Nachdem wir die letzten Gebäude und Gassen Kabuls hinter uns gelassen haben, durchquert der 608 auf einer schmalen, aber immerhin asphaltierten Piste eine Landschaft, die immer schroffer und steiniger wird. … weiter lesen
Archive for the ‘Sentimental Journey’ Category
10. September
Es ist unser dritter Tag in Kabul, aber als wir – mit Koffer, Rucksack und Taschen beladen – an diesem Vormittag in die berühmte “Chicken Street” einbiegen, kriegen wir zum ersten Mal richtig mit, in was für einer quirligen, orientalischen Metropole wir hier gelandet sind.
Obwohl wir auch im Iran schon Wüstengebiete durchquert haben, habe ich das Lebensfeindliche – und zugleich doch ungeheuer Faszinierende – dieser Landschaft noch nie so stark empfunden wie hier, irgendwo auf der “Ring Road” zwischen Herat und Kandahar.
Als ich zurück im Hotel bin, stellt sich heraus, dass Inge die Aussicht auf eine original afghanische Mahlzeit keineswegs so reizvoll findet wie ich, und die Aussicht auf einen Spaziergang durchs nächtliche Herat schon gar nicht.
Auf dem Rückweg zu unserem Hotel am Rande von Herat entdecke ich in einer Seitenstraße noch einen Laden, der mein Interesse weckt.
1. September
Als ich am Morgen aus sehr tiefem, einer Vollnarkose ähnelnden Schlaf erwache, sehe ich als Erstes an der Fensterklappe über mir einen etwa mausgroßen Alien sitzen.
Auf den ersten Blick ist Afghanistan vor allem eines – sandig.
Unter der gleißenden Sonne, die die heiße Luft flimmern und den Horizont verschwimmen lässt, erstreckt sich eine staubige und, abgesehen von ein ziemlich flachen Hügeln, fast ebene Wüstenlandschaft. … weiter lesen
29. August
Am Morgen steht der Verkehr auf der von Steinschlag blockierten Bergstraße immer noch.
Rolf spendiert pro Passagier ein kleines Schälchen Wasser aus dem Trinkwassertank für eine morgendliche Katzenwäsche, und danach unternehmen wir Frauen eine Wanderung in das ausgetrocknete Flusstal neben der Strecke. … weiter lesen
27. August
Am Horizont sind bereits die ersten rosig schimmernden Vorboten der demnächst aufgehenden Sonne zu sehen, als ich mich aus dem Daunenschlafsack schäle und vom Beifahrersitz in den hinteren Bereich des Busses klettere, um mich als – für Koffein- und Nikotin-Nachschub zuständige – “Stewardess” des Fahrers von Inge ablösen zu lassen.
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25. August
Um kurz nach zehn steuert Rolf den 608 über die Bosporus-Hängebrücke.
Mir ist fast ein wenig feierlich zumute – zum ersten Mal im Leben verlasse ich Europa…