12.09.2008 von Christian Ihle
How To Get Rid Of The Others (DK, Anders Rønnow Klarlund)
Der schwarze Humor der Skandinavier findet jedes Jahr wieder ein Heim auf dem Fantasy Filmfest. „How To Get Rid Of The Others“ (mit Sören Pilmark aus von Triers „Geister”) ist eine bitterböse politische Farce über Sozialismus, den Wohlfahrtsstaat, faschistoide Regierungen und die Überbevölkerung. Dänemark, in naher Zukunft: die Regierung beschließt, den Prozentsatz an Sozialschmarotzern aus der Bevölkerung zu tilgen, der nicht nachweisen kann, etwas für die Gesellschaft zu leisten. Da wird die besoffene Oma genauso exekutiert wie der linke Künstler oder der nihilistische Punk.
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21.08.2008 von Christian Ihle
Ein wenig erinnert der momentane Stand des Fantasy Film Fests an das, was gerade mit der landläufig „Indie“ genannten Musiksparte passiert: einst an den Rändern arbeitend und auf einmal vom Mainstream eingeholt. Sowohl der drastische Horrorfilm als auch das asiatische Kino, zwei der Sparten, um deren Förderung sich das FFF besonders verdient gemacht hat, sind in der Zwischenzeit in unseren Multiplexen angekommen.
Das kann natürlich nicht dem FFF vorgeworfen werden, aber dadurch wird die Entdeckungsreise weniger aufregend, was sich auch im diesjährigen Programm widerspiegelt: zwar kaum richtige Rohrkrepierer, aber auch wenig Anwärter auf den Film des Jahres. Wobei die Rohrkrepiereraussage eingeschränkt werden muss, denn nicht umsonst werden wohl (die von mir nicht gesehenen) „Lady Blood“ und „Trailer Park Of Terror“ nach der Berliner Aufführung in dieser Startwoche in allen anderen Festivalstädten aus dem Programm genommen…

Fantasy Filmfest, gestern
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