Believe The Hype (6): Elektronisches mit Factory Floor, Organs Of Love, Dan Bodan, Twigs, TNGHT, Jack November, Dracula Lewis

Factory Floor



Man glaubt’s ja fast nicht mehr, aber 2013 soll nun tatsächlich das Debütalbum von Factory Floor erscheinen. Die britische Elektroband hatten wir bereits in den beiden vergangenen Jahren auf unseren New-Bands-Mixtapes, wagten kaum noch auf ein Album zu hoffen. Doch 2013 wird nun brutal zurückgekloppert: wir sind sehr gespannt wie sich der minimalistische, düstere Sound von Singles wie REAL LOVE auf Albumlänge übertragen lässt – selten war ein Bandname jedenfalls passender gewählt.


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Organs Of Love



Aus einer ähnlichen Schule stammen “Organs Of Love”, nur sind die Landsleute von Factory Floor nicht ganz so kompromisslos in ihrem Sound und weben sogar ein wenig Lo-Fi-Wärme der großen Young Marble Giants in ihren Industriebodenelektro. Kompromisslos ist dafür das Video, vor das wir zartere Gemüter warnen wollen. Im Vergleich mit Factory Floor sind Organs Of Love also etwas verträglicher im Sound, aber ebenfalls eher verstörend düster – was sich auch in Songtiteln wie “Facefuck” materialisiert.


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TNGHT




Mehr für die Party als fürs düstere auf die eigene Schuhe gucken sind TNGHT gemacht – eine Kollaboration aus dem schottischen Starproduzenten Hudson Mohawke und dem Kanadier Lunice. Ihre Debüt-EP ist im letzten Jahr auf Warp erschienen und vor allem “Higher Ground” hat mit seinem ADHS-Hip-Hop-Sound von Pitchfork bis NME für einiges Aufsehen gesorgt.


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Twigs




Für die ruhigen Stunden: Twigs aus London singt über einen delikat dahinblubbernden Klangteppich und erinnert daran, wie Lykke Li mal geklungen hat bevor sie durch den “I Follow Rivers”-Chart-Fleischwolf gedreht wurde.

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Dan Bodan



(Photo: Natasha Goldenberg)

Dan Bodan, ein kanadischer Wahlberliner, beschreibt seine Songs als “Singer/Songwriter style with beats”, was in die korrekte Richtung verweist. Wie die songorientierteren Tracks von James Blake, ein kühler Soul über elektronische Beats. Allein für Zeilen wie “If you want to teach me French philosophy, I’ll sleep with you. You can take me to the Stuttgart Künstlerhaus, I’ll follow you.” muss man Bodan schon ins Herz schließen.


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Jack November




Vorneweg: trotz des Künstlernamens ist Jack November weder männlich noch amerikanisch, sondern eine Dame aus hiesigen Breiten. Ihre Debüt-EP erschien Ende letzten Jahres auf dem Label von 8mm Musik, das sich bisher eher mit Neo-Shoegaze und Psychedelica (wie zum Beispiel den hervorragenden Blue Angel Lounge) hervorgetan hat. Jack November dagegen singt Singer/Songwriter-Songs, einer Soap+Skin nicht unähnlich, über einen elektronischen, verzerrten Klang – als würde Trent Reznor mit Julee Cruise den “Twin Peaks” – Soundtrack noch einmal neu aufnehmen.


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Dracula Lewis



Paranoia-Step, was uns Dracula Lewis hier präsentiert. Witch-House-Verweise auf Salem kann man ebenso hören wie dubsteppige Bässe. So wundert es auch kaum, dass die Tracks des (angeblich) aus Transsylvanien stammenden Herr Lewis wie Musik gewordene Horrorfilme klingen. Atmosphärisch stark, wahrlich nicht bequem, aber weghören kann man halt nun mal definitiv gar nicht.

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Weitere Folgen:
* Folge 1: UK Indie-Rock mit Savages, Jake Bugg, Peace, Childhood, Palma Vioelts und Splashh
* Folge 2: US Indie-Rock mit Merchandise, Haim, FIDLAR, Deap Vally, Wild Belle, The Family Rain
* Folge 3: Hip-Hop mit Angel Haze, Le1f, Zebra Katz, Joey Bada$$, Kitty Pryde, Lady, Ratking
* Folge 4: Pop mit CHVRCHES, Leslie Clio, AlunaGeorge, Kodaline, Dena, A*M*E, Saint Lou Lou
* Folge 5: Singer/Songwriter mit Gabriel Bruce, Tom Odell, Champs, Child Of Lov, Dagobert, Eddie Front, Laura Mvula, Night Beds, David C Clements

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