01.05.2009 von Christian Ihle
1. Legende zu Besuch: Billy Childish & The Musicians of the British Empire
Die Legende des britischen DIY, der große Wild Billy Childish, besucht Berlin für zwei Konzerte in Folge. Am 23.5. spielt Childish mit seiner aktuellen Stammband im großen Festsaal auf und am Folgetag wird das kleine Monarch von Mr Childish gemeinsam mit den Chatham Singers bespielt. Wer je ein Billy Childish Konzert gesehen hat, der weiß: schöner wurde von Menschen in Pickelhauben nie musiziert! Punk Rock ist nicht tot.
2. Noch klein, bald groß: Scott Matthew
Scott Matthew, bereits seit der ersten Platte ein Freund des Popblogs, hat nicht nur mit “There Is An Ocean That Divides And With My Longing I Can Charge It With A Voltage That’s So Violent To Cross It Could Mean Death” den besten Albumtitel des Jahres im Gepäck, sondern seine “Antony & The Johnsons ohne Bombast” – Formel für Platte Nummer Zwei noch weiter verfeinert. Wunderbare Rotwein- und Mädchendatemusik!
3. Hot In Britain: Brakes
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28.01.2009 von Christian Ihle
Dieser Artikel aus dem britischen Guardian ist zwar schon etwas älter, aber Idee und Ausführung gut genug, ihn dennoch hier einmal ausfürlich zu zitieren.
Ever get the feeling you’ve been cheated? It’s meant to be a classic album, but all you can hear is a load of boring tripe… titelte der Guardian und bat Künstler, ihre liebste heilige Kuh zu schlachten: eine jener Platten, die normalerweise außerhalb jeder Diskussion stehen.
Dass sich mancher hier auf dünnes Eis begibt (Hallo, Luke Pritchard von den Kooks!), liegt in der Natur der Sache und erhöht den Lesespaß nur noch. Andere, wie der große Billy Childish, begründen dagegen völlig nachvollziehbar, warum ein “Meisterwerk” eben doch nicht mehr als ein aufgeblasenes Ereignis war. Einige schöne Stellen:
Billy Childish über The Beatles: “Sgt Pepper’s Lonely Hearts Club Band”
“Sgt Pepper signalled the death of rock’n'roll. Rock’n'roll is meant to be full of vitality and energy, and this album isn’t. It sounds like it took six months to shit out. The Beatles were the victims of their success. This is middle-of-the-road rock music for plumbers. Or people who drive round in Citroens – the sort of corporate hippies who ruined rock music. … weiter lesen
30.12.2008 von Christian Ihle
10. Mystery Jets feat. Laura Marling: Young Love
Der Indie-Pop-Song des Jahres aus England. Die Eel-Pie-Jungs ließen diesmal alle Indie-Progrock-Tendezen daheim und entschieden sich für puren Pop. Der Song wäre schon für sich genommen der große Höhepunkt ihres zweiten Albums gewesen (das leider nicht ganz dieses Niveau halten konnte), doch dann kommt nach 2:05 Minuten die mit unserer Album-des-Jahres-Krone ausgezeichnete Laura Marling um die Ecke und verzaubert, in jeder Hinsicht.
Charts: UK: 34
9. Be Your Own PET: Becky
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19.05.2008 von Christian Ihle
Diese Unmengen an Musik, die jedes Jahr veröffentlicht werden! Man kommt kaum noch nach, all die neuen Releases – oder zumindest die aus dem eigenen Lieblingsgenre – wirklich anzuhören, geschweige denn sich auf die Suche nach Goldstücken aus der Vergangenheit zu begeben.
Hier setzt das Schwesterblog von Monarchie & Alltag, „Abenteuer & Freiheit“, an, das sich mit all den kleinen Schwestern der großen Hits befassen will. Die Nichtalbumsingle, die keiner mehr kennt, die b-Seite, die der a-Seite schon immer hands down überlegen war, der vergessene Albumtrack, der unverständlicherweise nie Single wurde…
Zu jedem Wochenbeginn soll ein neues Stück vorgestellt werden und die ersten vier “Ausgaben” sind bereits veröffentlicht.
* Wild Billy Childish: „Punk Rock Ist Nicht Tot“
Die Independent-Legende Großbritanniens hier beispielhaft mit einem Song aus seinem über 100 Platten großen Backcatalog. Nebenbei ist er auch noch verantwortlich für den Refrain von Art Bruts Song „St. Pauli“ aus deren letztem Album: „Sorry if my accent’s flawed / I learnt my German from a 7 inch record / Punk rock ist nicht tot!”
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* Del Shannon: „New Orleans (Mardi Gras)“
Bekannt wurde Del Shannon vor allem durch seinen Hit “Runaway”, doch Ende der 60er Jahre veröffentlichte er ein leider untergegangenes Album, das sich für unseren Gastschreiber Steph auf Augenhöhe mit „Pet Sounds“ und „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ befindet.
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* Boy Division: „Love Will Tear Us Apart“
Nachdem Joy Division in diesem Jahr endgültig vom Mainstream verzehrt wurden und ihre offizielle Kanonisierung erfuhren, tut es gut, Hamburgs bestgekleidete Coverband mit einem fantastisch respektlosen Cover von „Love Will Tear Us Apart“ zu hören, das nebenbei auch alle anderen Coverversionen dieses Songs (und welcher Song der Indiegeschichte wurde bitte häufiger nachgespielt?) mühelos in den Schatten stellt.
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* Die Bienenjäger: „Große Städte, Flaches Land“
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28.12.2006 von Christian Ihle & Horst Motor
10. Wild Billy Childish
Billy Childish ist eine Legende des britischen Undergrounds. Unzählige Alben, Bands und Songs hat er unter den verschiedensten Namen (Thee Headcoats, Buff Medways, etc) in den letzten annähernd 30 Jahren veröffentlicht und immer noch marschiert er erhobenen Hauptes weiter. Kommerzieller Erfolg ist ihm dabei nicht wichtig und selbst wenn sich für eine kurze Zeit der Geschmack der Welt zufällig für die Art Musik interessiert, die Billy Chidish seit Jahrzehnten nun in erschreckender Regelmäßigkeit produziert, verhilft ihm das zu keinem Durchbruch. Im Gegensatz zu allen Garagen-Punk-Bands, die die ersten Jahre des neuen Jahrtausends beherrschten, bleibt Childish der kompromisslose Vater der Szene, der kein Jota von seinen Überzeugungen weicht. … weiter lesen