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	<title>Monarchie &#038; Alltag &#187; Interviews</title>
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	<description>„As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“ schrieb Derek Jarman 1977. Ganz in diesem Sinne behandelt der Popblog die Popkultur im weitesten Sinne und greift interessante Themen aus der Welt der Musik, des Films und der Gesellschaft auf.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 13 Feb 2012 16:43:51 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Ja, Panik &#8211; Interview (2): &#8220;Aber ich will gar nicht, dass das System gerettet wird, ich will ja, dass alles untergeht!&#8221;</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2011/10/25/ja_panik_-_interview_2_aber_ich_will_gar_nicht_dass_das_system_gerettet_wird_ich_will_ja_dass_alles_untergeht/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 09:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ja Panik]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[ <p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/?flattrss_redirect&amp;id=5388&amp;md5=a8f0957f5c4873e96e59ef5cceb83a28" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/popblog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Interview mit Ja, Panik (1): &#8220;Wenn ich zu Stefan Raab gehe und ihm dort auf seine blöde Ledercouch scheiße, ist das vielleicht subversiv, aber wir werden trotzdem mehr Platten verkaufen&#8221;</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2011/10/20/interview_mit_ja_panik_1_wenn_ich_zu_stefan_raab_gehe_und_ihm_dort_auf_seine_bloede_ledercouch_scheisse_ist_das_vielleicht_subversiv_aber_wir_werden_trotzdem_mehr_platten_verkaufen/</link>
		<comments>http://blogs.taz.de/popblog/2011/10/20/interview_mit_ja_panik_1_wenn_ich_zu_stefan_raab_gehe_und_ihm_dort_auf_seine_bloede_ledercouch_scheisse_ist_das_vielleicht_subversiv_aber_wir_werden_trotzdem_mehr_platten_verkaufen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 11:22:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ja Panik]]></category>
		<category><![CDATA[Sex Pistols]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Raab]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gruppe Ja, Panik hat das wohl beste, mit Sicherheit aber interessanteste Album des Jahres veröffentlicht. Die gebürtigen Österreicher und jetzigen Wahlberliner sehen die eigenen Befindlichkeiten im Gegensatz zu den meisten deutschsprachigen Indierockbands nicht als Herzstück ihrer Texte, sondern arbeiten sich auch an politischen Themen ab. </p>
<p><img src="https://fbcdn-sphotos-a.akamaihd.net/hphotos-ak-snc6/180750_10150398445770018_78923165017_16856981_5597369_n.jpg" alt="" /></p>
<p>Mit dem neuen Album haben Ja, Panik eine etwas größere Bekanntheit erreicht und stehen nun vor der Frage, wie sie mit ihren eigenen Ansprüchen umgehen sollen. Kompromisse machen, um von noch mehr Menschen gehört zu werden? Oder sich lieber dem „Mainstream“ verschließen und nur zu den bereits Bekehrten predigen? Ist eine Teilnahme an einer Stefan-Raab-Sendung heutzutage ein Muss für eine Indieband – oder kann man auch ohne Raab ein Auskommen finden? Im Interview beschäftigt sich Ja, Panik -Sänger und -Songwriter Andreas Spechtl mit dieser Problematik und überlegt, welcher Weg der „richtige“ sein kann.</p>
<p><strong>TAZ Popblog: <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2011/03/02/15_fakten_ueber_das_neue_ja_panik_-_album/" target="_blank">Euer viertes Album DMD KIU LIDT</a>  ist nun seit einem halben Jahr veröffentlicht. Das war schon das Album, das am meisten Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, oder?</strong></p>
<p><strong>Andreas Spechtl (Sänger und Songwriter von Ja, Panik):</strong> Ja, es ist kein Nischending mehr. Im Vergleich zur neuen Platte hatte der Vorgänger<a href="http://blogs.taz.de/popblog/2009/10/30/album_des_monats_oktober_platz_1_ja_panik_-_the_angst_the_money/" target="_blank"> „The Angst &amp; The Money“</a> noch mehr jugendlichen Übermut. Die neue Platte funktioniert zwar immer noch für den klassischen 20-jährigen &#8211; Ja Panik – Fan, aber eben nun auch für jemanden, der eine Popsozialisation aus den 70ern hat.</p>
<p><strong>Ihr wurdet nun auch in den Feuilletons wie der FAZ besprochen. Hat sich das auch darüber hinaus weiter getragen? Wie viel konntet ihr denn verkaufen?</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie die Verkäufe genau gelaufen sind, wohl schon besser als bei der letzten Platte. Ich denke aber, dass die Besprechung einer Platte nicht mehr so wichtig ist wie früher vielleicht noch, gute Musik findet ihren Weg zum „mündigen“ Hörer, sie muss ihm nicht mehr unbedingt herbeigeschrieben werden. Wir haben auf jeden Fall bei Konzerten gemerkt, dass wir mehr Zuschauer haben und dass sich vor allem das Spektrum verbreitert hat, dass unser Publikum nun vom 18jährigen bis zum 48jährigen geht. Da hat sich für mich die größte Veränderung zugetragen, dass wir aus der reinen Indie-Nische heraus sind.</p>
<p><strong>Habt ihr den Anspruch, Euch von der Bekanntheit auch weiterzuentwickeln? Gibt es einen Masterplan, dass ihr sagt, mit einer neuen Platte muss eine nächste Stufe nicht nur künstlerisch, sondern auch hinsichtlich der eigenen Bekanntheit erreicht werden?</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Die Gruppe Ja, Panik hat grundsätzlich ja schon einen antikommerziellen Anspruch. Aber je länger man das macht, desto mehr gibt es einen Sog, die Band auch als Existenzgrundlage zu sehen. Vor drei Jahren hätte ich mich noch locker entscheiden können, mein Studium wieder aufzunehmen, aber von Jahr zu Jahr wird das schwieriger, zurückzugehen. Ich finde es auch verlogen zu sagen, man würde nicht an ein mögliches Publikum denken. Nicht unbedingt in der Hinsicht, dass ich mir überlege, was dem Publikum gefallen könnte, sondern es ist mir wichtig, dass wir gehört werden. Ich will auch eine Plattform haben, will Sachen sagen können – sonst könnte ich mich gleich in mein Wohnzimmer setzen und dort Gitarre spielen. Die Band soll auch ein Kommunikationsmedium sein, eine Möglichkeit, den Mund aufzumachen, viele Leute zu erreichen. </p>
<p><strong>Es stellt sich ja für eine Band, die gerade etwas erfolgreicher wird, auch oft die Fragen: was macht man, was macht man nicht, wo geht man hin, von wem lässt man sich interviewen?</strong> </p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Meine Antwort ist in der Zwischenzeit, dass selbst in den skurrilsten, und anscheinend unpassendsten Zusammenhängen, die Plattform die Interessanteste ist. Wenn du weißt, dass du von jemanden befragt wirst, der auf einem ganz anderen Standpunkt steht, dass die Leser der Zeitung oder die Zuschauer des Fernsehformats mit dir erst einmal gar nichts anfangen können – und Du entweder die Möglichkeit hast, die Leute überhaupt einmal auf andere Gedanken zu bringen oder eben auch das alte Schock &amp; Provozier – Spiel anwenden kannst, das in Dir fremden Zusammenhängen natürlich viel besser funktioniert. Ich bin das preaching to the converted auch wirklich etwas müde, wenn jeder weiß, Du bist auf der richtigen Seite, du spielst die Codes und jeder weiß, was Du meinst. Es ist dagegen schon interessanter, sich einmal in ein Wespennest zu setzen.</p>
<p><strong>Du sähst also einen Auftritt in einem klar definierten Mainstream-Umfeld als eher subversive Sache? Da ihr ja für eine deutschsprachige Band bemerkenswert klare Standpunkte hinsichtlich Politik und Drogen vertretet, könntet ihr natürlich tatsächlich in einem, sagen wir, Wetten Dass – Umfeld erheblich mehr provozieren…</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Genau darüber machen wir uns grundsätzliche Gedanken gerade. In unserer Nische haben wir das meiste schon abgeholt und es wird uns fast ein wenig langweilig. Ich weiß aber auch, dass es schwierig wird, wenn ich bei Stefan Raab sitze und etwas wahnsinnig intelligentes oder subversives sage  und Raab dann auf einen Knopf drückt, alle lachen und ich doch der Dumme bin… </p>
<p><strong>Raab ist ein interessantes Stichwort, weil er ja Formate hat, die zumindest musikalisch so offen sind, dass ihr dort stattfinden könntet. Aber gerade Raab-Auftritte sind immer ein Problempunkt – ich kann mich noch erinnern, dass Olli Schulz vor einigen Jahren gesagt hat, er würde <em>&#8220;lieber seine eigene Pisse trinken&#8221;</em> als bei Raab aufzutreten um dann später eben doch bei dessen Lieder-Contest mitzumachen.</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Ich würde sicher niemals bei diesem Bundesvision Song Contest auftreten. Mir ist es wichtig, Redezeit zu bekommen. Generell ist mir wichtig, live zu sein und dass das Korrektiv „Schnitt“ nicht eingesetzt werden kann.<br />
Um auf deine Frage zurückzukommen, es geht bei Ja Panik gerade schon darum, Denkmauern einzureißen, weil wir eigentlich doch den Anspruch haben, die Band als Kommunikationsmittel zu sehen und wir einfach auch Aussagen an den Mann oder die Frau bringen wollen. Deshalb müssen wir uns natürlich schon die Frage stellen, ob wir uns nicht bisher in einem intellektuellen Ghetto bewegen, in einer Enklave… was eigentlich an dem Anspruch vorbeigeht, dass wir niemanden ausschließen und alle erreichen wollen.</p>
<p><strong>Welche Funktion hat Popmusik für dich im Politischen? Auf DMD kann man das ja auch so verstehen, dass sie nur betäubt und gerade von Veränderungen abhält? <em>„Jedes Lied ein Lied mehr zur Restauration“</em> oder <em>&#8220;Du siehst, im Großen und Ganzen ist alles beim Alten/ Nur, dass ich finde, es wär&#8217; an der Zeit, aufzuhören/ Das bisschen Klimbim, das bisschen Lalala für so wichtig zu halten/ Gilt es doch nach wie vor, eine Welt zu zerstören&#8221;</em> – oder zielt das auf eine andere Musik als die Eure ab?</strong></p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2011/10/20/interview_mit_ja_panik_1_wenn_ich_zu_stefan_raab_gehe_und_ihm_dort_auf_seine_bloede_ledercouch_scheisse_ist_das_vielleicht_subversiv_aber_wir_werden_trotzdem_mehr_platten_verkaufen/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
<em>(die angesprochene Stelle findet sich ab 12.29 Minuten)</em></p>
<p>Es ist ein Abgesang auf Pop, auf Kunst. Es ist ein Abgesang auf den emanzipatorischen Gehalt, auf eine in ein Kunstwerk gegossene Message.</p>
<p><strong>Du glaubst nicht daran, dass Kunst und Pop eine „Message“ haben <em>können</em> oder bist der Meinung, dass Pop es <em>nicht haben sollte</em>?</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Es hat sich überlebt. Kunst ist der Verwertbarkeit unterworfen.</p>
<p><strong>Gab es denn früher Kunst als Message? Selbst Dylan hat ja schon recht früh begonnen, sich gegen die Vereinnahmung als Protestsänger zu wehren.</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Damals hat es ja auch schon nicht funktioniert. Was ist denn aus den 68ern geworden?<br />
Die Kritik ist, dass immer Protest konsumiert wird. Pop kann sicher bei bestimmten Menschen eine Meinungsänderung anstoßen, aber im Großen und Ganzen wird Protest einfach konsumiert und Protest ist dann einfach ein Lifestyle.</p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2011/10/20/interview_mit_ja_panik_1_wenn_ich_zu_stefan_raab_gehe_und_ihm_dort_auf_seine_bloede_ledercouch_scheisse_ist_das_vielleicht_subversiv_aber_wir_werden_trotzdem_mehr_platten_verkaufen/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
.</p>
<p><strong>Aber ist das nicht ein Widerspruch zu dem, was Du vorhin gesagt hast? Dass Du die Band als Plattform, als Mittel zur Kommunikation siehst?</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Ja, voll arg! Natürlich!<br />
Darum geht es in dem Stück, darum geht es Ja Panik.<br />
Das ist uns klar – wir sind ein arger Widerspruch, wir sind ein Hilfeschrei!</p>
<p><strong>Ist denn der Wille bei Euch da, mit Eurer Musik politisch zu sein?</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Anscheinend ist die Band die Form, mit der ich am besten mit der Welt kommunizieren kann. Das ist mein Weg, etwas zu schaffen, eine Meinung zu haben. Ich sehe aber auch, wie meine Waffe gegen mich selbst und alles, für das ich stehe, gerichtet wird, dass es überhaupt nicht funktioniert. Es ist ein Widerspruch. Ja.<br />
Wir alle leben in einem Widerspruch.<br />
Wichtig ist mir, das auch zu sagen, den Widerspruch zu thematisieren. </p>
<p><strong>Das letzte Lied der Platte soll also den Widerspruch, der in Ja, Panik steckt, thematisieren?</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Ja. DMD KIU LIDT ist ein Stück <em>von</em> Ja, Panik <em>gegen </em>Ja, Panik. Gerade die letzten Zeilen, die Du gerade zitiert hast, gehen gegen uns selbst, gehen gegen uns als Institution. Was wir in dem Konstrukt nunmal darstellen, aus dem wir nicht mehr herauskönnen. </p>
<p><strong>Andererseits habt ihr ja die Möglichkeit, subversiv zu sein, weil Popmusik besser als jede andere Kunstform Menschen erreichen und somit ein Song aus dem <em>preaching to the converted</em> herauskommen kann. Trotzdem bist du natürlich ein kommerzielles Produkt.</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Ja, aber wenn ich zu Stefan Raab gehe und ihm dort auf seine blöde Ledercouch scheiße, dann ist das vielleicht subversiv oder sogar kritisch, *lacht*, aber trotzdem werden wir danach mehr Platten verkaufen.<br />
Mir ist es wichtig, dass man thematisiert, was nicht gehen wird. Ich will das auch nicht zu streng sehen, denn einerseits versucht man natürlich zu unterwandern, andererseits wird’s aber nur dann relevant, glaubwürdig und lebbar für mich, wenn man immer den Widerspruch thematisiert, der in einer Unterwanderung via Popkultur automatisch steckt.<br />
Wir wollen damit klar machen: wir sind nicht fehlerfrei, wir stehen nicht über den Dingen, wir predigen nicht von oben herab. Wir wissen es nicht besser. Das gilt es in jedem Moment zu vermeiden. Natürlich arbeiten wir uns aber an der Idee des Trojanischen Pferdes ab, gerade jetzt wo die Band etwas größer geworden ist.</p>
<p><strong>Bist du punksozialisisert? Mit der 76er Idee von The Clash und Sex Pistols, die ja als Punkgallionsfiguren auch gerade in diesem Problemfeld steckten. Ich denke schon, dass diese Bands einen enormen Einfluss auf das Denken einer ganzen Generation hatten und deshalb auch etwas „bewegten“, aber andererseits natürlich beide sehr klar auch „Güter“ waren. Die Sex Pistols als von Malcolm McLaren erdachtes Konstrukt und noch größer die Diskrepanz bei The Clash, die ja im Gegensatz zum Nihilismus der Sex Pistols auch noch das linke Klassenkämpferideal propagierten, die erhobene Faust des Straßenkampfes, aber eben von Beginn an bei einem Majorlabel, CBS, unter Vertrag standen.</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Aber was haben sie denn wirklich erreicht? Wie neu war es und was ist dabei herausgekommen? Ist nicht am Ende genau das Gegenteil erreicht worden? Punk und die Sex Pistols haben die letzten Tabus auch noch gebrochen, die letzte Form der Radikalität salonfähig gemacht. Es mag nicht bewusst gewesen sein, aber im Endeffekt waren sie vielleicht der Sache schädlich. Sie und ihr Ansatz ist nun im Museum gelandet, ist integriert worden. Aber mit diesem Schicksal ist die 77er Punkbewegung nicht allein, die Situationisten, die Dadaisten zuvor sind auch irgendwann im Museum gelandet. </p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2011/10/20/interview_mit_ja_panik_1_wenn_ich_zu_stefan_raab_gehe_und_ihm_dort_auf_seine_bloede_ledercouch_scheisse_ist_das_vielleicht_subversiv_aber_wir_werden_trotzdem_mehr_platten_verkaufen/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
.</p>
<p>Kunst kann dir höchstens das Gefühl geben etwas ändern zu wollen, wirklich etwas ändern kannst du aber nur auf der Straße, oder in anderen politischen Räumen. Und eben nicht, indem ich in einem kleinen Kellerclub <em>„I am an antichrist, I am an anarchist“</em> singe. So bleibt die Frage, ob es den Herrschenden nicht lieber ist, dass in kleinen verrauchten Clubs ein paar Leute singen, dass sie alles zerstören und die Queen stürzen wollen statt eben auf die Straße zu gehen</p>
<p><strong>Popkultur also als Opium für die Massen.</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Ja, natürlich. Und dann ist es halt wahnsinnig schlimm, wenn du in sowas wie Ja, Panik bist *lacht*<br />
Aber das ist eben genau der Widerspruch, den DMD KIU LIDT thematisiert und an dem wir auch irgendwann zerbrechen werden. Oder uns halt eine Eigentumswohnung kaufen. </p>
<p>(Interview: Christian Ihle, Foto: Tanja Pippi)</p>
<p><strong>Ja, Panik sind derzeit auf Tour durch Deutschland:</strong><br />
* 20.10.2011 DE Bielefeld – Forum Tickets<br />
* 21.10.2011 DE Hannover – Café Glocksee Tickets<br />
* 04.11.2011 DE Berlin – Festsaal Kreuzberg<br />
* 18.11.2011 DE Frankfurt – Sinkkasten Tickets<br />
* 19.11.2011 DE Schorndorf – Manufaktur Tickets<br />
* 20.11.2011 CH Bern – Dampfzentrale<br />
* 21.11.2011 DE Heidelberg – Karlstorbahnhof Tickets<br />
* 22.11.2011 DE Düsseldorf – Zakk Tickets</p>
<p><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/413V0yr%2BrfL._SL500_AA300_.jpg" alt="" /></p>
<p>Kürzlich wurde auch die erste Single des DMD KIU LIDT &#8211; Albums veröffentlicht, <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2011/10/18/die_oesterreicher_kreisky_ja_panik_und_stars_for_the_banned_im_plattenregal/" target="_blank">Nevermind. Hier die Besprechung.</a></p>
<p><strong>Weitere Interviews mit Ja, Panik:</strong><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2011/05/05/interview_mit_ja_panik_2_das_konzept_rockband_ist_ein_auffangbecken_fuer_machoide_kleingeistige_trottelige_schwanzfixierte_idioten/" target="_blank">“Das Konzept Rockband ist ein Auffangbecken für machoide, kleingeistige, trottelige, schwanzfixierte Idioten”</a><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2011/04/28/interview_mit_ja_panik_es_sind_schon_unschuldigere_menschen_als_merkel_und_sarkozy_getoetet_worden/" target="_blank">“Es sind schon unschuldigere Menschen als Merkel und Sarkozy getötet worden”</a><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2009/12/08/my_favourite_records_mit_ja_panik/" target="_blank">My Favourite Records mit Ja, Panik</a></p>
<p><strong>Mehr zu Ja, Panik:</strong><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2011/10/11/es_gilt_nach_wie_vor_eine_welt_zu_zerstoeren_ein_ja_panik_-_portrait/" target="_blank">Ein Portrait: Es gilt nach wie vor, eine Welt zu zerstören.</a><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2011/06/06/wer_sind_eigentlich_ja_panik/" target="_blank">Wer sind eigentlich Ja, Panik?</a><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2011/03/02/15_fakten_ueber_das_neue_ja_panik_-_album/" target="_blank">15 Fakten über das neue Ja, Panik &#8211; Album</a><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2009/12/27/die_zehn_besten_alben_2009/" target="_blank">Album des Jahres 2009</a><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2009/10/30/album_des_monats_oktober_platz_1_ja_panik_-_the_angst_the_money/" target="_blank">Album des Monats: The Angst &amp; The Money</a></p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/?flattrss_redirect&amp;id=5346&amp;md5=32aa5f4917166ed03ac7b7c319d383e2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/popblog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Interview mit Ja, Panik (2): &#8220;Das Konzept Rockband ist ein Auffangbecken für machoide, kleingeistige, trottelige, schwanzfixierte Idioten&#8221;</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2011/05/05/interview_mit_ja_panik_2_das_konzept_rockband_ist_ein_auffangbecken_fuer_machoide_kleingeistige_trottelige_schwanzfixierte_idioten/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2011 11:06:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[ <p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/?flattrss_redirect&amp;id=4333&amp;md5=f6c7767607c165a203834592f795e83d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/popblog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Interview mit Ja, Panik: &#8220;Es sind schon unschuldigere Menschen als Merkel und Sarkozy getötet worden&#8221;</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2011/04/28/interview_mit_ja_panik_es_sind_schon_unschuldigere_menschen_als_merkel_und_sarkozy_getoetet_worden/</link>
		<comments>http://blogs.taz.de/popblog/2011/04/28/interview_mit_ja_panik_es_sind_schon_unschuldigere_menschen_als_merkel_und_sarkozy_getoetet_worden/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 09:45:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ja Panik]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das größte musikalische Ereignis des Jahres kommt aus Österreich und wohnt in Berlin. Die Band Ja, Panik hat mit ihrem neuen Album &#8220;DMD KIU LIDT&#8221; in eingeschlägigen Kreisen bereits seit einiger Zeit die Gespräche beherrscht, wie man das bei einem deutschsprachigen Album zuletzt vielleicht zu Blumfelds &#8220;Old Nobody&#8221; &#8211; Zeiten beobachten konnte.</p>
<p><img src="https://fbcdn-sphotos-a.akamaihd.net/hphotos-ak-snc6/196893_10150439253265018_78923165017_17347659_3089818_n.jpg" alt="ja panik" /></p>
<p>Letzte Woche ist das Album nun <a href="http://digital.nein-gelassenheit.com/" target="_blank">veröffentlicht worden</a> und wir haben uns mit Andreas Spechtl und Stefan Pabst zum Interview getroffen um über Bombenandrohungen, Drogenaufforderungen, Situationismus, Rassismus und, ja, auch die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben, die die Traurigkeit ist, zu sprechen. Heute Teil 1 des Interviews:</p>
<p><strong>Popblog: Ihr seid von Wien nach Berlin gezogen, was man auch an der einen oder anderen Stelle in den Texten eurer neuen Platte merkt. Hatte Berlin darüber hinaus einen Einfluss auf das Songwriting?</strong></p>
<p><strong>Andreas Spechtl (Sänger &amp; Songwriter von Ja, Panik):</strong> Wir sind noch nicht richtig angekommen gewesen in Berlin als wir die Platte geschrieben haben. Ich finde, man hört der Platte viel mehr ein hermetisches Sichzurückziehen, ein arges <em>„wir kommen zu Fünft in eine neue Stadt und ziehen uns erstmal in uns selbst zurück“</em> an.</p>
<p><strong>Stefan Pabst:</strong> Die Umstände des Umzugs hatten mehr Einfluss als die Stadt selbst.</p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Zum Entstehungszeitpunkt der Platte sassen wir nächtelang zu fünft in der Wohnung und haben nur daran gearbeitet hat. Es ist als hätten wir uns völlig abgeschottet in eine Holzhütte im Wald zurückgezogen. Wir hatten in Berlin noch keine sozialen Verpflichtungen, keiner hat angerufen, wir waren ganz für uns, zu fünft.</p>
<p><strong>Wie funktioniert das Songwriting bei Euch überhaupt? Andreas, Du schreibst die Texte allein, wird die Musik zusammen entworfen?</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Ich schreibe schon grob den Song, aber der wird dann noch arg verändert. Du kannst es Dir so vorstellen: ich schreibe den Song, habe die Akkorde und die Melodie, wir nehmen ein Demo auf. Dann wird zu fünft zusammen daran gearbeitet: wir sitzen im Wohnzimmer am Computer und jeder trägt etwas bei. Es ist auch nicht so dass der Schlagzeuger sich das Schlagzeug ausdenkt und der Bassist sein Bassding, sondern eine gemeinsame Arbeit an allen Parts. Gerade auf dieser Platte gab es bei jedem Schlag, bei jedem Ton Diskussionen.</p>
<p><object height="81" width="100%"><param name="movie" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F11748281"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param> <embed height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F11748281" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed></object>  <span><a href="http://soundcloud.com/nein-gelassenheit/ja-panik-trouble">Ja, Panik – Trouble</a> by <a href="http://soundcloud.com/nein-gelassenheit">Nein, Gelassenheit</a></span> </p>
<p><strong>Wie ist euer Status in Österreich was Bekanntheit oder Verkaufszahlen angeht im Vergleich zu Deutschland? Bekommt ihr mehr Beachtung, weil dann doch wieder so ein <em>„das sind unsere Jungs“</em>- Gedanke zum Tragen kommt?</strong></p>
<p>Spechtl: Man hat Respekt vor uns, aber innerhalb Österreichs gibt es viel größere Bands als uns – die man aber in Deutschland eher nicht kennt, wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/3_Feet_Smaller" target="_blank">3 Feet Smaller</a>.<br />
Aber es gibt auch ein paar gute Sachen aus Österreich – <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Clara_Luzia" target="_blank">Clara Luzia</a> zum Beispiel. Bei ihr kommen auch mehr Leute zum Konzert als bei uns.</p>
<p>Wir haben schon die Aufmerksamkeit aus Deutschland gebraucht, um in Österreich angemessen rezipiert zu werden, damit wir österreichische Aufmerksamkeit bekommen. In der Zwischenzeit ist es ambivalent: für die einen sind wir Staatsfeinde, Nestbeschmutzer und Verräter, weil wir ausgezogen sind nach Berlin, was uns manche immer noch übel nehmen. </p>
<p><strong>Interessiert euch das Konzept Heimat? Sehr ihr euch als österreichische Band? Oder ist das für Euch ein widersinniges Konstrukt?</strong></p>
<p><strong>Pabst:</strong> Mit der Bezeichnung „österreichische Band“ kann ich gar nichts anfangen. Es ist sicher kein identitätsstiftendes Merkmal, dass wir Österreicher sind.</p>
<p><strong>Bei Thomas Bernhard gibt es eine Stelle, in der er schreibt </p>
<blockquote><p>„In Österreich musst du entweder erzkatholisch oder nationalsozialistisch sein. Alles andere wird nicht geduldet, alles andere wird vernichtet“
</p></blockquote>
<p>Gibt es dann  – wie bei Bernhard zum Beispiel oft – das Gegenteilige, also einen Heimathass? Eine Abkehr von Österreich? <em>Dagegen</em> zu sein, für was Österreich – oder auch Deutschland im gleichen Maße – steht?</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Ich finde das grundsätzlich schwierig, denn im Umkehrschluss ist man dann genau das, was man eben nicht sein will. Das ist ein ziemlich faschistischer Gedanke, womit Du ganz schnell wieder im Jahr 1940 bist, in dem es heißt <em>„die Österreicher sind so, die Deutschen sind so, die Türken sind so und die Juden sind so“</em>… Die Grenze verläuft für mich nicht bei Passau. Ich will nicht über Österreicher schimpfen, ich schimpfe über ganz bestimmte Personen. Sonst ist es im Kern erneut eine rassistische Denke.</p>
<p><strong>Ihr hattet für die letzte Platte einem Internetmagazin namens „Die Blaue Narzisse“, das sich als zumindest rechtskonservativ herausgestellt hat, ein Interview gegeben.</strong> </p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Das war wirklich eine schlimme Geschichte. Das Label hat eine Interviewanfrage von einer „Schülerzeitung“ <span id="more-4280"></span>bekommen und wir nicht weiter recherchiert. Das passiert uns auch nie wieder… Als das Interview online war, habe ich mir die Seite zum ersten Mal angesehen – und gleich beim nächsten Artikel gemerkt, in welchem Umfeld wir gelandet sind. Wir waren die ersten, die es entdeckt hatten, aber auch Bonaparte oder Tocotronic hatten Interviews für die Blaue Narzisse gegeben.</p>
<p><em>(Anmerkung: laut des Kommentars von Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow &#8211; siehe unten &#8211; hat Tocotronic nie ein Interview für Blaue Narzisse gegeben. Auf Blaue Narzisse ist kein Interview mit Tocotronic zu finden.)</em></p>
<p><strong>Habt ihr euch überlegt, ob eine <a href="https://www.facebook.com/note.php?note_id=176354932326" target="_blank">ausdrückliche Distanzierung</a> nicht sogar mehr Wirbel verursacht und darüber nachgedacht, ob das unkommentiert nicht vielleicht in den Weiten des Netzes verschwindet?</strong></p>
<p><strong>Pabst:</strong> Wir haben zuerst dem Typen geschrieben und ihn gebeten, das Interview herunterzunehmen, was er aber verweigert hat und meinte, das wäre ja wieder typisch für „die Linken“, dass sie so wie wir reagieren… </p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Damit war für uns klar, dass wir Stellung beziehen müssen. Wir konnten uns nicht stillschweigend in diesem Umfeld aufhalten.</p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2011/04/28/interview_mit_ja_panik_es_sind_schon_unschuldigere_menschen_als_merkel_und_sarkozy_getoetet_worden/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
.</p>
<p><strong>Beim neuen Album habe ich das Gefühl, dass alles auf den Schlusssong zuläuft, alles dort kulminiert. Das 14-minütige Stück steigert sich ja selbst innerhalb des Songs immer weiter. Wie lange hast du an dem Song „DMD KIU LIDT“ geschrieben? Ist er aus verschiedenen Teilen entstanden oder von vornherein als ein Stück geplant gewesen?</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Die erste Hälfte des Stücks ist zur Mitte der Platte entstanden – ich wusste aber, dass ich den Song nicht fertig schreiben kann, bevor die Platte alles Ganzes steht und habe so bis einen Tag vor dem Aufnehmen daran gearbeitet. Die Version auf der Platte ist auch unsere allererste aufgenommene Version, ja, es ist sogar das allererste Mal, dass die Band selbst den Song komplett gehört hat, weil ich mit dem Text nie fertig war.<br />
Die Version auf der Platte ist fehlerreich, aber dafür auch die Intensivste. Am Schluss geht mir die Luft aus, ich singe eine Strophe nicht… aber die Dringlichkeit war da wie nie sonst. Am schönsten finde ich den Moment, in dem wir die höchste Steigerung im Song erreichen und mir einfach die Luft ausgeht.</p>
<p><strong>Der letzte Satz auf dem Album lautet <em>„Da kommen noch ein paar Strophen, an denen mir mehr als an allen anderen liegt“</em> – und dann kommt nur noch Stille. Fehlt nun eine Strophe oder war das bewusst so gehalten?</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Es fehlen ein paar Sätze, dann kommt ein Instrumental und ich beginne wieder neu – aber es fehlt kein inhaltlicher Text. Ursprünglich gab es noch Strophen danach, aber ich habe bemerkt, dass dieser Satz nach so viel verlangt, dass nichts mehr danach kommen kann. Die kommenden Strophen müssten ja nach diesem Satz alles Vorhergehende toppen – und das war einfach nicht zu schreiben! Es offen zu lassen ist das Beste aller möglichen Enden. Ich sehe das als Vorausblick auf die nächste Ja, Panik – Platte. Das Beste kommt noch…</p>
<p><strong>Spielt ihr den Song live?</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Wir haben ihn noch nicht live gespielt, aber wir werden wohl müssen… ich bin selbst gespannt, wie uns das gelingt. Wenn mir schon im Studio die Luft ausgeht und mir schwindelig wird – außerdem kann’s ja nur der letzte Song im Konzert werden, da weiß ich wirklich nicht, wie ich das körperlich überstehen soll…</p>
<p><strong>Stefan, wie war es für die Band, den Song zum ersten Mal ganz zu hören?</strong></p>
<p><strong>Pabst:</strong> Bis zuletzt wussten wir nicht, wie es textlich und musikalisch ausgeht. Es war auch komisch, beim Spielen selbst nicht zu wissen, wie lange wir die Instrumentierung steigern müssen, wie viel Text noch kommt. Andi hat uns Signalwörter aufgeschrieben, die angezeigt haben „noch eine Strophe Steigerung, wenn dieses Wort kommt“… wir haben also auf die Signalwörter gewartet und die kamen und kamen so lange nicht… also noch mehr Steigerung, Steigerung… Das macht sicher auch das Intensive aus.</p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Der Schluss des Songs ist eigentlich ein Rückblick auf alte Ja Panik – Tage, gerade weil sich die Platte vorher von vielem verabschiedet hat, viel weniger theoretisch ist als früher. Aber eben auch nur um zu sagen: es ist vorbei!<br />
Für mich ist die erste Hälfte des Songs noch einmal die Platte in klein, fängt die Stimmungen der vorangegangenen Songs ein und packt sie in eine Geschichte von einem Typen, der herumzieht. Der Refrain ist bewusst nur ein Satz, was auf viele Bob-Dylan-Stücke zurückgreift. Dylan hat bei seinen langen Stücken oft auch nur den einen Satz, auf den sich alles reimt, wie beispielsweise in „Desolation Row“.</p>
<p><strong>Gibt es außer Dylan bewusst verwendete Einflüsse auf der Platte?</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Früher hatten wir mehr 1:1-Entnahmen, Zitate, etwas ausgeborgt. Dieses Mal eher eine vage Idee, die über einem Stück steht, ohne sich etwas heraus zu stehlen. Beim letzten Stück ist es zum Beispiel „Desolation Row“ oder „It’s All Over Now, Baby Blue“, aber mehr in der Idee der Form &#8211; also zum Beispiel ohne direkten Refrain zu arbeiten &#8211; als ein direktes Zitat.</p>
<p><strong>Die zweite Hälfte des Songs bewegt sich von einer Erzählung über einen Protagonisten hin zu einer – platt formuliert – gesellschaftskritischen Suada. </p>
<blockquote><p>…von mir aus sollen sie Bomben hin tragen zu der grauslichen Bagage,<br />
ich werde nicht daran denken, eine Träne zu zerdrücken,<br />
nicht für Angela und erst recht nicht für Nicholas…</p></blockquote>
<p>Hattest Du Hemmungen, die Stelle zu singen, in der du Merkel und Sarkozy Bomben androhst?</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Ich hatte überhaupt keine Probleme damit, das ist ja auch meine Meinung. Ich würde auch in jedem persönlichem Gespräch dazu stehen. Ich sage nicht <em>„bringt die um!“</em>, aber ich sage <em>„es hat schon unschuldigere Menschen erwischt“</em>. Ich hatte mir nur überlegt, ob es zu tagespolitisch ist und wie lang die Halbwertszeit von diesem Satz wäre.</p>
<p><strong>Wenn der Song sich dann in diese Wutrede hineinsteigert, war ich zunächst an „Kapitulation“ von Tocotronic erinnert, aber bei dir steckt viel mehr Wut und Weltenhass in den Zeilen im Gegensatz zur tocotronischen eleganten Dekadenz.</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Ich will natürlich Tocotronic nicht interpretieren, aber ja, das ist ein sehr wütender Part. Ich hatte hier einen geringeren künstlerisch-formalen Anspruch, es handelt sich mehr um das Manifest zur Platte. Ich habe in diesem Teil auf all die formalen Regeln geschissen: es muss sich nicht reimen, es gibt keinen Refrain mehr, ich verschlucke einige Worten, weil es sich nicht ausgeht – es war mir wichtig, am Ende einen klaren, wütenden Teil zu singen.<br />
Ja Panik war immer eher vage, in viele Richtungen interpretierbar. Aber ich wollte in &#8220;DMD&#8230;&#8221; etwas singen, was nicht misszuverstehen ist.</p>
<p><strong>War euch klar, was ihr für ein Monster mit diesem Song geschaffen habt?</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Als wir im Studio zum ersten Mal den Song selbst gehört haben, hat uns das ziemlich fertig gemacht. So etwas hat ein Ja Panik – Stück bei mir noch nie ausgelöst. Normalerweise lässt mich ein Ja Panik – Song relativ kalt, weil ich ihn einfach zu gut kenne. Bei &#8220;DMD..&#8221; war es wie ein fremdes Stück zu hören.<br />
Ich dachte mir nur: „Ok, <em>ziemlich</em> arg…!“</p>
<p><strong>Die Vorgängerplatte „The Angst &amp; The Money“ war mein <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2009/10/30/album_des_monats_oktober_platz_1_ja_panik_-_the_angst_the_money/" target="_blank">Album des Jahres</a> und ich finde sie auch „hitlastiger“, aber als ganzes Album ist „DMD KIU LIDT“ noch einmal so viel größer.</strong></p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Ja, &#8220;DMD&#8230;&#8221; ist auch als Ganzes gedacht, &#8220;The Angst&#8221; war mehr eine Songsammlung. Da gibt es auch Stücke, die ich selbst als Füller betrachte wie „Dynamite“, das höre ich überhaupt nicht gern. „Tür auf, Tür zu“ oder „1000 Times“ mag ich auch nicht so.</p>
<p>Wir haben uns bei DMD über jeden kleinen Moment viele Gedanken gemacht, über die Reihenfolge, die Übergänge… Die Platten, die mir selbst etwas bedeuten, sind eben auch Alben – ich höre keine Playlists, sondern immer ganze <em>Alben</em>.</p>
<p><strong>Ich hatte auch ein Problem mit <a href="http://data.ja-panik.com/dmdkiulidt/trouble.mp3" target="_blank">„Trouble“ als Download-Single</a>, weil ich mir dachte, dass sie das Album nicht repräsentieren kann. Hatte mich bemüßigt gefühlt, Freunden zu sagen: <em>„Hey, aber ihr müsst euch trotzdem das ganze Album anhören, der Song allein reicht nicht aus, um zu wissen, was euch hier erwartet!“</em> – ganz anders eben als bei „Alles hin, hin“, was ja als erste Single doch recht exemplarisch für „The Angst &amp; The Money“ stehen konnte.</strong></p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2011/04/28/interview_mit_ja_panik_es_sind_schon_unschuldigere_menschen_als_merkel_und_sarkozy_getoetet_worden/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
.</p>
<p><strong>Pabst:</strong> Ja, das war auch das Schwierige beim Auswählen des Vorabstücks, weil es kein exemplarisches Stück gibt.</p>
<p><strong>Spechtl:</strong> Höchstens das letzte vielleicht…</p>
<p><strong>Ja, aber das als Vorabdownload auszuwählen, wäre, als würde man zuerst die Pointe und dann den Witz erzählen …</strong></p>
<blockquote><p>
Der zweite Teil des Ja Panik Interviews über Tocotronic, Situationismus, Drogen und die &#8220;inflationäre Dummdreistigkeit&#8221; im Musikbusiness erscheint nächste Woche.</p></blockquote>
<p><strong>Ja, Panik im Popblog:</strong><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2009/12/27/die_zehn_besten_alben_2009/" target="_blank">Album des Jahres 2009: The Angst &amp; The Money</a><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2009/10/30/album_des_monats_oktober_platz_1_ja_panik_-_the_angst_the_money/" target="_blank">Album des Monats September 2009</a><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2011/03/02/15_fakten_ueber_das_neue_ja_panik_-_album/" target="_blank">15 Fakten über das neue Ja, Panik &#8211; Album</a><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/11/03/schmaehkritik_371_andreas_spechtl_von_ja_panik_ueber_seine_deutschen_vorbands/" target="_blank">Andreas Spechtl bei Stermann &amp; Grissemann</a><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2009/12/08/my_favourite_records_mit_ja_panik/" target="_blank">My Favourite Records mit Ja, Panik</a></p>
<p><strong>Ja, Panik im Netz:</strong><br />
* <a href="http://digital.nein-gelassenheit.com/" target="_blank">DMD KIU LIDT für 6 Euro (!) im mp3-Format</a><br />
* <a href="http://data.ja-panik.com/dmdkiulidt/trouble.mp3" target="_blank">Trouble als kostenlose Downloadsingle</a><br />
* <a href="http://ja-panik.com/" target="_blank">Homepage</a></p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/?flattrss_redirect&amp;id=4280&amp;md5=154dde9a6777b001048cdb741d64d811" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/popblog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Interview mit Smith Westerns: &#8220;Bevor Nirvana uns verklagt, müssten wir erst mal mehr als 3.000 Platten verkaufen&#8221;</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2011/04/20/interview_mit_smith_westerns_bevor_nirvana_uns_verklagt_muessten_wir_erst_mal_mehr_als_3000_platten_verkaufen/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 08:37:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Girls]]></category>
		<category><![CDATA[MGMT]]></category>
		<category><![CDATA[The Smith Westerns]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://youaintnopicasso.com/images/SmithWesterns012704.jpg" alt="smith westerns" /></p>
<p>Die Smith Westerns haben den Popblog mit ihrem nur auf Vinyl veröffentlichten Debütalbum im Sturm genommen &#8211; so viel Pophits in krachender Verpackung hatten wir eine lange Zeit nicht mehr gehört. Album Nummer Zwei, das erstmals auf einem halbwegs großen Label (Domino) und nun auch offiziell in Europa erscheint, zeugt von einer erstaunlichen Weiterentwicklung für eine Band, deren Mitglieder immer noch kaum 20 Jahre alt sind. Erheblich mehr der Idee eines &#8220;Albums&#8221; anstatt einer &#8220;Songsammlung&#8221; folgend und deutlich beeinflußt von psychedelischerem Sound der 70er ist &#8220;Dye It Blonde&#8221; ein anderes Biest als das selbstbetitelte Debütwerk. Grund genug, sich mit unserer <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/12/26/die_zehn_besten_alben_2010/" target="_blank">Album-des-Jahres-2010</a>-Band über die Weiterentwicklung zu unterhalten.</p>
<p><strong>Popblog: Euer erstes Album hatte einen Garage-Rock- und Lo-Fi-Sound, aber auch da konnte man schon Spuren von Bowie und T.Rex-Songwriting heraushören. Für euer zweites Album &#8220;Dye It Blonde&#8221; habt ihr einen viel feineren, klareren Sound gewählt &#8211; war das eine bewusste Entscheidung?</strong></p>
<p>Smith Westerns: Ja, wir wollten bewusst weg vom Sound des Debüts, wobei ich nie verstanden habe, wo man da einen Garage-Rock-Sound heraushört. Aber es stimmt: unser erstes Album war dreckiger, war unser Versuch wie eine Power-Pop-Band aus den 70ern zu klingen.</p>
<p>Durch das Älterwerden verbesserst du eben auch deine musikalischen Fertigkeiten, man hört neue Musik, ist mit anderen Bands unterwegs, denen du zuschaust und zuhörst, das alles hatte Einfluß auf den Sound des zweiten Albums. Wir wollten einfach ein Album machen, das wir selbst so richtig lieben können.</p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2011/04/20/interview_mit_smith_westerns_bevor_nirvana_uns_verklagt_muessten_wir_erst_mal_mehr_als_3000_platten_verkaufen/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
.</p>
<p><strong>Popblog: Ihr mögt Euer Debüt nicht?</strong></p>
<p>Smith Westerns: Naja, wir mochten es natürlich, als wir es geschrieben und veröffentlicht haben, aber wir sind jetzt schon ein wenig gelangweilt davon, die Songs wieder zu hören. Und jede Nacht spielen zu müssen. Wir hatten beim Debüt den Sound bewusst <em>fuzzy</em> gestaltet, ganz einfach weil wir so ein Scheiß-Equipment hatten, dass eine klarere Produktion total <em>cheesy</em> geklungen hätte. Also haben wir alle Instrumente so arg verzerrt, dass du gar nicht mehr hören konntest, wie billig die Teile waren&#8230; <em>*lacht*</em><br />
Aber auch das Debüt war schon eine Popplatte im Herzen, das war nicht einfach Akkorde runterreißen und ein wenig auf dem Schlagzeug trommeln wie das viele Lo-Fi-Bands heute machen.</p>
<p><strong>Popblog: Hattet ihr euch denn je Sorgen gemacht, dass das neue Album zu glatt klingen könnte im Vergleich zur Verzerrerattacke des Debüts?</strong></p>
<p>Smith Westerns: Von der ersten Platte haben wir 3.000 Stück weltweit verkauft, also ist die Gefahr nicht so groß, dass viele Leute Erwartungen an uns haben <em>*lacht*</em><br />
Wir sind schon eine richtige grassroots-Band: das Debüt wurde nur auf Vinyl gepresst, keine CD, wir hatten ein Indielabel aus Chicago, nie eine richtige Europa-Veröffentlichung, ja, wir hatten nicht einmal ein offizielles Release-Datum. Die Platte war einfach irgendwann da, dann hat Pitchfork über uns geschrieben, wir sind mit Girls auf Tour gegangen, dann mit MGMT&#8230; gerade auf Tour mit den beiden zu sein, hat uns eine Idee gegeben, was wir mit unserem Sound in Zukunft machen wollen.</p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2011/04/20/interview_mit_smith_westerns_bevor_nirvana_uns_verklagt_muessten_wir_erst_mal_mehr_als_3000_platten_verkaufen/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
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<p>Wenn manche jetzt sagen, sie mögen das neue Album nicht, weil es &#8220;glatter&#8221; klingt, dann verdienen sie es eh nicht, das Album zu hören. Sie können das erste Album haben und tschüss&#8230;</p>
<p>Ich selbst würde auch nicht Bands zuhören wollen, die das immergleiche Album wieder und wieder veröffentlichen, die einfach den gleichen Song in verschiedenen Geschwindigkeiten und unterschiedlichen Tonarten aufnehmen!</p>
<p><strong>Popblog: Wurdet ihr denn bisher schon dafür kritisiert wie ihr jetzt klingt?</strong></p>
<p>Smith Westerns: Nein, ich glaube dass die Leute, die <em>nur</em> Lo-Fi-Musik hören eh auf keine Konzerte gehen, ihr Zimmer nicht verlassen und nur illegal Alben herunterladen <em>*lacht*</em></p>
<p><strong>Popblog: Beim Cover-Artwork des Debüts habt ihr das Cover von Nirvanas &#8220;Nevermind&#8221; zerschnitten und benutzt. Habt ihr da je Ärger mit Nirvana bekommen?</strong></p>
<p>Smith Westerns: Wir haben nicht genug Platten verkauft, dass sich jemand dafür interessiert hätte. Courtney Love würde wahrscheinlich anfangen, uns zu verklagen, wenn wir 15 Millionen Platten verkaufen&#8230;</p>
<p><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/61ZWumtBOhL._SS500_.jpg" alt="" /></p>
<p><strong>Popblog: Wie ihr schon erwähnt habt, seid ihr bereits ziemlich früh als Vorband von Girls, Jay Reatard oder MGMT aufgetreten. Wie kam es dazu?</strong></p>
<p>Smith Westerns: Im Grunde durchs Internet. Girls waren Vorband von Los Campesinos! Gareth von den Campesinos hat einige Songs von uns online gehört und uns eine Nachricht geschrieben, ob wir nicht auch mit ihnen auftreten wollen &#8211; so haben wir dann eben Girls kennengelernt, die uns wiederum auf ihre nächste Headline-Tour mitgenommen haben. Girls sind wirklich gute Freunde von uns.</p>
<p><strong>Popblog: Gibt es denn auch eine aktuelle Band, die ihr als Vorbild betrachtet?</strong></p>
<p>Smith Westerns: MGMT sind die beste Band, die es derzeit gibt. Sie sind wirklich großartige, kluge Songwriter. Das erste Album war so eine gute Pop-Platte mit all dem elektronischen Zeug &#8211; so fröhlich! Und das Zweite! Das ist sogar noch besser! So interessant, mit so vielen Wechseln zwischen den Songs. Das ist ein Album, das dir wirklich viel gibt.</p>
<p><strong>Popblog: Habt ihr euch eigentlich je als Teil der Lo-Fi-Szene Amerikas gefühlt, die ja in den letzten <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/10/13/bhang_bhang_its_lo-fi_the_summer_of_lo-fi_2010/" target="_blank">ein, zwei Jahren so aufgeblüht ist</a>?</strong></p>
<p>Smith Westerns: Nein, gar nicht. Weil wir einfach jünger als alle anderen sind, konnten wir nie auf irgendwelche Aftershowpartys oder in Bars mitgehen, deshalb hat sich da nie eine große Verbrüderung ergeben.</p>
<p><strong>Popblog: Gibt es Unterschiede zwischen euren Konzerten in Amerika und in Europa?</strong></p>
<p>Smith Westerns: Wir sind in der Zwischenzeit in den USA größer, weil dort das Album schon länger erschienen ist. Aber dafür behandeln dich die Promoter in Europa besser, kümmern sich mehr.<span id="more-4225"></span></p>
<p><strong>Popblog: Könnt ihr euch noch an euren ersten Auftritt in Berlin erinnern, als ihr im Restaurant des White Trash gespielt habt?</strong></p>
<p>Smith Westerns: Oh Gott, ja. Das war fürchterlich. Es gibt wirklich nichts schlimmeres, als aufzutreten <em>when people don’t give a shit and just want to eat</em>.</p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2011/04/20/interview_mit_smith_westerns_bevor_nirvana_uns_verklagt_muessten_wir_erst_mal_mehr_als_3000_platten_verkaufen/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
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<p><strong>Popblog: Auf dem neuen Album singt ihr <em>“everybody wants to be a star on a Saturday night”</em> &#8211; seid ihr deshalb auch in einer Band? Wolltet ihr reich und berühmt werden durch die Musik?</strong></p>
<p>Smith Westerns: Für uns war die Band einfach eine Möglichkeit, eine kreative Perspektive zu haben. Es macht einfach Spaß, etwas zu erschaffen. Ich hatte nie ein Ziel wie &#8220;eines Tages will ich im Madison Square Garden&#8221; auftreten&#8230;.</p>
<p><strong>Popblog: Ist es in der Zeit einer fallenden Musikindustrie überhaupt möglich, als junge Band seinen Lebensunterhalt mit Musik zu verdienen? Macht ihr euch darüber Gedanken?</strong></p>
<p>Smith Westerns: Wenn Du Dich selbst auf so eine geistige Haltung einlässt, dann bist du schon verloren. Musik machen zu wollen ist kein Berufsziel wie &#8220;Rechtsanwalt oder Arzt werden&#8221;. Ich bekomme meine Getränke jeden Abend umsonst, kann kostenlos die Welt bereisen&#8230; was mehr sollte ich in meinem Alter wollen?</p>
<p>(Fragen: Christian Ihle, Antworten: Smith Westerns &#8211; fast ausschließlich Sänger Cullen Omori, da Bruder Cameron zu verkatert und Gitarrist Max Kakacek zu zurückhaltend war)</p>
<p>Das Album &#8220;Dye It Blonde&#8221; erscheint am 29.4. in Europa erschienen, die Single &#8220;Weekend&#8221; bereits am 22.4.:</p>
<p><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51uOn5ZROsL._SS500_.jpg" alt="" /></p>
<p><strong>Die Smith Westerns im Popblog:</strong></p>
<p>* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/12/29/die_zehn_besten_songs_2010/" target="_blank">Die zehn besten Songs 2010: Smith Westerns &#8211; Be My Girl</a><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/12/26/die_zehn_besten_alben_2010/" target="_blank">Die zehn besten Alben 2010: Smith Westerns &#8211; Smith Westerns</a><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/10/13/bhang_bhang_its_lo-fi_the_summer_of_lo-fi_2010/" target="_blank">Bhang Bhang, It&#8217;s Lo-Fi! Der Summer Of Lo-Fi 2010</a><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/06/03/believe_the_hype_the_smith_westerns_-_nuggets_fuer_die_neuzeit/" target="_blank">Believe The Hype: Nuggets für die Neuzeit</a><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/09/30/believe_the_hype_revisited_the_smith_westerns_girls_und_ryan_mcginley/" target="_blank">Believe The Hype, revisited: Smith Westerns, Girls und Ryan McGinley</a><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/06/08/my_favourite_records_mit_the_smith_westerns/" target="_blank">My Favourite Records mit Smith Westerns</a></p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/?flattrss_redirect&amp;id=4225&amp;md5=acf0d54a01593d716502d02765a9e4b4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/popblog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Brett Anderson (Suede): It’s much easier to rip off The Clash than Suede!</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Dec 2010 14:24:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Brett Anderson]]></category>
		<category><![CDATA[Pet Shop Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Suede]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist dunkel, regnerisch, nass, widerliches Wetter in Berlin. Aber der ewig junge Brett Anderson sitzt auch noch nach vielen Stunden Interview geduldig im Büro von Ministry Of Sound und harrt der Popblog-Fragen anläßlich der Veröffentlichung einer neuen Best-Of-Compilation und des ersten Suede-Konzertes seit vielen, vielen Jahren in Deutschland am morgigen Freitag.</p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/files/2010/12/DSCF4557r1.jpg" rel="lightbox[3314]"><img src="http://blogs.taz.de/popblog/files/2010/12/DSCF4557r1-424x634.jpg" alt="" title="DSCF4557r" width="424" height="634" class="alignnone size-medium wp-image-3318" /></a></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> Do you want something to drink?</p>
<p><strong>I’ll take a coke, thank you.</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> I hope you don’t want Coke Light! Cause that’s carcinogenic!</p>
<p><strong>A regular Coke is fine, thank you… so you’ve formed Suede in the early 90ies…</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> …we actually formed in 1989…</p>
<p><strong>…what are your fondest memories of being in Suede?</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> One of my fondest memories is the show we played in march 2010 in London…</p>
<p><strong>…that charity gig you’ve played…</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> Yeah, it was an amazing night. It was the first time we played together for 7 years, we didn’t really know what the reaction was going to be like. It was very special, a quite magical night. That’s probably my favourite show we’ve ever done. If I had to chose one moment to relive for the rest of my life it would be that very moment.</p>
<p><strong>Did you set out from the beginning on to do a full blown reunion or did the idea just develop after that gig?</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> I don’t think we had much of a clue what’s up next. We just did it. We just did what felt right at the time. We didn’t have a big plan. It was “this feels really good, let’s do some more shows and stop doing it before it gets really boring. …again!” So I don’t know how long it’s gonna last for and I don’t know if we’re gonna play shows next year. We might not – we got no shows booked for next year. I think it’s important to keep it special. If you’re gonna reform a band, it’s very easy to become really ordinary and quite dull quite quickly and I think it’s your duty to your legacy, to your fans to make it special so it doesn’t descend into some kind of self parody. At the moment it feels great. When I go on stage it feels electric, it feels amazing. But who knows…</p>
<p><strong><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/11/22/carl_bart_the_libertines_now_we_got_the_option_to_start_a_new_chapter" target="_blank">I was talking to Carl Barat of The Libertines some weeks ago</a> and he said he wouldn’t mind playing the odd gig with The Libertines but would never embark on a big “Up The Bracket” reunion tour without performing new songs. So if you go on performing with Suede do you think you have to write new songs?</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> I think Carl is probably right there <span id="more-3314"></span>actually. In order to move it forward, to take it to the next level you sort of have to do new material, it has to have some sort of contemporary context. Otherwise it’s just nostalgia.<br />
It doesn’t feel like nostalgia when we go on stage, it does feel strangely contemporary, though. I don’t know why… we’re playing with quite a passion, so it doesn’t feel tired but I think in order to carry on you need to inject something contemporary. I think Carl is totally right, I agree with that. If we would make another Suede record, yes, of course we’d tour it, but I don’t think we’d do a tour unless we write a new Suede record.</p>
<p><strong>You are playing nowadays with the line up from the late 90ies. </strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> It’s the line up from Coming Up, which is from 1996.</p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/files/2010/12/DSCF4544r1.jpg" rel="lightbox[3314]"><img src="http://blogs.taz.de/popblog/files/2010/12/DSCF4544r1-424x576.jpg" alt="" title="DSCF4544r" width="424" height="576" class="alignnone size-medium wp-image-3319" /></a></p>
<p><strong>Was it a conscious decision that you’d tour with that line up instead of Bernard Butler, your former songwriting partner of the first two albums, rejoining? Or didn’t Butler want to be part of it?</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> I read some interviews in which he said he wasn’t interested in doing reunions and I completely respect that point of view, there’s even a part of me that kind of agrees with that. So it didn’t seem relevant to ask him. I did tell him, though. I called him and told him “look, this is what’s happening, I’m bringing Suede together for a couple of shows, I just wanted to let you know out of some kind of courtesy.” We went out, having a chat and dinner together. Then we ended up working together, remastering the new Best Of. Our relationship is quite healthy at the moment. We get on quite well, which is nice.</p>
<p><strong>You recorded with Bernard to the surprise of many an album as The Tears. I always loved that “Refugees”- Single. </strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> I think it’s a good album, some really good songs.</p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/12/02/brett_anderson_suede_its_much_easier_to_rip_off_the_clash_than_suede/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
.</p>
<p><strong>Why did you go on recording solo albums instead of doing another Tears record? </strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> We started writing some stuff for a second album late in 2005. But I don’t know what happened really. We fell… we just wanted to do other things. We weren’t pretty sure what The Tears was actually. It was definitely a band for a while but we didn’t necessarily have a long term plan for it. I don’t know, Bernard wanted to go into production, I wanted to release a solo album… maybe we lost a bit of focus on that. It happens. It wasn’t really that we split up in that sense, we just didn’t make a second album. Maybe we will some day, you’ll never know.</p>
<p><strong>Last week Pulp announced that they were doing gigs next year again, Blur did their big reunion thing last year. Why do you think that Suede performing, or Pulp or Blur for that matter, is still such big news? Why are people still interested in bands that haven’t released a record in seven or more years?</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> I don’t know, I can’t answer for those two bands. All I’m talking about is Suede. </p>
<p>We had lots of fans that love the music. And our music &#8211; not all of it, but lots of it – is quite timeless. The songs are well written. I think the production lets it down in places, but I think songwise and as a live band, Suede is a very powerful prospect.</p>
<p><strong>Would you single out one of your albums that sounds still quite perfect and which album do you think is difficult to listen to nowadays?</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> That’s a tricky question… I think productionwise the best album is probably the fourth album, “Head Music”. Songwritingwise it’s not the best! But the production is fantastic. “<a href="http://video.yahoo.com/watch/368997/2262063" target="_blank">Everything Will Flow</a>” is perfect, “She’s In Fashion” is a very well produced track. It’s probably not our best album, but it’s a good Suede album.<br />
“Dog Man Star” <em>(the second album, Anm.)</em> is the best album regarding the songs but it’s got a quite murky production, which kind of suits it in a funny kind of way.<br />
I think the production on “Coming Up” is the one I regret the most. Lots of the songs are trivialised by the production. Because the songs were quite powerful and heartfelt but the production is trivial, tinny. A song like “Trash” could have been a much more soulful record but it sounds throwaway.</p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/12/02/brett_anderson_suede_its_much_easier_to_rip_off_the_clash_than_suede/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
.</p>
<p><strong>What do you think about the debut nowadays?</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> The debut is pretty good actually, “The Drowners” is a great record! </p>
<p>I wouldn’t sing the vocals the same way again, though. I’m singing almost antagonising in places on the debut. I regret that. “So Young”… I should have turned it down a bit.</p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/12/02/brett_anderson_suede_its_much_easier_to_rip_off_the_clash_than_suede/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
.</p>
<p><strong>The last album, “A New Morning”, was released in 2002 after a three year hiatus. To me, it didn’t feel as contemporary as all the other Suede albums did when they were released. What do you think about “A New Morning”?</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> I don’t like it. With all due respect to people who liked it back at the time, it’s the weakest Suede record and to be pretty frank: I regret making it. It would have been much better for Suede if we had split up before making &#8220;A New Morning&#8221;. But that’s the benefit of hindsight. It’s not as easy <em>not</em> to make crap decisions when you are in the heat of the moment. It got some good moments, “Obsessions” is a really great song actually and there are a couple of b-sides from that era, a song called “Simon” – they are all really fantastic. Unfortunately we were quite confused at the time and we didn’t know which songs the good songs were and which the bad… I’m willing to hold my hands up and say “it’s not the best Suede album”!</p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/12/02/brett_anderson_suede_its_much_easier_to_rip_off_the_clash_than_suede/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
.</p>
<p><strong>On the subject of b-sides…. I was glad to see that on your new Best Of album there are many b-sides included, like “The Living Dead” which is my favourite b-side, maybe my favourite Suede song at all. Which ones are your favourite b-sides?</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> The ones on the Best Of, I’ve chosen them! <em>*laughs*</em><br />
“Europe Is A Playground”, “Killing Of A Flashboy”, “Living Dead”, “My Dark Star”, “To The Birds”, “My Insatiable One”… “The Big Time”…</p>
<p><strong>…on one of the b-sides to Coming Up there was a live recording of you singing with Neil Tennant of Pet Shop Boys. </strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> We did a show at the Roundhouse in London and he came on stage with us. </p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/12/02/brett_anderson_suede_its_much_easier_to_rip_off_the_clash_than_suede/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
.</p>
<p><strong>That was pretty uncommon in the mid 90ies. Suede were hot and Pet Shop Boys in some ways yesterdays news. How did that happen?</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> We were always big fans of the Pet Shop Boys.  And I think it’s way more interesting to collaborate with people who aren’t from your genre. It would be pretty dull if we started collaborating with Pulp, wouldn’t it? The whole point of collaboration is an interesting mix. I know Neil for a long time, he’s a lovely chap, always a gentleman. And we were kind of friends for a while. And I thought he might like to come on stage and sing “Saturday Night”. And then we did a coverversion of Pet Shop Boys’ “Rent”, which is one of my favourite songs ever. Me and Neil got a lot of friends together. It’s some kind of gang of people.</p>
<p><strong>Do you still listen to new bands?</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> Yes, of course.</p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/files/2010/12/DSCF4552r.jpg" rel="lightbox[3314]"><img src="http://blogs.taz.de/popblog/files/2010/12/DSCF4552r-424x283.jpg" alt="" title="DSCF4552r" width="424" height="283" class="alignnone size-medium wp-image-3317" /></a></p>
<p><strong>Who’s your favourite new band?</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> I love the new Horrors album. That’s amazing, isn’t it?</p>
<p><strong>Yes, it’s great.</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> I like the new Foals album as well. I can see a lineage with The Horrors but not with Foals. But it’s a fantastic record. </p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/12/02/brett_anderson_suede_its_much_easier_to_rip_off_the_clash_than_suede/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
.</p>
<p>Klaxons are fantastic, there’s another band called These New Puritans which I really like. Bat For Lashes, The National… people like that!</p>
<p><strong>Is there any new band walking in your footsteps?</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> It’s interesting that many bands told me that they were influenced by Suede. Jamie from the Klaxons told me that he was *massively* influenced by Suede. That was the reason that he started forming the Klaxons in the first place. Obviously more in terms of spirit, Klaxons don’t sound like Suede at all. To be honest, I much rather people took that than stole a few chords and copy our haircuts. That would be a pointless misinterpretation, that would completely miss the point.<br />
I heard the same from Kele of Bloc Party, lots of other bands. </p>
<p><strong>I agree that there’s no band that sounds like Suede.</strong></p>
<p><strong>Brett Anderson:</strong> Suede are quite unique in lots of ways. Critics said that we sound like a mid70ies glam rock band – I think that wasn&#8217;t completely accurate, there is much more depth to the band. Also I think it’s quite hard to rip off our sound. It’s not simple music. It’s much easier to rip off The Clash. It’s not a diss, it’s just simple music. Suede is quite complicated music. The kind of melodies for the singer, the kind of guitar playing, that’s quite hard to play. </p>
<p>Our influence is more about spirit than xeroxing our style. </p>
<p>(Interview: Christian Ihle, <a href="http://www.birthoff.de/" target="_blank">Fotos: Birte Hoffmann</a>)</p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/files/2010/12/DSCF4553r.jpg" rel="lightbox[3314]"><img src="http://blogs.taz.de/popblog/files/2010/12/DSCF4553r.jpg" alt="" title="DSCF4553r" width="373" height="336" class="alignnone size-full wp-image-3322" /></a></p>
<p><strong>Auf der Bühne:</strong><br />
Am 3.12. absolvieren Suede ihren ersten Deutschland seit fast einem Jahrzehnt in Berlin.</p>
<p>Das neue Best-Of-Album von Suede ist bereits erschienen:</p>
<p><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51SOqeT%2BL9L._SS500_.jpg" alt="" /></p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/?flattrss_redirect&amp;id=3314&amp;md5=d40192e09c04ac896897de9f5718e088" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/popblog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Carl Barât (The Libertines): &#8220;Now we got the option to start a new chapter.&#8221;</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2010/11/22/carl_bart_the_libertines_now_we_got_the_option_to_start_a_new_chapter/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 10:42:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Carl Barat]]></category>
		<category><![CDATA[Dirty Pretty Things]]></category>
		<category><![CDATA[Russel Brand]]></category>
		<category><![CDATA[The Libertines]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
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		</item>
		<item>
		<title>The Miserable Rich: Drinks, „Double Dutch“, deutsches Kino</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2010/05/26/the_miserable_rich_drinks_double_dutch_deutsches_kino/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 11:15:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[The Miserable Rich]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Of Flight And Fury“ heißt das zweite Album des Kammerquintetts The Miserable Rich. Es handelt von Drogen, Wut, Sommer, Hoffnung und Schmerz und ist eine ziemlich gute Sozialstudie zur Finanzkrise. Bevor die Männer aus Brighton ein großartiges Showcase in einer Berliner Fabrikwohnung ablieferten, verriet uns Sänger James de Malplaquet seine Theorie zum Grunge, seinen persönlichen Titelsong für die WM 2010 und seine Lieblingsdrinks. </p>
<p><img src="http://c4.ac-images.myspacecdn.com/images02/131/l_2ba597c64a614c54b79bd1034cde7d17.jpg" alt="" /></p>
<p><strong>Popblog: Woher kommt der Albumtitel „Of Flight And Fury“?</strong></p>
<p><strong>James de Malplaquet: </strong>Viele Leute haben ein anstrengendes Jahr hinter sich, nicht nur wir. Die Wut über die Finanzkrise war deutlich spürbar. Der Albumtitel handelt von dieser Wut. Aber auch von Eskapismus in Form von Romantik, Poesie und Drogenmissbrauch. Unsere Musik hat ebenfalls zwei Seiten: die eine ist leidenschaftlich, brutal und aufgeladen, die andere sehr sanft und gelassen.</p>
<p><strong>Ihr vertretet die Theorie, dass aus wohlhabenden Ländern überwiegend traurige und aus ärmlichen Ländern fröhliche Musik kommt.<br />
</strong></p>
<p><strong>James de Malplaquet: </strong>Die Theorie ist nicht absolut. Aber es ist erwiesen, dass in Kriegszeiten aus Europa sehr viel fröhliche Musik kam. Meiner Meinung nach steht amerikanische Grunge-Musik für den Höhepunkt westlichen Reichtums. <span id="more-1905"></span>Diesen Höhepunkt haben wir vermutlich jetzt hinter uns gelassen – vielleicht bewegt sich bald wieder was. Deutsche, optimistische Filme wie „Die fetten Jahre sind vorbei“ oder „Good Bye, Lenin!“ sind genau in den Jahren herausgekommen, in denen es Deutschland schlechter ging.</p>
<p><strong>Wenn wir uns an die Theorie halten, was wäre dann der perfekte Sound für das gegenwärtige England?<br />
</strong></p>
<p><strong>James de Malplaquet: </strong>Der Sound der frühen 80er-Jahre, Post-Punk und andere nihilistische Musik. Es gibt ja aktuelle genügend Bands, die solche Stücke schreiben.</p>
<p><strong>Wie lässt sich die große Begeisterung für Folkpop-Bands wie Mumford &amp; Sons oder The Avett Brothers sowie für Karohemden erklären?<br />
</strong></p>
<p><strong>Will Calderbank: </strong>Folkmusik ist sehr real und orientiert sich an den Wurzeln. Scheinbar ist den Leuten das moderne Leben zu künstlich geworden.</p>
<p><strong>Wenn „Of Flight And Fury“ eine Jahreszeit wäre – welche?</strong></p>
<p><strong>James de Malplaquet: </strong>Frühling. Das neue Album ist sehr energetisch, auf jeden Fall temperamentvoller als das erste. Vor allem Songs wie „Sommerhill“ und „Chestnut Sunday“.</p>
<p><strong>The Miserable Rich touren momentan sehr viel. Wie verdient ihr euren Lebensunterhalt?<br />
</strong></p>
<p><strong>James de Malplaquet: </strong>Wir befinden uns gerade in einer schwierigen Situation: Wir sind zu beschäftigt für einen normalen Job, verdienen aber mit unserer Musik nicht genug Geld für fünf Menschen. Ich unterrichte nebenbei Englisch als zweite Fremdsprache, Rhys unterrichtet Musik und spielt in so vielen Bands wie möglich. Jim arbeitet in einem Call-Center für Autoversicherungen. Und Mike – niemand weiß, wie Mike überlebt, nicht mal er selbst.</p>
<p><strong>Der bisher außergewöhnlichste Ort, an dem ihr aufgetreten seid?<br />
</strong></p>
<p><strong>James de Malplaquet: </strong>Das war in Frankreich. Wir rasten zu einem Auftritt in Lyon, weil wir zu spät dran waren. Die Veranstalter riefen panisch an, wir verfuhren uns – ich hatte schreckliches Herzrasen vor lauter Angst, die Show zu verpassen. Schließlich holte uns jemand ab und sagte: „Ich fahre euch jetzt in die Kindertagesstätte.“ Wir lachten noch über den originellen Namen der Location, doch als wir ankamen, war es wirklich ein Kinderhort. Es warteten Zeitungs- und Radioreporter auf uns, und jemand informierte uns darüber, dass wir vor 18- bis 36-Monate alten Kindern spielen würden. Danach wurden wir zum eigentlichen Festival gefahren.</p>
<p><strong>Wenn ihr die Wahl hättet: Was wäre euer WM-Song 2010?</strong></p>
<p><strong>James de Malplaquet: </strong>„Double Dutch“ von Malcolm McLaren, weil er gestorben ist. Ich weiß, dass ich das nicht sagen darf, weil ihr Deutschen die Niederländer hasst.</p>
<p><strong>Ihr seid ein Teil von Brightons Musik-Community Willkommen Collective. Woher kommt der Name?<br />
</strong></p>
<p><strong>James de Malplaquet: </strong>Er kommt von Will (Calderbank, Anm. d. Red.), weil Will in so vielen Bands der Community mitspielt. Die Bands haben alle Will gemeinsam („Will in common“) &#8211; daher kommt der Name. Ein früherer Vorschlag war „Where there&#8217;s a Will, there&#8217;s a way“.</p>
<p><strong>Der erste Song eurer Band war „Pisshead“. Was sind eure Lieblingsgetränke?<br />
</strong></p>
<p><strong>James de Malplaquet: </strong>Cider, Rum, Margherita, Rotwein und Bloody Mary. </p>
<p><strong>(Interview: Silvia Weber)</strong></p>
<p><strong>Auf der Bühne:</strong><br />
* 22. Oktober 2010 im Rahmen der Hazelwood Beyerdynamic Roadshow im Roten Salon der Volksbühne</p>
<p><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41sC4uKiseL._SS400_.jpg" alt="" /></p>
<p><em>Das neue Album &#8220;Of Flight &amp; Fury&#8221; ist bereits erschienen.</em></p>
<p><strong>Im Netz:</strong><br />
* <a href="http://www.myspace.com/themiserablerich" target="_blank">MySpace</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Punkfilmreihe im Ramones-Museum: &#8220;We say: Fuck that!&#8221;</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2010/02/03/punkfilmreihe_im_ramones-museum_we_say_fuck_that/</link>
		<comments>http://blogs.taz.de/popblog/2010/02/03/punkfilmreihe_im_ramones-museum_we_say_fuck_that/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 09:22:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[B-Movie-Heaven]]></category>
		<category><![CDATA[Ich kenne das Leben, ich bin im Kino gewesen]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Punk]]></category>
		<category><![CDATA[Ramones]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am heutigen Mittwochabend startet im Ramones-Museum zu Berlin eine Punkfilmreihe. Jeden ersten Mittwoch im Monat wird ein Punkfilm aufgeführt werden und freundlicherweise sagt das Ramones-Museum dafür nicht einmal <em>&#8220;hastemanemark?&#8221;</em> sondern gibt den Eintritt frei.</p>
<p>Kuratiert wird die allmonatliche Punkreihe von <a href="http://www.jmorisse.de" target="_blank">Jörn Morisse</a>. Da gleich drei Popblog-Reizworte hier fallen (Punk! Film! Kostenlos!), lag natürlich nahe, dass wir uns mit dem Kurator über Inhalt und Intention unterhalten:</p>
<p><strong>Jörn, Du hast Aaron Cometbus Punknovelle &#8220;Double Duce&#8221; auf deutsch übersetzt, gemeinsam mit Rasmus Engler von Bierbeben und Herrenmagazin das Buch &#8220;Wovon lebst du eigentlich?&#8221; geschrieben und kuratierst nun die Punkfilmreihe im Ramones-Museum &#8211; wie kam es denn zu letzterem?</strong></p>
<p><strong>Jörn Morisse: </strong>Im Rahmen der ganzen &#8220;American Hardcore&#8221;-Diskussion vor ein paar Jahren ist mir aufgefallen, wie in der filmischen Rückschau eine Szene gerne als Einheit und zwangsläufiges musikhistorisches Ereignis inszeniert wird, ein Kanon gebildet wird, ohne Haltung zu vermitteln oder große Irritationen aufkommen zu lassen. Höchstens über das, was nicht gezeigt wird. Im Unterschied zu Dokumentarfilmen wie &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0082252/" target="_blank">The Decline of Western Civilization</a>&#8221; oder &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0198307/" target="_blank">Another State of Mind</a>&#8221; aus den Achtzigern, wo die Kraft aus der unmittelbaren Zeitgenossenschaft kommt, weil sich die Filmemacher und die Protagonisten vor der Kamera angreifbar machen.<span id="more-1063"></span></p>
<p>Auch so ein Film wie &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0076240/" target="_blank">Jubilee</a>&#8221; von Derek Jarman von 1978 ist ziemlich aufschlussreich, weil man hier eine neue kulturelle Strömung im Entstehen beobachten kann, mit speziellen ästhetischen Codes, die im Laufe der Jahrzehnte, von Generation zu Generation immer wieder neu interpretiert worden und auch gerne mal als Klischees geendet sind.</p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/02/03/punkfilmreihe_im_ramones-museum_we_say_fuck_that/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
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<p>Ich möchte in der Punkfilmreihe einfach zeigen, wie unterschiedlich eine Subkultur im Filmischen dargestellt wird und im besten Fall Bezüge zu heute herstellen, nicht nur musikalisch.</p>
<p><strong>Du startest an diesem Mittwoch der Location gemäß mit einem Ramones-Film, der Dokumentation &#8220;End Of The Century&#8221;. Warum hast du dich für den und nicht den Ramones-Spielfilm &#8220;RocknRoll Highschool&#8221; entschieden?</strong></p>
<p><strong>Jörn Morisse: </strong>&#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0079813/" target="_blank">Rock&#8217;n'Roll Highschool</a>&#8221; lief vor kurzem schon mal im Ramones Museum. Deswegen haben wir uns darauf geeinigt, mit &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0368711/" target="_blank">End of the Century</a>&#8221; zu starten. Ein Ramones-Film am Anfang schien mir schlüssig, weil ja auch gerne erzählt wird, wie beim ersten Londoner Ramones-Auftritt 1976 spätere Mitglieder der Clash, der Sex Pistols, der Damned im Publikum standen (um dann später die Punk-Idee wieder in die USA zu reimportieren). Außerdem ist Flo Hayler, Betreiber des Ramones Museum, natürlich, wie immer, wenn es um die Ramones geht, schwer begeistert und wird sicherlich kompetent ins Werk einführen.</p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/02/03/punkfilmreihe_im_ramones-museum_we_say_fuck_that/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
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<p><strong>Werden die Filme auch in ein Rahmenprogramm eingebettet?</strong></p>
<p><strong>Jörn Morisse: </strong>&#8220;Experten&#8221; werden kurz über den jeweiligen Film referieren und auf das Werk einstimmen. Am Mittwoch, den 03. März, freue ich mich beispielsweise schon darauf, Mitglieder der Neunziger-Jahre-Hardcoresupergruppe Hammerhaed zu begrüßen, die dann auch Fragen zu ihrer Bandhistory &#8220;Sterbt Alle!&#8221; beantworten werden. Und wie es zum weißen Album von Hammerhead kam: http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&amp;friendId=30762809&amp;blogId=411793692</p>
<p><strong>Welche Filme hast du für die nächsten Monate auf der Liste? Tendenziell eher Dokumentationen oder Spielfilme? </strong></p>
<p><strong>Jörn Morisse: </strong>Neben &#8220;Afro-Punk&#8221; (2003), &#8220;1991: The Year Punk Broke&#8221; von 1992 und Jem Cohens &#8220;Instrument&#8221; (1998) gibt es lang verschüttete Perlen wie &#8220;The Decline of the Western Civilization&#8221; (1981) oder &#8220;Another State of Mind&#8221; (1984) aber auch Experimentelles wie Derek Jarmans &#8220;Jubilee&#8221; oder Klassiker wie Wolfgang Bülds &#8220;Punk in London&#8221; von 1979 zu entdecken. Außerdem vielleicht im Programm: We Jam Econo &#8211; The Story of the Minutemen (2005), Flüstern und Schreien (1988), American Hardcore (2006), Suburbia (1984), Punk Attitude (2005).</p>
<p><strong>Hast Du einen persönlichen Punklieblingsfilm?</strong></p>
<p><strong>Jörn Morisse: </strong>Das Genre lässt sich ja wirklich schwer eingrenzen. Ist &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0358213/" target="_blank">Thrash Altenessen</a>&#8221; von Thomas Schadt von 1989 ein Punkfilm? Vielleicht nicht genuin. Aber wie meinte Mille von Kreator so schön: <em>&#8220;Gegen Plastikmenschen, die sich den ganzen Tag nur Plastikmusik reinziehen,  gegen die Leute, die versuchen, Bands auszunehmen, die versuchen, Bands platt zu machen, gegen Bands, die vorher in den Schminktopf fallen müssen, bevor sie auf die Bühne gehen, gegen Bands, die alles für Geld tun und für Geld ihre Seele verkaufen. We say fuck that!&#8221;</em> </p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/02/03/punkfilmreihe_im_ramones-museum_we_say_fuck_that/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
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<p>Jem Cohens &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0230334/" target="_blank">Instrument</a>&#8221; finde ich insofern spannend, weil diese Fugazi-Doku auch gerne mal als deprimierender Kunstdreck abgehandelt wird, den jeder Student mit seiner Handykamera hätte drehen können. Ich allerdings mag dabei sowohl die Energie der Konzerte als auch die verwackelten Aufnahmen aus dem Tourbus, wie sich der Film dem narrativen Korsett von Aufstieg und Fall einer ordentlichen Banddoku souverän verweigert. </p>
<p><strong>„Like it was yesterday“</strong><br />
Punkfilme im Ramones Museum, kuratiert von Jörn Morisse</p>
<p>Jeden ersten Mittwoch im Monat<br />
Eintritt frei</p>
<p><a href="http://www.ramonesmuseum.com" target="_blank">Ramones Museum Berlin</a><br />
Krausnickstr. 23<br />
10115 Berlin<br />
Tel.: 030 755 288 90</p>
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		<title>Atomic (aka die deutschen Oasis) über den Oasis-Split</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 12:42:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Atomic]]></category>
		<category><![CDATA[Hurricane #1]]></category>
		<category><![CDATA[Oasis]]></category>
		<category><![CDATA[Ride]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Popblog: Ihr seid ja bekannt dafür, die größten Oasis-Fans Deutschlands zu sein. Kannst Du dich noch an deine erste Oasis-Begegnung erinnern?</strong></p>
<p><strong>Rainer Marschel (Atomic):</strong> Das werden wir niemals vergessen. Das war der größte Oasis-Flash meines Lebens neben dem ersten Hören von „(What´s the story) Morning Glory“ (wonach wir erst einmal eine Stunde lang durchatmen mussten weil wir es nicht glauben konnten, dass uns diese Songs so bewegen und berühren).<br />
Es war beim MTV Coca Cola Report im August 1994. Dort wurde ein Interview mit Noel und Konzerteinblenden der US Tour mit &#8220;I am the Walrus&#8221; und danach das &#8220;Live Forever&#8221; &#8211; Video ausgestrahlt. Danach war klar, dass diese Band unser Leben und Einstellung verändern wird! Wir waren wie gelähmt, weil wir mit den damals aktuellen Bands so überhaupt nichts anfangen konnten. Alle haben zu dieser Zeit Nirvana, Metallica, R.E.M., Guns´n´ Roses gehört… wir haben das alles ignoriert und waren nur für die Kinks, Beatles, Stones offen, was damals extrem uncool in der Schule und bei unseren Freunden war. Wir wurden dafür eigentlich immer belächelt &#8211; aber dann sagte Noel in diesem MTV-Bericht, dass sie die neuen Kinks, Beatles, Stones, Who und Sex Pistols in einem sind und wir dachten: Oasis hat uns der Himmel geschickt! </p>
<p>Ich weiss es heute noch, als ich ans Telefon gerannt bin und völlig ausser Atem meinem Bruder mitteilte „ich habe eine band gefunden mit der wir uns mehr als nur identifzieren können, du wirst es nicht glauben, komm sofort heim, ich habs auf Video aufgenommen, du musst das jetzt sofort sehen.&#8221;</p>
<p>Ich glaube danach haben wir dann diese 10 minuten wochenlang Tag und Nacht geschaut.</p>
<p><a href='http://blogs.taz.de/popblog/files/2009/09/oasisatomic2.jpg' rel="lightbox[894]"><img src="http://blogs.taz.de/popblog/files/2009/09/oasisatomic2-424x285.jpg" alt="" width="424" height="285" class="alignnone size-medium wp-image-896" /></a><br />
<em>(v.l.n.r.: Becks, Oasis, Atomic)</em></p>
<p><strong>Popblog: Denkst Du der Split ist diesmal wirklich endgültig?</strong><span id="more-894"></span></p>
<p><strong>Rainer:</strong> Ja, diesmal schon. Natürlich wird es irgendwann mal eine Reunion geben aber im Prinzip ist die Band jetzt zu Ende. Wenn Noel nächstes Jahr plötzlich zurückkommen würde,  fände ich das auch ein wenig peinlich nach all den Interviews und Statements. </p>
<p>Solche Aussagen hatte er ja früher nie getroffen, wenn er die Band nach Streitigkeiten plötzlich verlassen hatte. Und &#8211; ganz ehrlich &#8211; ich bin froh darüber, denn nach 18 Jahren Oasis haben sie mir alles gegeben und sie können sich selber einfach nicht mehr toppen. Ich denke es ist jetzt ein guter Zeitpunkt, auch für Noel ein Soloalbum zu machen. Ich fände es großartig, wenn Noel jetzt eine Karriere wie Paul Weller einschlägt.</p>
<p><strong>Popblog: Oasis sind ständig im Bruderzwist, die Kinks waren auch nicht besser &#8211; strebt ihr euren Vorbildern auch in der Hinsicht nach oder sind die Marschels in Atomic lieb zueinander?</strong></p>
<p><strong>Rainer: </strong>Es gibt natürlich auch Stress bei uns, Streit und Handgreiflichkeiten sind zwischen Zwillingen oder Geschwistern an der Tagesordnung. Es gibt aber auch einen riesigen Unterschied: man verzeiht einem immer und das auch schon sehr kurze Zeit später.<br />
Ich kann mich noch gut dran erinnern als mein Bruder und ich uns so arg geprügelt haben, dass unsere Bandmitglieder dazwischen gegangen sind und plötzlich war es dann so, dass wir zusammen auf die losgegangen sind als wären wir wieder beste Freunde, haha.</p>
<p><strong>Popblog: Was war denn der größte Bruderzwist, den Atomic bisher zu ertragen hatte?</strong></p>
<p>Die passieren meistens zu Hause kurz vor Abfahrt zu den Gigs oder wenn es um kreative und organisatorische Entscheidungen geht.<br />
Andere würden sich nach solchen Auseinandersetzungen ein Leben lang nicht mehr anschauen, aber wie gesagt, bei Zwillingen ist das alles anders als bei normalen Brüderpaaren wie den Gallaghers. Ich sag mal: wären wir keine Zwillingsbrüder, hätte es Atomic nicht lange gegeben.</p>
<p><strong>Popblog: Atomic mal beiseite gelassen: welche ist denn die geilste Band, die ganz offensichtlich von Oasis beeinflusst ist?</strong></p>
<p><strong>Rainer: </strong>Hurricane#1</p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2009/09/12/atomic_aka_die_deutschen_oasis_ueber_den_oasis-split/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
.<br />
<strong>Popblog: Was ist denn deine <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2009/08/31/oasis_ende_einer_aera/" target="_blank">liebste Oasis-B-Seite</a>?</strong></p>
<p><strong>Rainer:</strong> Das ändert sich ständig. Derzeit ist es aber ganz klar „Half the world away“.</p>
<p><strong>Popblog:</strong> Und welche von den späten Oasis-Alben findest du am erträglichsten?</p>
<p><strong>Rainer:</strong> Mit Ausnahme von &#8220;Standing on the shoulder of giants&#8221; mag ich alle, wobei das Neuste als Ganzes am rundesten klingt. Dass keines der späten Alben an die ersten drei ranschmecken kann, ist natürlich auch klar. Deren Magie bleibt nach wie vor unerreicht.</p>
<p><strong>Popblog: Wenn Liam und Noel Soloalben veröffentlichen sollten: wer wird Robbie und wer muss den Gary Barlow geben? Oder anders gefragt &#8211; wer wird die bessere Platte machen?</strong></p>
<p><strong>Rainer:</strong> Natürlich wird Noel Gallagher das bessere Album machen. Aber ich denke, auch Liams Platte wird sehr sympathisch klingen, wobei ich mich freuen würde, wenn er seinen Songs endlich auch mal eine Bridge gönnen würde. Wie gesagt, ich brenne schon sehr auf Noels Soloalbum. Ich denke da kommt noch einiges auf uns zu und deshalb berührt mich das Oasis-Ende nicht so sehr. Denn auf eine andere Art und Weise wird es musikalisch weiter gehen &#8211; wenn nicht sogar interessanter als je zuvor werden.</p>
<p><a href='http://blogs.taz.de/popblog/files/2009/09/oasisatomic1.jpg' rel="lightbox[894]"><img src="http://blogs.taz.de/popblog/files/2009/09/oasisatomic1-424x564.jpg" alt="" width="424" height="564" class="alignnone size-medium wp-image-895" /></a></p>
<p><strong>Popblog: Liams neue Klamottenmarke &#8220;Pretty Green&#8221; &#8211; <a href="http://www.youtube.com/watch?v=O_05qJTeNNI" target="_blank">pretty pretty good</a> oder ziemlicher quatsch?</strong></p>
<p><strong>Rainer:</strong> Uns gefällt Pretty Green. Wir haben uns schon zwei T-Shirts und zwei Schals gekauft, die gut gemacht sind. Wir stehen auf Kleidung ohne großen Schnickschnack. Natürlich muss Liam in seinen nächsten Kollektionen noch mehr bieten, um damit ernst genommen zu werden, aber ich denke dass ihm das Freude bereitet. Einziger Kritikpunkt sind für mich die Preise. Natürlich kann Liam es nicht wie H&amp;M verramschen aber zu teuer ist Pretty Green schon, wenn man bedenkt dass hauptsächlich Oasis-Fans die Kunden sind.</p>
<p><strong>Popblog: Und zum Abschluß die wichtigste Frage: wann kommt die Ride-Reunion?</strong></p>
<p><strong>Rainer:</strong> Eine Hurricane#1-Reunion wäre mir lieber, haha. Ich denke, dass die Chancen für eine Ride-Reunion jetzt relativ groß sind. Andy Bell hat zwar auch schon einmal durchläuten lassen, nach der Oasis-Tour ein Soloalbum machen zu wollen aber ich denke, wenn Ride wieder zusammenkommen könnten, würde er die Band der Soloplatte vorziehen.</p>
<p>(Interview: Christian Ihle)</p>
<p>Am gestrigen Freitag ist die neue Single von Atomic, Sunshine Bliss, erschienen, die Jet aus <em>down under</em> noch mal zeigt, wie Singles klingen sollten:</p>
<p><p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2009/09/12/atomic_aka_die_deutschen_oasis_ueber_den_oasis-split/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
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