vonChristian Ihle 22.01.2012

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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erk


„Denn die Quoten sind im Keller
es ist längst nicht mehr schön
und “Der Stern” gibt uns:
’Hitler – menschlich gesehen’“


…sang Bernd Begemann schon vor etlichen Jahren und es hat sich immer noch nichts daran geändert, dass Hitler auf Spiegel- und Stern-Titelbildern seinen Stammplatz hat, dass Guido Knopp auch noch die xte Nazi-Doku im ZDF unterbringt. Ja, „Hitler’s in the charts again“, um es mit The Exploited zu sagen. Daniel Erk, Autor des Hitlerblogs der TAZ, hat nun sein erstes Buch veröffentlicht und analysiert die mediale Faszination und „warum der Mann mit dem kleinen Bart nicht totzukriegen ist“ (so der Buchuntertitel, natürlich eine Anspielung auf Jan Delays Song www.hitler.de). Dabei gelingt es ihm einerseits, Kuriositäten und Fundstücke rund um Hitler zu präsentieren, diese aber immer mit klarer Meinung zu kommentieren, um gerade die Verharmlosung der Geschichte, die dabei unweigerlich geschieht, in den Mittelpunkt zu rücken. Messerscharf auch seine Analyse von Hitler-Vergleichen, die auf jeder Seite nur Schaden verursachen und letzten Endes doch nur Hitler relativieren, den Faschismus verharmlosen – auch wenn das ursprünglich nicht die Intention des Hitlervergleichenden gewesen sein mag. Ein durch und durch lesenswertes, unterhaltsames und eben auch aufklärerisches Buch!

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http://blogs.taz.de/popblog/2012/01/22/daniel-erk-so-viel-hitler-war-selten-die-banalisierung-des-bosen-oder-warum-der-mann-mit-dem-kleinen-bart-nicht-totzukriegen-ist/

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