Archive for the ‘It’s a dirty business, but someone’s got to do it’ Category

15.08.2012 von Christian Ihle
blogavatar

Happy Birthday, Fidel Bastro: eine Schnapsidee wird 20!

von Christian Ihle

Wir haben uns mit Bernd Kroschewski, dem Chef der Hamburger Indie-Institution Fidel Bastro unterhalten. Sein Label feiert in diesem Jahr 20. Geburtstag und hat in diesen zwei Jahrzehnten Platten von Superpunk, Boy Division, Sport und vielen anderen veröffentlicht.


fidel bastro


Bernd, Du spielst in den Hamburger Noisebands Potato Fritz und Boy Division – bist aber vor allem auch der Gründer des Indielabels Fidel Bastro, das in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiert.
Wie bist du ursprünglich auf die Idee gekommen, ein Label zu gründen?



Bernd Kroschewski: Das war eine spontane Schnapsidee, und eigentlich war gar nicht wirklich geplant, über die erste Platte hinaus ein Label zu betreiben… hat sich dann irgendwie so ergeben…


Was war denn die erste Fidel-Bastro-Platte? Weißt Du noch, wieviele ihr davon verkauft habt?


weiter lesen

13.06.2012 von Christian Ihle
blogavatar

NME entschuldigt sich bei Morrissey

von Christian Ihle

Zwischen dem britischen Musikmagazin NME und Morrissey bestand ein jahrelanger Streit, weil Morrissey sich zu Unrecht des Rassismus verdächtigt sah. Die Geschichte hat ihre Wurzeln in den frühen 90ern – und nun wohl endgültig zu ihrem Ende gefunden, entschuldigt sich der NME doch heute offiziell für die 2007er Titelstory:

In December 2007, we published an article entitled ‘Morrissey: Big mouth strikes again’.

Following this, Morrissey began proceedings for libel against us. His complaint is that we accused him of being a racist off the back of an interview which he gave to the magazine. He believes the article was edited in such a way that made him seem reactionary.

We wish to make clear that we do not believe that he is a racist; we didn’t think we were saying he was and we apologise to Morrissey if he or anyone else misunderstood our

weiter lesen

10.05.2012 von Christian Ihle
blogavatar

Der unverschämteste Beitrag zum Urheberrecht

von Christian Ihle

Die Debatte um das Urheberrecht hat mit ihren Polemiken auf beiden Seiten schon viele unangenehme Beiträge in den Medien und im Internet hervorgebracht. Selten war aber ein Aufsatz so fehlgeleitet wie “Telefonat mit einem griechischen Freund” von Michael Krüger in der gestrigen Frankfurter Allgemeinen Zeitung.





Der Dichter, Schriftsteller und Leiter des Hanser-Verlag schreibt dort von einem Gespräch mit einem befreundeten griechischen Autor. Nachdem er ihn zwei kleine Absätze lang von den Armutsverhältnisse im Griechenland des Spardiktats erzählen lässt, schließt sein griechischer Freund ironisch damit, dass die Menschheit wohl auf seinen noch nicht fertiggestellten Roman verzichten müsse, weil er derzeit mit zwei Aushilfs-Jobs beschäftigt sei, um seine Familie nicht verhungern lassen zu müssen.


Wie jeder vernünftige Mensch nutzt Krüger die darauf folgende kurze Pause seines Freundes um ihm von der eigenen misslichen Lage… weiter lesen

15.03.2012 von Christian Ihle
blogavatar

Spotify: gut, böse – oder was ist fair?

von Christian Ihle

Das Popblog liebt Vinyl, nutzt mp3, bemerkt seine sinkende Wertschätzung CDs gegenüber und kommt nicht recht damit zu Rande, Musik gar nicht mehr zu “besitzen”, sondern nur noch im Netz anzuhören. Aber dennoch ist für uns der Deutschland-Start von Spotify, dem bekanntesten Musik-Streaming-Dienst der Welt, natürlich ein Thema.




Über die Vor- und Nachteile der Nutzung von Spotify und anderen Streamingdiensten ist im Netz bereits viel gesagt worden – uns interessiert mehr die Frage, ob Spotify den darbenden Künstlern und/oder der beschädigten Musikindustrie eine Lösung für die Zukunft verheißt.


Das Geschäftsmodell von Spotify


Kurz zum Geschäftsmodell von Spotify: Nutzer können kostenlos das Programm nutzen und auf 16 Millionen Songs am eigenen Computer zugreifen, müssen dafür aber Werbespots akzeptieren.
Als Alternative existiert ein Premiumaccount, der für 10 € im Monat erstens Werbefreiheit verspricht… weiter lesen

30.05.2011 von Christian Ihle
blogavatar

Schmähkritik (414): Radiohead

von Christian Ihle

Zwar hat das Popblog bereits vor vier Jahren eine Abhandlung über Radiohead’sche Verlogenheit geschrieben, aber wir freuen uns ja immer wenn die britischen Kollegen vom NME zustimmen. Ein kleiner Ausschnitt aus einem zweiseitigen Artikel des NME über Radioheads “King Of Limbs” – und seine Marketingmasche:

“Radiohead’s views on the music biz are more than simplistic and insulting. (…) Their whole “Us Versus The Music Business Capitalists” schtick is paper-thin rhetoric with zero basis in reality and boils down to nothing more than a marketing gimmick to help them sell more copies of Radiohead albums.
Another fact: everything Radiohead do is a marketing gimmick.
(…) What they are certainly not doing is providing any answers – or going by the new album, any music – with any substance. The truth is they have made a crap album no-one wants to say is crap. (…) Ever

weiter lesen

03.01.2011 von Christian Ihle
blogavatar

Die erfolgreichsten Kinofilme 2010

von Christian Ihle

Ich, die Masse, hatte übrigens folgende Lieblingsfilme 2010. Am besten hat es mir gefallen, wenn man mir die gleiche Geschichte zum zweiten, dritten oder siebten Mal erzählt hat. Am allerbesten, wenn ich diese zum xten Mal erzählte Geschichte dann noch zusätzlich aus einem Buch bereits kannte. Ich geh da nämlich lieber auf Nummer sicher.
Wenn ich mir denn wirklich unangenehmerweise einen Film anschauen musste, von dem ich die Handlung noch nicht kannte, waren meine Kinder schuld, die sich in diese ganzen animierten Filme getraut haben, bei denen keiner genau wusste, was denn passieren würde, weil es sich weder um Fortsetzung noch Buchverfilmung handelte… Außer es spielt Adam Sandler mit, dann geh ich auch rein, wenn ich die “Story” noch nicht kenne.

Nachdem wir uns in der letzten Woche ausführlich mit den subjektiv besten Songs, Alben und Filmen befasst haben, ein kurzer, erschaudernder Blick über die Schulter, um zu sehen, womit denn die Masse im letzten Jahr ihre Zeit verbrachte (zunächst hierzulande, weiter unten dann die Ergebnisse aus den Vereinigten Staaten) – es bleibt zu konstatieren: der kommerzielle Erfolg hat – wenig überraschend – kaum etwas mit Qualität und rein gar nichts mit Originalität zu tun. So muss man “Inception”, über den man sicher geteilter Meinung sein kann, lobend als einen der wenigen grandios erfolgreich Filme (#3 D, #5 US) mit einer wirklich originellen Grundidee, die weder auf einer Vorgängerfilm noch einer Literaturvorlage basierte, hervorheben.

Etwas erschreckend sind gerade in Deutschland die beängstigend niedrigen Zuschauerzahlen für einige gute Filme, die dank Besetzung, Regisseursnamen oder Sujet doch genügend Bekanntheit haben sollten, um wenigstens die Millionen-Marke zu knacken, doch ob Social Network oder Polanskis Ghostwriter, Erfolg buchstabiert sich anders. Überraschend dagegen, dass ausgerechnet Guy Ritchie, nun ehemals zweitgrößtes Regietalent Englands und jetziger Ex-Mann-Madonnas, nach einem mehrjährigen Karrieretief mit seinem in Deutschland erfolgreichstem Film zurückkommt und sich sogar in den Top 10 platzieren kann. Wenn man überhaupt eine positive Überraschung in dieser Liste finden kann, dann wohl “Friendship!”, der sich mit seinen 1,5 Millionen Zuschauern unerwartet zum erfolgreichsten deutschen Film aufschwingen konnte.

Die erfolgreichsten Kinofilme 2010 in Deutschland: (nach Besucherzahlen)

harry potter

1. Harry Potter 7 – 4,94 Millionen Zuschauer (läuft noch)
2. Twilight 3 – Eclipse: Biss zum Abendbrot – 3,70 Millionen Zuschauer
3. Inception – 3,40 Millionen Zuschauer
4. Alice im Wunderland – 2,96 Millionen Zuschauer
5. Sex & The City 2 – 2,56 Millionen Zuschauer
6. Ich – Einfach unverbesserlich – 2,46 Millionen Zuschauer
7. Shrek 4 – Für immer Shrek – 2,43 Millionen Zuschauer
8. Kindsköpfe – 2,07 Millionen Zuschauer
9. Sherlock Holmes – 1,72 Millionen Zuschauer
10. Prince Of Persia – 1,60 Millionen Zuschauer

11. Drachenzähmen leicht gemacht – 1,59 Millionen Zuschauer
12. Friendship! – 1,58 Millionen Zuschauer
13. Toy Story 3 – 1,56 Millionen Zuschauer
14. Robin Hood – 1,52 Millionen Zuschauer
15. Shutter Island – 1,47 Millionen Zuschauer
16. Rapunzel Neu Verfönt – 1,47 Millionen Zuschauer (läuft noch)
17. Karate Kid – 1,44 Millionen Zuschauer
18. Die Konferenz der Tiere – 1,40 Millionen Zuschauer
19. Eat Pray Love – 1,39 Millionen Zuschauer
20. Kampf der Titanen – 1,35 Millionen Zuschauer

Ausgewählte weitere Platzierungen:

31. Social Network – 917.000 Zuschauer
32. Vincent Will Meer – 909.000 Zuschauer
38. The Expendables – 854.000 Zuschauer
44. Männer die auf Ziegen starren – 709.000 Zuschauer
52. Die Friseuse – 612.000 Zuschauer
58. Wall Street 2 – 561.000 Zuschauer
61. Zeiten ändern dich – 526.000 Zuschauer
63. Jackass 3D – 524.000 Zuschauer
64. Das Kabinett des Dr. Parnassus – 506.000 Zuschauer
71. The Tourist – 433.00 Zuschauer
80. The American – 376.000 Zuschauer
86. Der Ghostwriter – 351.000 Zuschauer

(nur Filme mit Starttermin in 2010)

In den USA hat vor allem “Toy Story 3″ das Jahr regiert (und ist zum fünfterfolgreichsten Filme aller Zeiten aufgestiegen!), während sich die Top 10 mit Ausnahme der traditionell größeren Vorliebe der Amerikaner für Comic-Verfilmungen, die sich in diesem Jahr bei “Iron Man 2″ zeigt, ansonsten recht gleichen: Fortsetzungen und Kinderfilme, wohin das Auge blickt, auch hier wieder “Inception” die rühmliche Ausnahme. Am überraschendsten war in den Staaten sicherlich der irrsinnige Erfolg von “Jackass 3D”, der die Einspielergebnisse seiner beiden Vorgängerfilme (Nr. 1: 64 Mio, Nr. 2: 84 Mio., Nr. 3: 116 Mio.) pulverisierte – und noch stärker als bisher hinterfragen lässt, was genau Kinobesucher eigentlich an 3D so geil finden. Dass M Night Shyamalan (“Sixth Sense”) ausgerechnet mit dem allseits verrissenen “Die Legende von Gähn” nach einigen bösen Flops (“Lady In The Water”, “The Happening”) in Folge wieder als kommerzielles Schwergewicht (Platz 15) zurückkehrt war ebenso wenig zu erwarten.

In den unteren Rängen verbirgt sich noch eine schöne Überraschung, die trotz der deutschen Herkunft des Regisseurs Daniel Stamm hierzulande seltsamerweise überhaupt nicht gewürdigt wurde.
Der originelle und erstaunliche HorrorFilm “Der letzte Exorzismus” spielte 41 Millionen Dollar allein in den USA ein, was ihn nach “Paranormal Activity 2″ (84 Mio Einspiel, 3 Mio Produktionskosten) zum profitabelsten Film der ganzen Top 100 macht, kostete sein Handkamera-Exorzismus doch gerade einmal 2 Millionen in der Produktion! Und wer Hollywoods Gier nach Geld kennt, weiß spätestens jetzt, dass wir Daniel Stamm in Deutschland nicht mehr sehen werden – nach so einem Ergebnis lässt einen Hollywood nicht mehr ziehen. Dass er Kosteneffizienz, kommerziellen Erfolg und Originalität dabei verband ist in diesem Filmjahr nun wirklich ein lautes Lob wert – und ein ebenso lautes mit dem Kopf gegen den Tisch schlagen, dass die Heimat den Film schnöde verschmähte und sich gerade einmal 104.000 Zuschauer (Platz 152!) ins Kino bemühten.

Die erfolgreichsten Filme in den USA (monetär, in US Dollar)

toy story 3

1. Toy Story 3 – 415 Millionen Dollar
2. Alice im Wunderland – 334 Millionen Dollar
3. Iron Man 2 – 312 Millionen Dollar
4. Twilight 3 – 300 Millionen Dollar … weiter lesen

12.05.2010 von Christian Ihle
blogavatar

The Indelicates: This is supposed to be rock and roll, not social networking

von Christian Ihle

Den Werdegang der Indelicates verfolgen wir bereits von Beginn an. Noch vor einer ersten Singleveröffentlichung war es das provokativ betitelte, aber durchdacht getextete “Waiting For Pete Doherty To Die”-Demo, das unsere Aufmerksamkeit erregte:

YouTube Preview Image
.

Auch die Folgesingles, “We Hate The Kids” – und vor allem – “Julia, We Don’t Live in The 60ies” waren Musterbeispiele brillanten, britischen Indiepops. Warum wir dennoch drei Jahre auf Album Nummer Zwei warten mussten? Weil: Musikindustrie, dirty Business. Warum wir jetzt aber dann trotzalldem überhaupt ein Album Nummer Zwei hören dürfen? Weil: someone’s got to do it!

So haben die Indelicates beschlossen, es Radiohead gleich zu tun. Ihr neues Album “Songs For Swinging Lovers” wird auf keinem Plattenlabel erscheinen, sondern im Netz veröffentlicht und kann via eines “pay what you want” – Modells käuflich erworben werden (oder eben auch für 0 Pfund heruntergeladen werden, je nach façon).

Warum sich die Indelicates zu diesem Schritt entschlossen haben, erläutert Simon in einem sehr aufschlußreichen Interview mit dem US-Webmagazin “We All Make Music”. Nicht nur kann Simon beredt von den Schwierigkeiten kleiner Bands erzählen, selbst mit einem Plattenvertrag erfolgreich zu sein…

We released a single on vinyl and CD and, though not profitable, it did well enough for them to offer a £10,000 advance for an album with an option on the second. They paid for the recording and it came out in 2008.
Throughout the whole process, while the record company were decent, friendly and not especially incompentent we had the inescapable sense that, advance and recording costs aside, they were adding nothing to the business of making and selling our music. Money was wasted on pointless ads, unnecessary design checkers and failed print PR campaigns and we never felt that we sold a record by any traditional method – we sold albums to people who we were in contact with directly over the internet and were discovered over a network of unorchestrated bloggers, tweeters and word-of-mouth spreaders.

…sondern auch von den immer größer werdenden Problemen, die die Krise der Musikindustrie hinsichtlich eines tragfähigen Verdienstmodells für die Musiker selbst verursacht: … weiter lesen

11.02.2010 von Christian Ihle
blogavatar

“Originalität gibt’s sowieso nicht – ich beraube schonungslos” – q.e.d.? Helene Hegemann, der nächste Fall

von Christian Ihle

Hegemann: Es gab auch nichtpubertierende, für extrem professionell gehaltene Klauer: Shakespeare hat Montaigne mit Übersetzungsfehlern abgeschrieben, Brecht hat Gedichte von seinen Freundinnen unter seinem Namen veröffentlicht, Goethe hat seinerseits dann Shakespeare abgeschrieben im Faust.

Wer sich so sehr in der Reihe “Shakespeare – Brecht – Goethe – Hegemann” wohlfühlt wie Helene Hegemann im Interview mit der WELT, dem ist wohl auch nicht zu verdenken, dass er sich in einer Kurzgeschichte für das ViceMagazine des sharing – Gedankens bedient:

Wir wurden heute durch eine Leserin darauf aufmerksam gemacht, dass die Geschichte, die Helene uns für die Literatur Ausgabe geschickt hatte, einige Ähnlichkeit mit einer Story namens „Un Peu Tendress“ von Martin Page, einem französischen Schriftsteller aufweist. Wir sind dem Ganzen nachgegangen und stellten fest, dass die Geschichte wirklich einige Übereinstimmungen gemein haben. Wenn ihr nun des französischen mächtig seid und sie selbst lesen wollt, könnt ihr dies auf seiner

weiter lesen

19.01.2010 von Christian Ihle
blogavatar

Weltuntergang war schon immer oder: Home Taping Is Killing Music

von Christian Ihle

homepating

Das Gejaule der Musikindustrie nimmt zu und die Ideen, wie man dem Wegbruch des Geschäftsmodells dank Download statt Plattenkauf begegnen könnte, reichen von mutig (Spotify) zu ignorant (Three-Strikes-Modell). Da ist es schon überaus amüsant, einen SPIEGEL-Artikel von 1977 zu finden, in dem mehr oder minder exakt das gleiche Wehklagen, der gleiche Zukunftspessimismus und der gleiche Drang, dem Konsumenten mit Repressionen und Zwangsabgaben zu begegnen, verzeichnet ist, wie er die letzten Jahre in der Post-Napster-Ära zu vernehmen war. Nur dass es damals um die kleine, unschuldige Musikkassette ging.

DER SPIEGEL, 18.04.1977:

Die Musikbranche feiert den 100. Geburtstag des Tonträgers und wagt sich nicht einzugestehen, daß das “Jahrhundert der Schallplatte” zu Ende geht. Erstmals werden mehr Tonband-Kassetten als Schallplatten verkauft. Vor allem die Leerkassette stellt die Musikfirmen vor kaum lösbare Probleme: Sie verlieren durch Überspielungen in Westdeutschland pro Jahr rund eine Milliarde Mark. Das Unterhaltungsgewerbe steuert in eine Existenzkrise.
(…)
Hundert Jahre nach Edison, trotz Hi-Fi und Stereo, bei aller Saphir-Sensibilität und Quadro-Spielerei, verstaubt und verschleißt die Platte noch immer unabwendbar. Das Knistern und Kratzen läßt sich auch bei bester Pflege und hochwertigen Anlagen kaum vermeiden. An einen festen, ebenen, stoßfreien Abspielplatz ist die Platte immer noch gebunden.

Die Kassette dagegen tönt knisterfrei an jedem Ort und in jeder Lage — über Schlaglöchern im Kraftfahrzeug, auf dem Campingplatz wie im Kinderzimmer. Sie ist in ihrer Kapsel vor Sonne, Staub und Stoß geschützt. Das Band kann in modernen Abspielgeräten nicht mehr gezerrt werden; es ist nahezu unbegrenzt nutzbar.

Bis zu 1000 mal werden die verschiedenen Bandsorten beispielsweise bei der Ludwigshafener Firma BASF getestet. Die Tonköpfe der Abspielgeräte halten nach bisherigen Erfahrungen fünf Jahre und länger, sofern sie regelmäßig alle fünf Spielstunden durch ein Reinigungsband gesäubert werden.

Auch hier hat sich nichts geändert: Ein Discman ist im Vergleich zum mp3-Player verdammt unpraktisch und alle fünf Stunden sollte man den iPod-Touch dann doch mal mit einem Reinigungstuch abwischen, … weiter lesen

10.01.2010 von Christian Ihle
blogavatar

Zehnjahrescharts in Großbritannien

von Christian Ihle

In Großbritannien wurden die besten Albenverkäufe der letzten zehn Jahre zusammengestellt. James Blunt konnte überraschenderweise Rang 1 erreichen. Die beiden größten “Indiebands” sind demnach – wenig überraschend – Coldplay und Keane. In Deutschland ist übrigens das meistverkaufte Album “Mensch” von Herbert Grönemeyer und “Ein Stern (Der deinen Namen trägt)” von DJ Ötzi die bestverkaufte Single (wie auch meistverkaufte Download)…

[01] BACK TO BEDLAM – James Blunt (2004)
[02] NO ANGEL – Dido (1999)
[03] BACK TO BLACK – Amy Winehouse (2006)
[04] SPIRIT – Leona Lewis (2007)
[05] WHITE LADDER – David Gray (1998)
[06] 1 – Beatles (2000)
[07] LIFE FOR RENT – Dido (2003)
[08] A RUSH OF BLOOD TO THE HEAD – Coldplay (2002)
[09] SCISSOR SISTERS – Scissor Sisters (2004)
[10] BEAUTIFUL WORLD – Take That (2006) … weiter lesen