Benefiz-Sampler, das muss man leider zugeben, haben oft einen schalen Beigeschmack. Bands, die ihre unveröffentlichten Songs für diese Zusammenstellungen zur Verfügung stellen, geben oft eben genau jene Songs her, die aus guten Gründen vorher unveröffentlicht blieben. Lieder, die es nicht auf die regulären Alben geschafft haben und oft nicht mal als B-Seiten auf Singles landeten.
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Was das Popblog im Laufe der Monate empfehlenswert fand, Teil 2…
Juli 2008
Platz 1: Yeti – The Legend Of Yeti Gonzales
“Mehr oder minder unerwartet bläst einen nun aber das Debütalbum mit dem albernen Titel „The Legend Of Yeti Gonzales“ aus den Schuhen: nicht nur dass der Mod-Rock eingemottet wurde und die Byrds wieder als Hauptinspiration gelten dürfen, nein, dazu kommt auch noch feingeistiges Gitarrenspiel und Arrangements die gar an das legendäre „Forever Changes“ von Love erinnern.”
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Conor Oberst macht jetzt Solo und ein wenig kann man die Unkenrufe verstehen. Was soll denn da der große Unterscheid sein: Bright Eyes ist ja schließlich Conor Oberst par excellence. Anders ist “Conor Oberst” dann doch geworden, und das hat mehrere einleuchtende Gründe.
Im Plattenladen im April (2): Arctic Monkeys, Bright Eyes, Laura Veirs, Anais Mitchell
von Christian Ihle & Horst MotorArctic Monkeys – Favourite Worst Nightmare
Last years next big thing zu sein ist wohl die undankbarste Situation, in die man als junge, aufstrebende Band geraten kann. Das gilt im Besonderen für die Arctic Monkeys, die als eine der wenigen derart in den Mainstream schossen, dass man sich an Oasis’ 94/95 erinnert fühlte. In den ersten fünf Tagen allein auf der Insel 360.000 Exemplare vom Debütalbum zu verkaufen spricht Bände. Diese Platte hatte mehr potentielle Nummer-Eins-Singles in 40 Minuten als andere Bands in ihrem ganzen Leben. Ja, der beste Monkeys-Song wurde noch nicht einmal ausgekoppelt: “A Certain Romance” blieb als Rauswerfer auf ihrem Debüt versteckt.
Doch wie folgt man einem derart phänomenalem Erfolg?
Die erste Single „Brianstorm“ klang wie eine behutsame Weiterentwicklung des Monkeys-Sounds. Tarantinos Surf Gitarren liegen über einem brutalen Rifffest und nach anfänglichen Zweifeln gibt man nach: ja, gut das Ding.
Aber das Album? Wer hat Alex Turner die Melodien geklaut? Wo sind die Tanzbodenbefehle? Bei dem fantastischen „Fluorescent Adolescent“ fühlt man sich noch einmal an „A Certain Romance“ erinnert, aber der überwiegende Rest ist nichts, was die vier Jungs aus Sheffield zu Beginn ihrer Karriere auf b-Seiten gepackt hätten. … weiter lesen

