Gig Guide April 2009: Welche 5 Bands man in diesem Monat auf der Bühne sehen muss.

1. Legende zu Besuch: Grandmaster Flash

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Gemeinsam mit den Furious Five ist Grandmaster Flash für eine der größten Taten der Hip-Hop-Geschichte verantwortlich: das unvergängliche „The Message“. Nach langer Pause veröffentlicht Grandmaster Flash in diesem Jahr auch wieder ein eigenes Album. Sehr zu empfehlen ist im übrigen das aktuelle Spex-Interview mit dem Herrn Altmeister.

2. Noch klein, bald groß: A Place To Bury Strangers

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Die brutale Neuerfindung von Shoegaze geht auf das Konto der gern schwarzgekleideten New Yorker A Place To Bury Strangers. Zuletzt als Vorband von MGMT die ganzen Neo-Hippies verschreckend, holen sie nun als Hauptband zum Schallanschlag aus.

3. Hot In Britain: La Roux

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La Roux liefert sich mit Little Boots einen Zweikampf um den Titel „Popkönigin 2009“. Little Boots konnte im Dezember bei ihrem ersten Deutschland-Gig die Messlatte schon heftig hoch legen, nun sind wir gespannt, was die Dame mit der gravitationsignorierenden Tolle antworten kann. Pflichttermin für alle, die in einem halben Jahr sagen wollen: „hab ich damals schon in einem kleinen Berliner Club gesehen, jetzt ist die mir zu groß geworden.“

4. Tanz, tanz! Fischerspooner

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Die Großmeister des Electroclashs kehren für ein Konzert auf deutsche Bühnen zurück. Man darf gespannt sein, ob die beiden New Yorker immer noch so exaltierte Bühnenshows mit sich durch die Gegend zerren oder ob die Zeit nach dem Hype zu mehr Bescheidenheit führt. FischerSpooner waren immer ein leichtes Ziel, um sich über sie und Electroclash lustig zu machen – dabei haben sie nicht nur eine der besten Singles des Jahrzehnts einst geschrieben (das mächtige „Emerge“), sondern auch mit dem letzten Album bewiesen, erheblich besser als ihr One-Hit-Wonder-Ruf zu sein.

5. Heimatliche Klänge: Trend

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Eigentlich ist es ein Rätsel, warum Trend immer noch leidlich unbekannt sind. Vielleicht sind sie schon zu alt, um ein großes heißes Ding zu sein, vielleicht auch nicht so auffällig wie eine junge Band wie 1000 Robota, aber das alles sollte keinen abhalten, nicht doch ein Konzert von Trend zu besuchen.

6. Zuhause bleiben wir bei: Razorlight

Gottseidank sind die deutschen Single-Charts in keinster Weise mehr aussagekräftig, sonst dürfte man sich groß darüber ärgern, dass nach den – mehr oder minder zu erwartenden – Charterfolgen von Killers und Mando Diao auch die Blinden um Johnny Borrell nun einen deutschen Top-10-Hit verbuchen dürfen, was bisher weder Franz Ferdinand, noch die Arctic Monkeys oder gar die Libertines geschafft haben. Wir halten es da mit Ian Parton von The Go! Team: “Young bands should look at Razorlight and not want to be them.”

Die Termine im Einzelnen:

A Place To Bury Strangers
* 11.04., Köln, Die Werkstatt
* 12.04., Stuttgart, Universum
* 14.04., München, 59:1
* 15.04., Berlin, Knaack Klub

Fischerspooner
*29.4. Berlin, Lido

Grandmaster Flash
*2.4. Berlin, Live At Dot

La Roux
*24.4. Berlin, Lovelite

Trend
* 02.04., Hamburg, Molotow
* 03.04., Köln, Gebäude 9
* 04.04., Berlin, Magnet Club
* 05.04., Duisburg, Djäzz
* 06.04., Bremen, No Ok
* 07.04., Siegen, Vortex
* 08.04., Jena, Rosenkeller
* 09.04., Hannover, Béi Chéz Heinz
* 10.04., Darmstadt, 603 qm

Kommentare (4)

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  1. ich kann sowohl nicht zu la roux als auch nicht zu trend.
    der monat ist ziemlich blöd, jetzt schon.
    wann ist bitte mai?!

  2. Grandmaster Flash hatte das letzte mal in München nen Typen dabei, der fast alles gemacht hat. Er hat ihm sogar die Platten auf den Teller gelegt und ab und zu den Schweiß von der Stirn gewischt.

  3. Live schon recht unterhaltsam, aber der Gitarrist (oder Bassist?) mit dem großen Haar und den Rockposen hatte mich immer etwas genervt.

  4. Ich vermisse „The Rifles“….