Believe The Hype: Cigarettes After Sex & Rolling Blackout Coastal Fever

Cigarettes After Sex

Manche Songs kommen scheinbar aus dem Nichts und man kann nicht mal genau benennen, was sie so unfassbar macht. Es ist nichts neues an „Nothing’s Gonna Hurt You Baby“: zurückgenommen Vocals, simple Drums, minimalistischer Gitarreneinsatz, rauchgeschwängerte Stimmung direkt aus dem Roadhouse in Twin Peak – und trotzdem ist Cigarettes After Sex hier eine Art Indieversion von Lana Del Rey oder ein modernes Update zu David Lynchs Schützling Julee Cruise gelungen. Ein brillanter Song, der noch mehr dadurch unterstrichen wird, dass auf der B-Seite der Debüt-EP auch noch ein unzerstörbarer Klassiker wie „Starry Eyes“ von Roky Erickson dem Cigarettes-After-Sex-Treatment unterzogen wird und sofort wie selbst geschrieben klingt. Mal sehen, ob sich das Cigarettes After Sex – Template auch über Albumlänge tragen wird, als EP ist es aber geradezu bestechend gut.

Rolling Blackout Coastal Fever

Wir können uns gern streiten, aber die größte Legende aus Down Under sind eben doch die Go-Betweens. Passend also dass eine junge Debütantenband mit dem leicht bizarren Namen Rolling Blackout Coastal Fever sich an diesen Vorgängern orientiert. Sehr gelungener Jingle-Jangle-Pop, wie er in den 80ern die Indie-Charts gerult hätte und sich in John Peel Festive Top 50 wiedergefunden hätte. Call me nostalgic, I don’t care.

Kommentare (2)

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  1. Dankesehr. Auf die Einblendung auf der Startseite haben wir hier von Blogseite leider keinen Einfluss, da sind die Kollegen zentral verantwortlich: blogwart@taz.de

  2. Danke, sehr gute Empfehlungen, ein Lana-Del-Rey-Alike und ein Go-Betweens-Alike. Schön anzuhören, macht Freude. Solche Highlights finde ich sonst nirgends.

    Im Übrigen plädiere ich dafür, dass der Monarchie-und-Alltag-Blog wieder auf der taz-online-Startseite erscheint, damit man über die neuesten Beiträge wieder unmittelbar orientiert ist.