Gloria (Regie: Sebastián Lelio)

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1. Der Film in einem Satz:


Weiblich, Single, alt sucht…


2. Darum geht‘s:


Gloria ist seit einem guten Jahrzehnt geschieden, hat zwei, sie mehr oder weniger ignorierende, erwachsene Kinder und wohnt allein. Abends geht sie gern auf Ü50-Partys und als sie bei einer davon Rudolfo kennenlernt, scheint sie tatsächlich einen Glücksgriff getätigt zu haben. Doch während sich zwischen beiden statt nur einem Geflirte eine richtige Beziehung entwickelt, muss sie feststellen, dass der ebenfalls geschiedene Rudolfo bei weitem nicht ihre Selbstständigkeit hat: ständig ist er in Sorge um Kinder und Exfrau, die auch – bewusst oder unbewusst – Rudolfo nicht gehen lassen, sondern wegen jeder Petitesse anrufen, um Geld bitten, Probleme lösen lassen.





“Gloria” ist im besten Sinne ein Feelgood-Movie, das die in seiner Geschichte angelegten Probleme nicht einfach übertüncht, sondern offen ausstellt – aber dank seiner Hauptfigur (hervorragend und furchtlos gespielt von Paulina Garcia, die völlig zurecht mit dem Darstellerpreis der Berlinale dafür ausgezeichnet wurde) einen aufrechten Weg zeigt, mit ihnen umzugehen. Gloria ist eine selbstbewusste und vor allem selbstständige Frau in den sogenannten “besten Jahren”, die sich nach Nähe sehnt, sich aber eben auch nicht alles bieten lässt, nur um die Frau an der Seite eines Mannes sein zu können. Feminismus für die Ü50-Generation.


3. Der beste Moment:


Als Gloria endgültig der Kragen platzt und Rudolfo noch einmal bereuen wird, dass er die Paintball-Kanonen einst in ihrem Kofferraum deponiert hatte.


4. Diese Menschen mögen diesen Film:


Wer gerne Filme über starke Frauen sieht.


* Regie: Sebastián Lelio
* imdb

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