21.12.2012 von Christian Ihle
03.10.2012 von Christian Ihle
22.08.2012 von Christian Ihle

Die Dexys Midnight Runners sind wohl eine der unterschätztesten Bands, die aus den Wirren des (Post-)Punk entstanden sind. Obwohl die halbe Welt sie nur wegen des phänomenal erfolgreichen Welthits “Come On Eileen” (Nummer 1 in England und Amerika!) kennt, der immer noch Hochzeits- und Studentendiscostandard ist, sind die Dexys immer viel mehr gewesen: sie waren eine Punkband, sie waren eine Soulband, sie waren eine Irish-Folk-Band und sie haben Mitte der 80er mit “Don’t Stand Me Down” ein Meisterwerk des New Pop veröffentlicht, das dermaßen böse gefloppt ist, dass sich Sänger Kevin Rowland bis auf zwei ebenfalls erfolglose Soloalben aus dem Musikbusiness zurückgezogen hat.
Man wollte nicht mehr daran glauben, aber 2012 veröffentlichen die Dexys (heutzutage ohne “Midnight Runners”) nun ihr viertes Album – das erste seit eben “Don’t Stand Me Down” vor 27 (!) Jahren. Grund genug, mit Sänger Kevin Rowland über Irrungen, Wirrungen, Bandumbesetzungen,… weiter lesen
08.08.2012 von Christian Ihle
“I am unable to watch the Olympics due to the blustering jingoism that drenches the event. Has England ever been quite so foul with patriotism? The “dazzling royals” have, quite naturally, hi-jacked the Olympics for their own empirical needs, and no oppositional voice is allowed in the free press. It is lethal to witness. As London is suddenly promoted as a super-wealth brand, the England outside London shivers beneath cutbacks, tight circumstances and economic disasters. Meanwhile the British media present 24-hour coverage of the “dazzling royals”, laughing as they lavishly spend, as if such coverage is certain to make British society feel fully whole. In 2012, the British public is evidently assumed to be undersized pigmies, scarcely able to formulate thought.
As I recently drove through Greece I noticed repeated graffiti seemingly everywhere on every available wall. In large blue letters it said WAKE UP WAKE UP. It could… weiter lesen
13.06.2012 von Christian Ihle
Zwischen dem britischen Musikmagazin NME und Morrissey bestand ein jahrelanger Streit, weil Morrissey sich zu Unrecht des Rassismus verdächtigt sah. Die Geschichte hat ihre Wurzeln in den frühen 90ern – und nun wohl endgültig zu ihrem Ende gefunden, entschuldigt sich der NME doch heute offiziell für die 2007er Titelstory:
In December 2007, we published an article entitled ‘Morrissey: Big mouth strikes again’.
Following this, Morrissey began proceedings for libel against us. His complaint is that we accused him of being a racist off the back of an interview which he gave to the magazine. He believes the article was edited in such a way that made him seem reactionary.
We wish to make clear that we do not believe that he is a racist; we didn’t think we were saying he was and we apologise to Morrissey if he or anyone else misunderstood our
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21.09.2011 von Christian Ihle
Da Kool Savas Anfang November nach vier Jahren Pause mit einem neuen Album namens “Aura” zurückkehrt, befasst sich sogar das Comic-Projekt von Max Goldt und Stephan Katz, Katz Und Goldt, heute mit dem Rapper (und mit Morrissey. Und einem sprechenden Kaktus.):

(größer? klick!)
via Katz und Goldt
09.12.2010 von Christian Ihle
Ach, wenn noch jemand fragt, warum man immer diesen popkulturell sehnsuchtsvollen Blick auf die Insel hat, folgendes Video sollte alle Fragen beantworten.
Zunächst hatte der britische Premierminister David Cameron mehrfach seine Vorliebe für The Smiths in Interviews erwähnt, woraufhin in den letzten Wochen sowohl Morrissey als auch Johnny Marr sich diese ungefragte Vereinnahmung verbeten hatten:

Die Labour-Abgeordnete Kerry McCarthy stellt nun im House Of Commons David Cameron die Frage, welche The Smiths – Songs Studenten denn wohl in Anbetracht der Sparpolitik der Regierung hören würden und schlägt unter anderem “Heaven knows, I’m miserable now” vor:

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Dass Cameron tatsächlich auch noch auf die Frage, wie ihm Studenten ob seiner Sparpolitik begegnen würden, spontan The-Smiths-Zitate wie “If I turned up, I probably would not get “This Charming Man”. If I went with the Foreign Secretary (Anm.: William Hague), it would probably be, “William, It Was Really Nothing”” in seine Antwort einwebt, nötigt dann doch wieder Respekt ab.
Das ist ein so wunderbarer Beleg dafür, welchen Stellenwert Popmusik in Großbritannien einnimmt, dass mir selbst bei langem Überlegen keine auch nur halbwegs vernünftige Analogie zu deutscher Politik der Marke “man stelle sich vor Andrea Nahles würde Angela Merkel über ihre Blumfeld-Vorlieben im Bundestag befragen und Merkel antwortete mit Zitaten aus L’Etat Et Moi…” einfiele, die nicht zu lächerlich klänge.
Offizielles Transkript:
Q4. [29134] Kerry McCarthy (Bristol East) (Lab): As someone who claims to be an avid fan of The Smiths, the Prime Minister will no doubt be rather upset this week to hear that both … weiter lesen
12.02.2008 von Horst Motor
Vor etwa einem dreiviertel Jahr ging ein Raunen durch die – auch im 20. Jahr des Band-nicht-mehr-Bestehens immer noch große – Fanschar der britischen Independent-Legende The Smiths: … weiter lesen
28.11.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
Der neue NME produziert einen handfesten Skandal und man fragt sich, ob denn schon wieder 1992 ist.
Die Vorgeschichte
Als Morrissey in den 80ern als Sänger der Smiths Indiepop auf die britische Kulturkarte setze, war der NME einer seiner größten Unterstützer und Bewunderer. Nachdem – der sicher streitbare – Morrissey auf Solopfaden wandelte, ereigneten sich einige Zwischenfälle, die in einem berühmten Artikel des NME gipfelten, der Morrissey Nationalismus und/oder rassistische Tendenzen vorwarf. Gründe waren einerseits Morrisseys romantisierendes Englandbild verbunden mit fragwürdigen Songtiteln (National Front Disco, Bengali In Platforms) sowie als letztendlicher Auslöser ein Konzert als Support von Madness, die bekanntermaßen eine starke rechte Gefolgschaft hatten, während dem Morrissey sich in eine England-Flagge wickelte.
Morrissey beendete daraufhin jeglichen Kontakt mit dem NME und erst seit dem Comeback-Album „You’re The Quarry“ 2004, das vom NME begeistert aufgenommen wurde, schien sich das Verhältnis langsam zu entspannen und so fand nach über einem Jahrzehnt Pause sogar das erste Morrissey-Interview mit dem NME statt.
Rassismus-Vorwürfe, reloaded

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01.01.2007 von Christian Ihle & Horst Motor