltung von elementaren Menschenrechten in Bezug auf das Sorgerecht von unverheirateten Vätern.
Aber so eine eiserne Feministin kann auch zurückschlagen, gell?
Wie sonst wäre es zu erklären, daß es real lebensgefährlich ist ein feminismuskritisches Buch zu schreiben? Beispiele gibt´s zu Hauf: Katharina Rutschky, Matthias Matussek, Warren Farrell und noch einige mehr. Alle erhielten Morddrohungen von Leserinnen und einige mußten für einige Zeit das Land verlassen.
Erinnert irgendwie an die Zeit als die üblen Braunen Deutschland regierten.
Aber Frauen sind ja das sanfte gewaltfreie Geschlecht, gell…?
Nunja, die ganze Geschlechterdebatte neigt sich ohnehin dem Ende zu: Immer mehr Männer sind nämlich nicht bereit Kinder zu zeugen.
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/news/78897/
Ohne Kinder, keine Abzocke durch Unterhalt oder Umgangsboykott. Kein wirtschaftlicher und psychischer Ruin durch Zwangsarbeit (oh sorry, nennt sich ja “gesteigerte Erwerbsobliegenheit), oder herbeifiktiviertem Einkommen.
Dann kann die moderne Frau auch endlich machen was sie will (oder was man ihr einredet): Karriere.
Hausfrau ist ja shit, also rein in den Beruf. Rein in den morgendlichen Berufsverkehr, ab in den Büro-Nahkampf mit rotgesichtigen Chef(Innen) und mobbenden Kollegen, mäßigen Aufstiegschancen und jeder Menge Überstunden.
Mit 65 wird dann -rentenversicherungsoptimiert- der Herzinfarkt-Abgang gemacht.
Darauf haben Männer heute noch das Privileg. Gleichstellung ist angesagt, auch hier. Willkommen im realen Leben.
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Ich hatte schon begonnen, mich darüber zu wundern, dass hier seit Wochen kein Maskulist mehr einen Kommentar hinterlassen hat. Dass die plötzlich ausgestorben sind, erschien mir zwar wenig wahrscheinlich, aber trotzdem war ich doch ein wenig besorgt…
Wenn nun der erste Maskumann, der hier wieder mal ein paar markige Merkwürdigkeiten beisteuert, ausgerechnet mit dem Namen eines auf tragische Weise von uns gegangenen “Problembären” unterschreibt, dann trägt das nicht gerade dazu bei, die Sorge um die Zukunft des Maskulismus zu vermindern.
Aber, Kopf hoch, noch gibt es sie - den Bruno, den Hohmann-Gefolgsmann Hoffmann (mit seinen “faktengespickten” Werken über Parapsychologie, Sado-Maso und Frauengewalt) und andere maskulistische Frontkämpfer, die dafür sorgen, dass mir (und allen anderen “tief im feministischen Sumpf” feststeckenden Frauen
) die Weiberstammtisch-Witzchen nicht ausgehen.
Bedauerlicherweise fällt aber auch Blog-Kommentator Bruno nichts wirklich Neues ein:
Das Märchen beispielsweise, der “Geburtenschwund” sei eine Folge weiblicher Emanzipationsbestrebungen, ist ebenso uralt wie sachlich falsch. Und von “ausufernden Gleichstellungskosten” zu faseln, war schon immer jenen Ewiggestrigen vorbehalten, die auch der Meinung sind, nur Männer wüßten, was “das Beste” für Frauen sei.
Was die “fast ein Dutzend Verurteilungen Deutschlands wegen Nichteinhaltung von elementaren Menschenrechten in Bezug auf das Sorgerecht von unverheirateten Vätern” angeht: da wäre ein Beleg oder Link natürlich sehr hilfreich gewesen - bei dem Versuch, nachzuvollziehen, was der Autor damit wohl gemeint haben mag.
Die juristischen K(r)ämpfe des “auf den Knien seines Herzens” Justizministerin Zypries anflehenden Jesusdarstellers Mathieu Carriére können es nicht sein, denn dessen Klagen gegen die Mütter seiner beiden Töchter waren ebenso wenig von Erfolg gekrönt wie andere mir bekannten Versuche von Scheidungsvätern, ihre Sehnsucht … nach geheuchelter Harmonie, moralischem Ablaßhandel und ökonomischer Versklavung der Ex-Gattin mit Hilfe entsprechender Gerichtsurteile durchzusetzen.
“Immer mehr Männer sind nämlich nicht bereit Kinder zu zeugen.”
Ja, ja. Ebenfalls nicht gerade neu.
Dass auch daran die bösen, bösen Feministinnen Schuld sind, würde den Maskumännern zwar prima in den Kram passen, ist aber bloß eine durch keine Untersuchung - auch nicht durch die Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (auf deren Zahlen der von Bruno verlinkte 3sat-Bericht basiert) - untermauerte Unterstellung.
Der Rest dieses “Kommentars” besteht aus plattesten Diffamierungen:
Frauen bzw. Feministinnen (= Täter) überziehen KritikerInnen mit Morddrohungen, erinnern an die “üblen Braunen”, die mal “Deutschland regierten”, und terrorisieren die armen Väter (= Opfer) mit “Abzocke durch Unterhalt oder Umgangsboykott”.
Die treffendste Beschreibung dieser Geisteshaltung mancher Männer, die ich im deutschsprachigen Internet bislang gefunden habe, ist immer noch die eines Mannes.
Der ‘Konkret’-Beitrag “Men’s Health” von Magnus Klaue endet mit den Sätzen:
“Das vage Gefühl, “gebraucht” und “benutzt” zu werden, schlägt um in die Forderung, es möge auch weiterhin nur den Männern erlaubt sein, ihre Frauen zu benutzen. Der “gebrauchte Mann” ist ein Skandalon, die “gebrauchte Frau” jedoch, von der Hausfrau über die Mutter bis zur Prostituierten, hat keine Lobby nötig.”
Paula
Ohe, oha, brunobär ist wieder da
Hier erstmal der gewünschte Link:
http://www.pappa.com/recht/EuGH-MR-Rechtsprechung-deutsches-Familienrecht.htm
Das Märchen beispielsweise, der “Geburtenschwund” sei eine Folge weiblicher Emanzipationsbestrebungen, ist ebenso uralt wie sachlich falsch.
Nö. Jeder weiß wie z.B. der Pillenknick die Geburtenzahl senkte.
Und von “ausufernden Gleichstellungskosten” zu faseln, war schon immer jenen Ewiggestrigen vorbehalten, die auch der Meinung sind, nur Männer wüßten, was “das Beste” für Frauen sei.
Tatsache ist: Gleichstellung kostet ein Heidengeld.
Dumm nur: Trotz der ganzen Frauenförderung kommt nur ein relativ kleiner Prozentsatz der Frauen an die Jobs ganz oben. Wenn Frauenförderung also viel kostet, die “Rendite” aber äußerst mager ausfällt, stellt sich doch ganz eindeutig die Frage, ob das Geld keine Fehlinvestition ist, und nicht besser anders angelegt wäre, sei es im Bildungsbereich, sei es um damit kostenlose Kindergärten zu finanzieren.
Auch wenn´s Dir nicht paßt:
Der Zeugungsstreik ist längst Realität. Kein Wunder, denn wenn in der Politik von Vätern die Rede ist, kommen üblicherweise ausschließlich Kritik oder Forderungen.
Warum sollte sich ein Mann dies noch antun? Bei einer Trennungsrate von ca. 50% hat er eben auch eine 50/50-Chance nach einer Trennung zum Zahlesel degradiert zu werden. Und zwar bei seit fast 20 Jahren sinkenden Nettolöhnen, aber ständig steigenden Unterhaltsbeträgen und rechtlicher Entrechtung.
Vater zu werden ist heute -unter den gegenwertigen Bedingungen- ökonomischer und mentaler Wahnsinn. Also wird auf Vaterschaft eben aktiv verzichtet.
Natürlich laufen inzwischen die üblichen Kampagnen: “Drückeberger”, “Verweigerer”, “Verantwortungslos”, “Egoistisch”, was aber nichts nützen wird. Erst wenn die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen wieder stimmen wird wieder öfter gezeugt werden.
Man siehe sich mal die rechtliche Seite nach einer Zeugung an:
-Frau entschließt sich zur Pille danach - Mann hat nix zu melden
-Frau entschließt sich zur Abtreibung - Mann hat nix zu melden
-Frau gibt das Baby in der Babyklappe ab - Mann hat nix zu melden
(Man stelle sich mal den analogen Fall vor: Mann gibt Baby in der Babyklappe ab um Unterhalt zu sparen!)
-Frau zieht mit Kind aus der gemeinsamen Wohnung aus und boykottiert den Umgang - Mann hat nix zu melden
usw. usw. Ein Horrorkatalog.
Übrigens, das hier:
Wie sonst wäre es zu erklären, daß es real lebensgefährlich ist ein feminismuskritisches Buch zu schreiben? Beispiele gibt´s zu Hauf: Katharina Rutschky, Matthias Matussek, Warren Farrell und noch einige mehr. Alle erhielten Morddrohungen von Leserinnen und einige mußten für einige Zeit das Land verlassen. Erinnert irgendwie an die Zeit als die üblen Braunen Deutschland regierten.
ist keine böse Polemik, sondern traurige Realität.
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Ach sooooo…
Frau (bzw. Feministinnen) entschieden sich also ohne Rücksprache mit dem jeweiligen Partner für Empfängnisverhütung und nahmen einfach heimlich die Pille, während die armen, ach so zeugungswilligen Männer ganz verzweifelt waren, weil sich trotz sexueller Aktivitäten kein Nachwuchs einstellte?!?
Böse, böse Frauen - lassen einfach die Deutschen aussterben!
Merken Sie eigentlich noch was?
Frauenförderung, Herr Bruno, besteht keineswegs bloß darin, Frauen den Aufstieg in innerbetrieblichen Hackordnungen zu erleichtern. Oft ist diese sog. “Förderung” nichts anderes als der simple Versuch, Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern herzustellen (was Herren Ihres Kalibers zu fürchten scheinen wie der Teufel das Weihwasser - so wenig Selbstvertrauen ? ).
).
Und: viele “Frauenförderungsmaßnahmen”, wie z.B. Quotenregelungen in Bereichen, in denen der Staat - als Arbeits- oder Auftragsgeber - Einfluss nehmen kann, kosten gar nix (außer die Nerven von Maskulisten…
Die typische Maskulisten-Masche - mann stellt die berechtigten Interessen von Frauen als gegen die Interessen von Kindern und Jugendlichen gerichtet dar. Wie ja überhaupt an allen, aber wirklich allen “Übeln” – an dem Verfall der traditionellen Familienstrukturen, den steigenden Scheidungsraten, der Zunahme von Teenager-Schwangerschaften, Selbstmorden, Gewalt und Drogenmissbrauch, an der (statistisch gesehen) niedrigerer Lebenserwartung von Männern oder dem schlechteren Abschneiden von Jungs in den Schulen usw. usf. – nach Ansicht maskulistischer Vorbeter immer nur die Frauen bzw. Feministinnen “schuld” sind…
Hätten alle Frauen sich nämlich auch weiterhin damit zufrieden gegeben, durch lebenslänglichen* Einsatz an Putzeimer, Waschmaschine und Herd ein heimeliges Nest für ihre draussen in der grossen Welt arbeitenden Männer zu schaffen, ihnen abends bei der Entladung sexuellen Drucks behilflich zu sein, die Kinder (so vorhanden) großzuziehen und gegebenenfalls die pflegebedürftigen Eltern zu betreuen, dann gäbe es all diese Probleme nach Ansicht der Maskumullahs gar nicht. Dann wäre unsere Gesellschaft ein Idyll der glücklichen Dauerlächler - ähnlich dem bonbonfarbenen Plastikparadies auf dem Titelblatt eines “Zeugen Jehovas”-Heftchens.
* lebenslänglich - oder zumindest solange, bis mann ein repräsentativeres / knackigeres / tüchtigeres “Frauchen” gefunden hat…
Weiß ich doch längst!
Schon im Juli letzten Jahres habe ich beispielsweise im Blog-Beitrag “Papa Passion” über die statistisch belegte, zunehmende Zeugungs-Unlust von jungen Männern und den “Aufruf an die Männer zum Zeugungsstreik“ von Peter Lichtenberg berichtet. Wenn ich mir allerdings die Seite “Trennungskinder” dieses bekennenden Narzissten anschaue, meine ich nicht, dass es ein großer Verlust für die Bevölkerung dieses Landes oder gar für die Menschheit ist, wenn solche Vertreter des männlichen Geschlechts freiwillig auf jegliche Reproduktion verzichten.
Für die generell sinkende Bereitschaft junger Menschen (und zwar bei jungen Männern und Frauen), Kinder in die Welt zu setzen, gibt es m.E. eine ganze Reihe von Gründen - von denen die wachsende Unsicherheit bei der Planung einer beruflichen Zukunft, die von Arbeitgebervertretern heutzutage immer wieder geforderte totale Mobilität und Flexibilität und die Tatsache, dass Bildungspolitik in Deutschland nach wie vor aus Politiker-Worthülsen und Pseudo-Reförmchen besteht, die nichts kosten dürfen, nur einige sind.
Diese durch viele Faktoren bedingte gesellschaftliche Entwicklung als Folge des Feminismus und/oder der Bestrebungen zur Gleichstellung der Geschlechter zu bezeichnen, zeigt sehr schön die Beschränktheit des maskulistischen Wahrnehmungstunnels.
Dass Sie allen Ernstes behaupten, ein möglicher Stopp oder gar eine Umkehr des Trends zu weniger Nachwuchs sei einzig und allein von der männlichen Bereitschaft zur Zeugung (die wiederum von gewissen “rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen” bestimmt wird) abhängig, offenbart ein vorsintflutliches, ja menschenverachtendes Frauenbild, das ich ausgesprochen widerwärtig finde.
Die Frau, die ein Kind ja immerhin (im Normalfall) 40 Wochen lang austrägt und (im Normalfall) unter beträchtlichen körperlichen Anstrengungen bzw. Schmerzen zur Welt bringt, hat in dieser Frage nicht mitzureden oder zu entscheiden; sie wird hier zum bloßen Gefäß des männlichen Samens degradiert… Zu einem Uterus ohne Selbstbestimmungsrecht, der froh und glücklich zu sein hat, wenn es dem Herrn und Gebieter über Millionen von Spermien gefällt, etwas gegen den Geburtenrückgang zu tun.
Der Mann als “Erzeuger” und alleiniger Entscheider über Geburten(rückgang), die Frau als Gefäß und Werkzug seines Willens. Zum Kotzen!
Dass Sie es empörend finden, dass Frauen in diesem Land solche Entscheidungen auch gegen den Willen des Samenspenders treffen dürfen, also ein gewisses Selbstbestimmungsrecht über ihren eigenen Körper haben, ist nach Ihren Betrachtungen zum Geburtenrückgang (= “männlicher Zeugungsverweigerung” im Maskulistensprech) keine Überraschung mehr.
Hier geht es mal wieder um die altbekannte maskulistische Forderung “Dein Bauch gehört MIR!”.
Und die besagt: sobald es einem Mann gelungen ist , eine Frau zu schwängern - und sei es nur, weil er nicht fähig oder willens war, ein Kondom richtig zu verwenden - soll die Entscheidung darüber, ob das Kind ausgetragen (und was nach der Geburt mit ihm geschehen soll) möglichst ganz allein ihm vorbehalten sein.
Und das, obwohl er zu einer möglichen Existenz dieses Kindes bis dato nicht mehr beigetragen hat als eine Portion Sperma - deren Absonderung in der Regel unter recht angenehmen Begleitumständen erfolgt…
Um es mal mit einem etwas fülligen Gallier zu sagen:
“Die spinnen doch, die Maskulisten!”
Paula
Ach sooooo…
Frau (bzw. Feministinnen) entschieden sich also ohne Rücksprache mit dem jeweiligen Partner für Empfängnisverhütung und nahmen einfach heimlich die Pille, während die armen, ach so zeugungswilligen Männer ganz verzweifelt waren, weil sich trotz sexueller Aktivitäten kein Nachwuchs einstellte?!?
Böse, böse Frauen - lassen einfach die Deutschen aussterben!
Hat doch niemand behauptet.
Ob Frauen heimlich oder nicht heimlich die Pille nehmen ist für die absoluten Geburtenzahlen völlig irrelevant. Sie nehmen die Pille halt und senken damit die Geburtenzahlen. “Komischerweise” wurde (und wird) die Pille stets als Befreiung und Meilenstein der Emanzipation gefeiert. Der Zeugungsstreik der Männer wird dagegen als Verantwortungslosigkeit und Egoismus diffamiert. Sie sehen: Die Männer haben sich längst emanzipiert, allerdings anders als von den Feministinnen gewünscht. Gut so.
… nach Ansicht maskulistischer Vorbeter immer nur die Frauen bzw. Feministinnen “schuld” sind…
Der Feminismus hat in diesen Bereichen versagt, keine Frage. Eine Alleinschuld würde ich dem Feminismus jedoch nicht zuschustern wollen, dazu sind die Dinge nämlich zu komplex.
Hätten alle Frauen sich nämlich auch weiterhin damit zufrieden gegeben, durch lebenslänglichen* Einsatz an Putzeimer, Waschmaschine und Herd ein heimeliges Nest für ihre draussen in der grossen Welt arbeitenden Männer zu schaffen, ihnen abends bei der Entladung sexuellen Drucks behilflich zu sein, die Kinder (so vorhanden) großzuziehen und gegebenenfalls die pflegebedürftigen Eltern zu betreuen, dann gäbe es all diese Probleme nach Ansicht der Maskumullahs gar nicht. Dann wäre unsere Gesellschaft ein Idyll der glücklichen Dauerlächler - ähnlich dem bonbonfarbenen Plastikparadies auf dem Titelblatt eines “Zeugen Jehovas”-Heftchens.
Sie verwechselsn das was: Die “neuen Männerrechtler” haben mit dem Patriachat alter Schulart nämlich gar nix am Hut. Es sind gerade diejenigen, die sich z.B. um Kindererziehung kümmern wollen (eine alte feministische Forderung übrigens), aber sich dann natürlich nicht mehr mit den Rechten von den 1950er Jahren zufriedengeben, sondern z.B. ein volles Sorgerecht beanspruchen. Nur mal so zur Info: Seit einigen Jahren ist der alleinerziehende Vater die am stärksten steigende Familienform. Trotzdem ist ein unverheirateter Vater immer noch rechtlich schlechter gestellt als ein Sklave bei den antiken Römern. Deutschland hat im Familienrecht inzwischen gute 25 Jahre Rückstand auf andere zivilisierte Länder die auch in diesem Bereich die Menschenrechte achten.
Meinetwegen können Frauen jeden Job der Welt ausüben und auf das Hausfrauendarsein verzichten. No problem. Dann aber auch bitte weibliche Maurer, weibliche Gerüstbauer, weibliche Kanalarbeiter. Viele Männer die diese miesen Jobs ausführen um die Familie zu ernähren hätten bestimmt nichts dagegen mit ihren Frauen zu tauschen.
Dass Sie allen Ernstes behaupten, ein möglicher Stopp oder gar eine Umkehr des Trends zu weniger Nachwuchs sei einzig und allein von der männlichen Bereitschaft zur Zeugung (die wiederum von gewissen “rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen” bestimmt wird) abhängig, offenbart ein vorsintflutliches, ja menschenverachtendes Frauenbild, das ich ausgesprochen widerwärtig finde.
Ihren erhöhten Blutdruck hätten Sie sich sparen können, denn nirgendwo habe ich geschrieben, daß dies die alleinseligmachende Lösung ist. Richtig lesen bitte und nix reininterpretieren.
Der Mann als “Erzeuger” und alleiniger Entscheider über Geburten(rückgang), die Frau als Gefäß und Werkzug seines Willens. Zum Kotzen!
Ich weiß, es ist schwer Macht abzugeben. Schöner wäre es für Sie natürlich wenn die Frau alleinige Entscheiderin über Geburten (rückgang) wäre und den Mann -wie üblich- zum rechtlosen Zahldeppen degradieren kann? Das wird nicht mehr funktionieren, die Männer haben sich nun einmal ausgeklinkt. Die nächste Frauengeneration wird dies massiv zu spüren bekommen.
Dass Sie es empörend finden, dass Frauen in diesem Land solche Entscheidungen auch gegen den Willen des Samenspenders treffen dürfen, also ein gewisses Selbstbestimmungsrecht über ihren eigenen Körper haben, ist nach Ihren Betrachtungen zum Geburtenrückgang (= “männlicher Zeugungsverweigerung” im Maskulistensprech) keine Überraschung mehr.
Hier geht es mal wieder um die altbekannte maskulistische Forderung “Dein Bauch gehört MIR!”.
Zunächst mal ist es Ihre Sprache, die empörend und menschenverachtend ist: “Erzeuger” und “Samenspender” sind jedenfalls keine respektvollen Begriffe. Ein Mann der sich nach der Geburt aus dem Staub macht ist ein “Erzeuger”? Was ist denn dann eine Frau die das Baby zur Babyklappe gibt, eine “Austrägerin” oder “Gebärerin”?
Frauen haben in der Vergangenheit exessiv Gebrauch gemacht vom Selbstbestimmungsrecht über ihren eingenen Körper. Jetzt machen es die Männer auch: “Mein Ding gehört mir”.
Die jahrzehntelange Abzocke an Männern hat sich rumgesprochen. Jetzt ist die Politik (in auch die Justiz) gefragt den Männern Vaterschaft wieder schmackhaft zu machen. Mit dem altbekannten riesigen Pflichtenkatalog wird es nicht mehr funktionieren. Und es geht munter weiter: Nächste Woche verkündet der BGH sein Urteil zu Vaterschaftstest. Sollte es väterfeindlich ausfallen, werden sich noch einige zehntausend Männer mehr gründlichst überlegen, ob sie Vater werden wollen.
Übrigens: Frau Zypries ist mit ihrem ersten (gescheiterten) Versuch Vaterschaftstest unter Gefängnisstrafe zu stellen, zur besten Mitgliederwerberin für die Vätervereine geworden; die Mitgliederzahlen sind seitdem geradezu explodiert.
Und die besagt: sobald es einem Mann gelungen ist , eine Frau zu schwängern - und sei es nur, weil er nicht fähig oder willens war, ein Kondom richtig zu verwenden - soll die Entscheidung darüber, ob das Kind ausgetragen (und was nach der Geburt mit ihm geschehen soll) möglichst ganz allein ihm vorbehalten sein.
Nö. Aber es gibt keinen Grund, dies allein der Frau zu überlassen.
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Tatsächlich? Na, von mir jedenfalls nicht.
Ich schrieb ja bereits, dass ich das im Fall gewisser fanatischer Maskumullahs sogar für eine exzellente Idee halte.
Außerdem ist es ja (rein rechnerisch…) so, dass ein einziger zeugungswilliger Mann genügt, um beliebig viele empfängniswillige Frauen zu schwängern - während es vollkommen gleichgültig ist, wie viele zeugungswillige Männer einer einzigen empfängniswilligen Frau zur Verfügung stehen: es kommt trotzdem nur eine einzige Schwangerschaft dabei heraus…
Schwachsinn.
Meinen Sie jetzt Libyen, Algerien oder den Iran?
Ah ja - dass Frauen andere Berufe als den der Hausfrau ausüben, das wäre Möchtegernpascha Bruno grundsätzlich schon bereit zu genehmigen. Wie schön.
Aber auch noch die Entscheidung darüber, welche Berufe das im Allgemeinen oder Speziellen sein sollen, den Frauen selbst zu überlassen - wo käme mann denn da hin?
Sie haben’s vielleicht noch nicht mitgekriegt, Bruno, aber junge Frauen können, wollen und dürfen ihre Berufswahl heutzutage allein treffen.
Was wäre der Sich-aus-dem-Staub-Macher denn für Sie? Etwa ein Vater?
Für mich ist der Vater immer Derjenige, der sich an der Erziehungsarbeit beteiligt und die männliche Bezugsperson des Kindes ist / wird - egal, ob er nun gleichzeitig auch dessen Erzeuger ist oder nicht.
So? Welche Vergangenheit meinen Sie? Und was, bitte, haben wir uns eigentlich unter einem “exzessiven Gebrauch” des Selbstbestimmungsrechts vorzustellen?
Da bin ich aber mal ganz Ihrer Meinung.
Dem Manne gehört sein Schniedel genauso, wie eine Frau alleinige Eigentümerin ihres Bauches ist.
(Trotz des ganzen Freudschen Geredes vom “Penisneid” - ich will auch gar keinen haben!)
Oh doch, den gibt es. Es ist ihr Körper.
Paula
Schwachsinn.
Leider nicht. Aber damit meinte ich natürlich seine Rechte als Vater, nicht seine sonstigen Rechte. Also nochmals konkretisiert: Ein unverheirateter Vater in Deutschland hat im Jahre 2007 weniger Rechte an seinem Kind als ein Sklave im antiken Rom. Übrigens auch weniger väterliche Rechte als zu jedweder Diktatur in Deutschland.
Die vielen Verurteilungen Deutschlands durch den Menschengerichtshof wegen Menschenrechtsverletzungen an Vätern sind übrigens zum völligen Stillstand gekommen, seitdem dort die Feministin Jaeger hingeschickt wurde um aufzuräumen. Bisher mit „Erfolg“ wie man sieht…
Meinen Sie jetzt Libyen, Algerien oder den Iran?
Ihren Zynismus in Ehren, aber nahezu allen europäischen Länder sind uns im Familienrecht um Jahrzehnte voraus. Selbst in Albanien und halb Osteuropa gibt es wesentlich modernere Rechtssysteme, von Ländern wie z.B. Frankreich ganz zu schweigen. Und nach meinem Kenntnisstand ist Deutschland immer noch das einzige Land der Welt, daß die UN-Kinderrechtskonvention nicht vorbehaltlos unterzeichnet hat. Schlimme Folge: Kinder haben kein durchsetzbares Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen (meist dem Vater)
Ah ja - dass Frauen andere Berufe als den der Hausfrau ausüben, das wäre Möchtegernpascha Bruno grundsätzlich schon bereit zu genehmigen. Wie schön.
Aber auch noch die Entscheidung darüber, welche Berufe das im Allgemeinen oder Speziellen sein sollen, den Frauen selbst zu überlassen - wo käme mann denn da hin?
Sie haben’s vielleicht noch nicht mitgekriegt, Bruno, aber junge Frauen können, wollen und dürfen ihre Berufswahl heutzutage allein treffen.
Ach so ist das: Die körperlich anstrengenden und schmutzigen Berufe werden weiterhin den Männern überlassen, aha. Wie wäre es mit einer Quotenregelung auf dem Bau anstatt im kuscheligen öffentlichen Dienst?
Frauen haben heute übrigens wesentlich mehr Rollenmöglichkeiten als den Männern zugestanden wird.
Was wäre der Sich-aus-dem-Staub-Macher denn für Sie? Etwa ein Vater?
Für mich ist der Vater immer Derjenige, der sich an der Erziehungsarbeit beteiligt und die männliche Bezugsperson des Kindes ist / wird - egal, ob er nun gleichzeitig auch dessen Erzeuger ist oder nicht.
Demnach wäre eine „Mutter“ die das Baby nach der Geburt weggibt keine Mutter, sondern lediglich eine „Austrägerin“ oder „Gebärerin“, ok…
Selbstverständlich sollte ein Vater sich aktivst an der Erziehung beteiligen und Bezugsperson werden. Aber doch bitte bei vollen väterlichen Rechten, die zu 100% den mütterlichen Rechten entsprechen müssen, und nicht als jemand, der sogar willkürlich von der Mutter jederzeit ausgegrenzt und entrechtet werden kann.
So? Welche Vergangenheit meinen Sie? Und was, bitte, haben wir uns eigentlich unter einem “exzessiven Gebrauch” des Selbstbestimmungsrechts vorzustellen?
Na, schauen Sie sich doch die ca. 130.000 Abtreibungen jährlich an.
Die sind eben Ausdruck jenes „exessiven Gebrauchss des Selbstbestimmungsrechts“.
Dem Manne gehört sein Schniedel genauso, wie eine Frau alleinige Eigentümerin ihres Bauches ist.
Sie wollen also dem Mann weiterhin nur die Zuschauerrolle zugestehen, bei Pille danach, Abtreibung, Babyklappe? Nun, wenn er zum Zuschauer degradiert wird, ist es dann ein Wunder, wenn einige dieser Männer sich dafür nicht verantwortlich fühlen, sich nicht abhängig machen wollen von den –ggf. schwankenden- Meinungen von Frauen ob sie Kinder bekommen oder nicht?
”Hier geht es mal wieder um die altbekannte maskulistische Forderung “Dein Bauch gehört MIR!”.
Falsch. Das war die Forderung des Patriachats, nicht der neuen Väterbewegung.
Und die besagt: sobald es einem Mann gelungen ist , eine Frau zu schwängern - und sei es nur, weil er nicht fähig oder willens war, ein Kondom richtig zu verwenden - soll die Entscheidung darüber, ob das Kind ausgetragen (und was nach der Geburt mit ihm geschehen soll) möglichst ganz allein ihm vorbehalten sein.
Und die –heutzutage reale- feministische Forderung lautet: Ich als Frau entscheide alleine ob ich ein Kind bekomme oder nicht. Als Mann bist Du nur Erfüllungsgehilfe meiner Wünsche und ob Du ein Kind bekommst, entscheide ganz alleine ich als Frau.
Oh doch, den gibt es. Es ist ihr Körper.
Mit dem gleichen platten Argument könnte man behaupten, es wäre sein Samen der sich darin befindet.
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Es fällt mir zwar nicht leicht, aber…
Kein Kommentar - nur eine Anmerkung:
Dies ist ein Zusammenschnitt aus zwei teilweise deckungsgleichen “Bruno-Kommentaren”.
Paula
…und schon wieder gelöscht…
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Himmel, Bruno, sind Sie mehrere Maskulisten - oder weiß Ihre eine Hand nicht, was die andere grad getippt hat? Oder ist Ihr Kurzzeitgedächtnis im Eimer?
Erst kommentieren Sie meine Antwort auf Ihr “Männern-geht’s-heute-schlechter-als-Sklaven-im-alten-Rom”-Statement so:
Und kurz darauf schicken Sie einen zweiten Kommentar los, in dem es heißt:
Wenn ich das dann zusammenfasse zu
- dann nörgeln Sie rum, ich hätte einen Kommentar weg “zensiert”… Das ist langweilig.
Wenn Ihnen zum Thema nichts Neues mehr einfällt und Sie stattdessen mit “Zensur”- und “Löschungs”-Vorwürfen hier eine neue Baustelle zu eröffnen versuchen, werde ich solche “Kommentare” künftig in der Tat ganz einfach löschen.
Paula
@ paula:
Löschen tun Sie´s ja ohnehin. Aber keine Panik: Ich bin es durchaus gewohnt, daß Feminstinnen anderslautende Meinungen löchen, Sie sind da also in guter Gesellschaft
Übrigens: Vom Recht auf “Mein Bauch gehört mir” sind Männer inzwischen rechtlich weit entfernt. Sogar Samenraub ist heute legalisiert, denn es gilt ja das Unterhaltsmaximierungsprinzip:
http://www.123recht.net/article.asp?a=717
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Warum sollte ich einen Kommentar löschen, wenn er inhaltlich Neues enthält - selbst wenn es nur eine schrullige kleine “Samenraub”-Story ist… ?!?
Derartige Reaktionen verlassener Ehefrauen sind zwar sicherlich nicht die Regel, sondern eine höchst seltene Ausnahme (schließlich hat nicht Jede Sperma des Verflossenen in der Kühltruhe, und außerdem werden Frauen oft in einem Alter verlassen, in dem sie keine Kinder mehr kriegen können/wollen), aber zumindest hat die von Ihnen verlinkte Geschichte - finde ich - ein gewissen Unterhaltungswert.
Eine höchst seltene Ausnahme ist sowas keineswegs. Denken Sie nur an die “Besenkammer-Partnerin” von Boris Becker, die nichts besseres zu tun hatte als sich seinen Samen nach erfolgreichem Hand- oder Blowjob unten rein zu stopfen und seitdem Millionen an Unterhalt kassiert hat. Wie verträgt sich sowas eigentlich mit “Mein Körper gehört mir”? Offensichtlich ein weiterer Grundsatz, der nur für Frauen gilt?
Bei derart männerfeindlichen Gesetzen ist es wohl anzuraten nur noch unter falscher Identität mit einer Frau intim zu werden, (was zugegebenermaßen bei B. Becker kaum möglich ist), oder gleich lieber ins Bordell zu gehen. Dort leben die Frauen wenigstens davon, daß sie NICHT schwanger werden. Welch erfrischende Ehrlichkeit!
Zurück zu den Maskulisten. Ich bekenne: Ich kenne auch niemanden persönlich, finde deren Forderungen allerdings sehr gut, denn einige der aktuellen Gesetze sind -wie schon erwähnt- menschenrechtswidrig. Den Staat schert das natürlich nicht, denn Väter sollen im Prinzip nur 3 Dinge: arbeiten, Geld verdienen, Schnauze halten. Stellt sich ein Vater quer, macht der Staat Ärger, denn wenn Papa nix zahlt, muß der Staat zahlen, und das ist schlecht. Deshalb gibt es ja auch spezielle Väter-Gesetze, wie z.B. §170 BGB (Unterhaltspflichtverletzung, mit Gefängnisdrohung), der bisher ausschließlich gegen Väter verhängt wurde, obwohl Mütter erwiesenermaßen (siehe Proksch-Studie) die weitaus schlechteren Unterhaltszahler sind. Auch andere Goodies wie “gesteigerte Erwerbsobliegenheit” (zu Deutsch Zwangsarbeit) oder “fiktives Einkommen” gibt es fast zu 100% für Väter. Der größten Skandal-§ BGB 1626a (Sorgerecht für unverheiratete Väter nur wenn Mama zustimmt) ist in seiner kompletten Sittenwidrigkeit ohnhin nicht mehr zu toppen, und stellt Deutschlands Familienrecht weltweit ins Abseits. Der Beschiß hat sich rumgesprochen und jetzt wollen die Männer nicht mehr Vater werden, so ein Pech aber auch. Für den Feminismus wird es in Zukunft noch viel enger werden als heute, denn die Geschäftsgrundlage (die Opferhaltung der Frau) wird zunehmend unglaubwürdiger in der Gesellschaft. Sieht so aus, als stünde der Feminismus nun ratlos in einem selbstherbeigeführten Trümmerhaufen. Zeit für die Maskulisten ihn wegzuräumen.
@bruno
Volle Zustimmung! Ich halte es für einen feministischen Irrweg, Frauen systematisch in die Opferschublade zu drängen, wie es die letzten Jahre leider getan wurde. Damit zementiert man lediglich Geschlechtertrennung, anstatt sie abzubauen. Ich stimme Élisabeth Badinter in ihrer Aussage zu, wonach es dem einen Geschlecht nur dann gut geht, wenn es auch dem anderen gut geht.
Hey Paula,
Ich bewundere wirklich Deine Ausdauer!
@ Mascus: Ihr leidet wirklich unter der bösen feministischen Weltverschwörung *LOL*
Warum die gute Paula im echten Leben keinen bekennden Maskulisten kennt?
Ganz einfach, diese Richtung ist (leider) in der Öffentlichkeit noch nicht akzeptiert… es gehört viel Mut dazu, seinen Ruf zu riskieren, um seine wahre Anschauung zu vertreten.
Zu Ihrem Nachtrag:
Es wäre nett, wenn Sie den Kontext zitieren würden, nicht nur einzelne Passagen. Die Wikipedia-Autorin “Barb”, die ihre Legitimation durch ein Studium der Soziologie erworben hat, sonst leider keine Fakten vorweisen kann, eröffnete bereits einige Zeit vorher die Diskussion auf der persönlichen Ebene.
“Nicht nur für Maskulisten, auch für die “Neuen Rechten” und islamische Fundamentalisten”… halte ich für eine sehr gewagte Formulierung, die im Übrigen auch widersprüchlich ist…
Abschließend kann man Ihnen das ja wohl verzeihen, immerhin ist der Taz-Blog bekannt, allgemein geringe Qualität aufweisen zu können, insbesondere aber in der Feminismus-Debatte seine speziellen Triebe auswachsen zu lassen.
- wie nett, dass Sie hier maskulistischen Klartext schreiben.
Üblicherweise wird da ja von den “Rechten des (bei der Mutter aufwachsenden) Kindes” gefaselt - die rein zufällig stets identisch sind mit dem, was die Väter-Aktivisten sich so wünschen: Kontakt mit dem Kind, wann immer es (dem Vater) passt, Kontrolle der Mutter und und ständige Einmischung in ihre Erziehungsarbeit - dieses Recht glaubt mann sich nämlich mit Unterhaltszahlungen für das Kind erkauft zu haben.
Ich glaube ich muss ihnen zustimmen. Man kann es kaum als etwas anderes als “Einmischung” bezeichnen, wenn ein Mann das Groß der Erziehung nach der Trennung in die Hände seiner Ehemaligen legt und sich auf punktuelle Besuche beschränkt. Es ist kaum vorstellbar, dass in der Normalsituation getrennter Partner noch eine Absprache stattfinden kann. Und etwas verbittertes hängt dem Beharren auf das Besuchsrecht definitiv an.
Niemand muss sich gegen den Geburtenschwund verteidigen. Der ist in allen postindustriellen Gesellschaften ein Fakt. Sie tritt auch in außereuropäischen, definitiv nicht emanzipierten Gesellschaften auf. Und mache davon, z.b. Japan sind extrem restriktiv mit der Pille. Den Geburtenknick hat das nicht verhindert.
In meinem Umfeld (Akademiker) haben sich seltsamerweise alle Paare für 2-3 Kindern entschieden. Ich sehe den Verzicht nicht von dem Sie sprechen.
Ich sag mal so, wenn ich 6 Jahre länger lebe als Männer…
Wer ist das wirkliche benachteiligte Geschlecht?
Auf die Antwort bin ich mal gespannt
Ja oder nein, kein blabla…
Das ist doch DER Indikator, wer die wirkliche Macht hat. Oder sehen sie das ernsthaft anders?
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Oh ja, das sehe ich seht wohl “ernsthaft anders”!
Die durchschnittliche Lebenserwartung hat wenig mit “wirklicher Macht” zu tun, sondern vermutlich mit den Genen (bei vielen Säugetierarten leben die Weibchen länger als die Männchen) - und definitiv sehr viel mit den Lebensumständen.
Dafür spricht u.a., dass die wenigen Ländern, in denen die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen niedriger ist als die der Männer (beispielsweise Afghanistan, Simbabwe oder Zentralafrikanische Republik), sich in extrem armen Regionen finden, in denen nur die - in der Regel männlichen - “mächtigen” Mitglieder der Gesellschaft Zugang zu ausreichend Nahrung und zu medizinischer Versorgung haben.
In den westlichen Industrieländern, in denen der Lebensstil von Frauen dem der Männer immer ähnlicher wird, inklusive aller gesundheitlicher Risikofaktoren wie Stress, Rauchen, ungesunde Ernährung usw., sinkt der Abstand zwischen den Lebenserwartungen der Geschlechter denn auch langsam wieder… In Deutschland lag er noch Mitte der 80er Jahre bei gut sieben Jahren.
Und dann gibt es ja noch die berühmte “Klosterstudie”.
“Hier wurde festgestellt, dass die Lebenserwartung von Nonnen annähernd gleich der der Frauen der Gesamtbevölkerung ist und Mönche im Schnitt nur ein Jahr jünger als Nonnen sterben.”
(Wikipedia )
Homepage M. Luy
Übrigens - Überraschung! - haben Einkommensniveau und sozialer Status weit größeren Einfluss auf die durchschnittliche Lebenserwartung eines Menschen als sein Geschlecht.
Wikipedia:
“Gemäß Daten aus der privaten Rentenversicherung aus den Jahren 1995-2002 liegt die auf ein Jahr bezogene Sterbewahrscheinlichkeit für Bezieher hoher Renten um bis zu 20 % niedriger als für Bezieher geringer Renten. Aus Daten der gesetzlichen Rentenversicherung und des statistischen Bundesamtes geht hervor, dass die Wahrscheinlichkeit für einen 65-jährigen Mann, innerhalb eines Jahres zu sterben, für Versicherte der Arbeiterrentenversicherung fast doppelt so hoch ist wie für Versicherte der Angestelltenversicherung und für Beamte.”
Zuletzt noch ein Wikipedia-Zitat, das man dann doch im Sinne der Ihnen vermuteten “Benachteiligung” des männlichen Geschlechts interpretieren könnte - allerdings handelt es sich um eine kaum zu ändernde “Benachteiligung” durch Mutter Natur …
“Dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron wird eine lebensverkürzende Wirkung zugeschrieben: Eunuchen leben im Schnitt länger als nicht kastrierte Männer, allerdings neigen sie zum Übergewicht, was das Leben wieder verkürzt.”
Ach so kleine Anmerkung noch, sie schrieben :
….”Tagesschau-Blondine Eva Herman….”
damit haben sie sich auch schon, wahrscheinlich unbemerkt, selbst disqualifiziert…
Sie machen genau das, was sie eigentlich bekämpfen wollen…statt mit Argumenten machen sie sich über das Aussehen bzw. eine körperliche Eigenschaft von ihr lustig…
Eva Herman sieht wenigstens aus wie eine Frau und nicht wie ein Wischmopp
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Danke für den Hinweis, ich korrigiere das gern. Es muss natürlich heissen:
“EX-Tagesschau-Blondine Eva Herman” !
ich sag mal so: ob man 6 jahre vor dem ableben noch nennenswert mächtiges reißen kann, daran habe ich leise zweifel…
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Das sehe ich ähnlich…
Paula
als relativ jungen mann und einzelkind einer (mehr oder weniger) alleinerziehenden mutter berührt mich dieses thema, und noch mehr diese diskussion hier etwas unangenehm… denn bis auf einige kommentare ging hier alles nur um ein aufeinander einhacken, lösungvorschläge habe ich allerdings keine gefunden… schade eigentlich, soviele energie reingesteckt und leider nichts positives dabei rausgekommen -.-
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Schade, ja, aber irgendwie wohl auch symptomatisch…
P.