Song der Woche: Emmy The Great – Swimming Pool

Seit ihren ersten Schritten verfolgen wir im Popblog die beiden jungen britischen Folkgitarristinnen Laura Marling und Emmy The Great. Miss Marling war mit ihrem Debut damals unser Album des Jahres, Emmy hat bereits Song des Jahres – Ehren eingeheimst.
Beide waren nacheinander auch Backgroundsängerinnen bei Noah & The Whale und scheinen sich nicht unbedingt gut zu verstehen (hat Emmy doch in einem unserer Interviews davon erzählt, dass Marling der restlichen Band untersagt hatte, mit ihr zu reden…). Und so ist es schon kurios zu sehen, wie die Karrierewege der beiden zusammen starten, auseinandergehen und sich dann doch immer wieder überkreuzen. Sowohl Laura Marling als auch Emmy The Great haben in den letzten Jahren ihre Homebase vom beschaulichen England an die Westküste Amerikas verlegt, sind aber dann doch mit ganz unterschiedlichen Ansätzen zurückgekehrt. Während Laura Marling ihren britischen Folk zuletzt in Richtung Joni Mitchell weiterentwickelt hat, findet Emmy The Great eine neue Inspiration in einem Lana del Rey verwandten Ansatz.

„Swimming Pool“, der herausragende Song ihres gerade erschienen Albums „Second Love“, wurde bereits letztes Jahr als EP veröffentlicht und liest sich wie ein synthetisiertes Andocken an Lana Del Rey moods. Das kalifornische Am-Pool-Liegen und auf die Berufung (oder wenigstens ein Rich Kid) warten, könnte als Motiv auch aus einem Lana-Song stammen, doch dank einer verfremdeten, leicht flirrenden Gitarrenlinie und backing vocals von Tom Fleming (Wild Beasts) gelingt es Emmy, mehr zu sein als ein Video-Games-Pastiche:





Bisherige Songs der Woche:
* Teleman – Dusseldorf
* Chorusgirl – Sweetness & Slight
* The Blood Arm – Schönhauser Allee
* Falscher Ort, Falsche Zeit – Power Pop & Mod Sounds from Germany, Austria & Switzerland 1980-1990
* Money – A Cocaine Christmas And An Alcoholic’s New Year
* Pet Shop Boys – Pop Kids
* Drangsal – Allan Align
* Josh T Pearson – Sweetheart I Ain’t Your Christ
* Beat Happening – Bewitched
* Fat White Family – Whitest Boy On The Beach
* Die Nerven – Barfuß durch die Scherben gehen
* Fehlfarben – So hatten wir uns das nicht vorgestellt
* The Libertines – Heart Of The Matter
* Fidlar – 40 Oz On Repeat
* Isolation Berlin – Isolation Berlin

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