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vonChristian Ihle 17.05.2008

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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„Ins Kreuzfeuer gerät diesmal das neue Album der Raconteurs um Jack White und Brendan Benson. Aufmerksamen Journalisten war aufgefallen, dass sie hiervon kein Vorabexemplar erhalten hatten. Linus Volkmann findet die Platte nicht gut und fantasiert: »Oje, muss jetzt bei jeder Differenz zum regulären Album-VÖ-Betrieb die begleitende Feuilleton-Welle durchgegähnt werden? Also zumindest, wenn die Protagonisten zu den oberen Einhundert der Amazon-Charts zählen? CD-Gott bewahre! Gerade bei den Raconteurs ist das (Nicht-)Brimborium hier doch weniger Programm denn bloß Faulheit und latente Nicht-Identifikation mit dem Ergebnis. […] Befriedigender ist nur noch Petting, wenn das Telefon klingelt – und der Partner abnimmt.«

Was muss man studiert haben, um dieses (meinetwegen Nicht-)Brimborium zu verstehen? Peter Flore jedenfalls ist anderer Meinung, er findet das Album gut. Wortgeröll muss er dennoch abladen, es handele sich hier um »14 Tracks ohne großen Firlefanz, weder vom Instrumentarium her noch produktionstechnischer Natur. Trockener Roots-Rock in der ewigen Nonplusultra-Tradition von Led Zep, den Stones, den Beatles, Tom Petty, you name it. Die erste Single Salute Your Solution riffrockt stoisch in bester AC/DC-Diktion, der kongeniale Rich Kids Blues ist zeitloser und melancholischer Songwriter-Rock und das finale Carolina Drama ein Storyteller-artiger Schlussstrich unter einem rundum gelungenen Zweitwerk, das seine Originalität aus der Stärke der Songs zieht, die in der trockenen, unspektakulären Produktion umso schillernder glänzen.« Na, die Raconteurs mögen ohne Firlefanz auskommen, Peter Flore aber kann es wohl nicht.“

(Sebastian Reier, Zeit.de)

Ein Dank an Daniel

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