10.06.2013 von Christian Ihle
Montag, 10.06.
Der Mann, der zuviel wußte, Arte, 22.10

“The Man Who Knew Too Much” ist Hitchocks eigenes US-Remake seiner britischen Vorlage von 1934 und hat vor allem aus zwei Gründen Weltruhm erlangt: für die zwölfminütige Filmsequenz in der Royal Albert Hall, die ohne ein einziges gesprochenes Wort auskommt und aus 124 Einstellungen besteht, und natürlich für Doris Days “Que Sera, Sera – Whatever Will Be Will Be”…
Alternative: Cocktail für eine Leiche, arte, 22.10
Und noch mal Hitchcock: “Cocktail für eine Leiche” ist ein Gedankenspiel um die Frage nach dem “perfekten Verbrechen”. Mit James Stewart klasse besetzt, in nur einem Raum spielend und technisch damals bemerkenswert, weil Hitchcok ohne erkennbare Schnitte auskam.
Dienstag, 11.06.
School Of Rock, Kabel1, 20.15
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02.06.2013 von Christian Ihle
Samstag, 01.06.
Bad Lieutenant (2009), Sat1, 22.40

Als Werner Herzog ankündigte, Bad Lieutenant zu verfilmen, begann ein Catfight im Arthousekino. Abel Ferrara, der Anfang der 90er Jahre mit Harvey Keitel in der Cage-Rolle einen wuchtigen Klotz an tiefkatholischem, aber schwerbrutalem Verdammnis-und-Erlösungskino als „Bad Lieutenant“ in die Kinos brachte, sah sein Vermächtnis gefährdet. Herzog bestritt ein Remake zu drehen, verneinte sogar die Vorlage, ja gar, Arthouse-Veteran Abel Ferrara selbst zu kennen. Ob Herzog nun das Original kennt oder nicht – ein Remake hat er jedenfalls in keiner Sekunde gedreht. Im Gegenteil: was von Ferraras Film bleibt, ist gerade einmal die Drogen-, die Wett- und die Sexsucht des Polizisten – sonst bleibt kein Cracksteinchen auf dem Anderen. Nicht nur erzählt Herzog eine gänzlich andere Geschichte, er erzählt sie auch völlig anders. Herzog gibt der unverhohlen reptilienhaften Cage-Figur im Gegensatz zum Keitel-Entwurf ein… weiter lesen
22.05.2013 von Christian Ihle
Mittwoch, 22.05.
Alien, Kabel1, 20.15

Vor kurzer Zeit kam Blade Runner im Fernsehen, heute nun also der zweite ewige Eintrag Ridley Scotts in den Science-Fiction-Kanon. “Alien” ist zwei Jahre älter als “Blade Runner” und ein ganz anderes Biest: ist “Blade Runner” ein existentialistischer Film Noir, so ist der Auftakt der Alien-Reihe dagegen ein Horror-Thriller par excellence. Was beide gemein haben: sie haben das Science-Fiction-Kino der nächsten 30 Jahre geprägt wie kaum ein anderer Film sonst.
Alternative: Aus der Tiefe des Raums, ZDFkultur, 1.55
Eine zum Leben erwachte Tipp-Kick-Figur gibt den Günter Netzer.
Donnerstag, 23.05.
13 Semester, ARD, 23.15

Eine überraschend leichtfüßige und amüsante Studenten-Komödie, die weitgehend alle Zotigkeiten umschifft und ein wenig wehmütig vom endgültigen Erwachsenwerden erzählt.
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11.05.2013 von Christian Ihle
Samstag, 11.05.
OSS 117 – Der Spion, der mich liebte, MDR, 0.25

Während die ganze Welt sich über “The Artist” begeisterte, beömmelten wir Michel Hazanavicius – Aficionados uns schon bei seiner brillanten James-Bond-Parodie “OSS 117″ fünf Jahre zuvor. All die Klischees des 60er Jahre Agentenfilms werden hier wunderbar auf die Schippe genommen und gleichzeitig der diesen Filmen immer inne wohnende Sexismus und Rassismus aus- und bloßgestellt.
Alternative: Donnie Darko, ZDFkultur, 22.10
Wunderbar verwirrender Zeitreisefilm, der auf der Oberfläche Science Fiction zu sein scheint, aber vor allem das Innenleben in der Adoleszenz beleuchtet. Hat sich seinen “Kultfilm”-Stempel redlich verdient.
Sonntag, 12.05.
I Am Legend, Pro7, 22.10

Schicke Dystopie mit Will Smith, die vor allem in ihren ersten zwei… weiter lesen
06.05.2013 von Christian Ihle
Montag, 06.05.
Die weiße Rose, NDR, 23.15

Bereits 23 Jahre bevor Julia Jentsch in “Sophie Scholl” begeisterte, war die Geschichte um die Nazi-Wiederstandskämpferin (und ihren Bruder) eine Verfilmung wert. Michael Verhoeven arbeitet hier als Ausläufer der großen deutschen Autoren-Regisseurs-Epoche der End-70er.
Dienstag, 07.05.
Dogtown & Z-Boys, ZDFkultur, 21.00

Eine preisgekrönte Doku über die Anfänge der Skater-Kultur im Kalifornien der 70er von Stacy Peralta, der selbst Mitglied der “Z-Boys” war. Sozusagen das real ding zur imaginierten DDR-Skater-Doku “This Ain’t California” & die laufende-Bilder-Version des “Dads are the original Hipsters” – Tumblr.
Alternative: Hero, arte, 0.30
Farbenfrohes Martial-Arts-Spektakel, das sich etwas im Overkill verliert und deshalb nicht ganz an “Tiger & Dragon” heranreicht.
Mittwoch, 08.05.
A.I. –… weiter lesen
28.04.2013 von Christian Ihle
Samstag, 27.04.
Lucky Number Slevin, Pro7, 22.40

Ein Nachzügler! Während die Mitt90er ja voll waren mit “coolen” Gangster-Filmen und Tarantino so für einiges Gutes und auch viel Schund verantwortlich zu machen war, ist ein Jahrzehnt später diese Welle abgeflaut und selbst Tarantino-Jünger Guy Ritchie hat versucht, andere Filme zu drehen. “Lucky Number Slevin” dagegen passt in dieses Genre der Tarantino-Kopien, ohne natürlich dessen Tiefgang zu besitzen. Dennoch: starbesetzt (Bruce Willis, Josh Hartnett, Ben Kingsley) und flott. Nette Unterhaltung.
Alternative: About Kate, arte, 23.50
Ein Social-Media-Serien-Experiment auf arte. Das könnte jetzt so oder so ausgehen, aber da die Facebook-Seite der fiktiven Kate von Geschmackssicherheit zeugt, geben wir mal den benefit of doubt und schauen rein.
Sonntag, 21.04.
Brennende Langeweile – Bored Teenagers, ZDF kultur,… weiter lesen
19.04.2013 von Christian Ihle
Samstag, 20.04.
Lemmy, Arte, 22.55

Das Leben von Mr Motörhead als Doku. Der personifizierte Rocknroll mit seinem schneller, härter, weiter, immer weiter – Lifestyle sollte wahrlich ein hervorragendes Sujet für eineinhalb Stunden Film sein!
Alternative: Severance, Pro7, 3.30
Eine schöne Horror-Satire, ein Fun-Splatter aus England, der hier für den Überlebenskampf Arbeitsleben metaphorisch deutliche Bilder findet. Gut.
Sonntag, 21.04.
The Last of England , ZDFkultur, 22.00

Im Rahmen der Maggie-Thatcher-Hysterie ist es eine gute Idee, sich Jarmans poetische Analyse eines verrottenden Englands unter der Regie der eisernen Lady zu Gemüte zu führen. Derek Jarman startete einst als Punk mit dem legendären “Jubilee” (aus dem der ewige Satz “As Long As The Music’s Loud Enough, We… weiter lesen
15.04.2013 von Christian Ihle
Montag, 15.04.
Bis das Blut gefriert , arte, 20.15

Britischer Horrorklassiker von 1963, Ende der 90er als “Geisterschloss” eher schlecht als recht in einem Remake nachgestellt. Auf Arte heute also das schwarz-weiße Original, eines der einflussreichsten Beispiele des “Haunted House”-Subgenres.
Alternative: Uncle Boonmee erinnert sich an sein früheres Leben , arte, 22.00
Wo sind nur die guten Zeiten hin als man mit einem komplizierten Namen nichts werden konnte? Der von Kunstfilmfreaks verehrte und auf Festivals gefeierte Apichatpong Weereasethakul scheißt da natürlich darauf und darf damit auch als maximale Trennschärfe zwischen dem normalen Filmpublikum und dem advanced Arthousejünger gelten: wer erstens einen Film von ihm tatsächlich gesehen hat und zweitens noch dreimal in Folge den Namen fehlerfrei vor einem Spiegel aussprechen kann, dem erscheint der Candyman und verteilt Eiskonfekt bevor die… weiter lesen
08.04.2013 von Christian Ihle
Montag, 25.03.
Tödliche Entscheidung, H3, 0.15

Ein bemerkenswert öder deutscher Titel für einen überdurchschnittlichen Thriller, der im Original auch wunderbar rätselhaft “Before The Devil Knows You Are Dead” heißt. Altmeister Sidney Lumet hat hier mit seinen 83 Jahren noch einmal eine Leistung abgeliefert, die erstaunen lässt und “Tödliche Entscheidung” 2007 einen Platz in unseren Jahres-Top-Ten beschert hat.
Dienstag, 26.03.
Control, B3, 0.20

Anton Corbijn wurde einst berühmt, weil er die alten Miesepeter von Joy Division in schwarzweiß Fotos festgehalten hat, die die ganze Miesepetrigkeit in die Welt hinausschreien wollte. Ein Vierteljahrhundert später legt Corbijn seinen Fotoapparat beiseite und dreht seinen ersten Film, der, natürlich, in wunderbaren schwarzweiß Bildern die ganze Miesepetrigkeit von Ian Curtis und Joy Division noch einmal erzählt. Großartig anzuschauen, wenn… weiter lesen
30.03.2013 von Christian Ihle
Samstag, 30.03.
Krieg der Welten, ARD, 32.20

Ordentlicher Science-Fiction-Film mit etwas mauem Ende von Steven Spielberg nach dem berühmten HG Wells Roman. Tom Cruise stört kaum, unerträglich ist jedoch Schreikind Dakota Fanning, dank deren Verhalten man schon nachvollziehen kann, warum die Aliens hier in blinder Wut alles kaputttreten wollen.
Alternative: Wild Thing , arte, 21.35
Erster Part einer zweiteiligen Doku über die Geschichte der Rockmusik – erzählt von Iggy Pop, featuring Pete Doherty.
Sonntag, 31.03.
Vertigo, ZDF, 0.10

50 Jahre lang grüßte das Citizenkanetier von der Spitze der renommiertesten Filmliste der Welt: der einmal im Jahrzehnt von Regisseuren und Filmkritikern gewählte Sight & Sound – Poll hatte seit 1952 Jahrzehnt um Jahrzehnt Orson Welles’ Debütfilm… weiter lesen