Papa Passion
von Paula Z.Was’n Glück…
dass ich keine alleinerziehende Mutter bin.
Ich kenne nämlich einige – und kann Ihnen versichern:
Mutter zu sein ist zwar nie ein Zuckerschlecken (Talente und Fähigkeiten des Nachwuchses werden ihm von einer Schicksals-Fee oder “den Genen” in die Wiege gelegt, für seine Macken jedoch ist immer Mama verantwortlich…), alleinerziehende Mütter aber haben es besonders schwer.
Auch wenn ein abends heimkehrendes, männliches Identifikationsmodell zur Verfügung steht, ist der Umgang mit pubertierenden Söhnen schon eine echte Herausforderung; ohne väterlichen Erziehungsbeitrag erfordert er die Nerven eines Hochseilartisten.
Und wenn Töchter im gleichen Alter die Wirkung ihres Augenaufschlags am Vater erproben (“Mit deeeeen Schuhen wär’ ich das glücklichste Mädchen der Welt!”), bereitet das einer Mutter weit weniger Kopfzerbrechen, als wenn sie das bei dem anzüglich grinsenden Schmierlappen von Nebenan tun.
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Doch obwohl sie damit rechnen müssen, die mit dem Großziehen eines Kindes bis zum Stadium relativer Selbstständigkeit (realistischerweise sollte man da von mindestens zwei Jahrzehnten ausgehen) verbundenen Sorgen und Anstrengungen weitestgehend mutterseelenallein wuppen zu müssen, steigt die Zahl der Frauen, die bereit sind, genau das ohne eine – über Alimentezahlungen hinausgehende – Unterstützung des Kindeserzeugers zu leisten.
Das Sein bestimmt eben doch das Bewusstsein, wie meine Freundin Christine dazu trocken bemerkte – denn während heute schon einer von vier jungen Männern lieber kinderlos bliebe, trifft das eben nur auf jede siebte junge Frau zu.
Den Frauen, denen es nicht gelingt, einen der rarer werdenden Partner mit Kinderwunsch zu ergattern, bleibt also gar nichts anderes übrig, als zwischen Kinderlosigkeit oder dem harten Brot einer alleinerziehenden Mutter zu wählen. Da verwundert es nicht, dass Frauen auf die sinkende Kinderlust der Männer und wachsende Beziehungsprobleme schon reagiert haben: Nur 61 Prozent der Frauen finden: “Man sollte erst Kinder bekommen, wenn man sich sicher ist, dass man als Paar zusammenbleibt.”
Die meisten der alleinerziehenden Mütter in meinem Bekanntenkreis (ich kenne nur einen alleinerziehenden Vater – er ist Witwer) würden es begrüßen, wenn die Väter ihrer Kinder sich mehr um diese kümmern würden.
Besonders Mütter kleinerer Kinder wüssten es enorm zu schätzen, wenn diese ab und zu ein ganzes Wochenende beim Papa verbringen und sie selbst mal um den Block ziehen könnten, ohne ständig an das Honorar des Babysitters zu denken. Da aber Papa oft schon eine neue Frau und möglicherweise auch weiteren Nachwuchs hat, ist eine so intensive Teilhabe seinerseits am Erziehungsalltag eher unüblich.
Trotzdem gibt es seit Ende der 80er Jahre eine inflationäre Zunahme von Organisationen, die sich für die Interessen von Vätern einsetzen, deren Kinder nach einer Trennung oder Scheidung bei den Müttern leben.
In den Satzungen dieser Vereine steht in der Regel allerdings, sie würden sich für das “Kindeswohl” stark machen – vor allem für das “Recht” des Kindes auf “ungehinderten Umgang mit beiden Eltern”. Bei eingehenderer Lektüre der einschlägigen Websites zeigt sich jedoch, wie zutreffend der Konkret-Autor Magnus Klaue die wahren Ziele der Männer-Lobbyisten schon 2002 beschrieb:
Meiner Meinung nach ist die derzeit in Deutschland gültige Regelung des Umgangs- und Sorgerechts zwar keine für alle Einzelfälle perfekte Lösung, aber ziemlich alltagstauglich.
Wenn eine Mutter – normalerweise dankbar, wenn sie einen Teil der Verantwortung und Erziehungsarbeit abgeben kann – dem Kindsvater den Umgang erschweren oder verweigern will, dann wird das schon einen ernstzunehmende Grund haben. Und auch, wenn “nur” unüberwindliche Differenzen zwischen den Eltern dieser Grund sind, ist ein Abbruch der Vater-Kind-Beziehung möglicherweise sinnvoller, als dem Kind einen regelmäßigen Wechsel zwischen zwei einander zutiefst verabscheuenden Bezugspersonen zuzumuten.
Wenn aber ein Vater seine erzieherische Verantwortung in Kooperation mit der Mutter wahrzunehmen bereit ist, wird ihm das von kaum einer Frau verweigert werden.
Der Vater meiner Kinder und ich haben erst kurz vor der Geburt unseres dritten und letzten Sprösslings geheiratet; trotzdem hatten wir auch für die ersten beiden schon gemeinsam das Sorgerecht. Damals war dazu nur ein formloser Antrag beim Jugendamt nötig (durch den ich gleichzeitig die für nichteheliche Kinder übliche “Amtspflegschaft” los wurde); heutzutage regelt man das mithilfe einer Sorgeerklärung.
Viele der väterlich bewegten Online-Aktivisten scheinen mir selbst Kinder alleinerziehender Mütter gewesen zu sein, die unter ihrer Vaterlosigkeit extrem gelitten und dies ihren Müttern zum Vorwurf gemacht haben.
So etwa Constantin Conrad, aus dessen “Anti-Feministischem Pamphlet” einem der pure Hass auf Frauen und insbesondere auf Mütter nur so entgegen schwappt (“… eine Frau braucht nur ein Kind zur Welt zu bringen und schon bezeichnet sie sich mit dem Titel Mutter und ab diesem Zeitpunkt gehört sie dem Weltverband der kinderbesitzenden Frauen, dem Matriarchat an…”), oder Peter Lichtenberg mit seiner Seite “Trennungskinder”. Lichtenberg zeichnet auch verantwortlich für einen “Aufruf an die Männer zum Zeugungsstreik“, der mit seinen gewagten Schätzungen (“10 bis 15 Prozent aller Kinder sind Kuckuckskinder”) und Thesen (“die meisten Insolvenzen stehen im direkten Zusammenhang mit einer Scheidung”) das Zeug für einen echten Schenkelklopfer bei meinem nächsten Weiberstammtisch hat.
Was jedoch diesen pathetisch-durchgeknallten Aufruf noch um Längen schlägt, ist ein “offener Brief”, den der Film-, Theater- und Selbstdarsteller Mathieu Carriére neulich an Justizministerin Zypries geschrieben hat.
Sie haben es vielleicht mitgekriegt – Carriére, der wegen seiner “Gleichberechtigung” beim Umgangs- und Sorgerecht jahrelang (mit für ihn wohl unbefriedigendem Ergebnis) gegen die Mütter seiner zwei Töchter prozessiert hatte und in letzter Zeit in keine Talk-Show mehr eingeladen wurde, ließ sich in der berechtigten Hoffnung auf neue mediale Aufmerksamkeit vor Zypries’ Ministerium mit Paketklebeband an einem Holzkreuz befestigen und von eingeladenen Pressevertretern ablichten – zu befürchten ist also, dass der Anblick von Papas peinlicher Pose auch seinen Töchtern nicht erspart bleibt.
Volle sieben Minuten lang hing der nicht gerade durchtrainierte 55-Jährige am Kreuze, bekleidet nur mit einem über Klein-Mathieu drapierten Tüchlein und einem ums ergraute Haupt geschlungenen Pflanzen-Arrangement, und trug seine gewohnte Leidensmiene zur Schau. Kein schöner Anblick.
Bevor er sich von seinen Jüngern von Kreuz und Klebeband befreien ließ, deklamierte der Schauspieler noch die letzten Worte, die seinem biblischen Vorläufer zugeschrieben werden: “Vater, Vater, warum hast du mich verlassen?”.
In seinem Brief an die Justizministerin schreibt der offenbar von allen guten Geistern Verlassene: “… auf den Knien meines Herzens flehe ich Sie an, die Kindschaftsrechts-Festung Deutschland aufzubrechen.”
Auf den Knien seines Herzens… !
Nicht minder melodramatisch geht es weiter: “Befreien Sie die 35 Millionen Betroffenen aus dem Ghetto, in welches diese seit Bestehen der Bundesrepublik abgeschoben werden. … Wer trägt die Verantwortung für diesen staatlich verordneten Kindesmissbrauch? Für diesen Staatsterror? …”
Vorerst letzter Akt des sonderbaren Passionsspiels:
Bayerns Ministerpräsident Stoiber wurde durch Carriéres Kreuzigung dazu angeregt, eine schärfere Bestrafung gotteslästerlicher Aktivitäten zu fordern. Schließlich habe schon der Streit um die Mohammed-Karikaturen in diesem Jahr auf alarmierende Weise gezeigt, wo eine “Verletzung religiöser Gefühle” hinführen könne.
Dazu fallen mir dann nur noch die klugen Worte des Herrn Droste ein:





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Falls sich jemand veranlasst sieht, auf diesen Unsinn einzugehen:
Die Autorin gehört zu einer Klientel, die mit Begriffen wie Rechtsstaat, Demokratie, Vernunft, Moral nichts anfangen kann und die deren Wert und gesellschaftliche Bedeutung auch nicht begreift. Wer sie auf Widersprüche oder sachliche Fehler hinweist, bekommt bestenfalls zur Antwort, dass Logik und Vernunft ohnehin lediglich patriarchalische Instrumente zur Unterjochung der Welt und als solche abzulehnen seien. Ein wie auch immer gearteter Erkenntnisprozess ist in vielen Fällen bereits aus psychologischen Gründen nicht mehr zu erwarten. Man kann allen Beteiligten Zeit und Mühe sparen, wenn man auf solche vorhersehbar fruchtlosen Auseinandersetzungen verzichtet.
“Die Autorin gehört zu einer Klientel, die mit Begriffen wie Rechtsstaat, Demokratie, Vernunft, Moral nichts anfangen kann und die deren Wert und gesellschaftliche Bedeutung auch nicht begreift.”
Aha. Und woher wissen Sie das alles?
“Wer sie auf Widersprüche oder sachliche Fehler hinweist, bekommt bestenfalls zur Antwort, dass Logik und Vernunft ohnehin lediglich patriarchalische Instrumente zur Unterjochung der Welt und als solche abzulehnen seien.”
Wow – ein Hellseher!
“Ein wie auch immer gearteter Erkenntnisprozess ist in vielen Fällen bereits aus psychologischen Gründen nicht mehr zu erwarten.”
Dazu auch noch Hobby-Psychologe!!
“Man kann allen Beteiligten Zeit und Mühe sparen, wenn man auf solche vorhersehbar fruchtlosen Auseinandersetzungen verzichtet.”
Tscha… Und warum tun Sie das dann nicht einfach?!?
Liebe Frau Z.!
Ich erlaube mir, zwei Ihrer Sätze zu zitieren.
„Wenn aber ein Vater seine erzieherische Verantwortung in Kooperation mit der Mutter wahrzunehmen bereit ist, wird ihm das von kaum einer Frau verweigert werden.“
„Da aber Papa oft schon eine neue Frau und möglicherweise auch weiteren Nachwuchs hat, ist eine so intensive Teilhabe seinerseits am Erziehungsalltag eher unüblich.“
Leider stimmen die Aussagen dieser beiden Sätze nur selten mit der Wirklichkeit überein. Den Ausdruck „das von kaum einer Frau“ im ersten Satz würde ich durch den Ausdruck „von den meisten Frauen“ ersetzen; und den zweiten Satz würde ich wie folgt formulieren: „Da aber Papa sehr selten eine neue Frau und noch seltener neuen Nachwuchs hat, ist eine so intensive Teilhabe seinerseits am Erziehungsalltag bloß einer seiner unerfüllten Wünsche.“
Die Zivilgerichte ersaufen regelrecht in Scheidungsverfahren. Kinderpsychologische Gutachten werden erstellt von der einen und kinderpsychologische Gegengutachten von der andern Partei. Daraufhin werden richterlich angeordnete unabhängige kinderpsychologische Gutachten in Auftrag gegeben – und wenn eine Partei in einen andern Kanton zieht, dann beginnt der ganze Spuk von vorne: Aufs Neue werden Vertreter von Jugend- und Sozialämtern, Vormundschafts- und Schulbehörden vorgeladen und angehört, Zeugen aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis beider Parteien werden vorgeladen und vernommen, Sozialarbeiter befragen deren Nachbarschaft, Pädagogen und Therapeuten melden sich zu Wort u.s.w. u.s.f. Wohlverstanden: alles dies zum sogenannten Kindeswohl.
Anmerkung zum ersten Satz: Wäre er wahr, dann wäre das soeben von mir Gesagte frei erfunden und somit falsch.
Anmerkung zum zweiten Satz: Männer, die über ein Einkommen verfügen, das es ihnen ermöglicht, zwei Frauen und deren Kinder zu alimentieren, erscheinen in soziologischen und demographischen Statistiken höchstens als „Ausreißer“ – in jedem Sinne des Wortes. Einem Otto Normalverdiener mit Ex-Frau, der Kinder von dieser hat, fällt es genau so schwer, eine neue Beziehung aufzubauen, wie einer alleinerziehenden Mutter. Zur Veranschaulichung dieser Behauptung empfehle ich Ihnen die Lektüre der „Kontaktanzeigen“ in Zeitungen, Zeitschriften und im Internet.
Ich habe Ihnen, liebe Frau Z., diese Zeilen als Vater von sechs Kindern geschrieben, in der Hoffnung, daß das Glück, welches Sie genießen, Ihnen auch künftig gewogen sein möge.
Lieber Herr Lüber,
vielen Dank für Ihren angenehm unaufgeregten Kommentar – wenngleich ich Ihren Ausführungen nicht zustimmen kann.
Sie schreiben, die Aussagen meiner beiden von Ihnen zitierten Sätze würden “nur selten mit der Wirklichkeit überein” stimmen. Nun, mit der “Wirklichkeit” ist das so eine Sache – m.E. hat jeder Mensch seine eigene.
SIE sind beispielsweise ein Vater von sechs Kindern – und ich wünsche Ihnen natürlich von Herzen, dass Sie diese gemeinsam mit ein und derselben Frau haben und mit allen sechs zusammen leben können.
Wäre es nicht so, dann wären Sie ja ein Paradebeispiel für einen Vater, der nach einer Trennung nicht nur eine neue Lebensgefährtin gefunden (was Ihrer Meinung nach nur “sehr selten” passiert), sondern der mit dieser zusammen auch noch weitere Kinder in die Welt gesetzt hat – was Ihrer Meinung nach “noch seltener” der Fall ist.
In MEINER Alltags-Wirklichkeit, in meinem Freundes- und Bekanntenkreis also, kommen solche Patchwork-Familienverhältnisse aber alles andere als selten vor!
Das mag damit zusammenhängen, dass (wie im Blog-Text “Papa Passion” erläutert) nicht nur die Zahl der zeugungsfähigen, sondern auch die der zeugungsWILLIGEN Männer von Jahr zu Jahr kleiner wird.
Da müssen sich dann schon mal mehrere Frauen mit Kinderwunsch einen teilen – und der wiederum muss theoretisch für jedes der mit ihnen gezeugten Kinder Unterhalt zahlen.
Ich schreibe ganz bewußt “theoretisch”, denn – da stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu – das können (sich) in der Tat nur wenige, statistische “Ausreißer” finanziell leisten.
Die Konsequenz daraus ist aber hierzulande (in der Schweiz mag das anders sein…) in der Regel nicht, dass es für “Otto Normalverdiener mit Ex-Frau, der Kinder von dieser hat,” nun besonders schwierig wäre, eine neue Gefährtin zu finden und mit dieser gemeinsam möglicherweise auch noch weiteren Nachwuchs zu produzieren.
Stattdessen muss für die Differenz zwischen der Zahl der Kinder, die er sich eigentlich nur hätte leisten können, und der Zahl der tatsächlich gezeugten meistens die Ex-Frau – maximal sechs Jahre lang unterstützt durch die staatliche “Unterhaltsvorschusskasse” – gerade stehen.
Wenn der Mehrfach-Vater mit der Ex-Frau verheiratet war, kann es auch passieren, dass er nur deren Kinder unterstützen muss bzw. kann; dann ist eben die aktuelle Partnerin die Gelackmeierte. In Deutschland haben sich unter anderem deswegen solche “Zweitfrauen” bereits in einem eigenen Interessenverband (unter dem Dach des oben erwähnten “Väteraufbruch”-Vereins) organisiert.
Die von Ihnen geschilderten extrem aufwändigen Scheidungsverfahren gibt es auch in Deutschland, Herr Lüber, wenn auch vielleicht nicht ganz so häufig.
Trotzdem bleibe ich bei meiner Behauptung, dass einem Vater, der “seine erzieherische Verantwortung in Kooperation mit der Mutter wahrzunehmen bereit ist”, dies von kaum einer Frau verweigert werden wird.
Die Betonung liegt dabei auf “in Kooperation mit der Mutter”!
Denn diese leistet nun mal den Bärenanteil an der Erziehungsarbeit.
Und einen Erzeuger, der diese Arbeit sabotiert – indem er zum Beispiel das Kind mit teuren Geschenken verwöhnt (bzw. “besticht”), ihm völlig andere Werte zu vermitteln versucht oder es (wie etwa der “publicitybewusste” Cariére) aus seiner normalen Alltagswelt ins Rampenlicht einer wie auch immer gearteten “Prominenz” zerrt -, einen solchen “Helfer” bei der Kindererziehung braucht eine Mutter so nötig wie einen Kropf.
Liebe Frau Z.!
Ich danke Ihnen für Ihre Entgegnung. Frau Bettina Winsemann, die hier mit großem Sachverstand ein Tagebuch schreibt (und deshalb wohl kaum Reaktionen erfährt) würde mich bestimmt an den Ohren zupfen, wenn ich Ihnen folgendes von mir offenbare: Ich bin, wahrscheinlich wie Sie, vom Schicksal privilegiert. Im Jahr 1980 bekannte ich mich, als sechsundzwanzigjähriger Mann, zu einer Frau, die bereits fünf Kinder hatte. Längst sind alle meine Kinder erwachsen und zwei von ihnen sind Mütter von Kindern geworden. Ehrlich gesagt, ich weiß gar nicht, ob ich noch auf dem Laufenden bin …
An meinen Einwänden auf das von Ihnen eingeleitete Thema halte ich fest, deshalb, weil sie meiner Lebenserfahrung entsprechen – immer noch, trotz vielfacher Hinterfragung, wissend, daß das, was ich für richtig halte, von andern für falsch gehalten werden kann.
Weisheit meiner Mutter: An dem Tag, wo Männer und Weiber sich offen und ehrlich miteinander zu reden getrauen, kann die Augenbinde vom Antlitz der Justitia abgenommen werden.
Die Liebe sprach
Ich bin Deine Frau
*gewesen*
Die Liebe sprach
*Ich hab jetzt nen neuen*
Die Liebe sprach
*ich will die Scheidung*
Die Liebe sprach
*und die hälfte vom Haus*
Die Liebe sprach
*und möglichst viel Unterhalt*
Die Liebe sprach
*darf ich Dir die Nummer meiner Anwältin geben*
Die Liebe sprach
*übrigens das gemeinsame Konto ist aufgelöst*
Die Liebe sprach
*hab es aber vorher noch aufgeräumt*
Die Liebe sprach
*bis zur Scheidung musst Du Dir halt ne Wohnung suchen*
Die Liebe sprach
*Deine Koffer stehen gepackt in der Garasche*
(Lustig wenn man bedenkt das es mein Grundstück und mein Haus ist)
Die Liebe sprach
*Du brauchst gar nicht versuchen das Haus zu betreten, die Schlösser sind schon ausgewechselt*
Die Liebe sprach
*Du wirst verstehen das Wolfgang und ich
nicht Mit Dir unter einem Dach leben können*
Die Liebe sprach
*Mein Neuer Freund Wolfgang darf bei mir wohnen hat meine Anwältin gesagt*
Die Liebe sprach
*Wolfgang hat seine Wohnung schon gekündigt, und wo soll er denn hin*
Die Liebe sprach
*reg Dich doch nicht so auf, das können wir alles vor Gericht klären*
Die Liebe sprach
*Benno ist bei Deiner Schwester ich mochte den Köter eh noch nie*
Die Liebe sprach
*Was heist hier Dein Haus, immerhin sind wir verheiratet und so lange nicht sicher ist, das mir von Dir keinen Gefahr droht, wohne ich hier, und nicht Du sagt meine Anwältin*
Die Liebe sprach
*Die schlüssel vom Jaguar hab ich, und meine Anwältin sagt, wenn ich nur Automatik fahren kann, dann muss ich eben den Jaguar nehmen*
Die Liebe sprach
*Du kanst ja mit dem Golf fahren*
Die Liebe sprach
*ach ja, Dein Steuerberater war so nett, Deine Bilanz mit der Post zu senden… die ist noch bis nächste Woche bei meiner Anwältin*
Die Liebe sprach
*Meine Anwältin meinte Du musst mir bis zur Scheidung monatlich mindestens X als Unterhalt bezahlen*
Die Liebe sprach
*sei mir nicht böse, ich kann es halt nicht ändern*
Die Liebe sprach
*es waren doch schöne 9 Monate, die wir verheiratet waren*
Die Liebe sprach
*worüber lachst Du eigendlich*
Die Liebe sprach
*wen rufts Du an*
Die Liebe sprach
*wofür brauchst Du jetzt Deinen Anwalt mitten in der Nacht*
Die Liebe sprach
*das hat doch noch bis Morgen Zeit*
Die Liebe sprach
*was erzählt Dein Anwalt da, und was macht Klaus hier,
und sowiso was soll die Polizei und der Schlüsseldienst hier*
Die Liebe sprach
*was heist hier Ehevertrag*
Die Liebe sprach
*Du meinst das was wir bei deinem Freund Klaus
dem Notar gemacht haben, war ein Ehevertrag*
Die Liebe sprach
*was heist Gütertrennung ohne Zugewinn,
ich dachte das ist nur damit Du nichts von mir bekommst*
Die Liebe sprach
*was heist lediglich eine Abfindung in höhe von xxx,
wenn Du Dich trennst, und was ist wenn ich mich trenne*
Die Liebe sprach
*was soll das heisen ich bekomme gar nichts*
Die Liebe sprach
*was soll das heisen, unzumutbar, und wo sollen Wolfgang und ich heute Nacht schlafen*
Die Liebe sprach
* das kann nicht Dein Ernst sein,
das wir in einen Hotelzimmer übernachten sollen*
Die Liebe sprach
*Du bist ein Schwein, das kanst Du mit mir doch nicht einfach so machen*
Die Liebe sprach
*las uns doch wenigstens nochmal über alles reden*
Die Liebe sprach
*9 Monate hab ich für den Mann alles gegeben, und er, er hat das alles bestimmt schon so geplaant*
Die Ehe wurde später geschieden
Allerdings hatte meine Frau vergessen das der Ehevertrag nicht nur den Zugewinn von Ihrer Seite an mir geregelt hat, und nicht nur Sie vor zahlungen schützen sollte, im falle das mein Unternehmen mal in Schwierigkeiten gerät. Der Ehevertrag schloss auch jden Zugewinn und jegliche Unterhaltszahlungen aus, sofern die Ehe innerhalb der ersten 36 Monate der Ehe geschieden wird. Das schöne Haus im grünen, war ein Erbe meiner Eltern, und ist bei Scheidung gänzlich ausen vor.
Doch nichteinmal das wusste Sie.
Wenn bei euch mal wieder die Liebe spricht, oder der Hafer sticht.
Geht zum Anwalt, zum Notar,
zum Steuerberater und schaltet euer Hirn ein.
Mach der Scheidung
Die Liebe sprach
*wie gemein und Herzlos er doch ist*
Das Sie während und auch schon vor der Ehe mit diesem Wolfgang ein Verhältniss hatte, welches auch nie beendet wurde (hat er selbst vor Gericht zu Produkoll gegeben *blöd*) hatt Sie wohl ganz vergessen.
Der schlechte Mensch bin jetzt ich, nur weil ich mich nicht ausnehmen lasse wie eine Weihnachtsgans.
Der
Liebe sprach:
Ich war vieleicht dumm und naiv so schnell zu heiraten (nach 4 monaten)
aber nicht naiv und dumm genug mich ausnehmen zu lassen.
Sehr geehrte Frau Paula Z.,
Wenn ich das mal so auf meine Alltags-Wirklichkeit übertrage: Bei uns im Viertel sind alle Drogenhändler afrikanischer Herkunft. Gelegentlich wird seitens der Polizei das grundgesetzlich verankerte Recht eines Afrikaners auf körperliche unversehrtheit mißachtet, wobei es sich dabei um absolute Ausnahmefälle handelt. Und meistens erwischt es tatsächlich einen Drogenhändler! Es laufen hunderte Afrikaner herum, von denen wird am Tag vielleicht gerade mal einer verdroschen. Die scheren sich ja schließlich auch nicht um die Körperliche unversehrtheit ihrer Kunden. Und in den USA sind 80% der Vergewaltiger afrikanischer Ethnie!
Ich finde, wir können wir mit der Polizeipraxis gut leben. So ein Polizeialltag ist schließlich ziemlich hart und gefährlich. Und: Kaum ein Polizist wird einen Afrikaner verprügeln, der Kooperiert – im Gegenteil, er wird doch für die Arbeitserleichterung dankbar sein!
Hat ein Vater, der seine Kinder nicht sehen darf, nicht unsere Empathie verdient? Die verweigernde Mutter wird schon ihre Gründe haben? Lieben Mütter ihre Kinder mehr / besser, Ausnahmslos? Biologisch determiniert? Ach, jetzt weint er aber, hat er geweint als er fremdgegangen ist? Frei nach Ulbricht: Niemand hat die Absicht Rache mit hilfe der Kinder zu üben.
Wenn ein Mann “fremdgeht”, sind wir empört. Wenn eine Frau “fremdgeht” wird sie schon ihre Gründe haben.
Wenn ein Vater sein Kind schlägt, sind wir empört. Wenn eine Mutter ihr Kind schlägt, sind wir betroffen, aber die Mutter wird ja schon ihre Gründe haben. So ist mittlerweile der Common Sense. Kopfschüttel, traurig ob einer Misandrie, die offenbar nicht einmal wahrgenommen wird. Nichteinmal von Männern.
Das Letztentscheidungsrecht des Vaters in Erziehungsfragen wurde 1959 für Verfassungswidrig erklärt. (Zurecht, muß ich mich Exkulpieren, Frau Z?) Wollen Sie, daß es – für die Mutter – wiedereingeführt wird? Solange bis 50% der Aufsichtsratsposten weiblich besetzt sind? (Mit Frauen aus der westlichen Mittelschicht, versteht sich, nur die haben das richtige feministische Bewußtsein um die geistige Mutterschaft für Land und Wirtschaft zu übernehmen)
Warum denn so dünne Bretter bohren, Frau Paula Z.? Polemisieren Sie doch gegen ein Grundgesetz, das Vätern ein Umgangsrecht mit ihren Kindern zugesteht! Vielleicht ob des biederen Schreibstils der Gesetzestexte? DER Schenkelklopfer!
Wollte der Feminismus nicht ursprünglich den national-romantischen deutschen Mütterlichkeits-Trash auf den Müllhaufen der Geschichte befördern? Man hat ja hierzulande das Gefühl, als würden schon heimlich die Mutterkreuze gestanzt, diesmal in Lila. (Die Blechpreise sind jedenfalls gestiegen) Da macht es wohl keinen Sinn, unser Unterhalts- Sorge- und Umgangsrecht auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen.
In Schweden beispielsweise teilen Männlein und Weiblein sich im gesetzlichen Regelfall die Erziehungsarbeit – und die Sorge(n). Erziehungsurlaub ist dort für beide Pflicht (Damit der Arbeitgeber keinen Druck auf den Mann ausüben kann) Dort sind Mütter tendenziell weniger Schutzobjekte, sie sind eher aktive Wirtschaftssubjekte. Unterhalt für die Mutter? Gibt es dort nicht.
Wenn z.B. Claudia Roth – auf die Frage nach dem Mutterbild der deutschen Romantik – nur kreischt “Es ist überhaupt nicht Romantisch, Mutter zu sein!”, dann wundert mich hierzulande allerdings gar nichts mehr.
Freiheit hat immer einen Preis, meine Damen, der Schutzobjekt-Status muß dafür wohl aufgegeben werden. Es sind nicht die Männer, die euch zu Objekten degradieren wollen, ihr seid es selber. Und eure geistigen Mütter in der Politik, die euch permanent vor den bösen Männern schützen müssen. Und wie undankbar ihr seid!
Gruß, Nik
P.S.: Ich bin natürlich nur ein antifeministischer patriarchalischer (Welt-) Verschwörer, der die FrauenEinheitsFront spalten und alle Frauen unter die Kontrolle des Mannes bringen will. Welchen Mannes ist mir egal, es ist schließlich eine Weltverschwörung!
“Wir” = common sense = gesunder Menschenverstand (österreichisch auch Hausverstand) = eine allgemein akzeptierte Mehrheitsmeinung sowie die Art des Denkens, nach dem ein Individuum eine Meinung/Einstellung hat.