Archive for the ‘Television Personalities’ Category

16.02.2012 von Christian Ihle
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Words Of Wisdom: Ricky Gervais bei Jon Stewart über Panda-Porn

von Christian Ihle

Um seine neue Show “Life’s Too Short” vorzustellen, war der britische Comedian Ricky Gervais Gast in der Jon-Stewart-Show. Es folgte ein denkwürdiger Dialog über tierische Fortpflanzung, Panda-Porn und überhaupt die Weigerung von Pandas, ausreichend Sex zu haben:

“The thing is — right now, pandas are one of the most endangered species on the planet, right?
We’re all rushing around going let’s save the panda but they’re not meeting us halfway. They’re not having sex so that’s fundamental to surviving. When did they stop having sex? Why are they so like middle-class bohemian going, ‘we’re not going to have children!’ It’s ridiculous.

In der Folge lässt sich Gervais mehrere Ideen einfallen, um Pandas zu retten, die allesamt sehenswert sind:

Hier das Interview: Klick

08.08.2011 von Christian Ihle
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Der erste Fernsehauftritt von Ton Steine Scherben

von Christian Ihle

Q: “An wen wenden sich Eure Lieder?”
Rio: “(…) An Lehrlinge. Nicht an die bereits Agitierten.”
Q: “Ist das auch der Grund, warum die Texte beinahe primitiv, banal sind?”
Rio: “Ja, logisch.”

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“Unsere Gesellschaft schluckt alles – auch das Lied, mit dem sie selbst abgeschafft werden soll.”

01.08.2011 von Christian Ihle
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Oliver Pocher oder: Witz komm raus.

von Christian Ihle

Bekanntlich macht der Teufel nur dorthin, wo schon gedüngt ist; womit erklärt wäre, wie Oliver Pocher es ins deutsche Fernsehen schaffen konnte. Die viel interessantere Frage: wie konnte er sich dort halten?

Begonnen hat Pocher seine Fernsehkarriere als Warm-Up-Clown einer gewissen Birte Karalus; womit wiederum geklärt scheint, warum dieser Zimtstern am Talkshow-Himmel schnell das Zeitliche segnete. Über weitere Geschmacksrestposten der privaten Fernsehunterhaltung, die Talkshows Bärbel Schäfers und Hans Meisers, erzwang er sich 1999 eine Anstellung beim Musiksender VIVA. Offensichtlich war zu jener Zeit nicht nur die Nachwuchsarbeit des deutschen Fussballs an der Wahrnehmungsgrenze angelangt. Pocher hatte zwar genauso viel Talent wie seine kickenden Gesinnungsgenossen, Carsten Ramelow und Co., doch im Gegensatz zum Fussball war Unvermögen im Fernsehen noch nie das entscheidende Kriterium. Pocher war gehässig und bereit sich zum Affen zu machen. Das reichte, die Formate “Alles Pocher, … oder was?” und “Rent a Pocher” in recht veritable Quoten-Erfolge umzumünzen. Ersparen wir uns die nächsten Stationen. Am Ende des Lieds stand Pocher 2007 tatsächlich vor dem Wechsel zur ARD, als neuer Sidekick der Harald-Schmidt-Show. Dass Pocher sich geschmeichelt sah, dass ihm, der schon bald nur sehr schlecht verbergen konnte, was für ein reaktionärer Spießer eigentlich ihn ihm steckt, nun endlich den Wechsel ins Erwachsenen-Fach geschafft zu haben, war verständlich. Dass die ARD sich, wie schon häufig zuvor, auf die Schulter klopfte, da sie, mit einem vermeintlichen Talent, dass nie eines war, und trotzdem schon zusehends verblühte, jüngere Zuschauer anzulocken meinte, war ebenso traurig wie vorhersehbar. Dass Schmidt dem zustimmte, bleibt unverzeihlich. Die Sendung wurde erwartbar: ein Desaster.

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Die Trennung war folgerichtig. … weiter lesen

12.04.2011 von Christian Ihle
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Sons Of Anarchy: When Villains become Heroes.

von Christian Ihle

Auch im Jahr für Jahr progressiver werdenden US-Fernsehen war Sons Of Anarchy eine Besonderheit – waren hier die Helden doch tatsächlich nach allen moralischen Standards Bösewichter: eine Rockerbande nach Art der Hell’s Angels, die ihr Auskommen mit Waffenschmuggel und Pornoproduktionen betreibt und dabei über Leichen geht (und um Tyler The Creator zu zitieren: it’s not a figure of speech…). Ein Anführer, der “für den Club” bereit ist, eigene Mitglieder umzubringen. Ein Polizeichef, der sich von der Rockerbande bezahlen lässt und offen korrupt ist. Ein Bundespolizist, der seine Exfreundin vergewaltigt. Gut und Böse sind in Charming, dem Ort, in dem Sons Of Anarchy spielt, nicht vertauscht, sondern gar nicht mehr als Gegensätze vorhanden.

“If you love the man, you learn to love the club”

Dass es Serienerfinder Kurt Sutter dennoch gelingt, Empathie für die einzelnen Figuren zu erzeugen, ist natürlich umso bewundernswerter, weil Sons Of Anarchy nicht den semi-ironischen Ton der Sopranos pflegt, sondern bitterernst ist (was man der Serie auch am ehesten vorwerfen kann – andererseits: bei Jack Bauer hat man auch nie gelacht und dennoch war “24″ die Serie der Nullerdekade).

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Nach einem etwas mauen Start, in dem ein Vater-Sohn-Konflikt Haupttreiber der Handlung ist, entwickelt … weiter lesen

28.02.2011 von Christian Ihle
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“Die schlechteste Oscarsendung der Geschichte…”

von Christian Ihle

“The worst Oscarcast I’ve seen, and I go back awhile. Some great winners, a nice distribution of awards, but the show? Dead. In. The. Water.”

twitterte die 68jährige amerikanische Filmkritiklegende Roger Ebert am Ende der Oscar-Verleihung letzte Nacht. Und man kann ihm schwerlich widersprechen. Zum ersten Mal durften die Schauspieler Anne Hathaway und James Franco die Veranstaltung moderieren – ein offensichtlicher Versuch der Academy nach schlechten Einschaltquoten in den Vorjahren eine jüngere Zielgruppe anzusprechen.
Anne Hathaway mühte sich dabei noch redlich, selbst eine vermasselte Anmoderation möchte man nicht als Problem sehen, sondern ein generell espritfreies Buch, eine beinah komplett pointenfrei Oscarmoderation. Noch schlimmer dabei James Franco, der außer einem wissenden Grinsen beinahe nichts zum Gelingen des Abends beitragen konnte – fast absurd abwesend wirkte das Multitalent Franco.

Besonders dramatisch deutlich wurde die biedere Moderation als der mehrfache Oscar-Moderator Billy Crystal auf der Bühne Bob Hope Tribut zollte… weiter lesen

11.10.2010 von Christian Ihle
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Banksy meets The Simpsons

von Christian Ihle

Banksy

(Banksy: I Must Not Copy What I See On The Simpsons, Graffiti in New Orleans, 2008)

In der gestrigen, neuen US-Episode der Simpsons war der britische Graffiti-Künstler Banksy Gaststar – allerdings nicht wie normalerweise als Männchen, das in der Serie mitspielt (würde ja auch schwer mit dem Erkennen werden, wenn man jemanden darstellen will, dessen Aussehen unbekannt ist…), sondern als Zeichner für die berühmte Eröffnungsszene, die mit dem wöchentlich neuen Couch-Gag endet.

Banksy schmuggelt einige Trademarks (wie eine Ratte) sowie Insider-Scherzchen in den Film (Bart muss als Strafarbeit “I must not write all over the walls” an die Schul-Tafel schreiben), endet aber mit einer erstaunlichen Minute nach dem Couch-Gag und einer Anklage gegen das Merchandising-Prinzip der Simpsons, die auf seltsame Art anrührend wie surreal ist und den traurigsten Panda der Welt featured:

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P.S.: Laut Basler Zeitung sollen sich einige Animatoren zunächst… weiter lesen

12.07.2010 von Christian Ihle
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Tschüss, Delling & Netzer!

von Christian Ihle

So sehr sich auch das Gekabbel zwischen Delling und Netzer in den letzten Jahren abgeschliffen haben mag, jener kleine, in der Sendepause eines Spiels festgehaltene Moment zeigt dann doch, wie sehr die beiden – bei aller gegenseitigen Hochachtung – tatsächlich auch in unbeobachteten Augenblicken genauso miteinander umgehen wie während der Spielanalysen:

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Auch wenn wir weit zurück denken, in jene graue Vorzeit als Deutschland einen sympathischen Rumpelfußballnachlassverwalter als Bundestrainer hatte, der in einer immer noch unvergessenen Brandrede sich das Schlechtreden eines Unentschiedens gegen Island (!) verbat, war neben Weißbier-Waldi als Punchingball auch Delling und Netzer ins Visier geraten und ja gar Auslöser der ganzen Chose. Rudi Völler legte damals Gerhard Delling nahe, “Wetten Dass” zu übernehmen und bezichtigte Günter Netzer des ewigen Standfußballs gegen Albanien! Was werden graugelockte Schnurrbartträger wohl im Jahr 2042 über Mesut Özil sagen, wenn der einst deutsche Spiele mit “seiner” Zeit vergleicht?

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So sehr man Netzer auch schon Gedichte ob seiner manchmal drög-unsinnigen Analyseversuche gewidmet hat

“…Er schiebt die Worte hin und her
Wie schlapp getretne Bälle.
Sein geistlos Mittelfeld spielt quer
Und kommt nicht von der Stelle.
Er dribbelt qualvoll durch den Satz
Und bleibt am nächsten hängen.
Sein Schuss aus dem Zitatenschatz
Verfehlt das Tor um Längen.
Und weil sein Kopfballspiel so mies,
Sind die Pointenpässe
Auch viel zu flach und unpräzis
Und ohne Raffinesse.
Nicht, dass er sich noch selbst verletzt:
Verbal, durch einen Drehschuss.
Ach, wär ich doch sein Trainer jetzt:
Ich hätte ihn schon lang ersetzt,
Zur Not auch durch Matthäus.”

… ist man doch immer noch froh gewesen, wenn einem die beiden ARD-Kommentatoren aus dem Fernseher entgegenblickten an Stelle der sonstigen Pappnasen, die innere Reichsparteitage feierten…

Miro Klose
(größer? Klick!)

…oder die “fleischgewordene Zumutung, Komplettniete”, “der luziferisch leutselige Quatschkarton” Johannes B. Kerner, der … weiter lesen

14.12.2008 von Christian Ihle
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Schmähkritik (145): Claus Kleber

von Christian Ihle

“Kleber ist nun also der Superstar, der Thomas Gottschalk des Informationsprogramms, der Günther Jauch des Nachrichtenfernsehens. Worüber leicht in Vergessenheit gerät, dass es in diesem Sender Leute wie zum Beispiel Steffen Seibert gibt, die den Job weniger selbstverliebt, dafür mit großer Klarheit machen. Zu welchen vom Größenwahn inspirierten Eskapaden der Egoshooter Kleber inzwischen neigt, konnte man zuletzt sehen, als er den neuen hessischen SPD-Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel im Interview wie einen dummen Schuljungen vernahm.
(…) … weiter lesen

17.11.2008 von Christian Ihle
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Schmähkritik (134): Uri Geller & ProSieben (2)

von Christian Ihle

Die Presse zeigt sich über ProSiebens Samstagabend-Idiotie begeistert:

“Nur insgesamt 1,40 Millionen Zuschauer entschieden sich am Samstagabend für die größte Unverschämtheit, die ProSieben und Constantin Entertainment dem deutschen Publikum in diesem Jahr vorgesetzt haben.
(…)
Um mit Vorsatz und Anlauf auch gleich bleibend weitere Marken des Programms zu schädigen, hat man “Galileo”-Moderator Daniel Aminati in diesem pseudo-wissenschaftlichen Umfeld seine Glaubwürdigkeit demontieren lassen. Aminati stand während der Sendung – so hieß es zumindest – in einem Kontrollraum des wiederum tatsächlich existierenden Radio-Teleskop nahe der Stadt Evpatoria in der Ukraine – und durfte immer wieder betonen, wie spannend und unheimlich alles sei. Extra eingespielte Ton- und Bildprobleme legten allerdings beinahe den Verdacht nahe, dass sich Aminati mit ein paar schlechten, Wissenschaftler darstellenden Schauspielern im Nachbarstudio aufhielt.
(…) … weiter lesen

17.11.2008 von Christian Ihle
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Schmähkritik (133): Uri Geller & ProSieben

von Christian Ihle

“Gibt es intelligentes Leben auf dem Planeten ProSieben? Offenbar nicht, denn mit “Uri Geller Live: Ufos und Aliens” erschloss der Sender ganz neue Dimensionen des Blöd-TV.
(…)
Mit sensationell miserablen Quoten feierte ProSieben am Wochenende ein dreistündiges Festival des Extraterrestrischen, eine Show, nach der sich feiern lässt: Hurra, unser Fernsehen ist endlich genauso doof wie das amerikanische. … weiter lesen