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	<title>Monarchie &#038; Alltag &#187; Gottseidank nicht in England</title>
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	<description>„As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“ schrieb Derek Jarman 1977. Ganz in diesem Sinne behandelt der Popblog die Popkultur im weitesten Sinne und greift interessante Themen aus der Welt der Musik, des Films und der Gesellschaft auf.</description>
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		<title>Podcast-Archiv: Something About England</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 07:57:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle &#38; Horst Motor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gottseidank nicht in England]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>

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		<description><![CDATA[ByteFM Mixtape "Something About England" nun zum Download]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor zwei Wochen moderierte das Popblog zum ersten Mal die Mixtape-Sendung bei ByteFM.</p>
<p>Wer damals nicht zuhören konnte, aber verdammt noch mal wissen möchte, was wir über England zu erzählen hatten, der kann das Ganze jetzt noch einmal auf unserem Schwesterblog &#8220;Abenteuer &amp; Freiheit&#8221; nachhören: <a href="http://abenteuer-und-freiheit.blogspot.com/2008/04/podcast-bytefm-sendung-something-about.html" target="_blank">Download-Link</a></p>
<p><strong>Playlist:</strong><span id="more-336"></span></p>
<p>*Fat Les: &#8220;Jerusalem&#8221; <em>(Single)</em><br />
*The Clash: &#8220;Something About England&#8221; <em>(Sandinista!)</em><br />
*The Fall: &#8220;English Scheme&#8221; <em>(Grotesque)</em><br />
*The Adverts: &#8220;Great British Mistake&#8221; <em>(Crossing The Red Sea With The Adverts)</em><br />
*Black Grape: &#8220;Englands Irie&#8221; <em>(Single)</em><br />
*The Jam: &#8220;English Rose&#8221; <em>(All Mod Cons)</em><br />
*The Libertines: &#8220;Albion 2&#8243; <em>(Babyshambles Session)</em><br />
*The Smiths: &#8220;Still Ill&#8221; <em>(Hatful Of Hollow)</em><br />
*Black Box Recorder: &#8220;England Made Me&#8221; <em>(England Made Me)</em><br />
*Morrissey: &#8220;Irish Blood, English Heart&#8221; <em>(You Are The Quarry)</em><br />
*The Pop Rivets: &#8220;Fun In The UK&#8221; <em>(Single)</em><br />
*Sex Pistols: &#8220;Anarchy In The UK&#8221; <em>(Never Mind The Bollocks)</em><br />
*Cock Sparrer: &#8220;England Belongs To Me&#8221; <em>(Shock Troops)</em><br />
*Billy Bragg: &#8220;A New England&#8221; <em>(Life&#8217;s A Riot With Spy vs. Spy)</em><br />
*Emmy The Great: &#8220;Easter Parade&#8221; <em>(Demo recordings)</em></p>
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		<title>Popblog: heute Radiosendung &#8220;Something About England&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 07:16:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gottseidank nicht in England]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Popblog moderiert heute ab 17.00h eine Stunde das ByteFM Mixtape beim gleichnamigen WebRadio www.bytefm.de]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Popblog moderiert heute die Mixtape-Sendung des Webradios <a href="http://www.byte.fm/" target="_blank">ByteFM</a>.</p>
<p>Da ein Mixtape ohne inhaltliche Klammer ja langweilig wäre, werden nur Songs gespielt, die von England handeln (sogar zu 90% &#8220;England&#8221;/&#8221;Britain&#8221; etc im Titel tragen) und über Großbritannien erzählen.</p>
<p>Erwartet ein Stelldichein der großen britischen Exzentriker und englischen Ikonen: Mark E. Smith, Joe Strummer, Damien Hirst, Billy Bragg, Peter Doherty, Shaun Ryder, Paul Weller, Wild Billy Childish, John Lydon, Luke Haines und Morrissey werden unter anderem ihr vertontes Statement zu Großbritannien und/oder England abgeben. Dazu noch die eine oder ander Kuriosität und meine liebste unsigned Künstlerin des Königreichs, Emmy The Great, sollten die Stunde doch unterhaltsam gestalten.<span id="more-326"></span></p>
<p>Wann: heute, 8.4., 17.00h-18.00h<br />
Wo: auf dem WebRadio <a href="http://www.byte.fm/" target="_blank">ByteFM</a></p>
<p><em><strong>England is mine &#8211; it owes me a living </strong></em></p>
<p><strong>Edit: Heute um <a href="http://www.byte.fm/index.php?cont=sendungen_detail&amp;sendung=2&amp;termin=2614" target="_blank">11.00h findet eine Wiederholung statt</a></strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Großmaul schlägt wieder zu</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2008/02/12/grossmaul-schlaegt-wieder-zu/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 21:38:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst Motor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Believe The Hype]]></category>
		<category><![CDATA[Gottseidank nicht in England]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten aus dem Pogokreis]]></category>
		<category><![CDATA[Morrissey]]></category>
		<category><![CDATA[Perrecy]]></category>

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		<description><![CDATA[Der deutsche Morrissey, Perrecy, spielt sein erstes Konzert in Ingolstadt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor etwa einem dreiviertel Jahr ging ein Raunen durch die &#8211; auch im 20. Jahr des Band-nicht-mehr-Bestehens immer noch große &#8211; Fanschar der britischen Independent-Legende <a target="_blank" href="http://www.indiepedia.de/index.php/Smiths">The Smiths</a>:<span id="more-276"></span></p>
<p>Perrecy, ein bis dato unbekannter Künstler aus Ingolstadt, hatte sich daran gemacht, Smiths- und <a target="_blank" href="http://www.indiepedia.de/index.php/Morrissey">Morrissey</a>-Songs ins Deutsche zu übersetzen und dabei mit seiner Ukulele zu begleiten. Was sich im ersten Moment nach einer grotesken Parodie à la <a target="_blank" href="http://www.mambo-kurt.de/php/index.php">Mambo Kurt</a> oder <a target="_blank" href="http://www.jbo.de/">Schlimmerem</a> anhörte, stellte sich nach einem Besuch auf der <a target="_blank" href="http://www.myspace.com/perrecy07">myspace-Seite des Künstlers</a> schnell als eine liebevolle und spaßige Hommage dar.</p>
<p>Am vergangenen Freitag spielte Perrecy zum ersten Mal einen offiziellen Live-Gig (nach einem Warmup-Termin eine Woche zuvor in München). Für diese und folgende Auftritte hat sich Perrecy eine Band zusammengestellt, die zu 50% aus Mitgliedern von <a target="_blank" href="http://www.slut-music.de">Slut</a> besteht und ebenso wie der Kopf der Gruppe an ihre Vorbilder angelehnte Künstlernamen trägt: Neben Perrey (nach Morrissey, Ukulele/Gesang) besteht die Band aus Co Marr (Johnny Marr, Ukulele), Andy Rourke&#8217;n Ucker (Andy Rourke, Bass) und No Joyze (Mike Joyce, Drums und Backing Vocals). Wie in der Umsetzung der Songs zeigt sich auch in der Bühnenshow die Liebe zum Detail und Original: Wo bei Morrissey große Leuchtbuchstaben den Namen des Meisters im Bühnenhintergrund buchstabieren, leuchtet ein animiertes &#8220;Perrecy&#8221; auf der Leinwand an Ingolstadt. Zuvor liefen dort Ausschnitte aus dem 60er-Jahre-&#8221;Beat Club&#8221;, eine &#8211; bewusste oder unbewusste &#8211; Andeutung des Morrissey-Vorprogramms der letzten Tourneen, welches aus Aufnahmen von Musikladen, Grand Prix d&#8217;Eurovision oder eben dem Beat Club bestand. Und auch Perrecys Band tritt &#8220;uniformiert&#8221; in weißen Hemden mit schwarzen Fliegen auf, während der Sänger selbst in braunem Hemd und Krawatte ans Mikro tritt &#8211; natürlich top-frisiert wie das große Vorbild.</p>
<p>Über allen Äußerlichkeiten stehen aber die Songs. Und wer bei &#8220;Ukulele&#8221; an Stefan Raabs Parodien mit dünnem Plingpling-Sound denkt, dem sei versichert, dass eine elektrisch verstärkte Ukulele einen durchaus rockigen Klang erzeugt und bei geschlossenen Augen keineswegs als exotisches Instrument zu vernehmen ist. Dann hört man nur noch diese wunderbaren 1:1-Transformationen der hochgepriesenen Lieder von Stephen Patrick Morrissey. Und wenn aus &#8220;Hairdresser on Fire&#8221; der &#8220;Haarschneider auf Flamme wird&#8221;, es statt &#8220;Some girls&#8217; mothers are bigger than other girls&#8217; mothers&#8217;&#8221; heißt &#8220;Manch Frauen Mütter sind dicker als and&#8217;rer Frauen Mütter&#8221; und der &#8220;Handsome Devil&#8221; zum &#8220;Hübschen Teufel&#8221; wird, dann zaubert dies ein Lächeln auf die Gesichter der Zuschauer, welches bis zum letzten Ton von &#8220;<a target="_blank" href="http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&amp;VideoID=27970437">Da ist ein Licht, das niemals erlischt</a> nicht mehr verschwindet.  Was Perrecy und Co. aus diesem Smiths-Klassiker machen, vom gänsehauterzeugenden Backing-Gesang über das Ende /Doch-noch-nicht-Ende bis zu Übersetzungen wie &#8220;Wenn ein zweigeschoss&#8217;ger Bus / fährt uns zwei zu Mus / zu sterben mit Dir / ist so ein himmlischer Exitus / und wenn ein LKW / tötet uns bei-de / zu sterben mit Dir / ist eine Ehre und ein Plaisir&#8221; &#8211; das ist Liebe.</p>
<p><img alt="Perrecy-Konzert 08.02.2008 Ingolstadt" src="http://taz.de/blogs/wp-inst/wp-content/blogs.dir/46/files/2008/02/Perrecy01.thumbnail.jpg" /><img alt="Perrecy-Konzert 08.02.2008 Ingolstadt" src="http://taz.de/blogs/wp-inst/wp-content/blogs.dir/46/files/2008/02/Perrecy02.thumbnail.jpg" /><img alt="Perrecy-Konzert 08.02.2008 Ingolstadt" src="http://taz.de/blogs/wp-inst/wp-content/blogs.dir/46/files/2008/02/Perrecy03.thumbnail.jpg" /><br />
<em>Alle Bilder: Team Tacheles</em></p>
<p>Die Band kehrt für eine weitere Zugabe zurück und muss gestehen, dass sie keine Songs mehr im Repertoire hat, aber einen Song würde sie noch einmal spielen. Da sich das Publikum nicht einigen kann, werden es doch zwei. Und nach lautstarken Protesten folgt dann sogar noch ein Dritter. Es hätte gerne noch ewig dauern können, wie ein Licht, das niemals erlischt. (<strong>Horst Motor</strong>)</p>
<p>Setlist (Reihenfolge u.U. etwas anders):  Panik; Der erste der Jungs, der starb; Meine Freundin liegt im Koma; Stopp mich; Manch&#8217; Frauen sind dicker als andere; Jeder Tag ist wie Sonntag; Hübscher Teufel; Dieser charmante Mann; Frag; Haarschneider auf Flamme; Preussisch Blut, Bayrisch Herz; Zugabe: Da ist ein Licht, das niemals erlischt;<br />
Zugabe nach der Zugabe: Meine Freundin liegt im Koma; Panik; Preussisch Blut, Bayrisch Herz</p>
<p>Link: <a target="_blank" href="http://www.myspace.com/bavarianfrontdisko">Die Bavarian Front Disko</a> &#8211; Perrecy Fanclub bei myspace</p>
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		<title>Morrissey vs. NME: Die Rassismus-Debatte reloaded</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 11:42:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle &#38; Horst Motor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gottseidank nicht in England]]></category>
		<category><![CDATA[It’s a dirty business, but someone’s got to do it]]></category>
		<category><![CDATA[Morrissey]]></category>
		<category><![CDATA[NME]]></category>

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		<description><![CDATA[Der neue NME produziert einen handfesten Skandal und man fragt sich, ob denn schon wieder 1992 ist. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der neue NME produziert einen handfesten Skandal und man fragt sich, ob denn schon wieder 1992 ist. </p>
<p><strong>Die Vorgeschichte</strong></p>
<p>Als Morrissey in den 80ern als Sänger der Smiths Indiepop auf die britische Kulturkarte setze, war der NME einer seiner größten Unterstützer und Bewunderer. Nachdem – der sicher streitbare – Morrissey auf Solopfaden wandelte, ereigneten sich einige Zwischenfälle, die in einem berühmten Artikel des NME gipfelten, der <a href="http://indiepedia.de/index.php/Morrissey%2C_ein_Nationalist%3F" target="_blank">Morrissey Nationalismus und/oder rassistische Tendenzen vorwarf</a>. Gründe waren einerseits Morrisseys romantisierendes Englandbild verbunden mit fragwürdigen Songtiteln (National Front Disco, Bengali In Platforms) sowie als letztendlicher Auslöser ein Konzert als Support von Madness, die bekanntermaßen eine starke rechte Gefolgschaft hatten, während dem Morrissey sich in eine England-Flagge wickelte.</p>
<p>Morrissey beendete daraufhin jeglichen Kontakt mit dem NME und erst seit dem Comeback-Album „You’re The Quarry“ 2004, das vom NME begeistert aufgenommen wurde, schien sich das Verhältnis langsam zu entspannen und so fand nach über einem Jahrzehnt Pause sogar das erste Morrissey-Interview mit dem NME statt.</p>
<p><strong>Rassismus-Vorwürfe, reloaded</strong></p>
<p><img src="http://farm3.static.flickr.com/2349/2070484249_e945463bf5.jpg" alt="NME vs Morrissey" /><br />
<span id="more-209"></span><br />
Der nun erscheinende NME wirft Morrissey wie bereits vor 15 Jahren vor, englandverherrlichend und gegen eine multikulturelle Vorstellung von Nation sich zu äußern („The gates of England are flooded.“). Konsequent betitelt der NME, sich seiner eigenen vergangenen Fehde erinnernd, das Morrissey-Cover mit den Worten <em>„Oh dear. Not again.“</em>.</p>
<p><strong>Die Gegenseite spricht</strong></p>
<p>Soweit, so klar.<br />
Doch die Morrissey-Seite veröffentlicht einige interessante Fakten zu diesem Interview und wirft dem NME-Herausgeber Conor McNicholas vor, sich einen Namen machen zu wollen, in dem er ein Denkmal stürzt. Was man normalerweise noch als reine Abwehrtaktik sehen könnte, wird allerdings untermauert durch den Abdruck einer e-Mail, die der NME-Reporter Tim Jonze, der das Interview mit Morrissey geführt hatte, der Morrissey-Seite vor Veröffentlichung zukommen ließ:</p>
<p><em>&#8220;Hi Merck,<br />
Hope you&#8217;re well. I should mention that for reasons I&#8217;ll probably never understand, NME have rewritten the Moz piece. I had a read and virtually none of it is my words or beliefs so I&#8217;ve asked for my name to be taken off it. Just so you know when you read it.<br />
Best,<br />
Tim&#8221;</em></p>
<p>Der Artikel trägt nun tatsächlich die sehr ungewöhnliche Unterschrift “Interview &#8211; Tim Jonze / Words – NME“: für den eigentlichen Artikel und die Anschuldigungen gegenüber Morrissey zeichnet sich also kein einzelner Journalist verantwortlich, was entgegen jeglicher NME-Gepflogenheiten steht. Die <a href="http://true-to-you.net/morrissey_news_071127_01" target="_blank">Morrissey-Seite „True To You“ druckt zudem eine Kopie des Anwaltsschreibens an den NME ab</a>, das sogar soweit geht, anzudeuten, der NME hätte ein Angebot Morrisseys an der &#8220;Love Music Hate Racism&#8221; Aktion von vor einigen Wochen (wir berichteten hier) bewusst abgelehnt, um diese Titelgeschichte bringen zu können.</p>
<p>Der Herausgeber des NME antwortet auf die Vorwürfe gewunden und widerspricht, Morrissey Rassismus vorgeworfen zu haben, sondern äußert sich dahingehend, dass er lediglich Morrisseys Ausdrucksweise unglücklich findet (<em>&#8220;Obviously no-one is accusing Morrissey of racism &#8211; that would be mad given what Morrissey says &#8211; but we do say that the language Morrissey uses is very unhelpful at a time of great tensions. I am &#8211; as I say in the magazine &#8211; fully confident that Morrissey&#8217;s comments are simply the result of a man in his 50s looking back nostalgically on the England of his youth, but his reasoning for that change is unreasonably skewed towards immigration and as a title we think that&#8217;s wrong.&#8221;</em>). Kennt man Morrisseys Eitelkeit, so kann man annehmen, dass die Bezeichnung <em>&#8220;a man in his 50ies&#8221;</em> den 48jährigen am meisten verletzt hat&#8230;</p>
<p>Man darf auf die weitere Reaktion des NME gespannt sein. Die Kommentare Morrisseys kommen angesichts der Vorgeschichte nicht gänzlich überraschend, doch die internen Abläufe, die der NME-Journalist Jonze preis gibt, tauchen auch den NME in fragwürdiges Licht.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Love Music Hate Racism</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 07:22:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle &#38; Horst Motor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Das Netz, der Pop und Du]]></category>
		<category><![CDATA[Gottseidank nicht in England]]></category>
		<category><![CDATA[Babyshambles]]></category>
		<category><![CDATA[NME]]></category>

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		<description><![CDATA[In der aktuellen Ausgabe des britischen NME findet sich eine CD, die in Zusammenarbeit mit der antifaschistischen, antirassistischen Londoner Initiative Love Music Hate Racism zusammengestellt wurde.
Neben der dem Heft beiliegenden CD steht der zweite Teil des Doppelalbums – ebenfalls kostenlos – im Internet zum Download bereit.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der aktuellen Ausgabe des britischen NME findet sich eine CD, die in Zusammenarbeit mit der antifaschistischen, antirassistischen Londoner Initiative Love Music Hate Racism zusammengestellt wurde.<br />
Neben der dem Heft beiliegenden CD steht der zweite Teil des Doppelalbums – ebenfalls kostenlos – im Internet zum <a href="http://web.nme.com/lovemusichateracismdownload" target="_blank">Download </a>bereit.</p>
<p>Grund der Aktion ist auf den verstärkten Zulauf rechtsextremer Parteien in England aufmerksam zu machen. Bei den Wahlen im Mai 2006 wurden 7 % der Stimmen für das rechtsextreme Spektrum abgegeben und die British National Party (BNP) ging nun dazu über, eine kostenlose CD mit fragwürdigen bis fremdenfeindlichen Texten vor Schulen zu verteilen.<br />
<span id="more-184"></span><br />
Drew McConnell, Bassist der Babyshambles, war gemeinsam mit der Organisation Love Music Hate Racism Hauptinitiator der Aktion und gewann eine illustre Runde an Mitstreitern von Bloc Party über M.I.A., den Charlatans und Manu Chao bis hin zu Billy Bragg. Die beiden Höhepunkte des Albums sind die Beiträge der Ex-Libertines Peter Doherty und Carl Barat mit ihren jeweiligen Bands: während Barats Dirty Pretty Things die unveröffentlichte, akustische und ganz hervorragende Nummer „9 Lives“ abliefern und endlich einmal eine andere Facette ihrer musikalischen Palette an Stelle von Libertines 2.0 zeigen, steuern Dohertys Babyshambles mit „Stone Me What A Life!“ einen wehmütigen Ska-Song bei, der ihrem eigenen „I Wish“ (von der Blinding EP) ähnelt.<br />
Auch musikhistorisch ist es eine gute Wahl: denn kaum ein anderes Genre wurde derart pervertiert von Rechtsradikalen besetzt wie Ska, dessen Ursprünge in Jamaika liegen und der in den 60ern noch tief im Mod-Umfeld verankert war, aber über den Umweg unpolitischer working-class Skinheads zu einer gänzlich mit der rechten Szene assoziierten Musik wurde. <em>Weiße Männer, die Ska spielen = Rechte</em>. So einfach ist die Gleichung zumeist und es ist mehr als erfreulich, dass die Babyshambles gerade im Rahmen dieser Antirassismus-Aktion einen Skasong spielen, um daran zu erinnern, wo die Ursprünge dieser Musik liegen und wie wenig man akzeptieren sollte, dass ein Genre politisch enteignet wird. In diesem Sinne… <a href="http://web.nme.com/lovemusichateracismdownload" target="_blank">download music, hate racism.</a> <strong>(Christian Ihle)</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>London vs. Kopenhagen &#8211; ein Stylevergleich</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2007/09/18/london-vs-kopenhagen-ein-stylevergleich/</link>
		<comments>http://blogs.taz.de/popblog/2007/09/18/london-vs-kopenhagen-ein-stylevergleich/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 Sep 2007 08:45:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle &#38; Horst Motor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Believe The Hype]]></category>
		<category><![CDATA[Gottseidank nicht in England]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte gesehen, was Berlin 2008 bevorsteht. Vielleicht hatte ich zuviel gesehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://indiepedia.de/index.php/Bill_Drummond" target="_blank">Bill Drummond</a> war einst davon überzeugt, ein kosmischer Energiestrahl würde die Erde an einer Straßenkreuzung in Liverpool treffen, in Island noch einmal auftauchen und in Papua-Neuguinea schließlich im Erdinneren verschwinden. <span id="more-159"></span></p>
<p>Ähnlich könnte es sich mit heutigen Trends verhalten: In London von verrückten außerirdischen Wissenschaftlern entwickelt, werden sie entlang der Achse des Britpop (London-Stockholm) nach Skandinavien gebracht, von wo aus sie im Zuge der vorherrschenden Migrationsströmung in unsere Mauerstadt gelangen, um schließlich langsam in die festlandeuropäischen Dörfer zu sickern.<br />
Dass es so läuft, dachte ich bis vor kurzem, dann stellten zwei Wochenendausflüge diese Theorie auf die Probe: nach Kopenhagen und London sollte der Zufall (bzw. Bahn und Ryanair) mich binnen kürzester Zeit bringen. Gelegenheit, einen kleinen Stylevergleich zu wagen.</p>
<p>In Kopenhagen fanden wir uns sofort nach der Ankunft (Freitagnachmittag) von der augenbetäubenden Buntheit einiger vorbeihuschender Jugendlicher vor den Kopf gestoßen. Waren diese jungen Männer auf dem Weg zu einem Kostümfest? Wir wussten es wirklich nicht. Selbst meine New-Rave-sensibilisierte Begleiterin konnte nur den Kopf schütteln. In den nächsten beiden Tagen sollten wir mehr dieser geckenhaft gekleideten Menschen sehen &#8211; Farbkombinationen, die von perversen Epilepsieforschern erdacht schienen, bestimmten das Straßenbild, Hosen waren durch Bundesjugendspiele-artige Turnhosen ersetzt, wurden von darübergezogenen Unterhosen festgehalten oder fehlten ganz. Kontrollgänge in die einschlägigen Modehäuser unterstrichen unsere Gestalt annehmende Vermutung: Hier gab es keine Kostümfeste &#8211; oder eben ein einziges großes. Das war deren Ernst.</p>
<p>Ich war also gespannt, was mich zwei Wochen später in London erwarten würde. Dort erst einmal vorstadtbedingte, landesunabhängige Tristesse, gepaart mit dem inseltypisch hohen Trash- und Prollfaktor. Doch eine Zeitschrift, die meine Gastgeberin mir unterbreitete, ließ meinen Forschergeist aufflackern und mich erahnen, was ich in den Downtown- Zappelbuden zu verpassen im Begriff war: das hier musste die Essenz des Nu Rave sein, Stilbibel und Style-o-meter zugleich. Vollständige Aufhebung sämtlicher Regeln der grafischen Gestaltung, Typographie und Farbenlehre, Konsum gleich Gegenkonsum, Neon, Plastik: &#8220;Supersuper&#8221;. Ist der Tetrapak ausgetrunken? Macht auch als Halskette was her! Ein Waschmittelkarton als Hut &#8211; warum nicht! Ich musste sofort an die ironisch dargestellten Hipster-Magazine SugaRAPE und trashbat.co.ck aus der englischen Anarcho-Comedy &#8220;Nathan Barley&#8221; denken &#8211; abzüglich der ästhetischen Errungenschaften der letzten 15 Jahre. Hier machte das 80er-Revival den Schritt in die frühen Neunziger und nahm vorher noch alles mit, was es bisher geflissentlich unter den Tisch hatte fallen lassen.<br />
Verwirrt legte ich das Heft beiseite und sah zuckende bunte Flecken an der weißen Wand. Ich hatte gesehen, was Berlin 2008 bevorsteht. Vielleicht hatte ich zuviel gesehen.<br />
Abends gingen wir in ein Pub, wo gerade ein Grunge-Abend stattfand.<br />
Als ich am Sonntag auf den Zug zum Flughafen wartete, lief jemand mit einem Superman-Anzug vorbei. Vielleicht gab es irgendwo ein Kostümfest.</p>
<p>P.S.: In den von der Redaktion selbst verfassten Leserbriefen jenes Hefts und denen der aktuellen Ausgabe, die ich als Beweisstück unvorsichtigerweise mitgenommen habe (wohlwissend, dass man keine Hefte aus der Zukunft in die Gegenwart mitbringen sollte), ist beide Male von &#8220;Nu Grave&#8221; die Rede. Aber ich will nichts gesagt haben. </p>
<p><strong>(mawe)</strong></p>
<p><em>Dieser Text ist ursprünglich im <strong>Fanzine &#8220;<a href="http://komakinomag.de" target="_blank">Komakino</a>&#8220;</strong> erschienen.</em></p>
<p>Seit dem gestrigen Montag hat das Hamburger Fanzine ein dazugehöriges Netz-Label. Unter dem Namen <a href="http://komakinomag.de/index.php?label" target="_blank">KINOKOMA</a> erscheinen kostenlos bereitgestellte download-only Singles sowie in den folgenden Monaten auch das neue Album der Band Mikrofisch, die bei ihrem Debüt zu Recht als Young Marble Giants Nachfahre gefeiert wurde.</p>
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		<title>Britspotting. Das Britische Filmfestival in Berlin / München / Stuttgart.</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2007/04/19/britspotting-das-britische-filmfestival-in-berlin/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2007 09:35:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle &#38; Horst Motor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gottseidank nicht in England]]></category>
		<category><![CDATA[Ich kenne das Leben, ich bin im Kino gewesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch in seinem achten Jahr hat das britisch-irische Filmfestival in Berlin (19.4. - 25.4.) wieder ein erstaunliches Programm: Die Auswahl reicht von faszinierenden Musikdokumentationen bis zu "Psycho trifft Alice im Wunderland" von Ex-Monty-Python Terry Gilliam.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum achten Mal findet das britisch-irische Filmfestival „<a href="http://www.britspotting.de" target="_blank">Britspotting</a>“ in Berlin statt, das in den letzten Jahren weithin gefeierte Insel-Filme wie „Bloody Sunday“ des <a href="http://imdb.com/title/tt0475276/" target="_blank">in diesem Jahr oscarnominierten </a>Paul Greengrass, „I’ll Sleep When I’m Dead“ des „<a href="http://imdb.com/title/tt0067128/" target="_blank">Get Carter</a>“-Regisseurs Mike Hodges, „<a href="http://imdb.com/title/tt0274309/" target="_blank">24 Hour Party People</a>“ von Michael Winterbottom oder – letztes Jahr &#8211; „<a href="http://imdb.com/title/tt0375912/" target="_blank">Layer Cake</a>“ mit Neu-Bond Daniel Craig im feinen Programm vorzuweisen hatte.</p>
<p><strong>Eine kurze Vorausschau auf das 2007er Programm:</strong></p>
<p>Höhepunkt des diesjährigen Programms sind zweifelsohne die beiden Dokumentationen des britischen Punkurgewächses <a href="http://imdb.com/name/nm0854697/" target="_blank">Julien Temple</a>. Am Freitag (acud, 22h) wird dessen Dokumentation über das wichtigste Musikfestival der Welt, <strong>„<a href="http://www.britspotting.de/website_2007/site_english/programm/film/popup/docu/glastonbury.htm" target="_blank">Glastonbury</a>“</strong>, gezeigt. Aus über 900 Stunden Filmmaterial bastelt Temple in sinnüberflutender Gänze eine wahrhaft erschöpfende Geschichte dieses riesigen Festivals, das immer noch verzweifelt versucht, den Spagat zwischen Hippie-Ursprüngen und unausweichlicher Kommerzialisierung verträglich zu gestalten. Von Doherty zu Bowie, Pink Floyd zu Primal Scream, Morrissey zu Prodigy, Radiohead und Pulp sind Festivalauftritte aus den letzten 35 Jahren zu sehen.<span id="more-78"></span></p>
<p>Mit großer Spannung wird Temples Dokumentation über Leben und Wirken von Joe Strummer erwartet. Strummer, der <em>„rebel with a cause“, </em>galt als <a href="http://arts.guardian.co.uk/news/story/0,,865018,00.html" target="_blank">“the political conscience of punk, and one half of its greatest songwriting partnership”</a> (The Guardian), war Sänger und Frontmann von The Clash und verstarb mit 50 Jahren viel zu früh wenige Tage vor dem Weihnachtsfest 2002. Temple war ein Weggefährte Strummers seit frühesten Punktagen und zeichnet mit <strong>„<a href="http://britspotting.de/website_2007/site_english/programm/film/popup/docu/Strummer_the_future_is_unwritten.htm" target="_blank">Strummer – The Future Is Unwritten</a>“ </strong>(Sa, fsk, 22.30h) dank Archivaufnahmen, Konzertmitschnitten und Interviews mit Jim Jarmusch, Steve Buscemi, Johnny Depp und Strummers ehemaligen Bandmitgliedern ein umfassendes, bewegendes Porträt des Sängers.</p>
<p>Für Kinoliebhaber dürfte auch <strong>“<a href="http://britspotting.de/website_2007/site_english/programm/film/popup/docu/the_perverts_guide_to_cinema.htm" target="_blank">The Pervert’s Guide To Cinema</a>“</strong> faszinierend sein (So, 20.30h, fsk), ein zweieinhalbstündiger Streifzug durch die Filmgeschichte mit dem Philosophen und Psychoanalytiker Slavoj Zizek, während dem Zizek das Kino selbst einer Psychoanalyse unterzieht und Filme von Kubrick, Tarkovsky und Hitchcock bis zu Charlie Chaplin wie David Lynch bespricht (<a href="http://blogs.suntimes.com/scanners/2006/09/tiff_the_perverts_guide_to_the.html" target="_blank">hier eine begeisterte Kritik</a> vom Toronto-Filmfestival).</p>
<p>Auf der Spielfilmseite werden große Erwartungen in <strong>„<a href="http://britspotting.de/website_2007/site_english/programm/film/popup/irish/middletown.htm" target="_blank">Middletown</a>“</strong> (Di, 20h, Hackesche Höfe) gesetzt. Der irische Thriller über den Feldzug eines heimkehrenden Priesters gegen Trunk- und Spielsucht im tiefreligiösen Irland und damit auch gegen seinen eigenen Bruder wurde von der Irish Times als „bester irischer Film seit Adam &amp; Paul“ (letztjähriger Berlinale-Beitrag) gelobt.</p>
<p>Auch <strong>“<a href="http://britspotting.de/website_2007/site_english/programm/film/popup/feature/like_minds.htm" target="_blank">Like Minds</a>”</strong> (So, 22h, Hackesche Höfe) ist ein düsterer Thriller um zwei untrennbar verbundene Personen. Der 17-Jährige Alex wird angeklagt, seinen Freund mit der Schrotflinte erschossen zu haben. Toni Collette als Polizeipsychologin untersucht Alex und stößt auf verstörende Wahnvorstellungen.</p>
<p>Mit der in Deutschland leider nie gezeigten Comedy-Serie „<a href="http://imdb.com/title/tt0187664/" target="_blank">Spaced</a>“ wurde Simon Pegg in Großbritannien zum Star, seine wunderbare Zombie-Parodie „<a href="http://imdb.com/title/tt0365748/" target="_blank">Shaun Of The Dead</a>“ sorgte vor zwei Jahren aber auch in Deutschlands Kinosälen für Lachsalven. Das „Shaun Of The Dead“ – Team ist nun wieder für den neuen Pegg-Streich zusammengekommen: <strong>„<a href="http://www.britspotting.de/website_2007/site_english/programm/film/popup/feature/hot_fuzz.htm" target="_blank">Hot Fuzz</a>“</strong> (Mi, 20h, Hackesche Höfe) parodiert aus dem Actiongenre von „Lethal Weapon bis zu „Stirb Langsam“ alles, was bei Drei nicht auf dem Hochhaus ist.</p>
<p>Gespannt darf man auch auf Terry Gilliams („12 Monkeys“) neuen Film <strong>„<a href="http://www.britspotting.de/website_2007/site_english/programm/film/popup/feature/tideland.htm" target="_blank">Tideland</a>“ </strong>(Mi, 20h, acud) sein. Der ehemalige Monty Python präsentiert eine Mischung aus „Psycho“ und „Alice im Wunderland“ auf dem Britspotting. Als Tideland auf dem Filmfest München aufgeführt wurde, antwortete Gilliam auf die Bitte, ob es nach der Filmvorführung möglich sei, ihm Fragen zu stellen: <em>&#8220;Fragen? Das kann ich schon machen. Wenn nicht alle nach dem Film hinauslaufen und sich am nächsten Baum aufhängen.&#8221;</em></p>
<p><strong>Christian Ihle</strong></p>
<p><strong>Das komplette Programm: <a href="http://britspotting.de/website_2007/site_german/programm/programm_d.htm" target="_blank">hier</a></strong></p>
<p>Berlin: 19.4. &#8211; 25.4.<br />
München: 10.5. &#8211; 15.5.<br />
Stuttgart: 17.5. &#8211; 23.5.</p>
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		<title>Where have you gone, Dynamo Dresden?</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2007 08:45:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gottseidank nicht in England]]></category>
		<category><![CDATA[It's only Fußball (but I like it)]]></category>
		<category><![CDATA[Britischer Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Dynamo Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Eintracht Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[FC Liverpool]]></category>
		<category><![CDATA[Mönchengladbach]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade wenn man wieder wie gestern die gotterbärmlich einfallslosen Fanscharen bei einem deutschen Champions-League-Heimspiel erleben durfte, schweift der Blick neidisch auf die Insel. Während sich des Bayernfans Stimmgewalt und Sangesfreude mit einem endlos wiederholten <em>„BAY-ERN!“</em> (ersatzweise:<em> „MÜN-CHEN!“</em>) erschöpft, sind die Fans von Glasgow über Liverpool bis nach London alleine schon das Eintrittsgeld wert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade wenn man wieder wie gestern die gotterbärmlich einfallslosen Fanscharen bei einem deutschen Champions-League-Heimspiel erleben durfte, schweift der Blick neidisch auf die Insel. Während sich des Bayernfans Stimmgewalt und Sangesfreude in einem endlos wiederholten <em>„BAY-ERN!“</em> (ersatzweise:<em> „MÜN-CHEN!“</em>) erschöpft, sind die Fans von Glasgow über Liverpool bis nach London alleine schon das Eintrittsgeld wert.</p>
<p>Eine besonders schöne Tradition, die auch wieder einmal die tiefe Verwurzelung der britischen Allgemeinheit in der Popkultur aufzeigt, ist das Umdichten bekannter Popsongs. Während in Deutschland <em>„Steh auf, wenn du Deutscher/Kölner/Franke bist“</em> das am häufigsten vernommene Beispiel sein dürfte, sprüht man in England vor Ideenreichtum.<br />
<span id="more-73"></span><br />
Selbst ein Indie-Hit wie „Oh My God!“ von den <a href="http://indiepedia.de/index.php/Kaiser_Chiefs" target="_blank">Kaiser Chiefs</a> wurde in Windeseile zu einem allseits gebräuchlichen Auswärtssong umgedichtet (<em>„Oh my god, we can&#8217;t believe / we&#8217;ve never been this good away from home“</em>). Aber gut, die Band selbst hat sich ja dank des ehemaligen Leeds-United-Verteidigers Lucas Radebe auch nach einer <a href="http://www.kaizerchiefs.com/" target="_blank">südafrikanischen Fußballmannschaft</a> benannt. Eigentlich auch eine schöne Vorstellung, wenn sich, sagen wir, „Wir Sind Helden“ nach dem ägyptischen Fußballmeister benannt hätten: wie wär’s mit „Wir Sind Al-Ahly Kairo“?</p>
<p>Doch zurück zum Thema, Freunde. Die Fans des FC Liverpool trumpfen beispielsweise mit erstaunlicher Songauswahl wie „That’s Entertainment!“ (The Jam), „Sk8ter Boi“ (Avril Lavigne) oder „Let It Be“ (Beatles) auf und dichten zumeist gleich vielstrophige Lieder, die die Helden von jetzt wie einst besingen, auf die Melodie der neuen und alten Chart-Hits. Als kleine Randnotiz sei hier vermerkt, dass selbst der einstige deutsche Nationalspieler <a href="http://www.liverpoolfc.pl/zdjecia/postacie/259.jpg" rel="lightbox[73]" target="_blank">Markus Babbel</a> beim FC Liverpool seinen eigenen Fan-Song zu den Tönen von „Rivers Of Babylon“ geschenkt bekam: <em>„We’ve got Markus Babbel on…“</em></p>
<p>Von den vielen faszinierenden Beispielen aus der britischen Liga ist wahrscheinlich <strong>„Where Have You Gone Dynamo Dresden?“</strong> das schönste: die Liverpool-Fans besingen hier zur Melodie von <a href="http://indiepedia.de/index.php/Simon_%26_Garfunkel" target="_blank">Simon &amp; Garfunkels</a> <strong>„Mrs. Robinson“</strong> glorreiche Schlachten aus vergangenen Europapokal-Tagen und zählen all die für britische Ohren kurios klingenden Teams aus Kontinentaleuropa auf, die Liverpools Weg kreuzten. </p>
<p>Aus Deutschland wird Borussia Mönchengladbach wie Eintracht Frankfurt mit einer Strophe bedacht (<em>„We got to know Ferencvaros and Eintracht Frankfurt fans / We helped them drink the night away&#8221;</em>) und die jetzige Regionalliga-Mannschaft von Dynamo Dresden ist sogar Namenspatron und Thema der letzten Strophe (<em>“Where have you gone, Dynamo Dresden? / The red and white Kop still remembers you (you hoo hoo)”</em>).</p>
<p>Ohne Frage, ein Lied, das mit der Strophe beginnt “And here&#8217;s to you, Slovan Liberec / Liverpool loves you more than you will know (wo ho ho) / God bless you please Rapid Bucharest / Liverpool holds a place for those we play / (Hey, hey, hey, hey, hey, hey)”, man kann es nur lieben:</p>
<p><em>- Zur Melodie von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=m_jmDscGi7E" target="_blank">Mrs. Robinson</a> -</em></p>
<p>And here&#8217;s to you, Slovan Liberec<br />
Liverpool loves you more than you will know (wo ho ho)<br />
God bless you please Rapid Bucharest<br />
Liverpool holds a place for those we play,<br />
(Hey, hey, hey, hey, hey, hey) </p>
<p>Shanks took us into Europe back in 1965<br />
A dodgy ref cost us the game<br />
But Anfield&#8217;s famous songs they kept on belting out<br />
As Inter shook to the Kop&#8217;s name </p>
<p>And here&#8217;s to you Paris Saint Germain<br />
Bottles of wine just a pound a throw (wo ho ho)<br />
God bless you please Dynamo Kiev<br />
Expensive but the trip was worth the pay,<br />
(Hey, hey, hey, hey, hey, hey) </p>
<p>We got to know Ferencvaros and Eintracht Frankfurt fans<br />
We helped them drink the night away.<br />
Look around and all they&#8217;d see were banners made of red.<br />
The famous Kopites singing off their heads. </p>
<p>Allez allez les vertes St Etienne,<br />
Moenchengladbach, Bruges we so miss you (you hoo hoo)<br />
Where are you now Polands&#8217; Widzew Lodz<br />
The teams Bob&#8217;s lads flew from Speke to play.<br />
(Allez Allez Allez Allez) </p>
<p>Gerrard had a Euro dream, the draw was never kind<br />
Roma, Porto, Barca then Alaves<br />
We could never beat those teams the papers always said<br />
But we had Macca&#8217;s shiny baldy head </p>
<p>Joe Fagan and his Mighty Reds<br />
Strode into Roma&#8217;s Lion&#8217;s den, (way back then)<br />
But we had Brucie and his wobbly legs<br />
And smokin&#8217; Joe took the Treble away,<br />
(hey hey hey&#8230; the Treble away) </p>
<p>Sitting on a sofa on a Thursday afternoon<br />
Watching the Champions League draw on TV<br />
Spanish, Swiss and Russian are the teams we&#8217;ll have to play<br />
Till Sami lifts the European Cup for us in May </p>
<p>Where have you gone, Dynamo Dresden?<br />
The red and white Kop still remembers you (you hoo hoo)<br />
And we&#8217;ll sing You&#8217;ll Never Walk Alone<br />
As Europe falls to Liverpool once again<br />
(to our Redmen, the Mighty Redmen) </p>
<p><strong>Christian Ihle</strong></p>
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		<title>Warum der britische Fußball immer mehr Pop sein wird als sein deutscher Bruder</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2007 13:31:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle &#38; Horst Motor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gottseidank nicht in England]]></category>
		<category><![CDATA[It's only Fußball (but I like it)]]></category>
		<category><![CDATA[Kuriositätenkabinett]]></category>
		<category><![CDATA[Britischer Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Niall Quinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie ein nordirischer Exnationalspieler auf Platz 56 der britischen Singlecharts landete und 8 Jahre später deshalb 8.000 Pfund an Taxikosten beglich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Niall_Quinn" target="_blank">Niall Quinn</a>, die Älteren unter uns werden sich noch erinnern, war Nationalspieler von Nordirland und absolvierte mehr als 200 Liga- Spiele für Manchester City. In seiner Aktivenzeit landete Niall Quinn sogar einen kleineren Hit in den britischen Single-Charts mit – kein Scherz! – dem Song „Niall Quinn’s Disco Pants“, der Platz 59 erreichte.</p>
<p>Allein die Entstehungsgeschichte des Songs kann es nur im britischen Fußball geben: <span id="more-66"></span>es trug sich zu, dass Niall Quinn während eines Vorbereitungsspiels mit Manchester City 1992 in Italien eine Schlägerei mit seinem Teamkameraden Steve McMahon (berüchtigter Mittelfeldtreter und englischer Nationalspieler) austrug, bei der sein T-Shirt zerrissen und mit Blut befleckt wurde. Im Laufe des Abends stieg die Stimmung jedoch offensichtlich wieder und Quinn begann eine nun legendäre Tanzeinlage, während der er sich seines beschädigten T-Shirts entledigte und so ausschließlich mit kurzen, abgeschnittenen Jeans bekleidet war. Dieses Schauspiel wurde zu seinem Unglück von mitgereisten Manchester City – Fans gesehen, die prompt zur Melodie von „Here We Go“ den Song „Niall Quinn’s Disco Pants“ texteten:</p>
<p><em>Niall Quinn&#8217;s disco pants are the best,<br />
They go up from his arse to his chest,<br />
They&#8217;re better than <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adam_Ant" target="_blank">Adam and the Ants</a>,<br />
Niall Quinn&#8217;s disco pants!</em></p>
<p>Als Niall Quinn zum <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sunderland_FC" target="_blank">FC Sunderland</a> wechselte, begannen die dortigen Fans den Gesang von Manchester City zu adaptieren und ihm bei jeder Gelegenheit zur Ehre darzureichen. Der erstaunlichen Selbstironie Quinns ist es zu verdanken, dass er „sein Lied“ in der Zwischenzeit tatsächlich genießen konnte.</p>
<p>Nach dem Ende seiner aktiven Karriere wurde Quinn Vorsitzender des FC Sunderland und trat in dieser Funktion am letzten Wochenende mit einem EasyJet-Flug den Heimweg nach einem Sieg über Cardiff an. Er teilte sich das Flugzeug mit 100 Sunderland-Fans, die prompt, als sie den beliebten Mitreisenden entdeckten, wieder einmal „Niall Quinn’s Disco Pants“ anstimmten. Die eher humorlose EasyJet-Crew rief allerdings die Polizei, nachdem die Fans nicht aufhören wollten, das Charterflugzeug in eine Nordkurve zu verwandeln und cancelten letztendlich gar den Flug.</p>
<p>100 Sunderland-Fans und ein Niall Quinn waren nun in Cardiff gestrandet und EasyJet verweigerte jede Ersatz-Beförderung, so dass Quinn zum Telefonhörer griff und eine zweistellige Anzahl Taxis nach Cardiff beorderte um die 100 Sunderland-Fans auf seine Kosten nach Hause fahren zu lassen. In Sunderland angekommen, zeigte der kumulierte Taxometerstand 8.000 Pfund an, die Quinn beglich und diese Episode mit dem lapidaren Satz kommentierte, <em>„Thankfully everyone returned home safely and we will now draw a line under this. To any fans who still feel aggrieved, remember the three points came home as well.“</em>. </p>
<p><em>There is only one Niall Quinn, one Niall Quinn…</em></p>
<p><strong>Christian Ihle</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>The Indelicates mit einem Gastbeitrag: England Is Mine, But I Don’t Want it.</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Feb 2007 09:17:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle &#38; Horst Motor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gaststars]]></category>
		<category><![CDATA[Gottseidank nicht in England]]></category>
		<category><![CDATA[The Indelicates]]></category>

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		<description><![CDATA[Die größte Indiepophoffnung Englands, The Indelicates, schreiben heute als Gastkolumnisten über Dandyismus, Morrissey, England, Nationalismus, Romantik und die Aufklärung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute freut sich das Popblog, Englands größte Indiepophoffnung, The Indelicates, als Gastschreiber präsentieren zu können. The Indelicates wurden in unserer <a href="http://taz.de/blogs/popblog/2007/01/15/2007-i-predict-a-riot-teil-4-goth-postrock-und-kaiser-chiefs-fuer-arme/" target="_blank">Jahresvorschau auf 2007</a> als eine der besten neuen Bands gepriesen, werden ab dem 12. Februar mit ihrer neuen EP &#8220;The Last Significant Statement To Be Made In Rock&#8217;n'Roll&#8221; erstmals in Deutschland touren (Daten am Ende des Artikels) und im Popblog in der nächsten Woche über ihre ersten Erfahrungen auf deutschen Bühnen berichten. </p>
<p><em>Aber nun The Indelicates über England, Dandytum, Morrissey, Nationalismus, Romantik und die Aufklärung:</em></p>
<p><strong>England Is Mine, But I Don’t Want it.</strong></p>
<p>I used to be a poet. Now I try to be a rock star. The connection between these two professions is almost entirely in the sense of embarrassment you encounter when attempting to answer the question: ‘so, what is it you do?’. </p>
<p>I’ve always hated that question &#8211; especially from the English who always seem &#8211; in fact &#8211; to be asking: ‘On what basis should I resent you?’, but I hate it from anyone &#8211; because the answers I struggle to come up with are tainted in the mind of the questioner by the stain of Romanticism. Poet, after all, means a willowy tuberculotic ponce who harps on about albion and girls and trees being nice. Rock Star means a willowy drug-addicted ponce who does much the same but with chords.<br />
<span id="more-37"></span><br />
The reason for this is that both professions fall into a tradition which some gauche academics have seen fit to term ‘Dandyism’. Whether that means anything to you or not, I imagine you’d know it when you saw it. Simply put, it is a way of describing the stylish rebel. Dandies are the ones who don’t fit in but identify themselves as having higher brows than the broad mass of people. Their counterparts – less unifiable under a single term, but including crusties, grime MCs and some hippies – do the opposite, glorifying the lowness of their brows and revelling in being an underclass. Most major non-mainstream movements fit into one of these traditions. Mods are dandies, Rockers are not; Goths are Dandies, Ravers aren’t; Emo kids are Dandies, Chavs ain’t. See?</p>
<p>My problem, in being by temperament of the Dandies’ party (while remaining a fan of the others), is that I think the Dandy tradition has schismed. And it has done so along faultlines that go all the way back to the beginning of the nineteenth century and the activities of a bunch of poets and philosophers who took over, and arguably ruined, poetry and philosophy. Again, you might not give a flying fuck about the nineteenth century, but you’d know them if you saw them – they’re the poets you’ve heard of: Wordsworth, Keats, Blake, those ones.</p>
<p>At the time, the big thing in dandyism had been the Enlightenment – a period where Reason, that is the application of logical thought to the problems of the world, had been exalted and hailed as the main source of human advancement. It championed Individual Liberty, Science, Intelligence and other things that Socialists and the Religious are suspicious of. Unfortunately, having not had enough time to do away with them, the enlightenment also had a habit of propping up unpleasant things like elitism and patriarchy. The romantics emerged as a vague reaction. They objected to what they saw as an excessive rationalisation of nature and humanity and instead championed Emotion, Folk Tradition and the Sublime. It is from Romantics that we get the willowy tuberculotic ponce archetype. It is also from them that we get most of our modern ideas about nationalism &#8211; and this was where the trouble started.</p>
<p>In the intervening centuries, there’s been a lot of history, about which I feel less entitled to comment as a wannabe rockstar than I did as a poet, but which has included some really nasty romantic nationalism from Napoleons and Hitlers and Victorias. By any route, it ends now with Rock’n’Roll dandyism personified by romantics. We’re so used to shallowly accepting the willowy ponce archetype without analyzing him that we don’t notice what the content of his poetry is.  But when you hear a rock star singing about albion and promised lands and William Blake and England – you should remember that what you are hearing is nationalism: a Romantic philosophy that rejects reason as a basis for intellectual pursuit and which prefers the fictionalised elevation of ancient races to that of Individual Liberty.</p>
<p>These are the Dandy we’re saddled with now, but there exists another sort – Rational Dandies who refuse to privilege emotion above reason; who refuse to be drawn in by songs of Gods and Monsters and who see free people as more important than nations. I’m on their side.</p>
<p>And there are sides. This is an old battle but it is still being fought. The terms change and mutate – but we can see romanticism in the defenders of religion, the homeopaths, the self-indulgent left and the extreme postmodernists. There are rationalists in satire and science. More relevantly, there are those in the music industry who mythologise themselves and their signings and, in doing so, exploit and damage the kids who pay them; old men who sell doomed dreams of Christs and Lucifers to prop up the meagre output of flawed and unwell stars. Is it enough, really, to pay lip service to an archetype and confuse intelligence with its appearance? That is what the romantics do now and they get away with it every day.</p>
<p>Morrissey sang, ‘England is mine’. I can’t ever say for certain what HE meant, but what it means is this: The non-mainstream view always being the mainstream view of the future and the mainstream view being therefore moribund and with no claim whatsoever to the character of any society – the dandy outsiders will inherit the England that will be, and are therefore the only ones who can possess it. </p>
<p>England is mine as it is the romantics’. The difference between us is that I couldn’t care less about my nation, its heroes or its myths &#8211; I only care about its liberty.</p>
<p>England’s mine, but there are more important things. They can have it – and they can do with it what they will. </p>
<p><strong>The Indelicates x</strong></p>
<p><strong>Konzertdaten:</strong></p>
<p><em>12.02.07 &#8211; Grüner Jäger &#8211; Hamburg<br />
13.02.07 &#8211; Hafen 2 &#8211; Offenbach<br />
14.02.07 &#8211; Swamp &#8211; Freiburg<br />
15.02.07 &#8211; Magnet &#8211; Berlin<br />
16.02.07 &#8211; Cafe Cairo &#8211; Würzburg<br />
17.02.07 &#8211; Prager Frühling &#8211; München<br />
19.02.07 &#8211; Innsbruck</em></p>
<p>The Indelicates: <a href="http://www.indelicates.com/" target="_blank">Homepage mit vielen Demos als Mp3s</a></p>
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