1. Match Point (USA, Regie: Woody Allen)
Es ist wohl nicht übertrieben, bezeichnet man Match Point als die Wiedergeburt des Nischenphänomens Woody Allen. Jahr für Jahr fertigt Allen mindestens einen Film und selten sind wirkliche Enttäuschungen darunter, doch gelang es ihm kaum noch vor anderen als der schon bekehrten Woody-Gemeinde zu predigen. Mit „Match Point“ änderte sich alles: London statt New York, Thriller/Drama statt Komödie und Aufsehen in der Presse statt Nerdgespräche am Tresen. Der sehr stark an Dostojewskijs klassische Themen von Verbrechen, Strafe, Schuld und Sühne angelehnte, subtile Klassenkampfthriller Match Point vereinte Allens Talent brillante Dialoge zu schreiben mit der neu entdeckten Fähigkeit, diese in eine genuin spannende Geschichte einzubetten und dabei die großen Fragen des Daseins zu verhandeln. Geschadet hat es überdies nicht, dass er seit Sofia Coppola der erste war, der das Talent Hollywoods schlechthin, Scarlett Johansson richtig einzusetzen verstand und eine Eleganz… weiter lesen
Archive for the ‘Jahresrückblick 2006’ Category
Christian Ihle
5. Clap Your Hands Say Yeah – Upon This Tidal Wave Of Young Blood
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5. Razorlight – Razorlight
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Christian Ihle:
5. Die Goldenen Zitronen – Lenin
Dass das neue Goldene Zitronen Album nicht allerorten als Sensation des Jahres besprochen wurde, liegt am Fluch der guten Tat. … weiter lesen
10. Soulphiction – No Jealousy
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10. Wild Billy Childish
Billy Childish ist eine Legende des britischen Undergrounds. Unzählige Alben, Bands und Songs hat er unter den verschiedensten Namen (Thee Headcoats, Buff Medways, etc) in den letzten annähernd 30 Jahren veröffentlicht und immer noch marschiert er erhobenen Hauptes weiter. Kommerzieller Erfolg ist ihm dabei nicht wichtig und selbst wenn sich für eine kurze Zeit der Geschmack der Welt zufällig für die Art Musik interessiert, die Billy Chidish seit Jahrzehnten nun in erschreckender Regelmäßigkeit produziert, verhilft ihm das zu keinem Durchbruch. Im Gegensatz zu allen Garagen-Punk-Bands, die die ersten Jahre des neuen Jahrtausends beherrschten, bleibt Childish der kompromisslose Vater der Szene, der kein Jota von seinen Überzeugungen weicht. … weiter lesen
Für nichts eignen sich die Tage zwischen den Jahren besser als im exzessiven Listenwahn knietief durch Nerdland zu waten. Das Popblog wirft einen Blick auf 2006 und sagt was war, was bleibt.
Heute: Die zehn besten Popsongs 2006.
10. Kelis – Bossy
Im doch eher schnelllebigen Geschäft des US-Hip-Hop ist das original angry girl Kelis die ewige Rückkehrerin. … weiter lesen