Filmtagebuch: Top 10 im April

Top10 / April 2017:
1. Der Leichenverbrenner (1969, Juraj Herz) One of a kind. Tschechischer Nouvelle-Vague-Expressionismus. Total irrer Film, im doppelten Wortsinn. Lange keinen so beeindruckenden Film mehr gesehen.

2. Rocker (1972, Klaus Lemke) So gut wie die Legende. Ein rauher, wilder deutscher Genrefilm mit starkem Soundtrack, guten Bildern. Vergleichbar nur mit Roland Klicks Supermarkt.

3. Elle (2016, Paul Verhoeven) Durchaus verstörend, aber durchgehend interessant. Verhoeven so gut wie lange nicht mehr. Huppert so gut wie immer.

4. Cosmic Ray (1962, Bruce Conner) Experimentalkurzfilm von Bruce Conner. Krieg, Tanz und Rocknroll.
5. Free Fire (2017, Ben Wheatley) Ben Wheatleys neuester Genre-Exkurs: alle gegen alle und der Mensch dem Menschen ein Wolf. Und dazu spielt John Denver. Peng.
6. A Bigger Splash (2015, Luca Guadagnino) Wahnsinnige, farbübersättigte Bilder und maximal exaltierte Performances von Ralph Fiennes und Tilda Swinton.
7. Phenomena (1985, Dario Argento) Selbst für Argento-Verhältnisse ist hier der Plot voll von Absonderlichkeiten: telepathische Schmeißfliegen, da muss man auch erstmal drauf kommen. Ekelfaktor erstaunlich hoch, deshalb fühlt sich das für mich auch mehr nach Fulci als nach Argento an.
8. The Infiltrator (2016, Brad Furman) Die alte Undercover-Geschichte. Schon etwas zu oft gesehen, aber starker Auftritt von Bryan Cranston
9. The Wrestler: German Version (2009?, Heiko Alberti) In Hamburg gedrehte deutsche Version von Aronofskys The Wrestler. Trotz No Budget und No Professionalität trifft der Film doch ins Herz wie Aronofskys eigener.
10. Sing Street (2016, John Carney) Irisches Feel-Good-Movie im New-Wave-Kontext. Nett und allemal besser als der ganze französische Kram.

Weiterhin ordentlich:
* The Orphan (2009, Jaume Collet-Serra)
* De Palma (2016, Noah Baumbach)

Okayig:
* REC4 (2014, Jaume Balaguero)
* Nachts im Museum (2006, Shawn Levy)
* Italian Spiderman (2007, Dario Russo) (in voller Länger auf Vimeo)
* Blood Ties (2013, Guillaume Canet)

Enttäuschend:
* Schwarze Schafe (2006, Oliver Rihs)

Spottet jeder Beschreibung:
* Diana (2013, Oliver Hirschbiegel)
* Gods Of Egypt (2016, Alex Proyas)

Serien:
* Legion: ordentlich und mit schönem Wes-Anderson-auf-Pop-Look, franst aber in der zweiten Hälfte aus. Lieber noch mal Utopia schauen.
* Der gleiche Himmel: bieder. Auch nicht besser als Deutschland 83. Ben Becker hat mir aber gefallen.
* The Affair / Staffel 1: nach der ersten Hälfte erstmal wieder abgebrochen. Hatte ich mir mehr versprochen, verliert sich in seinen Nebenstorylines.
* The Man In The High Castle / Staffel 1: auch erst zur Hälfte geschaut. Nicht so gut wie erhofft, aber ordentlich. Allerdings einige nervige Charaktere.

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