Archive for the ‘Nick Hornby Land’ Category

19.01.2012 von Christian Ihle
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Quentin Tarantinos Lieblingsfilme 2011

von Christian Ihle

Quentin Tarantino ist nicht nur Regisseur, sondern vor allem auch Filmfan. Das ist einer der Gründe, warum Filmempfehlungen von Tarantino immer zu den interessantesten der Filmindustrie gehören. Ein zweiter Aspekt ist seine scheuklappenfreie Herangehensweise: aufgewachsen mit b-Movies, Nouvelle Vague, asiatischem Kino und dem New Hollywood der 70er kann sich Tarantino für Action wie Arthouse gleichermaßen begeistern.

Seine 2011er Top-Ten-Liste ist allerdings tatsächlich in Teilen verblüffend. Wer hätte erwartet, dass Tarantino tatsächlich die beiden allseits verrissenen grünen Superheldenfilme Green Lantern & Green Hornet zumindest lobend erwähnt? Ansonsten finden sich Altmeister (Woody Allen), Brüder im Geiste (Kevin Smith), Superhelden (X-Men) und, ja, b-Movies neuerer Machart (Attack The Block, Planet Der Affen) wild durchmischt in Quentins Filmwelt wieder. Während man bei seinem Hass-Filmen durchaus das eine oder andere mal zustimmen kann, wundert doch die Nennung von Francoise Ozons “Das Schmückstück” und des allseits gefeierten Feministen-Western “Meek’s Cutoff”.


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08.03.2011 von Christian Ihle
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Die 100 besten britischen Filme aller Zeiten

von Christian Ihle

Das TimeOut Magazin London, Vorbild für alle Stadtmagazine dieser Welt, hat eine hervorragende Liste der besten britischen Filme zusammengestellt, die von einer illustren Jury gewählt wurden.

Die ganze Liste ist des Lesens wert, hier nur als Appetitanreger einige Listeneinträge, die ausdrücklich des Popblogs “Thumbs Up!” bekommen:

97. 28 Days Later… (2002, Danny Boyle)

“The zombie segments, while tense, violent and gruesome, are a sideshow to the story’s main thrust: our predisposition towards outright selfishness and savagery when even our most basic of needs are whipped from beneath our feet.”

95. London to Brighton (2006, Paul Andrew Williams)

“A rape, revenge and road movie (in that order) about a distressed young girl (Georgia Groome) helped by a prostitute (Lorraine Stanley – stunning) to flee a gang of tinpot hoods, it’s a film where no shot, line and character is wasted.”

94. 24 Hour Party People (2002, Michael Winterbottom)

“The film remains one of the purest pleasures in modern British cinema: scrappy, inconsistent, inventive, insightful, heartfelt and wickedly funny.”

92. Dead Man’s Shoes (2004, Shane Meadows. Dt. Titel: “Blutrache”)

“Shane Meadows’s fourth film shows the importance of staying true to your instincts. ‘Dead Man’s Shoes’ was an uncompromising and successful attempt by Meadows to rediscover his old voice.”

90. Blue (1993, Derek Jarman) … weiter lesen

31.12.2010 von Christian Ihle
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Der Filmjahresrückblick 2010. A Year In Pictures.

von Christian Ihle

10. Anvil! – The Story Of Anvil. (Regie: Sacha Gervasi) imdb

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Auf den ersten Blick war Anvil, die Geschichte um eine gescheiterte Hardrockband aus den frühen 80ern, eine Echtlebenvariante von Spinal Tap und wäre schon aufgrund dessen eine lobende Erwähnung wert, sind doch genügend absurde, lustige Momente auf einer Europatournee abgehalfterter Metaller zu erleben. Aber dass Anvil! über all den Klamauk hinaus ein stolzes Herz hatte und das Bild einer lebenslangen Freundschaft und des Wunschs nach ewiger Adoleszenz zeichnete, hob Anvil! weit über das große Vorbild hinaus.

9. Machete (Regie: Robert Rodriguez) imdb


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Eigentlich war Machete nur ein Versehen. Als sich die beiden Buddies Robert Rodriguez und Quentin Tarantino mit ihrem Grindhouse-Projekt austobten, drehten sie noch Fake-Trailer zu nicht existenten Filmen, um das Double-Feature-Feeling auch wirklich heimzuhämmern. Der Trailer zu Machete kam so gut an, dass zwei Jahre später Rodriguez tatsächlich aus der kleinen Idee einen großen Film schuf und im Vorbeigehen gleich noch Danny Trejo, dem ewigen Nebendarsteller Hollywoods, ein verdientes Denkmal setzte. Kuriose Fußnote: Machete war dabei auch noch besser als seine beiden Grindhouse-Mutterfilme “Planet Terror” und “Death Proof” – die aufrichtigste Exploitation- und Grindhouse-Hommage! Und ein Höllenspaß!

8. Enter The Void (Regie: Gaspar Noé) imdb … weiter lesen

29.12.2010 von Christian Ihle
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Die zehn besten Songs 2010

von Christian Ihle

10. Belle & Sebastian: I Want The World To Stop

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Ach wie groß waren die Hoffnungen auf eine Rückkehr zu alter Klasse, als Belle & Sebastian ihren Northern-Soul-Knaller “I Want The World To Stop” als erste Single des neuen Albums veröffentlichten. Nicht einmal die melodische Ähnlichkeit zu Gigi D’Agostinos “La Passion” konnte unsere Füßlein still bekommen, tanzen wollten wir, in unseren schönsten Anzügen!

9. CEO: Come With Me


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Wer in den letzten Jahren nach krediblem Pop, der überhaupt nicht erwachsen sein wollte, sondern Riot! schrie, ausschau hielt, musste zwangsläufig über die beiden Schweden von Tough Alliance stolpern. Als mit Eric Berglund die eine TA-Hälfte nun 2010 sein erstes Solo-Album unter dem Namen CEO veröffentlichte, war die Spannung groß und tatsächlich, “Come With Me” war eine der besten Singles des Jahres und hatte ein wunderbares, verstörendes Video.
Der beste Nummer 1 Song des Jahres, der nie in den Charts war. Bitte liebe Fernsehmusikredakteure: einmal “Come With Me” bei Germanys Next Top Models Wok-WM im Hintergrund laufen lassen und wir haben endlich wieder einen Nummer 1 Hit aus einer besseren Welt.

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28.12.2010 von Christian Ihle
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Die zehn besten Popsongs 2010

von Christian Ihle

Bevor wir in den folgenden Tagen die Liste der zehn besten Songs des Jahres veröffentlichen noch einmal ein Blick zurück in das Reich der Hitparaden: welche zehn Songs waren gut und erfolgreich?
Im letzten Jahr riefen wir noch überrascht “kaum sind die Charts nicht mehr relevant, werden sie richtig gut” aus, was sich 2010 leider nicht ganz bestätigte, aber dennoch waren neben einem immer weiter wachsenden Song aus dem Vorjahr (ehrenvolle Verneigung ganz am Ende dieses Textes) doch zehn, zwanzig kleine Goldstückchen in den Charts vertreten.

10. Kylie Minogue: “All The Lovers”

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Beginnen wollen wir mit einer Altmeisterin, die im Gegensatz zu Madonna nach den frühen Teenie-Jahren nie wieder peinlich wurde, sondern seit gut 15 Jahren nun konstant krediblen Pop produziert. Zwar war “All The Lovers” nicht mehr auf dem Dekaden-Song-Erfolgsniveau wie “Can’t Get You Out Off My Head” aber im besten petshopboys Sinne erwachsener Pop!

Charts:
D: 10 / UK: 3

9. The Ting Tings: Hands


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Die Ting Tings waren vor drei Jahren eine der überraschenderen Poperfolgsgeschichten mit dem brillanten “What’s My Name” (2007 unsere #4) und dem nicht minder überzeugenden “Shut Up And Let Go” (2008 unsere #4). Für ihr zweites Album zogen die beiden Tings für ein halbes Jahr nach Berlin und produzierten ihre erste Single “Hands” in der deutschen Hauptstadt – kurzzeitig spielten sie den Gedanken, aufgrund ihrer deutschen “Herkunft” die Single “Hans” zu nennen, wie sie dem NME augenzwinkernd erzählten. Im Vergleich mit dem recht ähnlich klingenden Mark-Ronson-Versuch “Bang Bang Bang” der bessere 80ies-Pop-Pastiche.

Charts:
D: – / UK: 29

8. Kanye West: Monster … weiter lesen

26.12.2010 von Christian Ihle
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Die zehn besten Alben 2010

von Christian Ihle

10. Christiane Rösinger: “Songs Of L & Hate” (Indiepedia)

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Von Kleinkunst-Pastiche (der Song “Berlin”) bis zu Dylan-Hommage (das Albumcover) reichte Christiane Rösingers überraschendes Spätwerk “Songs Of L & Hate” (das im Titel wiederum Leonard Cohen zitierte). Andreas Spechtl, Mastermind der österreichischen Wahlberliner und letztjähriger Album-Des-Jahres-Gewinner Ja, Panik, unterstützte in den Arrangements, gibt Rösingers Ein-Mann-Backing-Band und verheiratet so die Scheitern-als-Kunst-Texte Rösingers mit der zart antreibenden Energie seiner Hauptband.

Höhepunkte:
* Berlin
* Desillusion
* Es Ist So Arg

Charts:
D: – / UK: -

9. Television Personalities: “A Memory Is Better Than Nothing” (Indiepedia)

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Die selbst für TVP-Heads unübersichtliche Diskographie der britischen Do-It-Yourself-Legende Dan Treacy erfuhr in diesem Jahr einen Neuzugang, den wir – ehrlich gesagt – nicht mehr erwartet hatten. Das konziseste Werk, das Treacy seit den 80ern veröffentlicht hat, erstmals seit langem wieder mit einer durchgängig überzeugenden Band und einer ausgefeilten Produktion, die dennoch nie Treacys Verrücktheit zu verstecken sucht. Wahrscheinlich das beste Album des Jahres, das von niemandem gehört wurde. Brillant.

Höhepunkte:
* The Good Anarchist
* Walk Towards The Light
* A Memory Is Better Than Nothing

Charts:
D: – / UK: -

8. Laura Marling: “I Speak Because I Can” (Indiepedia)

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Man muss sich immer wieder bewusst daran erinnern: Laura Marling ist 1990 geboren. Gerade 20 Jahre alt geworden. Und hat trotzdem schon das zweite hervorragende Album ihrer Karriere veröffentlicht. Die unprätentiöse Göttin der britischen Folkszene, die von wirklich allen nur mit Bewunderung betrachtet wird, die selbst einen Jack White um Worte ringen lässt (und eine ebenfalls bemerkenswerte kleine Single spontan bei ihrem Studiobesuch aufnimmt), die mit “I Speak Because I Can” den minimalistischen Sound von “Alas I Cannot Swim” behutsam erweitert ohne ihn gleich der Stadion-Folk-Behandlung des Lebensabschnittpartners Marcus Mumford (& Sons) zu unterziehen.

Höhepunkte:
* Goodbye England (Covered In Snow)
* Alpha Swallows
* Devil’s Spoke … weiter lesen

14.12.2010 von Christian Ihle
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Die besten deutschen Filme der Dekade: Platz 15 – 1

von Christian Ihle

Nachdem in den Kommentaren unter unserer Dekaden-Top-50-Filmliste immer wieder gefragt wurde, warum so wenige deutsche Filme genannt wurden, haben wir uns noch einmal zusammengesetzt und die 15 besten deutschsprachigen Filme des Jahrzehnts gewählt (wir beschränken uns also nicht auf Deutschland als Herkunftsland allein, sondern wollen auch die cineastischen Glanzleistungen Österreichs mit erwähnen).

Aufmerksame Leser kennen natürlich die obere Hälfte der “deutschsprachigen Dekaden Top 15″ bereits, denn selbstredend sind jene in den Top 50 bereits benannten Filme auch in diesen speziellen Länder-Top-15 wieder zu finden…

15. Immer nie am Meer (Regie: Antonin Svoboda, Österreich 2007)

Als bekannt wurde, dass das Satiriker-Duo Stermann & Grissemann und der norddeutsche Komiker Heinz Strunk einen gemeinsamen Film machen, war die Marschrichtung eigentlich schon vorgegeben. Heiter-groteske Low-Budget-Tragikomödie, so viel war klar. Baisch, ein Geschichtsprofessor, holt nach der Eröffnung eines Buch- und Weinladens seiner Fast-Ex-Frau seinen stark angetrunkenen Schwager Anzengruber ab. Auf dem Rückweg durch die österreichische Provinz sammeln sie den Alleinunterhalter Schwanenmeister auf, der mit seinem Auto liegengeblieben ist. Im ausgemusterten Dienstwagen des ehemaligen österreichischen Bundespräsidenten Kurt Waldheim brettert das ungleiche Trio durch den Wald – und kommt unglücklich vom Wegesrand ab.

Eingeklemmt im mit Panzerglas ausgerüsteten Wagen lassen sich weder Türen noch Scheiben öffnen. Ein Karton Sekt, eine Schüssel Heringssalat und ein Päckchen Kekse – das ist alles, was den Insassen bleibt. Das – und eine gehörige Portion Wahnsinn, die sich schon bald Bahn bricht. Motor des Chaos ist, wie sollte es auch anders sein, Heinz Strunk, dessen Einwürfe und Monologe zwischen Idiotie und Ekelhaftigkeit pendeln. Was das Kammerspiel dabei nie außer acht … weiter lesen

28.10.2010 von Christian Ihle
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Die besten Filme der Dekade: Platz 10 – 1

von Christian Ihle

Nachdem alle in hektischer Aufregung ihre Jahrzehntcharts zusammenstellten, zog sich das Popblog in ein einsames Programmkino zurück und tüftelte einige Monate an seiner definitiven “Die besten 50 Filme der letzten zehn Jahre” – Liste. Ausgiebiges Debattieren und Abstimmen später ist die “besten Filme des Jahrzehnt”- Liste nun vollständig.

(Die bisherigen Folgen Platz 50 – 35, Platz 34 – 21 und Platz 20-11 verbergen sich hinter den jeweiligen Links)

Der Countdown kann beginnen:

10. Oldboy (Regie: Chan-Wook Park, Südkorea, 2003)

oldboy

“Oldboy” war ein Ungetüm. Auf den ersten Blick war der koreanische Cannes-Sieger nur ein Genrefilm, ein Vengeancemovie, ein Rachestreifen. Doch als uns Chan-Wook Park nach 40 Minuten mit der Auflösung des “wer?” zum ersten Mal den Boden unter den Füßen weggezogen hatte, dämmerte uns, dass wir hier keinem Film, sondern einem Ereignis beiwohnen – in dem (selten genug!) nach einem “warum?” gefragt wird. Und der koreanische Meisterregisseur, vielleicht der talentierteste Bilder-Arrangeur seiner Generation, hat auch in den kommenden eineinhalb Stunden seiner Geschichte von shakespear’schen Ausmaßen nicht nachgelassen, uns zu überraschen, zu überwältigen und – wie die Hauptfigur selbst – sprachlos zurückzulassen, weil uns das offene Ende, nach allen möglichen Brutalitäten zuvor, aus dem Kino hinauslächelte und wir nicht wussten, ob wir gerade tatsächlich das letzte verbliebene Tabu gut heißen sollten.

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Dass Park dazu zweimal eine Neudefinition von Poetik in Kampfszenen lieferte, ist dabei nur eine Randnotiz im Vergleich zur Größe der Geschichte. (CI)

9. 28 Days Later… (Regie: Danny Boyle, UK 2002)

28 days later

Das letzte Jahrzehnt läutete in mehrfacher Hinsicht das furiose Comeback des britischen Regisseurs Danny Boyle ein, der mit “The Beach” nach Hollywood ausgezogen war, nur um dann mit der … weiter lesen

29.09.2010 von Christian Ihle
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Die besten Filme der Dekade: Platz 20 – 11

von Christian Ihle

Der dritte und vorletzte Teil unserer die besten Filme der letzten Dekade – Liste. (Teil 1: Plätze 50 – 35 und Teil 2: Plätze 34 – 21, Teil 4: Plätze 10 – 1)

20. Der Knochenmann (Regie: Wolfgang Murnberger, Österreich 2009)

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Jetzt ist schon wieder was passiert. Und immer wenn es passiert, ist zufälligerweise der Brenner in der Nähe, um als muffiger, lebensmüder und bis an die Schmerzgrenze zynischer Privatdetektiv den Mörder zu finden. Wie ist die Kinowelt eigentlich bis zum Jahr 2000 ohne das österreichische Dreiergespann Wolf Haas (von ihm stammen die Buchvorlagen), Wolfgang Murnberger (Regisseur) und Josef Hader (spielt den Brenner) ausgekommen? Mit seinem dritten Brenner-Film hat das Trio dem Ganzen die Krone des schwarzen Humors aufgesetzt. „Der Knochenmann“, gespielt von Josef Bierbichler, bringt um, was ihm nicht in den Kram passt und lässt die Leichen praktischerweise von seinem Häcksler für Schlachtabfälle zerkleinern. Antiheld Brenner versucht aus Langeweile, den Fall zu lösen – er hat eh nichts Besseres zu tun. Er betrinkt sich ordentlich, verliert einen Finger und sein Herz und enttarnt am Ende des Maskenballs einen Zwitter. Derbste Szene des Films: Das mitternächtliche Gulasch, das der Brenner vor den wohlwollenden Augen des Wirts verspeist. Es enthält kein Tierfleisch. Österreich, bitte gib uns mehr von davon! (SW)

19. Kill Bill Vol. 1 (Regie: Quentin Tarantino, USA 2003) … weiter lesen

23.07.2010 von Christian Ihle
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Die besten Filme der Dekade: Platz 34 – 21

von Christian Ihle

Der zweite Teil unserer definitiven Dekadenfilmliste, die Plätze 21 bis 34. (Teil 1: Plätze 35-50, Teil 3: Plätze 20 – 11, Teil 4: Plätze 10 – 1)

34. The Tracey Fragments (Regie: Bruce McDonald, Kanada 2007)

Die zwei Gesichter der Ellen Page: die Nachwuchs-Hoffnung pendelt seit einigen Jahren schon zwischen niveaulosen Blockbustern (“X-Men”), erfolgreichen Feel-Good-Indiefilmchen (“Juno”) und brutalen Arthouse-Movies (“Hard Candy”). “The Tracey Fragments” ist der letzteren Rubrik zuzuordnen und zeigt eine Ellen Page in teils bis zu 15 verschiedenen Splitscenes auf der Kinoleinwand. … weiter lesen