Ein besonderes Schmankerl bereiten Robocop Kraus im Berliner West Germany heute und morgen zu: schön in zwei Häppchen geteilt spielen die Franken heute zunächst ausschließlich Songs bis 2004 um morgen dann hallo zur Gegenwart zu sagen und das Set mit Liedern ab 2004 zu bestücken. Insbesondere Tag 1 sollte etwas besonderes werden!
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Eine der besten Platten des Jahres präsentieren The Horrors im November auf deutschen Bühnen. Selten ist eine so mit Hype überschüttete Band, die kommerziell derart abgestunken hat, mit einem selbstbewussteren Album Nummer Zwei zurückgekommen. Ein Pflichttermin, fraglos
Der September scheint des Popblogs Konzertmonat zu werden. Nicht nur dass wir selbst einmal auf der “Bühne” stehen und vor/nach dem Mann, der für den Namen dieses Blogs verantwortlich ist (nein, nicht Iggy…), eine Runde deutschen (Post-)Punk, eh, soundinstallieren, nein, wir präsentieren gleich zwei Tourneen von hochgeschätzten Bands und freuen uns zudem noch auf vier norwegische Mädchen, die uns im letzten Monat in einer Trambahn in Olso verzauberten. Doch der Reihe nach!
Peter Hein
Der Sänger der Fehlfarben liest in der Schaubühne in Charlottenburg aus seinem Buch “Ich bin dann mal weg”. Ne, das war ja das andere mit ähnlich enthusiastischem Titel: “Geht so”!
Kleine Anekdoten aus dem Fehlfarbschen Tourleben erzählt Hein mit der ihm eigenen bräsigen Lakonie, die immer zart an der Grenze zur Misanthropie entlangtänzelt.
Das Rahmenprogramm bestreitet dann auch gleich das Popblog selbst und wird mit dem Genius hinter der deutschen Electroband HKZ eine (Post-)Punk-Soundinstallation (aka DJ-Set, zu dem man nicht tanzen kann) präsentieren.
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Das TAZ Popblog präsentiert: Girls
Ganz ehrlich, als wir im Januar in unserer Predict A Riot – Vorstellungsrunde von der Zweimannband aus San Francisco schwärmten, dachten wir nicht, dass wir jemals ein Album der “Girls” hören würden. Dass sie gleich noch eine der Platten des Jahres mitbrachten, eines der wunderschönsten Videos seit ewiger Zeit drehten und dem Übersong “Hellhole Ratrace” (Spiritualized meets Westcoastpsychdelica mit Elvis Costelle als Gastsänger) gleich noch “Lust For Life” folgen ließen, hätten wir erst recht nicht erwartet. Ein Pflichtbesuch und eine persönliche Freude, die Band präsentieren zu dürfen. Wenn Du nur noch eine neue Band in diesem Jahr anschaust: lass es Girls sein.
1. Legende zu Besuch: Billy Childish & The Musicians of the British Empire
Die Legende des britischen DIY, der große Wild Billy Childish, besucht Berlin für zwei Konzerte in Folge. Am 23.5. spielt Childish mit seiner aktuellen Stammband im großen Festsaal auf und am Folgetag wird das kleine Monarch von Mr Childish gemeinsam mit den Chatham Singers bespielt. Wer je ein Billy Childish Konzert gesehen hat, der weiß: schöner wurde von Menschen in Pickelhauben nie musiziert! Punk Rock ist nicht tot.
2. Noch klein, bald groß: Scott Matthew
Scott Matthew, bereits seit der ersten Platte ein Freund des Popblogs, hat nicht nur mit “There Is An Ocean That Divides And With My Longing I Can Charge It With A Voltage That’s So Violent To Cross It Could Mean Death” den besten Albumtitel des Jahres im Gepäck, sondern seine “Antony & The Johnsons ohne Bombast” – Formel für Platte Nummer Zwei noch weiter verfeinert. Wunderbare Rotwein- und Mädchendatemusik!
Gemeinsam mit den Furious Five ist Grandmaster Flash für eine der größten Taten der Hip-Hop-Geschichte verantwortlich: das unvergängliche „The Message“. Nach langer Pause veröffentlicht Grandmaster Flash in diesem Jahr auch wieder ein eigenes Album. Sehr zu empfehlen ist im übrigen das aktuelle Spex-Interview mit dem Herrn Altmeister. … weiter lesen
Eine der wichtigsten Bands, die die britische Punkrevolution damals hervorbrachte. Album Nummer Eins erfand im vorübergehen die Vorlage für das, was ein paar Monate später in den USA Hardcore genannt werden würde – zu einem Zeitpunkt als sich Wire längst wieder vom ultraminimalistischen Songaufbau, den Einminütern verabschiedet hatten. Auf Album Nummer Zwei zog der schräge Pop ein (“I Am The Fly!”), wohingegen Album Nummer Drei dann sich dem Drone-Rock verschrieb – alles immer durchsetzt mit einer Punk goes Art School Attitüde, die sich später Blur borgten.
1. Legende zu Besuch: Wreckless Eric
Und wenn Wreckless Eric nur diesen einen Song geschrieben hätte, würde man ihn dennoch auf Händen tragen: „The Whole Wide World”, einer der größten NewWave/Punk-Songs, die England hervorgebracht hat.
Nerd Fact: Im Film „Stranger Than Fiction“ von James-Bond-Regisseur Marc Forster gewinnt Hauptdarsteller Will Ferrell das Herz seiner Angebeteten, weil er ihr „Whole Wide World“ auf der Akustikgitarre vorspielen kann!
Jaja, if the kids are united… Joe Strummers Tod jährt sich bald zum sechsten Mal, aber die von ihm einst protegierten Sham 69 sind immer noch unterwegs. Die Band um Jimmy Pursey gehörte nie zu den experimentierfreudigen Punkbands, aber der Sound der Straße und die gen Himmel gereckte Faust ihrer ersten Platten konnte schon ungemein viel Freude bereiten. Borstal Breakout!
Bemerkenswert an dem folgenden Livedokument von 1978 ist zweierlei:
1. schön zu wissen, wo die Libertines noch mal die Idee mit den roten Jäckchen her hatten.
2. faszinierend, wie höflich man zu Punkzeiten noch die Bühne gestürmt hatte – und noch erstaunlicher zu sehen, dass die Ordner 1978 noch mehr oder weniger mit einem bösem Blick allein arbeiteten statt gleich Fanfressen zu polieren.
Ich habe mir bereits anlässlich des letzten Fehlfarben-Konzerts die Seele aus dem Leib geschrieben und auch dieses Mal wird es nicht weniger als ein Ereignis sein, Peter Hein im Kampf mit sich selbst, den Erwartungen und dem Prinzip Punk im Jahr 2008 auf der Bühne zu sehen. „Everyone pretty much acknowledges that he’s the man, and I still feel that underrates him.”
Für die meisten hierzulande ist “the only one I know” das einzige Lied, das sie von der Band um Tim Burgess kennen. Für manch anderen aber überlebensgroßer Heldenstoff. Was man ihnen lassen muss: sie sind die einzige Madchester Band, die aus dieser Zeit tatsächlich überlebt hat – auch wenn man damals nur (bestenfalls) die Nummer drei hinter den Stone Roses & Happy Mondays waren. … weiter lesen