17.08.2010 von Christian Ihle

lay in the park
smoke in the dark
get high like i used to do
summertime, soak up the sunshine with you

Pustekuchen. Anfang August in Norwegen, nichts mit Sonnenschein, Sommerzeit, sondern vielmehr sinnflutartiger Dauerregen! Trotzdem lassen wir uns unsere liebsten Lo-Fi-Slacker aus San Francisco natürlich nicht entgehen und werden zunächst mit einem neuen Style überrascht: unser langhaariger Freund, Sänger Christopher Owens, tritt im schnieken Polohemd und mit neuer Kurzhaarfrisur auf! Ansonsten spielen die Girls wie immer im Grunde zwei Sets: die ersten zwei Drittel bestehen ausschließlich aus Dreampop, der in seiner Häufung doch durchaus an der Grenze zur Langeweile entlang tänzelt, um im letzten Drittel dann recht unvermittelt mit der Abfolge Lust For Life – Hellhole Ratrace – Morning Light – Big Bad Motherfucker die Shoegazewand auf der Festivalbühne aufzubauen und einen doch wieder zu überzeugen. Nein: wegzublasen!

Einfacher machen es einem da Die Antwoord aus Südafrika, bei denen die Jury immer noch zu entscheiden hat, ob es sich um einen sehr gut gemachten Witz oder eine ernsthafte Band handelt. Um Shane MacGowan zu paraphrasieren: „Die Antwoord? I haven’t even got a question”.
Nach dieser Liveperformance bleibt zumindest zu konstatieren: wenn … weiter lesen
27.12.2009 von Christian Ihle
10. Peter Doherty: “Grace/Wastelands” (Indiepedia)
Der erste Eindruck war zwiespältig und die Gorillaz-on-H-Hymne “Last Of The English Roses” tat auch nicht viel, um ihn zu zerstreuen. Nein, “Grace/Wastelands” war nicht die ersehnte kreative – oder gar kommerzielle! – Wiedergeburt des verlorenen Goldenboys Britanniens, aber wie die Monate so ins Land zogen, klopfte doch Song um Song deutlicher an die Jahresendcharttür, so dass wir spätestens bei den bezaubernden Solokonzerten Anfang Dezember wieder wussten, warum wir uns noch einmal so nach dem Herrn allein mit einer Akustikgitarre gesehnt hatten. Deshalb ist auch der herausragende Song des Albums der reduzierteste: “Lady Don’t Fall Backwards”, der auch wieder eine jener Textstellen bereithielt wegen der man Doherty einst verehrte – “and I will love you forever / Or at least ’til morning comes”
Höhepunkte:
* Lady Don’t Fall Backwards
* The Sweet By & By
* Der Übergang von A Little Death Around The Eyes in Salome
Charts:
D: 20 / UK: 17
9. La Roux: “La Roux” (Indiepedia)
Was für ein Popalbum! … weiter lesen
24.12.2009 von Christian Ihle
2009 war das beste Popjahr seit Ewigkeiten. Kaum sind die Charts nicht mehr relevant, werden sie richtig gut. Was hatten wir dieses Jahr nicht alles? Einen Altmeister der mit einem 1-2-3-Punch zurück kam und endgültig der Elvis des Hip-Hop wurde, ein freches Gör, das bewies, dass mehr als Nacktfotos und große Fresse in ihr steckte, den ersten Hip-Hop-Superstar der Insel und natürlich den größten Popstar des Jahres…
10. Emiliana Torrini: Jungle Drum
Spätestens “Jungle Drum” war der Beweis, dass Fernsehshows das neue Musikfernsehen UND Radio sind. Emiliana Torrini, schon länger unterwegs und komplett unter dem Radar des normalen Musikhörers, hatte das Glück, mit “Jungle Drum” im Background einer “Germany’s Next Topmodel”-Folge zu laufen – die Folge waren acht (!) Wochen auf Platz 1 der deutschen Single-Charts. Wahrscheinlich die größte Hitparadensensation in diesem Jahr.
Charts:
D: 1 / UK: -
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9. Lenka – The Show
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Wäre man… weiter lesen
14.09.2009 von Christian Ihle
“If I hear another person start singing about “being in the club”, I’ll actually come and find whatever club they’re in and stab them in the club.”
(die britische Popprinzessin Elly Jackson aka La Roux im NME über 50 Cent und Epigonen) … weiter lesen
13.09.2009 von Christian Ihle
“No way, mate. She’s got man hands.”
(Liam Gallagher im NME über die britische Pop-Sensation La Roux) … weiter lesen
28.07.2009 von Christian Ihle
Selten hatte ein Popstar eine so passende Frisur: die 20-Jährige Elly Jackson, das Gesicht von La Roux, trägt eine rote Tolle auf, die geradewegs in den Himmel zu wachsen scheint. Und da gehört La Roux auch hin: in den Pophimmel.

Elly Jackson und ihr Produzent Ben Langmaid haben mit leichter Hand das Popalbum des Sommers 2009 geschrieben. … weiter lesen
22.07.2009 von Christian Ihle

Ohne Frage, nach dem großen Chaos im letzten Jahr zeigten sich die Organisatoren lernwillig und bemüht, den Besuchern wieder ein angenehmes Festivalerlebnis zu bereiten. Ob Security oder Bühnenanordnung, Informationspolitik oder Bändchenausgabe: alle großen Probleme des Vorjahres wurden in diesem Jahr vermieden oder zumindest deutlich minimiert.
Dass Petrus es sich trotzdem nicht nehmen ließ, vor allem Freitag nacht seinen Headliner-Status vom letzten Jahr wieder einzufordern, kann man natürlich dem Festival nicht ankreiden und bis auf einige schlimme Stunden war auch das Wetter zumindest halbwegs erträglich.
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01.04.2009 von Christian Ihle
1. Legende zu Besuch: Grandmaster Flash
Gemeinsam mit den Furious Five ist Grandmaster Flash für eine der größten Taten der Hip-Hop-Geschichte verantwortlich: das unvergängliche „The Message“. Nach langer Pause veröffentlicht Grandmaster Flash in diesem Jahr auch wieder ein eigenes Album. Sehr zu empfehlen ist im übrigen das aktuelle Spex-Interview mit dem Herrn Altmeister.
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08.01.2009 von Christian Ihle
La Roux

Es ist schon eigenartig: die erste Hälfte der 80er mag die am meisten auf die Schippe genommene jüngere Vergangenheit sein und doch vergeht kein Jahr, in dem nicht wieder eine Handvoll junger, brillanter Talente sich genau an diesem Sound orientiert. La Roux sind dabei nicht wie “I Lust You” (Neon Neon) oder “Crimewave” (Crystal Castles) im letzten Jahr an den kühlen Kraftwerk beeinflussten Sounds von Human League interessiert, sondern zielen mehr auf großen Mitt80er-Pop für die Tanzfläche:

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