Berlinale Rückblick 2011

Dem einhelligen Tenor, dass die diesjährige Berlinale nicht nur wenig auf dem Glamour- und Starsektor zu bieten hatte, sondern auch nur vereinzelt Arthouse-Highlights setzen konnte und Regisseurgroßmeister auffahren ließ, kann man schwer widersprechen.
Dennoch ein kurzer Rückblick auf die Popblog-Berlinale – was war sehenswert, welche Filme sollten gemieden werden:

Exzellent:

* Submarine (Regie: Richard Ayoade): Harold & Maude meets Hallam Foe unter der Regie von Wes Anderson.
* The Future (R.: Miranda July): I’ve seen The Future, baby: it is Hipster.
* Khodorkovsky (R.: Cyril Tuschi, Dokumentation): Oligarchopoly: komme Putin in die Quere, gehe ins Gefängnis, begebe dich direkt dorthin.
* The Advocate for Fagdom (R.: Angélique Bosio, Dokumentation): Die Underground-Trash-Gay-Porn-Horror-Legende Bruce LaBruce und ihr küstlerisches Wirken.
* Utopia Ltd. (R.: Sandra Trostel, Dokumentation): Musikbusiness brennt.

Empfehlenswert:

* Die Vaterlosen (R.: Marie Kreutzer): Halt dich an deiner Familie fest. Nicht.
* Tomboy (R.: Céline Sciamma): Girls will be boys.
* The Unjust (R.: Seung-Wan Ryoo OT: Bu-dang-geo-rae): Wenn jeder jeden betrügt, gewinnt keiner.
* Unknown (R.: Jaume Collet-Serra): Wer bin ich – und wenn ja wieviele?
* Dom (R.: Zuzana Liová): Schweige, schweige, Häusle baue.
* True Grit (R.: Joel & Ethan Coen): A Western for old men.
* Cave of Forgotten Dreams (R.: Werner Herzog, Dokumentation): „The Descent“ mit dem besten Geschichtenerzählonkel der Welt.

Erträglich:

* Into The White Night (R.: Yoshihiro Fukagawa, OT: Byakuyakô): Früh übt sich, wer ein Massenmörder werden will.
* Tropa De Elite 2 – Elite Squad 2 (R.: José Padilha): Die schlimmsten Verbrecher sind die Verbrechensbekämpfer.
* Made in Poland (R.: Przemyslaw Wojcieszek): I fought the law, ich weiß nur nicht, warum und wozu.
* Scenes From The Suburbs (R.: Spike Jonze): Das Aufwachsen in der Vorstadt, the horror, the horror.
* The Stool Pigeon (R.: Dante Lam, OT: Sin yan): Das Verpfeifen im Großstadtwalde.
* Viva Riva! (R.: Djo Munga): Money. That’s what I want.
* Rundskop (R.: Michael R. Roskam): Wie ein wilder Stier, in Belgien, in der Hormonmafia.
* Kommt Regen, kommt Sonnenschein (R.: Yoon-ki Lee, OT: Saranghanda, saranghaji anneunda): Schweigend dem Beziehungsende entgegen.

Enttäuschend:

* Target (R.: Alexander Zeldovich, OT: Mishen): Die ewige Jugend – der schnellste Weg zum Grab.
* Wer wenn nicht wir (R.: Andreas Veiel): Die Geschichte der E.
* The Devil’s Double (R.: Lee Tamahori): Keine halben Sachen. Mit Hussein.

Katastrophal:

* Coriolanus (R.: Ralph Fiennes): Scheiß oder nicht scheiß – das ist hier keine Frage, denn die Antwort ist klar: ersteres.

Kommentare (2)

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  1. Danke für den Hinweis. Geändert.

  2. Ihr verwendet da ein falsches Bild für „Into The White Night“…
    Sehen alle gleich aus die Asiaten, huh?