Plattentipp: Parkay Quarts (aka Parquet Courts) – Content Nausea

Dass wir große Freunde der New Yorker Band Parquet Courts sind, haben wir schon das eine oder andere mal erwähnt. Aber es ist eben auch einfach so: gibt es derzeit eine bessere amerikanische Gitarrenband als die Jungs um Andrew Savage?
Nachdem ihnen mit „Sunbathing Animal“ schon eines der besten Alben des Jahres gelungen ist, veröffentlichen die Parquet Courts nun gut ein dreiviertel Jahr später unter dem Namen Parkay Quarts eine Art Demo-Album in kleinerer Bandbesetzung. Normalerweise würde man nun ein paar leidlich interessante Outtakes erwarten, aber verblüffenderweise erweist sich „Content Nausea“ als den beiden bisherigen regulären Alben mindestens ebenbürtig. Viel fragiler klingt die Band hier und, ja, manche Songs scheinen sich noch stärker dem leichten Gefallen verweigern zu wollen, aber andererseits verstecken sie auf „Content Nausea“ mit „Pretty Machines“ einen solchen Lou-Reed-Hit, dass der auf „Transformer“ ein gutes Zuhause gefunden hätte. Dass sie für diese kleine Popperle dann auch noch einen Text schreiben, der die Frage thematisiert, ob counter culture nicht doch auch immer irgendwann commodity wird (um mal mit Greil Marcus zu sprechen), hebt den – übrigens auch „The Modern Age“ der Strokes nicht unähnlichen – Song noch einmal auf eine eigene Ebene:



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Punk songs, I thought that they were different
And I thought that they could end it
No, no it was a deception
Well, the number of tears
And the number of beers were dried out and accounted
For a number of years

But these days I fear that my window was just a reflection
Still, you think that you’re not a servant
You think that you can avoid
The stylish institution, worshiping illusions
Things you thought you could destroy
Oh, crowded loud and crimson was my view from the pit
I was wild, I was weird, I was shackled to it


Parquet Courts, Parkay Quarts… Was für ein Album, was für eine Band!

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