15.03.2010 von Christian Ihle
“What is Hamann? What has he got? He smokes, he drinks, he uses pot! But he will shine, he’ll close our ranks! He’ll be like Rommel in his tank! So, now go out and FOLLOW THE KRAUT!”
…singt Trainer Rafa Benitez im Film “15 Minutes That Shook The World“, in dem die Geschichte der Halbzeitansprache bei jenem Champions League Finale FC Liverpool – AC Milan erzählt wird, als Liverpool einen 0:3 Halbzeitrückstand gegen einen in der ersten Hälfte Zauberfußball spielenden AC Mailand noch drehen konnte, was zurecht als das wohl größte Endspiel der Fußballgeschichte gilt.

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Eine surreale Geschichte erzählen Drehbuchautor David Kirby und Regisseur Illy in ihrem Spielfilm zu Ehren des Champions-League-Triumphs von 2005 und konnten mit Jamie Carragher und Steven Gerrard sogar die beiden bedeutendsten Liverpool-Spieler als Akteure gewinnen. Auch Didi Hamann spielt sich selbst und wird mit seinen deutschen Tugenden der entscheidende Akteur für die Aufholjagd. Eine bemerkenswerte Selbstironie legen dabei alle Teilnehmer an den Tag, denn welcher Fußballspieler ließe sich hierzulande in einem Film, in dem er selbst mitspielt, mit der Zeile “He smokes, he drinks, he uses pot!” besingen? (Mario Basler jetzt mal ausgenommen!) … weiter lesen
19.11.2009 von Christian Ihle
Wir schreiben das Jahr 1988 und die letzte große Mannschaft des FC Liverpool (was Meisterschaften angeht) nimmt zur Feier des britischen Pokalfinales einen Song auf. Soweit nichts besonderes, aber wenn man sich anhört (und ansieht!) welchen Song die Liverpooler unter Führung ihres Mittelfeldtausendsassas John Barnes hier eingesungen haben, dann geht einem schon der Hut vor Respekt (und Belustigung) hoch.
Die Liverpool-Mannschaft versucht sich an einem astreinen Rapsong, der schön an Run DMC und Konsorten erinnert. Thematik des Songs, absurder geht es kaum: die beiden verbliebenen Liverpooler Eingeborenen (Steve McMahon und John Aldrige) mokieren sich darüber, dass die anderen Mitspieler nicht aus Liverpool selbst stammen und so für sie unangenehme Dialekte sprechen. Nebenbei wird noch schön die Konkurrenz gedisst (“Liverpool FC is hard as hell / United, Tottenham, Arsenal / Watch my lips, and I will spell / ‘Cause they don’t just play, but they can rap as well”)… weiter lesen
12.04.2007 von Christian Ihle
Gerade wenn man wieder wie gestern die gotterbärmlich einfallslosen Fanscharen bei einem deutschen Champions-League-Heimspiel erleben durfte, schweift der Blick neidisch auf die Insel. Während sich des Bayernfans Stimmgewalt und Sangesfreude in einem endlos wiederholten „BAY-ERN!“ (ersatzweise: „MÜN-CHEN!“) erschöpft, sind die Fans von Glasgow über Liverpool bis nach London alleine schon das Eintrittsgeld wert.
Eine besonders schöne Tradition, die auch wieder einmal die tiefe Verwurzelung der britischen Allgemeinheit in der Popkultur aufzeigt, ist das Umdichten bekannter Popsongs. Während in Deutschland „Steh auf, wenn du Deutscher/Kölner/Franke bist“ das am häufigsten vernommene Beispiel sein dürfte, sprüht man in England vor Ideenreichtum.
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