Plattenkritiken: Emmy The Great, Life In Film

Emmy The Great – S EP





Das einstige Wunderkind der britischen Folkszene ist in den letzten Jahren ein wenig ins Straucheln geraten. Nach ihren phänomenalen ersten Singles, die auch im Popblog ganz oben in den Jahrescharts platziert waren, und einem guten Debütalbum konnte die zweite Platte nicht so recht an die frühen Glanzleistungen anschließen – auch weil Emmy sich hinsichtlich der Produktion zwischen alle Stühle setzte. Album Nummer 2 war eine Abkehr von den akustischen Skizzen, die ihre frühen Songs auszeichnete, aber andererseits auch nicht smooth genug, um Pop zu sein – Resultat war etwas zu aufgeblasener, glatt polierter Folk, dem einerseits Intimität, andererseits aber ambition fehlte. Umso interessanter nun die neue EP „Swimming Pool“, die als Vorbote auf Album Nummer 3 verstanden werden darf. Keine Rückkehr zu alten Stärken, sondern eine selbstbewusste Weiterentwicklung in elegischen Pop. „Swimming Pool“ ist eine britische Variante von Lana Del Rey, ein eleganter Slowie, der aber trotz Emmys Umzug an die amerikanische Westküste immer noch mehr in Brighton als L.A. wurzelt.


Mehr:
Interview mit Emmy The Great


Life In Film – Here It Comes


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Das Debütalbum der britischen Band Life In Film kombiniert recht disparate Elemente. Insbesondere dank der Stimme von Samuel Fry kommt man kaum umhin sich an die frühen, prä-Stadion-Rock Kings Of Leon erinnert zu fühlen und natürlich ist dann auch der Gedanke an Strokes-Gitarren nicht weit, aber gerade eben in die Gitarrenparts schleichen sich Anklänge an die britische Schule des Jingle-Jangle-Indie-Pops der 80er ein. Wenn man so will: die Kings Of Leon auf der Achterbahn mit Johnny Marr.

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