vonChristian Ihle 19.09.2011

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Im Programm des Filmfestivals von Venedig lief auch der neue Film „W.E.“ von Madonna, ihre zweite Regiearbeit. Die Süddeutsche Zeitung zeigt sich wenig begeistert:

„Weniger glücklich läuft es mit „W. E.“, der zweiten Regiearbeit von Madonna, die eine ganz andere Frage aufwirft: Kann es sein, dass man in der Popmusik durchaus noch mit Instinkten, unreflektierten Gefühlen und durchschlagenden Lösungen im Viervierteltakt durchkommt – in einem so komplexen Metier wie Filmregie aber schon lange nicht mehr? Es ist jedenfalls schon ein Rätsel, wie man auf dem einen Gebiet Großes und Bleibendes leisten kann, nur um auf dem anderen ein derart jämmerliches Bild abzugeben – wo beides doch letztlich mit künstlerischen Entscheidungen zusammenhängt.

(…) Nicht nur, dass hier die stereotypen Vor-, Zurück- und Überblendungen gar nicht enden wollen: Wirklich jeder Musikeinsatz, jede Kameraeinstellung, jede Zeitlupe ist in diesem Film eine Zumutung, beinah ein Schlag ins Gesicht. Man spürt, wie ein gewisser innerer Firnis dabei langsam Risse bekommt – und in den letzten zehn Minuten möchte man die Regisseurin allen Ernstes würgen.“

(Tobias Kniebe in der Süddeutschen Zeitung über „W.E.“ von Madonna)

Weitere Schmähkritik über Madonna:
* Nr. 230

Besprechung des ersten Madonna-Films:
* Filth & Wisdom

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http://blogs.taz.de/popblog/2011/09/19/schmaehkritik_442_madonna/

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kommentare

  • auch schön:

    What an extraordinarily silly, preening, fatally mishandled film this is. It may even surpass 2008’s Filth and Wisdom, Madonna’s calamitous first outing as a film-maker. Her direction is so all over the shop that it barely qualifies as direction at all.

    W.E. gives us slo-mo and jump cuts and a crawling crane shot up a tree in Balmoral, but they are all just tricks without a purpose. For her big directoral flourish, Madonna has Wallis bound on stage to dance with a Masai tribesman while Pretty Vacant blares on the soundtrack. But why? What point is she making? That social-climbing Wallis-Simpson was the world’s first punk-rocker? That – see! – a genuine Nazi-sympathiser would never dream of dancing with an African? Who can say? My guess is that she could have had Wallis dressed as a clown, bungee jumping off the Eiffel Tower to the strains of The Birdy Song and it would have served her story just as well.

    http://www.guardian.co.uk/film/2011/sep/01/w-e-madonna-wallis-simpson-review?INTCMP=SRCH

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