13.02.2010 von Christian Ihle
“Der Umstand, dass Teile dieses Werkes aus vielen ungenannten Quellen kompiliert wurden, ist dabei das kleinere Problem. Das größere ist, dass es so offensichtlich ist, dass die Autorin weder über die Erfahrung noch über die Sprache verfügt, um überhaupt einen Roman schreiben zu können. (…) Aus Gründen, von denen noch zu handeln ist, fällt der literarische Halloween in diesem Jahr auf den Februar.
Ein Satz, willkürlich aus der Mitte des Buches gegriffen: … weiter lesen
11.02.2010 von Christian Ihle
Hegemann: Es gab auch nichtpubertierende, für extrem professionell gehaltene Klauer: Shakespeare hat Montaigne mit Übersetzungsfehlern abgeschrieben, Brecht hat Gedichte von seinen Freundinnen unter seinem Namen veröffentlicht, Goethe hat seinerseits dann Shakespeare abgeschrieben im Faust.
Wer sich so sehr in der Reihe “Shakespeare – Brecht – Goethe – Hegemann” wohlfühlt wie Helene Hegemann im Interview mit der WELT, dem ist wohl auch nicht zu verdenken, dass er sich in einer Kurzgeschichte für das ViceMagazine des sharing – Gedankens bedient:
Wir wurden heute durch eine Leserin darauf aufmerksam gemacht, dass die Geschichte, die Helene uns für die Literatur Ausgabe geschickt hatte, einige Ähnlichkeit mit einer Story namens „Un Peu Tendress“ von Martin Page, einem französischen Schriftsteller aufweist. Wir sind dem Ganzen nachgegangen und stellten fest, dass die Geschichte wirklich einige Übereinstimmungen gemein haben. Wenn ihr nun des französischen mächtig seid und sie selbst lesen wollt, könnt ihr dies auf seiner
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08.02.2010 von Christian Ihle
“Das Buch ist nämlich überhaupt nicht gut und gar kein Lesegenuss. Es ist das altkluge, pseudophilosophische, monologische Gekotze der Hauptfigur, einer 16-jährigen Göre in Berlin namens Mifti, die zwischen Partys, Drogenexzessen, Elternhass und bescheuerten Kreativszenis hin und her pendelt. Es ist, als hätte da eine heftig Pubertierende «Wir Kinder vom Bahnhof Zoo» verschlungen und noch ein bisschen Foucault und Agamben gelesen und beschlossen, daraus einen Roman zu basteln. Es ist ein delirierendes Imponiergehabe, vor dem man weiss Gott nicht in die Knie gehen muss.”
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