Archive for the ‘Tune! Songs you should know about.’ Category

04.04.2012 von Christian Ihle
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Songs des Monats März mit Gary, Breton, Rocketjuice & The Moon, Wave Pictures und Jacques Palminger

von Christian Ihle

Song des Monats:


1. Gary – You, Lou and Stephen ca. 1995






Robert Stadlober ist ja vom Darling der deutschen Indie- und Filmszene zu einem bei mancherorts eher umstrittenen Schauspieler geworden, der “mit seiner Band in den Mitt90ern stehen geblieben” ist. Und ganz ehrlich: natürlich klingt Stadlobers Band Gary auch auf ihrem neuesten Album immer noch wie eine Mischung aus Teenage Fanclub, den Lemonheads und einem Klecks Pavement – aber, Hölle, wen interessiert das denn, wenn dabei eine dermaßen meisterhafte und aufrichtige Verneigung vor den eigenen Helden wie beispielsweise in “You, Lou and Stephen ca 1995″ entsteht, das den Pavementkopf Stephen Malkmus und Mister Sebadoh, Lou Barlow, besingt.
Zudem: Jedes Lied, das den Aufschrei “Malkmus, he is god!” enthält, ist Song-des-Monats würdig!

Bandcamp-Link: “You, Lou And Stephen Ca. 1995″ by Gary
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29.02.2012 von Christian Ihle
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Songs des Monats Februar: Bleeding Knees Club, Cloud Nothings, Soap&Skin, Beth Jeans Houghton, Team Me

von Christian Ihle

Song des Monats:


1. Bleeding Knees Club – Teenage Girl


bleeding knees club


Zwei blutjunge Burschen aus Down Under, die – wie es sich für blutjunge Burschen nun mal gehört – die schönste Ramonesrevivalmusik des Jahres machen. Wer mit dem Debütalbum der Smith Westerns glücklich geworden ist und deren Glam-Einflüsse gegen Girlgroup à la Shangri-Las tauschen möchte, ist mit dem Bleeding Knees Club mehr als nur gut bedient. Auf Album klingt “Teenage Girl” ein klein wenig domestizierter und nicht so ganz ins Tiefrote übersteuert, aber dafür hämmern die Drums als gäbe es kein Morgen mehr. Wunderbar.


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2. Perfume Genius – Dark Parts


perfume genius


“Dark Parts” ist nicht nur der herausragende Song des neuen Perfume Genius –… weiter lesen

06.02.2012 von Christian Ihle
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Songs des Monats Januar: Kavinsky, Tribes, Howler, Diametrics, Hospitality

von Christian Ihle

Song des Monats:


Kavinsky – Nightcall


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Das Wort “kongenial” wird ja gerne überstrapaziert, aber wann hat man zuletzt eine so passende Hochzeit von Soundtracksong und Filmbildern gesehen als in den Opening Credits von “Drive”? Genau wie sich der Film auf einem emotionalen Ground Zero bewegt, ist Kavinskys “Nightcall” pure Einsamkeit, eingefangen in den elektronischen Sounds der frühen 80er. Und doch: sowohl im Film wie im Song bleibt dieses kleine Glimmern an Hoffnung, an verbliebenen Gefühlen, das alles Eindimensionale verhindert.


Ebenfalls hörenswert:




Hospitality – Betty Wang


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Auf ein Debütalbum von Hospitality musste man seit der ersten Erwähnung nun auch gut zwei Jahre warten. Am 31. Januar kam das erste Album in den USA auf Merge Records heraus.… weiter lesen

06.10.2011 von Christian Ihle
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Songs der Woche: Locas In Love, Laura Marling, This Many Boyfriends

von Christian Ihle

SONG DER WOCHE:

Locas In Love – Manifest

Zugegeben, ich bin ein wenig spät dran, ist Eric Pfeil doch drüben im FAZ-Blog schon seit Monaten in Love with Locas. Aber nachdem ich die Kölner auf dem Reeperbahnfestival bei einem ganz bezaubernden Auftritt in der Prinzenbar gesehen habe, führt kein Weg mehr am vierten LiL-Album “Lemming” vorbei, auf dem mit “Manifest” einer der besten Songs des Jahres zu finden ist, in dessen Text Björn Sonnenberg die mögliche Gleichzeitigkeit von erhobener Faust und liebender Umarmung wie wohl keiner zuvor thematisiert. Der Missing Link zwischen Reinhard Mey und Ja, Panik (was nur und ausschließlich positiv zu verstehen ist!):

Locas In Love – Manifest by Christian76

Da ist kein Gegensatz, von Zerstörung zu singen
Und trotzdem weder bitter noch hart zu werden
Mein Herz ist groß genug für einen Hass und eine Liebe, die alles
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08.09.2011 von Christian Ihle
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Tune! Songs der Woche mit Jay-Z & Kanye West, S.C.U.M., Puro Instinct feat Ariel Pink, Camera

von Christian Ihle

SONG DER WOCHE

Jay-Z & Kanye West feat. Frank Ocean – No Church In The Wild


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Wer? Wir hatten die beiden Hip-Hop-Schwergewichte und größten männlichen Popstars des Planeten schon vor ein paar Wochen mit der ersten Single ihres Kollaborationsalbums in unserer Tune!-Rubrik, aber mit “No Church In The Wild” holen sie jetzt erst zum eigentlichen Schlag aus. War “Otis” eine nette Otis Redding – cut & paste – Homage ist “No Church In The Wild” der wirkliche Übersong. Hier stimmt alles. Eine Bassline, die von der ersten Sekunde an den Song treibt, Jay-Z in Hochform und dann der zurückhaltende, aber soulige Refrain von Frank Ocean aus dem Odd-Future-Kollektiv. Wer in einer Jay-Z & Kanye West Zusammenarbeit dermaßen die Show stiehlt wie Frank Ocean hier, ist zu Größerem berufen. Vielleicht wird ja Ocean der große Star der Odd Future Wolf Gang und gar nicht ihr eigentlicher Anführer Tyler, The Creator?

Mehr? “Watch The Throne” ist im August erschienen.

Und wie isses, das Album? Sowohl an den hohen Erwartungen wie am eigenen Größenwahn leidend, nicht gerade füllerfrei sowie etwas zu lang geraten, aber eben auf der anderen Seite mit genügend Treffern, um nicht zu enttäuschen. Ordentliches Album mit einigen brillanten Tracks, von denen “No Church In The Wild” ohne Zweifel der Größte ist.

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S.C.U.M. – Whitechapel

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Wer? Shoegaze-Gothics aus London, die wie die kleinen Brüder der Horrors klingen. Was gar nicht mal so weit weg von der Wahrheit ist, ist Bassist Huw Webb doch auch im echten Leben tatsächlich der kleine Bruder eines Horrors-Mitglieds! Aber wir wollen S.C.U.M. keinesfalls eine billige Kopie nennen, dazu sind sie erstens zu hartnäckig und zweitens zu gut geworden. Vor zwei Jahren klangen S.C.U.M.-Songs noch wie reiner White Noise, dem Struktur und Songideen fehlte, aber das nun im Herbst erschienene Album zeigt eine deutliche Weiterentwicklung seit den frühen Anfängen.

Mehr? Das Album “Again Into Eyes” ist bereits erschienen.

Und wie isses, das Album? Gut. Besser als erwartet, wenngleich nicht jeder Song so gut funktioniert wie Anfang (“Faith Unfolds”) und Ende (“Whitechapel”) der Platte und manchmal doch etwas zu verloren auf die Schuhe geglotzt wird statt sich mit Songwriting zu beschäftigen. Dennoch, allein die beiden genannten Songs hätten wir tausendmal lieber auf dem neuen, enttäuschenden The-Horrors-Album gehört als alles, was Faris & Co tatsächlich dafür aufgenommen haben. Zudem gelingt es S.C.U.M., weder in die Joy-Division-für-Arme-Falle zu tappen (Hallo Editors! Wie geht’s, Interpol?) noch – schlimmer gar – im falschen Pathos des Gloom Rocks der Marke White Lies zu versinken.

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Puro Instinct feat Ariel Pink – Stillyagi

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Wer? Die beiden hübschen Gallionsfiguren der kalifornischen Weed-Szene…

…und everybodys favourite mental hipster Ariel Pink! “Stillyagi” ist ein ganz eigener Hybrid aus Italo-Disco und 70s-Soft-Rock im 80s-Design, aber nach drei, vier Hördurchgängen tatsächlich unwiderstehlich

puro instinct

Mehr? Das – großartig betitelte! – Debütalbum “Headbangers In Ecstasy” von Puro Instinct soll nun doch endlich noch in Deutschland erscheinen, nachdem es in den USA bereits im Frühjahr veröffentlicht wurde.

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RIOT PREDICTION DER WOCHE

Camera

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Wer? Eine dreiköpfige Berliner Untergrundband, die sich ihren Namen durch Guerilla-Gigs in U-Bahn-Wartehallen und -Bahnsteigen erspielt hat und eine dermaßen formidable Punkvariante von Neu!-inspiriertem Krautrock spielt, dass uns der Mund offen stehen bleibt. Vor zwei Wochen fand einer der seltenen “richtigen” Gigs im Rahmen der 8mm-Musik-Night im Berliner Bassy statt, bei dem Camera zeigten, dass mehr als metronomisches Geklöppel in ihnen … weiter lesen

01.09.2011 von Christian Ihle
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Tune! Songs der Woche mit Girls, Fucked Up, Pulp, Tribes, Jono McCleery

von Christian Ihle

SONG DER WOCHE

Girls – Vomit


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Wer? Die beste Band, die der amerikanischen Lo-Fi-Szene entstiegen ist. Doppel-Song-des-Jahres-Gewinner 2009 im Popblog. Kurz: Ohne Zweifel eine der besten Bands dieser Tage. Die beiden San-Francisco-Slacker kehren nach einem phänomenalem Debütalbum und einer sehr sehr guten Zwischen-EP nun mit Album Nummer Zwei zurück, das – zu unserer Erleichterung – erneut durchgehend überzeugt. Man mag fast nicht mehr glauben, dass diese Band der Lo-Fi-Szene entsprungen ist, sind die neuen Songs doch wie schon auf der Zwischen-EP reich instrumentiert und perfekt arrangiert – aber ohne dabei weichgespült oder middle of the road zu klingen. Zwar fehlen die kurzen, kleinen Skizzen wie “Lust For Life”, dafür gelingt es den Girls nun in fast jedem Song die Höhen von “Hellhole Ratrace” zu erklimmen. Auch nach zweieinhalb Alben: eine der besten Bands der Welt.
Nur vermissen wir den alten Style der Videos – die charmantlässige Herangehensweise geht im durchstilisierten (und ziemlich sinnlosen) “Vomit”-Video leider verloren. Der Song ist aber erstens exemplarisch für das Album und zweitens: sehr gut.
Sehr gut übrigens auch die Pressemitteilung zu Vomit, die auf den ungooglebaren Debütalbumtitel “Album” anspielt: “To those that doubted we could bring you a more problematic set of google terms than ´Girls+Album´ we bring you: ´Girls+Vomit´”!

girls

Mehr? Am 9. September erscheint das zweieinhalbste Girl-Album “Father, Son, Holy Ghost”.

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Fucked Up – Queen Of Hearts


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Wer? Die kanadische Hardcore/Punk/Indierock-Band Fucked Up sprengt bereits seit ein paar Jährchen die Grenzen der Genres, in denen man sie eigentlich verortet. War das letzte Album “Chemistry Of Common Life” schon wirklich bemerkenswert, klingt allein die Idee hinter “David Comes To Life” irrsinnig: ein 18-Lied-langer-Songzyklus in vier Akten über das Leben des Protagonisten David. Natürlich denken wir hier zuerst an den Fucked-Up-Karrierehöhepunkt “David Comes To Life” vom 2006er Album “Hidden World”…

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…aber vom recht straighten 77s-Punk von damals haben sich Fucked Up ein Stückchen wegentwickelt (was auf 80 Minuten Spielzeit durchaus auch anstrengend werden kann). Die Single “Queen Of Hearts” ist aber ohne Zweifel einer der musikalischen Höhepunkte und hat zudem noch ein außergewöhnlich gutes Video, siehe oben.

Fucked Up

Mehr? Das dritte richtige Fucked Up Album “David Comes To Life” ist bereits erschienen.

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RIOT PREDICTION DER WOCHE

Tribes – When We Were Children

We Were Children (EP) by TRIBES

Wer? Die wahrscheinlich sicherste Wette auf eine erfolgreiche Gitarrenband aus England. Tribes haben die Refrains und großen Gitarren, um zu einem größeren Publikum durchzudringen. Das bemerkenswerte erste Ausrufezeichen “When We Were Children” vereint Oasis (oder Slade) – Melodiewucht mit einem klassischen Smashing-Pumpkins-Refrain zu deren besten “Siamese Dream” – Zeiten (siehe “Today”). Das wird groß.

tribes

Mehr? Auf der kürzlich erschienen EP “When We Were Children” enthalten. Ein Debütalbum ist noch nicht erschienen.

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Jono McCleery – Wonderful Life … weiter lesen

18.08.2011 von Christian Ihle
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Tune! Songs der Woche mit: The Rapture, Thees Uhlmann, Scott Matthew Jay-Z & Kanye West, Rocket From The Tombs

von Christian Ihle

Um dem sich immer schneller drehenden Musikbusiness gerecht zu werden, haben wir eine neue Kategorie im Popblog, die die Albumreviews ergänzt. In “Tune! Songs you should know about.” stellen wir eine handvoll neuer Songs von aktuellen Alben und kommenden Künstlern vor und graben jeweils auch einen Klassiker aus, den man gerne wieder aus der Vinylschrank ziehen darf:

SONG DER WOCHE

The Rapture – How Deep Is Your Love


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Wer? Wenn es neben James Murphy und seinem LCD Soundsystem eine Band gibt, die wir dafür verantwortlich machen können, dass Punk und Disco, Funk und Aggresivität eine Hochzeit im letzten Jahrzehnt eingegangen sind, dann The Rapture, deren “House Of Jealous Lovers” eine der Singles der letzten 10 Jahre war. Nicht unbedingt mit einer calvinistischen Arbeitsethik ausgestattet, haben The Rapture jetzt gerade mal ihr drittes Album (sowie eine herausragende Debüt-EP mit “Out Of The Tracks And Onto The Races”) in zehn Jahren geschrieben, das aber wie die beiden Vorgänger erneut durchweg überzeugen kann.
Nichts auf dem hervorragenden Album schlägt aber diese erste Single, die ohne Zweifel einer der allerbesten Songs des Jahres ist. Eine phänomenale Rückkehr.

Mehr? Das neue Album von The Rapture “In The Grace Of Your Love” erscheint am 2. September 2011

Scott Matthew – Felicity

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Wer? Einer der vielen bärtig-fragilen Singer/Songwriter – aber ohne Zweifel einer der besten. Immer noch ist etwas rätselhaft, warum Matthew noch nicht die Bekanntheit eines … weiter lesen