“Glasvegas, ‘Daddy’s Gone’ – If my child wrote this laboured series of ham-fisted cliches and made it sound as disgustingly overwrought as this, I’d be right out the door.”
(Ben Patashnik im NME über “Daddy’s Gone” von Glasvegas)
“Glasvegas, ‘Daddy’s Gone’ – If my child wrote this laboured series of ham-fisted cliches and made it sound as disgustingly overwrought as this, I’d be right out the door.”
(Ben Patashnik im NME über “Daddy’s Gone” von Glasvegas)

Wie bekommt man eine schottische Band auf sein Festival, wenn die perdu nicht spielen wollen? Man legt ihnen einfach Karten fuer ein Laenderspiel ihrer Nationalmannschaft bei – und schon waren Glasvegas am Start. Dass Schottland mit 0:4 gegen Norwegen am Tag zuvor verloren hatte, brachte Saenger James Allen dann auch dazu, den Song “Fuck You” dem norwegischen Publikum zu widmen. Im Gegensatz zum recht blutleeren Auftritt auf dem Melt-Festival vor einigen Wochen funktioniert das Prinzip Glasvegas fuer einen Open-Air-Gig ueberraschend gut. Als Cover waehlten sie diesmal “Everybody Gotta Learn Sometimes”, das in die glasvegasueblichen Soundwaende gesungen wurde. … weiter lesen
Mit allerhand Verspätung kommt die Hoffnung Schottlands nun auch in Deutschland an. Anfang September 2008 wurde das Debüt der Band Glasvegas in England veröffentlicht. Und bereits im Dezember folgte die EP “A Snowflake Fell” – und immernoch rührte sich in Deutschland niemand. Dabei haben die Schotten alles, was es braucht, um mal wieder eine Lawine loszutreten: die Haartollen zur Rockabilly-Frisur aufgetürmt, wabernden Nebel auf der Bühne, einen zur Ikone taugenden Frontmann und eine zwischen The Jesus And Mary Chain und My Bloody Valentine brachial hin- und herpendelnde Soundkulisse.

(Interview mit Paul Donoghue, zweiter von links)
Der NME war natürlich wieder flugs aus dem Häuschen, sprach gleich von der wichtigsten Band des neuen Jahrtausends und Creation Boss Alan McGee wurde nicht müde zu erwähnen, wie stolz er auf “seine” Entdeckung sei. Ist da Skepsis angebracht? Zu oft hatte man es seit der “MySpace-Entdeckung” Arctic Monkeys erlebt, dass Bands noch vor der ersten Veröffentlichung bereits als Gralsbringer bezeichnet wurden – und nach dem Debüt in der Versenkung verschwanden. Dahin gehören Glasvegas allerdings nicht. Auf ihrer ersten Tour durch Deutschland im Winter 2008 macht Bassist Paul Donoghue klar, dass Glasvegas einen großen Entwurf haben – und dass der nur einem Menschen zuzuschreiben ist: ihrem Frontmann James Allan.
Popblog: Welche Rolle spielt James Allan bei Glasvegas? … weiter lesen
10. Mystery Jets feat. Laura Marling: Young Love
Der Indie-Pop-Song des Jahres aus England. Die Eel-Pie-Jungs ließen diesmal alle Indie-Progrock-Tendezen daheim und entschieden sich für puren Pop. Der Song wäre schon für sich genommen der große Höhepunkt ihres zweiten Albums gewesen (das leider nicht ganz dieses Niveau halten konnte), doch dann kommt nach 2:05 Minuten die mit unserer Album-des-Jahres-Krone ausgezeichnete Laura Marling um die Ecke und verzaubert, in jeder Hinsicht.
Charts: UK: 34
9. Be Your Own PET: Becky
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10. Santogold: “Santogold” (Indiepedia)

Santogold war 2008 überall. Von Jay-Z zu N.E.R.D. und Julian Casablancas riss sich jeder um die New Yorkerin. Überall war sie auch auf ihrem Album unterwegs. Santi White streifte so viele Genres auf ihrem Debüt, dass man lediglich den Black Metal Knaller vermissen wollte. Aber auch so bekamen wir von M.I.A.-Stuff („Creator“) zu Indierock („Lights Out“), Pop-Punk („You’ll Find A Way“) und Hip-Hop-Reggae („Shove It“) alles was wir wollten – und mehr. Höhepunkt war natürlich der Besuch in den 80ern via „L.E.S. Artistes“, das auch nach gut 15 Monaten nichts von seiner Wucht und Würde verloren hat.
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Was das Popblog im Laufe der Monate empfehlenswert fand, Teil 2…
Juli 2008
Platz 1: Yeti – The Legend Of Yeti Gonzales
“Mehr oder minder unerwartet bläst einen nun aber das Debütalbum mit dem albernen Titel „The Legend Of Yeti Gonzales“ aus den Schuhen: nicht nur dass der Mod-Rock eingemottet wurde und die Byrds wieder als Hauptinspiration gelten dürfen, nein, dazu kommt auch noch feingeistiges Gitarrenspiel und Arrangements die gar an das legendäre „Forever Changes“ von Love erinnern.”
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Eine schöne Idee sind sie ja doch immer wieder: Weihnachtsplatten. Dabei gehen die Bands ganz unterschiedlich mit Weihnachten um. Die einen interpretieren Traditionals neu, andere machen sich einen Spaß daraus, eben jene altbekannten Weisen musikalisch zu verhohnepipeln und dritte schreiben gar eigene Weihnachtssongs.
Unter des Popblogs Adventskranz lagen nun gleich drei Platten zum Fest von geschätzten Acts. Unsere Herbst-Lieblingsband Glasvegas legt nur zwei Monate nach Debütveröffentlichung (und zwei Monate bevor das Ding in Deutschland überhaupt erscheint) gleich ein ganzes Mini-Album nach: „A Snowflake Fell (And It Felt Like A Kiss)“ zitiert natürlich den Gott aller Weihnachtsplatten, Phil Spector. Auch wenn die EP nicht durchgehend überzeugen kann, ist sie dennoch interessant, da Glasvegas erstmals ihre Gitarrenwand einreißen und der Andacht den Vorzug geben. White Snow statt White Noise, sozusagen, und damit vielleicht ein erster Hinweis, in welche Richtung sich Glasvegas weiterentwickeln werden. Erwähnt werden soll auch die hervorragende „Silent Night“ Coverversion, die „Snowflake“ beschließt. … weiter lesen
Unsere derzeit liebste britische Debütantenband und Album des Monats September kommt für ihre ersten Konzerte überhaupt nach Deutschland. Pflichttermin, fürwahr. Und damit die werten Leser auch mit pflichtterminen können, verlosen wir für die Konzerte in Hamburg, München und Berlin jeweils zwei Karten!
E-Mail an ihle.christian at googlemail.com zum Gewinnen…

Und nun, welche Songs und Platten haben die Doo-Wop-Shoegazer mit dem Rockabilly-Outfit denn nun selbst am liebsten?
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1. Legende zu Besuch: Fehlfarben (Indiepedia)
Ich habe mir bereits anlässlich des letzten Fehlfarben-Konzerts die Seele aus dem Leib geschrieben und auch dieses Mal wird es nicht weniger als ein Ereignis sein, Peter Hein im Kampf mit sich selbst, den Erwartungen und dem Prinzip Punk im Jahr 2008 auf der Bühne zu sehen. „Everyone pretty much acknowledges that he’s the man, and I still feel that underrates him.”
Mittagspause, die Fehlfarben-Vorgängerband:
Fehlfarben, heute:
Fehlfarben im Popblog:
* Das Nein als Prinzip
* Albumkritik
Mächtig. Mächtig. Kein anderes Wort kommt zunächst in den Sinn, wenn man dieses Debütalbum hört. Glasvegas lösen alle Versprechen ein, die mittels ihrer „Home Tapes“ Demosammlung und der „Daddy’s Gone“ Single letztes Jahr gegeben wurden.