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Beiträge für die Kategorie ‘Gottseidank nicht in England’

22.04.2008

Podcast-Archiv: Something About England

von Christian Ihle & Horst Motor

Vor zwei Wochen moderierte das Popblog zum ersten Mal die Mixtape-Sendung bei ByteFM.

Wer damals nicht zuhören konnte, aber verdammt noch mal wissen möchte, was wir über England zu erzählen hatten, der kann das Ganze jetzt noch einmal auf unserem Schwesterblog “Abenteuer & Freiheit” nachhören: Download-Link

Playlist: >

08.04.2008

Popblog: heute Radiosendung “Something About England”

von Christian Ihle

Das Popblog moderiert heute die Mixtape-Sendung des Webradios ByteFM.

Da ein Mixtape ohne inhaltliche Klammer ja langweilig wäre, werden nur Songs gespielt, die von England handeln (sogar zu 90% “England”/”Britain” etc im Titel tragen) und über Großbritannien erzählen.

Erwartet ein Stelldichein der großen britischen Exzentriker und englischen Ikonen: Mark E. Smith, Joe Strummer, Damien Hirst, Billy Bragg, Peter Doherty, Shaun Ryder, Paul Weller, Wild Billy Childish, John Lydon, Luke Haines und Morrissey werden unter anderem ihr vertontes Statement zu Großbritannien und/oder England abgeben. Dazu noch die eine oder ander Kuriosität und meine liebste unsigned Künstlerin des Königreichs, Emmy The Great, sollten die Stunde doch unterhaltsam gestalten. >

12.02.2008

Großmaul schlägt wieder zu

von Horst Motor

Vor etwa einem dreiviertel Jahr ging ein Raunen durch die – auch im 20. Jahr des Band-nicht-mehr-Bestehens immer noch große – Fanschar der britischen Independent-Legende The Smiths: >

28.11.2007

Morrissey vs. NME: Die Rassismus-Debatte reloaded

von Christian Ihle & Horst Motor

Der neue NME produziert einen handfesten Skandal und man fragt sich, ob denn schon wieder 1992 ist.

Die Vorgeschichte

Als Morrissey in den 80ern als Sänger der Smiths Indiepop auf die britische Kulturkarte setze, war der NME einer seiner größten Unterstützer und Bewunderer. Nachdem – der sicher streitbare – Morrissey auf Solopfaden wandelte, ereigneten sich einige Zwischenfälle, die in einem berühmten Artikel des NME gipfelten, der Morrissey Nationalismus und/oder rassistische Tendenzen vorwarf. Gründe waren einerseits Morrisseys romantisierendes Englandbild verbunden mit fragwürdigen Songtiteln (National Front Disco, Bengali In Platforms) sowie als letztendlicher Auslöser ein Konzert als Support von Madness, die bekanntermaßen eine starke rechte Gefolgschaft hatten, während dem Morrissey sich in eine England-Flagge wickelte.

Morrissey beendete daraufhin jeglichen Kontakt mit dem NME und erst seit dem Comeback-Album „You’re The Quarry“ 2004, das vom NME begeistert aufgenommen wurde, schien sich das Verhältnis langsam zu entspannen und so fand nach über einem Jahrzehnt Pause sogar das erste Morrissey-Interview mit dem NME statt.

Rassismus-Vorwürfe, reloaded

NME vs Morrissey
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26.10.2007

Love Music Hate Racism

von Christian Ihle & Horst Motor

In der aktuellen Ausgabe des britischen NME findet sich eine CD, die in Zusammenarbeit mit der antifaschistischen, antirassistischen Londoner Initiative Love Music Hate Racism zusammengestellt wurde.
Neben der dem Heft beiliegenden CD steht der zweite Teil des Doppelalbums – ebenfalls kostenlos – im Internet zum Download bereit.

Grund der Aktion ist auf den verstärkten Zulauf rechtsextremer Parteien in England aufmerksam zu machen. Bei den Wahlen im Mai 2006 wurden 7 % der Stimmen für das rechtsextreme Spektrum abgegeben und die British National Party (BNP) ging nun dazu über, eine kostenlose CD mit fragwürdigen bis fremdenfeindlichen Texten vor Schulen zu verteilen.
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18.09.2007

London vs. Kopenhagen – ein Stylevergleich

von Christian Ihle & Horst Motor

Bill Drummond war einst davon überzeugt, ein kosmischer Energiestrahl würde die Erde an einer Straßenkreuzung in Liverpool treffen, in Island noch einmal auftauchen und in Papua-Neuguinea schließlich im Erdinneren verschwinden. >

19.04.2007

Britspotting. Das Britische Filmfestival in Berlin / München / Stuttgart.

von Christian Ihle & Horst Motor

Zum achten Mal findet das britisch-irische Filmfestival „Britspotting“ in Berlin statt, das in den letzten Jahren weithin gefeierte Insel-Filme wie „Bloody Sunday“ des in diesem Jahr oscarnominierten Paul Greengrass, „I’ll Sleep When I’m Dead“ des „Get Carter“-Regisseurs Mike Hodges, „24 Hour Party People“ von Michael Winterbottom oder – letztes Jahr – „Layer Cake“ mit Neu-Bond Daniel Craig im feinen Programm vorzuweisen hatte.

Eine kurze Vorausschau auf das 2007er Programm:

Höhepunkt des diesjährigen Programms sind zweifelsohne die beiden Dokumentationen des britischen Punkurgewächses Julien Temple. Am Freitag (acud, 22h) wird dessen Dokumentation über das wichtigste Musikfestival der Welt, Glastonbury, gezeigt. Aus über 900 Stunden Filmmaterial bastelt Temple in sinnüberflutender Gänze eine wahrhaft erschöpfende Geschichte dieses riesigen Festivals, das immer noch verzweifelt versucht, den Spagat zwischen Hippie-Ursprüngen und unausweichlicher Kommerzialisierung verträglich zu gestalten. Von Doherty zu Bowie, Pink Floyd zu Primal Scream, Morrissey zu Prodigy, Radiohead und Pulp sind Festivalauftritte aus den letzten 35 Jahren zu sehen. >

12.04.2007

Where have you gone, Dynamo Dresden?

von Christian Ihle

Gerade wenn man wieder wie gestern die gotterbärmlich einfallslosen Fanscharen bei einem deutschen Champions-League-Heimspiel erleben durfte, schweift der Blick neidisch auf die Insel. Während sich des Bayernfans Stimmgewalt und Sangesfreude in einem endlos wiederholten „BAY-ERN!“ (ersatzweise: „MÜN-CHEN!“) erschöpft, sind die Fans von Glasgow über Liverpool bis nach London alleine schon das Eintrittsgeld wert.

Eine besonders schöne Tradition, die auch wieder einmal die tiefe Verwurzelung der britischen Allgemeinheit in der Popkultur aufzeigt, ist das Umdichten bekannter Popsongs. Während in Deutschland „Steh auf, wenn du Deutscher/Kölner/Franke bist“ das am häufigsten vernommene Beispiel sein dürfte, sprüht man in England vor Ideenreichtum.
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02.04.2007

Warum der britische Fußball immer mehr Pop sein wird als sein deutscher Bruder

von Christian Ihle & Horst Motor

Niall Quinn, die Älteren unter uns werden sich noch erinnern, war Nationalspieler von Nordirland und absolvierte mehr als 200 Liga- Spiele für Manchester City. In seiner Aktivenzeit landete Niall Quinn sogar einen kleineren Hit in den britischen Single-Charts mit – kein Scherz! – dem Song „Niall Quinn’s Disco Pants“, der Platz 59 erreichte.

Allein die Entstehungsgeschichte des Songs kann es nur im britischen Fußball geben: >

08.02.2007

The Indelicates mit einem Gastbeitrag: England Is Mine, But I Don’t Want it.

von Christian Ihle & Horst Motor

Heute freut sich das Popblog, Englands größte Indiepophoffnung, The Indelicates, als Gastschreiber präsentieren zu können. The Indelicates wurden in unserer Jahresvorschau auf 2007 als eine der besten neuen Bands gepriesen, werden ab dem 12. Februar mit ihrer neuen EP “The Last Significant Statement To Be Made In Rock’n'Roll” erstmals in Deutschland touren (Daten am Ende des Artikels) und im Popblog in der nächsten Woche über ihre ersten Erfahrungen auf deutschen Bühnen berichten.

Aber nun The Indelicates über England, Dandytum, Morrissey, Nationalismus, Romantik und die Aufklärung:

England Is Mine, But I Don’t Want it.

I used to be a poet. Now I try to be a rock star. The connection between these two professions is almost entirely in the sense of embarrassment you encounter when attempting to answer the question: ‘so, what is it you do?’.

I’ve always hated that question – especially from the English who always seem – in fact – to be asking: ‘On what basis should I resent you?’, but I hate it from anyone – because the answers I struggle to come up with are tainted in the mind of the questioner by the stain of Romanticism. Poet, after all, means a willowy tuberculotic ponce who harps on about albion and girls and trees being nice. Rock Star means a willowy drug-addicted ponce who does much the same but with chords.
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