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	<title>Kommentare zu: Inland Empire (Regie: David Lynch)</title>
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	<description>„As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“ schrieb Derek Jarman 1977. Ganz in diesem Sinne behandelt der Popblog die Popkultur im weitesten Sinne und greift interessante Themen aus der Welt der Musik, des Films und der Gesellschaft auf.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 13 Feb 2012 15:26:12 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Anna B.</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2007/04/24/inland-empire-regie-david-lynch/comment-page-1/#comment-37591</link>
		<dc:creator>Anna B.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 17:28:18 +0000</pubDate>
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		<description>Leute, Leute.....So viel Kakophonie, Maßlosigkeit und Egomanie in euren Rezensionnen. Geniesst doch lediglich diese genial entrückten Filme, interpretiert sie wie ihr woll, wenn eure Phantasie reichhaltig ausgestattet ist.
Das ist der Genuss und der Sinn von Filmen, wie diejenigen von David Lynch. Der Film ist die Droge. Sie kann nur das aus eurem/unserem Unterbewusstsein in die Bewusstseinsebene katapultieren, was bereits als bestehendes &quot;Futter&quot; in uns schlummert.
Ich gestehe, ich sitze einfach nur mit weit aufgerissenen &quot;inneren&quot; Augen vorm Fernseher, kann schier nicht mehr atmen vor widerwärtiger Faszination und Leidenschaft für das Unverständliche, das sich vor mir abspielt, und verstehe nicht, will nicht verstehen, muss nicht verstehen, was sich der Meister dabei dachte.
Ich sauge es in mir und beobachte, was es mit mir anstellt. 
That´s all....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Leute, Leute&#8230;..So viel Kakophonie, Maßlosigkeit und Egomanie in euren Rezensionnen. Geniesst doch lediglich diese genial entrückten Filme, interpretiert sie wie ihr woll, wenn eure Phantasie reichhaltig ausgestattet ist.<br />
Das ist der Genuss und der Sinn von Filmen, wie diejenigen von David Lynch. Der Film ist die Droge. Sie kann nur das aus eurem/unserem Unterbewusstsein in die Bewusstseinsebene katapultieren, was bereits als bestehendes &#8220;Futter&#8221; in uns schlummert.<br />
Ich gestehe, ich sitze einfach nur mit weit aufgerissenen &#8220;inneren&#8221; Augen vorm Fernseher, kann schier nicht mehr atmen vor widerwärtiger Faszination und Leidenschaft für das Unverständliche, das sich vor mir abspielt, und verstehe nicht, will nicht verstehen, muss nicht verstehen, was sich der Meister dabei dachte.<br />
Ich sauge es in mir und beobachte, was es mit mir anstellt.<br />
That´s all&#8230;.</p>
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		<title>Von: K. Rauschenbach</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2007/04/24/inland-empire-regie-david-lynch/comment-page-1/#comment-36091</link>
		<dc:creator>K. Rauschenbach</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 22:33:44 +0000</pubDate>
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		<description>Ich verstehe schon, dass Filmkritiken und -rezensionen das eine oder andere Gemüt aufregen - aber sooo wichtig sind sie ja dann doch nicht. Es gehört halt so dazu. Trotzdem fällt mir es schon schwer, Formulierungen wie &quot;die Handlung (...) ist schnell erzählt&quot; oder &quot;wirr und zusammenhanglos&quot; unbetroffen hinzunehmen...

Wenn man die Handlung etwas liebevoller wiedergeben möchte als es der hier quasi wörtlich zitierte Text in den Veröffentlichungen des Vertriebs anführt, dann schreibe man doch: &quot;Der Film handelt von der Hölle der Bewusstseinsspaltung, die eine Ehebrecherin durchwandert, weil sie sich von Ihrem eifersüchtigen Ehemann bedroht fühlt und diesen erschießt, bevor der sie umbringt.&quot;

Oder etwa nicht?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich verstehe schon, dass Filmkritiken und -rezensionen das eine oder andere Gemüt aufregen &#8211; aber sooo wichtig sind sie ja dann doch nicht. Es gehört halt so dazu. Trotzdem fällt mir es schon schwer, Formulierungen wie &#8220;die Handlung (&#8230;) ist schnell erzählt&#8221; oder &#8220;wirr und zusammenhanglos&#8221; unbetroffen hinzunehmen&#8230;</p>
<p>Wenn man die Handlung etwas liebevoller wiedergeben möchte als es der hier quasi wörtlich zitierte Text in den Veröffentlichungen des Vertriebs anführt, dann schreibe man doch: &#8220;Der Film handelt von der Hölle der Bewusstseinsspaltung, die eine Ehebrecherin durchwandert, weil sie sich von Ihrem eifersüchtigen Ehemann bedroht fühlt und diesen erschießt, bevor der sie umbringt.&#8221;</p>
<p>Oder etwa nicht?</p>
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	<item>
		<title>Von: Alexander Scholz</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2007/04/24/inland-empire-regie-david-lynch/comment-page-1/#comment-35550</link>
		<dc:creator>Alexander Scholz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 16:49:38 +0000</pubDate>
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		<description>Ich kann mich eigentlich nur insofern den Kritiken an Gekko23 anschließen, als dass diese seine Hochmut hervorheben. In der Sache jedoch hat er Recht. Zwar handelt es sich bei Lynchs Filmen in der Tat nicht um Patiencen, die eindeutig aufgehen können, sondern um mehrdeutige Werke mit vielfachen Zugangsmöglichkeiten, aber Gekkos offensichtlich im Zorn niedergeschriebene Erwiderung zielte im Grunde lediglich auf den mangelnden Auseinandersetzungswillen mit den Inhalten eines Films und wohl eher auf eine Kritik an der Reduktion auf den Ästhetizismus (&quot;Erzählung als Sinneserfahrung&quot;, &quot;surreale Traumbilder&quot;). Dabei hat ja die Autorin des Ausgangsartikels richtig erkannt, dass die Filme durch die Videotechnik an Schönheit eingebüßt habe. An dieser Stelle wäre doch die nächste Frage gewesen, warum Lynch das macht. War es nicht, um zu sagen: &quot;Liebe Zuschauer, bitte reduziert meine Filme nicht auf Fragen der Schönheit und hört nicht beim Wort &quot;Unbewusst&quot;, &quot;Unterbewusst&quot; auf zu denken, denn es geht noch weiter.&quot;? Tatsächlich wissen die meisten nicht mehr über diese Filme zu sagen, als dass sie Auseinandersetzungen mit dem Unterbewussten sind und wir in unserer Ratlosigkeit den Rollen im Film gleichen. Ich denke auch, dass eine gute Filmkritik darüber hinaus gehen sollte. Diese nur oberflächliche Thematisierung mit Lynchs Filmen wollte Gekko23 ankreiden, was ich verständlich finde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann mich eigentlich nur insofern den Kritiken an Gekko23 anschließen, als dass diese seine Hochmut hervorheben. In der Sache jedoch hat er Recht. Zwar handelt es sich bei Lynchs Filmen in der Tat nicht um Patiencen, die eindeutig aufgehen können, sondern um mehrdeutige Werke mit vielfachen Zugangsmöglichkeiten, aber Gekkos offensichtlich im Zorn niedergeschriebene Erwiderung zielte im Grunde lediglich auf den mangelnden Auseinandersetzungswillen mit den Inhalten eines Films und wohl eher auf eine Kritik an der Reduktion auf den Ästhetizismus (&#8220;Erzählung als Sinneserfahrung&#8221;, &#8220;surreale Traumbilder&#8221;). Dabei hat ja die Autorin des Ausgangsartikels richtig erkannt, dass die Filme durch die Videotechnik an Schönheit eingebüßt habe. An dieser Stelle wäre doch die nächste Frage gewesen, warum Lynch das macht. War es nicht, um zu sagen: &#8220;Liebe Zuschauer, bitte reduziert meine Filme nicht auf Fragen der Schönheit und hört nicht beim Wort &#8220;Unbewusst&#8221;, &#8220;Unterbewusst&#8221; auf zu denken, denn es geht noch weiter.&#8221;? Tatsächlich wissen die meisten nicht mehr über diese Filme zu sagen, als dass sie Auseinandersetzungen mit dem Unterbewussten sind und wir in unserer Ratlosigkeit den Rollen im Film gleichen. Ich denke auch, dass eine gute Filmkritik darüber hinaus gehen sollte. Diese nur oberflächliche Thematisierung mit Lynchs Filmen wollte Gekko23 ankreiden, was ich verständlich finde.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Antifilmnerd</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2007/04/24/inland-empire-regie-david-lynch/comment-page-1/#comment-29519</link>
		<dc:creator>Antifilmnerd</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jun 2008 12:55:14 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Gekko23,
Sie sind der Grund, weshalb ich unvorstellbar froh bin, mein Studium abgeschlossen zu haben. Da sitzen nämlich ganz viele von Ihrer Sorte rum. Warum entspannen Sie sich nicht ein bisschen beim Filme schauen? Würde vermutlich mehr Spaß machen. Nur so ein Vorschlag.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Gekko23,<br />
Sie sind der Grund, weshalb ich unvorstellbar froh bin, mein Studium abgeschlossen zu haben. Da sitzen nämlich ganz viele von Ihrer Sorte rum. Warum entspannen Sie sich nicht ein bisschen beim Filme schauen? Würde vermutlich mehr Spaß machen. Nur so ein Vorschlag.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Synesthesia</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2007/04/24/inland-empire-regie-david-lynch/comment-page-1/#comment-8149</link>
		<dc:creator>Synesthesia</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Dec 2007 16:16:04 +0000</pubDate>
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		<description>...da hat wohl einer ein Löffelchen zuviel Hochmut genossen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;da hat wohl einer ein Löffelchen zuviel Hochmut genossen&#8230;</p>
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		<title>Von: Nakedmink</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2007/04/24/inland-empire-regie-david-lynch/comment-page-1/#comment-8148</link>
		<dc:creator>Nakedmink</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Dec 2007 16:07:40 +0000</pubDate>
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		<description>dem kann ich nur zustimmen. Schon zu behaupten, etwas sei vollkommen zu verstehen, (also dass es überhaupt nur eine Art des Verstehens gibt,)der hat von Lynchs Filmen meiner Meinung nach nichts verstanden. Denn Sinn und Zweck der (gewollten und bewußt vom Künstler konstruierten) Mehrdeutigkeit der Bilder ist ja der Verweis auf die Mehrdeutigkeit der &quot;Wirklichkeit&quot; und eine Absage an die eine absolute Wahrheit (und somit auch an die eine richtige Interpretation).
Schlimmer noch als die naive Vorstellung, etwas sei &quot;vollkommen in sich geschlossen und erklärbar&quot;, finde ich allerdings den Gestus, mit dem diese vertreten wird;
Lieber Herr Gekko23. Ich würde Sie um eines bitten:
Schreiben sie nichts mehr.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>dem kann ich nur zustimmen. Schon zu behaupten, etwas sei vollkommen zu verstehen, (also dass es überhaupt nur eine Art des Verstehens gibt,)der hat von Lynchs Filmen meiner Meinung nach nichts verstanden. Denn Sinn und Zweck der (gewollten und bewußt vom Künstler konstruierten) Mehrdeutigkeit der Bilder ist ja der Verweis auf die Mehrdeutigkeit der &#8220;Wirklichkeit&#8221; und eine Absage an die eine absolute Wahrheit (und somit auch an die eine richtige Interpretation).<br />
Schlimmer noch als die naive Vorstellung, etwas sei &#8220;vollkommen in sich geschlossen und erklärbar&#8221;, finde ich allerdings den Gestus, mit dem diese vertreten wird;<br />
Lieber Herr Gekko23. Ich würde Sie um eines bitten:<br />
Schreiben sie nichts mehr.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: FNoir</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2007/04/24/inland-empire-regie-david-lynch/comment-page-1/#comment-6621</link>
		<dc:creator>FNoir</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Dec 2007 11:14:26 +0000</pubDate>
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		<description>man kann nur hoffen Gekko23 geht es jetzt besser, 
dann hat das wenigstens sinn gemacht, denn als lesestoff ist dieser ego-amoklauf reine zeitverschwendung. eine mehr als oberflächliche interpretation einer szene aus mulholland drive, der rest untergriffigkeiten der übelsten sorte mit null inhalt. da wird selbst die grußformel zur farce.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>man kann nur hoffen Gekko23 geht es jetzt besser,<br />
dann hat das wenigstens sinn gemacht, denn als lesestoff ist dieser ego-amoklauf reine zeitverschwendung. eine mehr als oberflächliche interpretation einer szene aus mulholland drive, der rest untergriffigkeiten der übelsten sorte mit null inhalt. da wird selbst die grußformel zur farce.</p>
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		<title>Von: Gekko23</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2007/04/24/inland-empire-regie-david-lynch/comment-page-1/#comment-4692</link>
		<dc:creator>Gekko23</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Nov 2007 23:47:58 +0000</pubDate>
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		<description>Bizarrer noch als die Filme von David Lynch sind deren Rezensionen aus den Fingern von Kritikern,die leider nicht den allerkleinsten Fitzel Auseinandersetzungswillen mitbringen,um etwas über seine Filme schreiben zu können.

Was dem Ganzen aber die Krone einer bis dato einmaligen und beispiellosen Lächerlichkeit aufsetzt, ist die Behauptung, dass &quot;WIR&quot; &quot;UNS&quot; abgewöhnt haben, seit Lost Highway Lynch&#039;s Gedankengängen folgen zu wollen. 
Liebe Frau Weber. Lost Highway ist ein in sich geschlossenes System, das vollständig in sich abgeschlossen und erklärbar ist. Vielleicht in unkonventionellem Erzählstil. Das ganz sicher. Aber dennoch in sich geschlossen und erklärbar. Ein Löffelchen Semiotik sollte man dafür aber schon mitbringen. Filmstilistisch weitaus weniger anspruchsvoll, aber deutlich faszinierender kam Mulholland Drive daher. Die in ihrer Plumpheit fast schon keulenschwungheulende Szene des von Ihnen zitierten &quot;no hay banda&quot;-Settings lässt mich fast schon vor Tränen vor dem Rechner schwimmen, so grotesk liest sich Ihre Quintessenz. Nicht umsonst sitzen alle Beteiligten im Traum-Theater wie in einem Kinosaal. Denn ob nun Theaterstück oder Kinofilm: die Menschen WOLLEN Geschichten hören, ob sie nun wahr sind oder nur gespielt, die Zuschauer lassen sich mit VOLLSTEM WISSEN hinters Licht führen: nichts von dem, was sie sehen, ist echt. Aber sie wissen es. Wussten es schon vorher. Und ihre Augen leuchten trotzdem, wenn sie auf die Bühne schauen, denn sie WOLLEN betrogen werden, für fünf Minuten ihrer eigenen Welt entfliehen. Deshalb rollen ihnen auch die Tränen vor Verzückung über die Wangen, wenn Rebecca del Rio ihre Stimme erhebt. Und sie schauen demaskiert, als sie feststellen, dass alles nur vom Band kam. &quot;No hay banda&quot;. Die Unterhaltungssucht der Menschen. Diese großartige Metapher versenken Sie mit Ihrem Resümee &quot;die Illusion ist Wirklichkeit&quot; fachmännisch auf Tiefenregionen nahe Erdmitte. 

Da fällt es auch nicht besonders schwer, über den Rest Ihres Artikels hinwegzusehen, der nach dem misslungenen Umgang mit beiden Vorgängerfilmen nur noch gleichwertig Gehaltloses hinten draufsetzt. Lost Highway war komplett zu verstehen. Mulholland Drive sogar noch um Längen besser. Da Sie sich aber seitdem davon verabschiedet haben, Lynch verstehen zu wollen, ersparen Sie doch bitte interessierten Lesern die vielen Worte, die man auf einen einzigen Satz hätte reduzieren können: ich hab&#039;s nicht verstanden, Lynch ist mir zu hoch.

Tun Sie mir bitte deshalb zwei winzig kleine Gefallen:
Erstens. Ziehen Sie bei Ihren geistigen Versackgassungen bitte nicht den Leser mit dazu und relativieren Sie Ihr Problem mit einem &quot;WIR&quot;.
Zweitens. Schreiben Sie doch einfach über etwas, über das Sie etwas schreiben KÖNNEN.

Viele Grüße aus Berlin,
ein enttäuschter Filmliebhaber</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bizarrer noch als die Filme von David Lynch sind deren Rezensionen aus den Fingern von Kritikern,die leider nicht den allerkleinsten Fitzel Auseinandersetzungswillen mitbringen,um etwas über seine Filme schreiben zu können.</p>
<p>Was dem Ganzen aber die Krone einer bis dato einmaligen und beispiellosen Lächerlichkeit aufsetzt, ist die Behauptung, dass &#8220;WIR&#8221; &#8220;UNS&#8221; abgewöhnt haben, seit Lost Highway Lynch&#8217;s Gedankengängen folgen zu wollen.<br />
Liebe Frau Weber. Lost Highway ist ein in sich geschlossenes System, das vollständig in sich abgeschlossen und erklärbar ist. Vielleicht in unkonventionellem Erzählstil. Das ganz sicher. Aber dennoch in sich geschlossen und erklärbar. Ein Löffelchen Semiotik sollte man dafür aber schon mitbringen. Filmstilistisch weitaus weniger anspruchsvoll, aber deutlich faszinierender kam Mulholland Drive daher. Die in ihrer Plumpheit fast schon keulenschwungheulende Szene des von Ihnen zitierten &#8220;no hay banda&#8221;-Settings lässt mich fast schon vor Tränen vor dem Rechner schwimmen, so grotesk liest sich Ihre Quintessenz. Nicht umsonst sitzen alle Beteiligten im Traum-Theater wie in einem Kinosaal. Denn ob nun Theaterstück oder Kinofilm: die Menschen WOLLEN Geschichten hören, ob sie nun wahr sind oder nur gespielt, die Zuschauer lassen sich mit VOLLSTEM WISSEN hinters Licht führen: nichts von dem, was sie sehen, ist echt. Aber sie wissen es. Wussten es schon vorher. Und ihre Augen leuchten trotzdem, wenn sie auf die Bühne schauen, denn sie WOLLEN betrogen werden, für fünf Minuten ihrer eigenen Welt entfliehen. Deshalb rollen ihnen auch die Tränen vor Verzückung über die Wangen, wenn Rebecca del Rio ihre Stimme erhebt. Und sie schauen demaskiert, als sie feststellen, dass alles nur vom Band kam. &#8220;No hay banda&#8221;. Die Unterhaltungssucht der Menschen. Diese großartige Metapher versenken Sie mit Ihrem Resümee &#8220;die Illusion ist Wirklichkeit&#8221; fachmännisch auf Tiefenregionen nahe Erdmitte. </p>
<p>Da fällt es auch nicht besonders schwer, über den Rest Ihres Artikels hinwegzusehen, der nach dem misslungenen Umgang mit beiden Vorgängerfilmen nur noch gleichwertig Gehaltloses hinten draufsetzt. Lost Highway war komplett zu verstehen. Mulholland Drive sogar noch um Längen besser. Da Sie sich aber seitdem davon verabschiedet haben, Lynch verstehen zu wollen, ersparen Sie doch bitte interessierten Lesern die vielen Worte, die man auf einen einzigen Satz hätte reduzieren können: ich hab&#8217;s nicht verstanden, Lynch ist mir zu hoch.</p>
<p>Tun Sie mir bitte deshalb zwei winzig kleine Gefallen:<br />
Erstens. Ziehen Sie bei Ihren geistigen Versackgassungen bitte nicht den Leser mit dazu und relativieren Sie Ihr Problem mit einem &#8220;WIR&#8221;.<br />
Zweitens. Schreiben Sie doch einfach über etwas, über das Sie etwas schreiben KÖNNEN.</p>
<p>Viele Grüße aus Berlin,<br />
ein enttäuschter Filmliebhaber</p>
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