Posts Tagged ‘Girls’

31.12.2009 von Christian Ihle
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Die zehn besten Songs 2009

von Christian Ihle

10. Felice Brothers: “Penn Station”

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So muss es klingen, drückte man dem Dylan von “Positively 4th Street” eine Flasche Whiskey in die Hand und ließe ihn mit einer räudigeren Band trunken closing time – Songs aufspielen. In gewisser Weise sind die Felice Brothers damit auch ein New Yorker Äquivalent zu den Pogues (man achte übrigens bei obigem Video unbedingt auf das Ende!).

9. Fehlfarben: “Nichts erreicht meine Welt” (live)

Im Großen und Ganzen bleibt zu konstatieren: die nun auch schon sieben (!) Jahre andauernde Fehlfarben-Reunion hat mehr Gutes als Schlechtes gebracht. Und das allein ist schon bewundernswert bei einer Band, die ein so großes Denkmal wie “Monarchie & Alltag” zur freien Beschädigung vor sich hätte. In diesem Jahr erschien kein reguläres Album, aber ein eigenwilliges Livedokument der aktuellen Tour, auf dem ausgerechnet einer der Songs aus der “blinden” Fehlfarben-Phase (also jener Zeit Anfang der 90er als eine erste Fehlfarben-Reunion völlig unbeachtet blieb) alle anderen turmhoch überstrahlt: “Nichts erreicht meine Welt”.

8. Julian Casablancas: “11th Dimension”

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Vielleicht hat man Julian Casablancas Solo-Debüt doch nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit versehen … weiter lesen

27.12.2009 von Christian Ihle
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Die zehn besten Alben 2009

von Christian Ihle

10. Peter Doherty: “Grace/Wastelands” (Indiepedia)

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Der erste Eindruck war zwiespältig und die Gorillaz-on-H-Hymne “Last Of The English Roses” tat auch nicht viel, um ihn zu zerstreuen. Nein, “Grace/Wastelands” war nicht die ersehnte kreative – oder gar kommerzielle! – Wiedergeburt des verlorenen Goldenboys Britanniens, aber wie die Monate so ins Land zogen, klopfte doch Song um Song deutlicher an die Jahresendcharttür, so dass wir spätestens bei den bezaubernden Solokonzerten Anfang Dezember wieder wussten, warum wir uns noch einmal so nach dem Herrn allein mit einer Akustikgitarre gesehnt hatten. Deshalb ist auch der herausragende Song des Albums der reduzierteste: “Lady Don’t Fall Backwards”, der auch wieder eine jener Textstellen bereithielt wegen der man Doherty einst verehrte – “and I will love you forever / Or at least ’til morning comes”

Höhepunkte:
* Lady Don’t Fall Backwards
* The Sweet By & By
* Der Übergang von A Little Death Around The Eyes in Salome

Charts:
D: 20 / UK: 17

9. La Roux: “La Roux” (Indiepedia)

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Was für ein Popalbum! … weiter lesen

14.12.2009 von Christian Ihle
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Album des Monats November / Platz 1: Girls – Album

von Christian Ihle

Was ist denn nun los? Kurz vor Jahresende und auf einmal die vielzitierte “gerechte Welt” vor der Tür? Als ich im Januar Girls, die Zweimannband aus San Francisco, in meiner I Predict A Riot – Musikglaskugelschau als eine der potentiell wichtigsten Bands für 2009 benannte, war ehrlich gesagt der gute alte Wunsch der Vater des Gedankens. Ich kannte damals zwei Songs, von denen vor allem “Hellhole Ratrace” mich derart beeindruckte, dass ich der Band – bis dato ohne jede Veröffentlichung in Europa – mehr Weltbeherrschung als irgendeiner anderen zu jener Zeit wünschte. Gleichzeitig dachte ich aber auch: die kennt heute noch keiner und die wird wohl auch morgen keiner kennen.

girls album

So kann man sich täuschen. Sacht, aber bestimmt wurde die Band um Christopher Owens bekannter und geheimtippiger: im Grunde begann alles mit jenem Videoclip, der das halbjahr alte “Hellhole Ratrace” mit einem Kurzfilm versah, für den man das Wort “kongenial” dann doch mal ziehen darf. Hier war alles drin: die Lust am Feiern, die Melancholie, der Sex, kurz: das Jetzt, das sich dem Später verweigert. Und dann diese Stelle, als die Band mit Freunden auf den Hügeln vor San Francisco sitzt, auf die Stadt blickt, die Sonne aufgeht und die Gitarren krachen, als gäbe es nur diesen einen Moment und alles andere wäre irrelevant, egal, kann-uns-später-kümmern. Hier, in diesen Sekunden, in diesem Lied, in diesem Videoclip war die ganze Kraft des Rock’n'Roll, dieser flüchtige Blick in eine bessere Welt, der dir die Tränen in die Augen treibt.

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I work to eat and drink and sleep just to live /
feels like im never getting back what I give /
I’ve got a sad song in my sweet heart /
and all I really ever need is some love and attention

and I dont want to cry my whole life through /
I want to do some laughing too /
so come on, come on, come on, come on, laugh with me.

girls hellhole

Wenig später fing Pitchfork (9.1/10) an sich zu überschlagen und der große Gegenpart auf der anderen Seite des Atlantik, der NME, zückte ebenfalls 9/10 Punkten. Die Band kam auf ihre erste – jaja, von uns präsentierte – Deutschlandtournee und verwirrte wie beglückte mit fahrigen Konzerten, die vom Abgrund wie von der Erleuchtung erzählten. Dann Single Nummer 2. “Lust For Life”. … weiter lesen

25.09.2009 von Christian Ihle
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My Favourite Records mit Girls… und Kartenverlosung!

von Christian Ihle

girls

Wir werden ja nicht müde, “Hellhole Ratrace” als den besten Song des Jahres zu preisen – und da wir nun schon seit Winter letzten Jahres sehnsüchtig auf die Jungs warten, die den Song geschrieben haben, freuen wir uns natürlich ungemein, die allererste Deutschland-Tour der Westbay-Band Girls präsentieren zu dürfen.

Damit ihr euch alle auch endlich mal von Girls verzaubern lasst, werfen wir noch ein paar Freikarten in den Topf, rühren das ganze mit schönen My Favourite Records – Antworten von Beethoven bis Shakira durch und legen jedem dringend ans Herz, sich die drei bisher gedrehten Videos zu “Hellhole Ratrace”, “Lust For Life” und “Morning Light” anzusehen, weil: einfach so gut.

Wir verlosen 2×2 Karten für die Konzerte in Berlin (29.9.) und München (30.9.). Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, bitte e-Mail an ihle.christian at googlemail.com.

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* Your three favourite Punk singles/songs?

** Sailin’ on > Bad Brains
** Walk together, Rock Together > 7 Seconds
** The List > Filth

* A record that will make you dance? … weiter lesen

04.09.2009 von Christian Ihle
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Gig Guide im September: welche Bands man in diesem Monat auf der Bühne sehen muss.

von Christian Ihle

Der September scheint des Popblogs Konzertmonat zu werden. Nicht nur dass wir selbst einmal auf der “Bühne” stehen und vor/nach dem Mann, der für den Namen dieses Blogs verantwortlich ist (nein, nicht Iggy…), eine Runde deutschen (Post-)Punk, eh, soundinstallieren, nein, wir präsentieren gleich zwei Tourneen von hochgeschätzten Bands und freuen uns zudem noch auf vier norwegische Mädchen, die uns im letzten Monat in einer Trambahn in Olso verzauberten. Doch der Reihe nach!

Peter Hein

Der Sänger der Fehlfarben liest in der Schaubühne in Charlottenburg aus seinem Buch “Ich bin dann mal weg”. Ne, das war ja das andere mit ähnlich enthusiastischem Titel: “Geht so”!
Kleine Anekdoten aus dem Fehlfarbschen Tourleben erzählt Hein mit der ihm eigenen bräsigen Lakonie, die immer zart an der Grenze zur Misanthropie entlangtänzelt.

Das Rahmenprogramm bestreitet dann auch gleich das Popblog selbst und wird mit dem Genius hinter der deutschen Electroband HKZ eine (Post-)Punk-Soundinstallation (aka DJ-Set, zu dem man nicht tanzen kann) präsentieren.

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Das TAZ Popblog präsentiert:
Girls

Ganz ehrlich, als wir im Januar in unserer Predict A Riot – Vorstellungsrunde von der Zweimannband aus San Francisco schwärmten, dachten wir nicht, dass wir jemals ein Album der “Girls” hören würden. Dass sie gleich noch eine der Platten des Jahres mitbrachten, eines der wunderschönsten Videos seit ewiger Zeit drehten und dem Übersong “Hellhole Ratrace” (Spiritualized meets Westcoastpsychdelica mit Elvis Costelle als Gastsänger) gleich noch “Lust For Life” folgen ließen, hätten wir erst recht nicht erwartet. Ein Pflichtbesuch und eine persönliche Freude, die Band präsentieren zu dürfen. Wenn Du nur noch eine neue Band in diesem Jahr anschaust: lass es Girls sein.

Hellhole Ratrace:
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16.01.2009 von Christian Ihle
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2009 – I Predict A Riot (Teil 5: US Gitarre)

von Christian Ihle

Aus den USA kommt die größte Hoffnung für Gitarrenfreunde:

The Soft Pack aka The Muslims

soft pack

Noch kein Album veröffentlicht, aber schon den Namen geändert! Und dann auch noch von dem hervorragenden Punknamen The Muslims zu dem ödest vorstellbaren The Soft Pack. Held meiner Jugend, Steven Wells, hat sich im Guardian schon ausgiebig über die Unmöglichkeit dieses Vorgangs ausgelassen, deshalb will ich es bei einem zustimmenden Nicken bewenden lassen und der Musik zuwenden, die deshalb natürlich nicht weniger brillant ist. Trocken, kurz, knapp auf den Punkt gespielt, bewegen sich The Muslims auf dem Feld, das einst die Modern Lovers bereitet hatten – nicht ohne immer mal wieder das Debütalbum von Pavement aufzulegen (“American”). Mag auch “Right & Wrong” in den ersten 30 Sekunden wie ein “Last Night” für 2009 klingen, so greift der Strokes-Vergleich allein zu kurz, was sich auch in Textzeilen wie “If you give me a gun / I’ll point it at you” und dem dazu gehörigen wunderbar tapsigen Video “Extinction” wiederspiegelt, in dem Sänger Matt Lamkin wie ein junger Stephen Malmus durch die Szenerie läuft.

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