23.05.2013 von Christian Ihle

Liam Gallagher scheint immer noch einen Brass gigantöser Ausmaße auf seinen Bruder Noel zu haben, kommentierte er doch die Kollaboration von Noel Gallagher und Damon Albarn von Blur zugunsten des “Teenage Cancer Trust”-Charity-Events in London direkt auf Twitter so:
Don’t know what’s worse RKID sipping champagne with a war criminal or them backing vocals you’ve just done for BLUE ! LG x
…wobei man vielleicht wissen sollte, dass er mit der “war criminal” – Stelle auf den offiziellen Besuch Noel Gallaghers bei Tony Blair in Downing Street No 10 anspielt und mit “Blue” natürlich Blur mit der Boyband Blue vergleicht/”verwechselt”.

In einem NME-Interview legt er jetzt nach und es scheint immer noch nicht besser um das Verhältnis der beiden zu stehen, zeigt Liam doch in der Zwischenzeit sogar schon mehr Sympathien für zwei Blur-Mitglieder… weiter lesen
22.05.2013 von Christian Ihle
Mittwoch, 22.05.
Alien, Kabel1, 20.15

Vor kurzer Zeit kam Blade Runner im Fernsehen, heute nun also der zweite ewige Eintrag Ridley Scotts in den Science-Fiction-Kanon. “Alien” ist zwei Jahre älter als “Blade Runner” und ein ganz anderes Biest: ist “Blade Runner” ein existentialistischer Film Noir, so ist der Auftakt der Alien-Reihe dagegen ein Horror-Thriller par excellence. Was beide gemein haben: sie haben das Science-Fiction-Kino der nächsten 30 Jahre geprägt wie kaum ein anderer Film sonst.
Alternative: Aus der Tiefe des Raums, ZDFkultur, 1.55
Eine zum Leben erwachte Tipp-Kick-Figur gibt den Günter Netzer.
Donnerstag, 23.05.
13 Semester, ARD, 23.15

Eine überraschend leichtfüßige und amüsante Studenten-Komödie, die weitgehend alle Zotigkeiten umschifft und ein wenig wehmütig vom endgültigen Erwachsenwerden erzählt.
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21.05.2013 von Christian Ihle
“Lou likes basketball, music, and naturally girls.”

(mit Dank an Robert fürs Aufspüren!)
17.05.2013 von Christian Ihle

Wenn eine frisch gehypte Band laut herausschreit, dass der allgegenwärtige Kommunikationsterror endlich verstummen soll, mag man das für hoffnungslos retro halten. Beim flüchtigen Anhören der Songs wird man den Verdacht auch nicht gleich wieder los.
Doch man täte Savages, einer jungen britischen Frauenband, unrecht, wenn man ihre Forderung nach Handy-Verzicht auf Konzerten und ihre Weigerung, ausgiebige Fragen zu ihrer von Bands der Postpunk-Ära (1978–1981) geprägten Musik zu beantworten, miteinander in Zusammenhang brächte. Denn Fortschrittsgegner und Bewahrer einer „guten alten Zeit“ sind Savages nicht. Dem Quartett um die Sängerin Jehnny Beth geht es um mehr, als nur mit ihren Botschaften Gehör zu finden.
Deutlich wird das, wenn man sich näher mit der britischen Band befasst. Auf ihrem Debütalbum „Silence Yourself“ ist ein Manifest enthalten, das auch als Spoken-Word-Intro einen Videoclip einleitete: „If the world would shut up even for… weiter lesen
16.05.2013 von Christian Ihle

1. Der Film in einem Satz:
If you’re happy and you know it, clap your fat!
2. Darum geht‘s:
Die 14jährige, übergewichtigte Melanie wird von ihrer Mutter in den Sommerferien in ein Diätcamp abgeschoben. Mit 15 anderen dicken Kindern soll sie dort Disziplin, Abnehmen und gesunde Ernährung lernen. Doch genauso lernt sie auch das Feiern, die Freundschaft und die erste Liebe kennen. Doof nur dass letztere ausgerechnet der 50jährige Internatsarzt sein muss…
Mit seiner “Paradies”-Trilogie ist Ulrich Seidel etwas außergewöhnliches gelungen: mit jedem der drei Teilen war er bei einem der drei großen Filmfestivals vertreten: “Paradies:Liebe” um Sextourismus alter deutscher Frauen in Afrika lief in Cannes, “Paradies:Glauben” hatte dank einer Kruzifix-Masturbationsszene einen ordentlichen Skandal im italienischen Venedig verursacht und “Paradies:Hoffnung” lief als Abschluss des Seidel’schen Tryptichons im Wettbewerb der Berlinale.
Wie… weiter lesen
15.05.2013 von Christian Ihle
14.05.2013 von Christian Ihle

“Als Speerspitze des politischen Widerstands und Beispiel für eine alternative Nutzung des Ufers geriert sich dabei ausgerechnet des Großprojekt „Holzmarkt eG“. Auf 18.000 Quadratmetern wollen die ehemaligen Betreiber der Bar 25 – so viel Kapitalismuskritik muss sein – ein Restaurant, ein Hotel, ein Technologiezentrum für Start-ups und, als besondere Attraktion, ein Hüttendorf mit Bäcker, Bioladen und Sushi-Bistro eröffnen. Eine Art Einkaufspassage für Hippies und Hipster also, oder, wie es der Journalist Thomas Blum formuliert: „Berlin goes Arschlochhausen!“
Damit das Ganze schön nachhaltig, nachbarschaftlich und naturnah daherkommt, gibt es außerdem einen 24-Stunden-Kindergarten, in dem die Kleinsten versorgt sind, während sich die Eltern das Hirn wegkoksen, und den sogenannten Möhrchenpark, in dem die Druffies ihrer Gartenzwergsehnsucht frönen können.
(…)
Wie frei der Zugang zu diesem kleingeistigen Größenwahn tatsächlich ist, wird sich allerdings zeigen müssen. Schließlich wurde auch schon bei der Bar 25 dafür Sorge getragen, dass nur… weiter lesen
11.05.2013 von Christian Ihle
Samstag, 11.05.
OSS 117 – Der Spion, der mich liebte, MDR, 0.25

Während die ganze Welt sich über “The Artist” begeisterte, beömmelten wir Michel Hazanavicius – Aficionados uns schon bei seiner brillanten James-Bond-Parodie “OSS 117″ fünf Jahre zuvor. All die Klischees des 60er Jahre Agentenfilms werden hier wunderbar auf die Schippe genommen und gleichzeitig der diesen Filmen immer inne wohnende Sexismus und Rassismus aus- und bloßgestellt.
Alternative: Donnie Darko, ZDFkultur, 22.10
Wunderbar verwirrender Zeitreisefilm, der auf der Oberfläche Science Fiction zu sein scheint, aber vor allem das Innenleben in der Adoleszenz beleuchtet. Hat sich seinen “Kultfilm”-Stempel redlich verdient.
Sonntag, 12.05.
I Am Legend, Pro7, 22.10

Schicke Dystopie mit Will Smith, die vor allem in ihren ersten zwei… weiter lesen
08.05.2013 von Christian Ihle
Dagobert – Dagobert

Wer: Ein Schweizer Schlawiner, der schmierigen Schlagersound in Indieherzen transportieren will.
Bisherige Glanzleistung: Die Vorabveröffentlichung “Morgens um halb vier”, dank der wir Dagobert auch schon in unserer Believe-The-Hype-Jahresvorausschau portraitiert hatten.

Jetzt: Wer bei “Morgens um halb vier” noch dachte “ein wenig dick aufgetragen, aber halt eine Ballade” kann sich jetzt schön die Schmalzlocken hinter die Ohren stecken und aufpassen: das war noch gar nichts im Vergleich zu den für das Debütalbum aufgenomenen Songs. Es ist ja offensichtlich eine bewusste Entscheidung von Dagobert, sich in die Schlagernähe zu begeben, deshalb mag ich auch nicht von einem “Problem” sprechen, dass es in Deutschland kaum eine Crooner- oder Chanson-Geschichte gibt, so dass die wenigen Diamanten unter der dichten Schlagerpatina kaum zu erkennen sind. Wer wie Dagobert sich aber so offen bei Versatzstücken… weiter lesen
07.05.2013 von Christian Ihle