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vonChristian Ihle 14.05.2014

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Die Band aus Hagen vereint Nicos Velvet-Underground-Zeit mit dem morbiden Post-Punk von Siouxsie & The Banshees.


Dass sich The Blue Angel Lounge nach dem ersten New Yorker Auftrittsort der deutschen Velvet-Underground- Partnerin Nico benannten, verwundert wenig. Nicht nur klingt Sänger Nils Ottensmeyer wie ein männliches Pendant zum düsteren Dröhnen von Nico, auch die musikalischen Wurzeln der Band aus der NRW-Stadt Hagen liegen bei den frühen Velvet Underground und Nicos Solo-Alben derselben Ära. The Blue Angel Lounge gehen aber einen anderen Weg als die meisten von den Velvets beeinflussten Bands.

Nicht das munter drauflos scheppernde „I’m Waiting For The Man“ ist die Blaupause, sondern mehr die sich langsam dahinschleppenden Opiumhöhlensoundtracks wie „Venus In Furs“. Seit die Band mit ihrem letzten Album NARCOTICA von 2010 eine neue Heimat beim Plattenlabel der Berliner 8mm-Bar – dem Epizentrum des Psych-Rock und Post-Punk in der Hauptstadt – gefunden hat, ist der Einflussbereich aber nicht mehr strikt auf die späten 60er-Jahre bezogen.


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Auf NARCOTICA war bereits die metallische Kühle von Post-Punk-Bands zu hören, Nachfolger A SEA OF TREES entwickelt nun eine Nähe zu Siouxsie & The Banshees. Der Anklang an morbid-düsteren Goth vereint schlüssig die Nico-Ursprünge mit den Post-Punk-Experimenten des Zweitwerks, am Überzeugendsten im Song „In Distance“. (8/10)

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