23.05.2013 von Christian Ihle

Liam Gallagher scheint immer noch einen Brass gigantöser Ausmaße auf seinen Bruder Noel zu haben, kommentierte er doch die Kollaboration von Noel Gallagher und Damon Albarn von Blur zugunsten des “Teenage Cancer Trust”-Charity-Events in London direkt auf Twitter so:
Don’t know what’s worse RKID sipping champagne with a war criminal or them backing vocals you’ve just done for BLUE ! LG x
…wobei man vielleicht wissen sollte, dass er mit der “war criminal” – Stelle auf den offiziellen Besuch Noel Gallaghers bei Tony Blair in Downing Street No 10 anspielt und mit “Blue” natürlich Blur mit der Boyband Blue vergleicht/”verwechselt”.

In einem NME-Interview legt er jetzt nach und es scheint immer noch nicht besser um das Verhältnis der beiden zu stehen, zeigt Liam doch in der Zwischenzeit sogar schon mehr Sympathien für zwei Blur-Mitglieder… weiter lesen
13.03.2013 von Christian Ihle
“There are no characters left in the music business. When we first started going there was a healthy percentage of people, and we were all dirt-kickers from council estates, and we all couldn’t believe our luck that we were at the Brits. You go in now and everybody is a careerist.
I saw the drummer from Muse smoking an electronic cigarette. A cigarette with a battery in. I had to say to him: ‘Really? Really? Is that where you are at? Do me a favour mate, either have a proper one outside, or don’t have one.’ It lit up green when he had a drag of it. Nonsense. He said that immortal line – ‘Oh you know how it is mate’. And I said ‘I’m sorry mate, I actually don’t.’
There was nothing going on at the Brits, there was nothing going on at the aftershow parties. There seemed… weiter lesen
12.01.2013 von Christian Ihle
Es war lange ruhig an der Gallagher-Kriegsfront, wird also mal wieder Zeit, dass sich da was dreht:
“Fuck Oasis as far as I’m concerned and fuck Noel Gallagher. The thought of going onstage with that fucking idiot and hanging out with his daft mates, the pretend drug addicts and all his snobs from Sloane Street. Fuck that, not interested, mate.”
(Liam Gallagher in einem Interview mit dem Q Magazine)
Schmähkritik-Archiv:
* 500 Folgen Schmähkritik – Das Archiv (1): Musiker, Bands und Literaten
* 500 Folgen Schmähkritik – Das Archiv (2): Sport, Kunst, Film und Fernsehen
09.05.2012 von Christian Ihle
“Fuck the customer. The customer doesn’t know what he wants. You fucking give it to him and he likes it. Customers are idiots. 99 percent of them are fucking idiots. You know. Not my customers. They’re fucking brilliant. But the customers of other bands? They are fucking idiots!”
ab Minute 5:23:

(mit Dank an Charlott Tornow!)
22.02.2012 von Christian Ihle
In seinem jüngsten Interview mit dem NME begräbt Ex-Oasis-Mastermind Noel Gallagher nicht nur das Kriegsbeil mit dem alten Britpop-Rivalen Damon Albarn (für die Hintergründe der alten Britpop-Schlacht siehe auch hier), sondern ist gar voll des Lobes. Nicht so gut kommen dagegen Radiohead weg, auch wenn sich Noel noch zu einer Relativierung durchringt:

NME: Damon Albarn or Thom Yorke: which of the two would you rather collaborate with?
Noel Gallagher: Oh, Damon. We’d never been in the same room for maybe 10 or 15 years. And I always said to myself that if I ever was, I’d go and say “Fucking hell, alright man?” and shake his hand and let bygones be bygones. So, anyway, we were out at some nightclub a couple of months ago, and I was going to the bar. Turned the corner and bumped… weiter lesen
23.11.2011 von Christian Ihle

Die Brüder Gallagher waren Mitte der 90er-Jahre für die aufregendste Musik des Planeten verantwortlich und schon damals selten einer Meinung. Nach der schmutzigen Trennung von Oasis haben sie sich noch weiter auseinanderentwickelt – nicht nur optisch.
Wo Noel immer noch die Frisur eines Playmobilmännchens aufträgt, orientiert sich Liam an einem Irish Setter (Noel dazu: „Ob Liam durchgeknallt ist? Natürlich. Schau dir seine Frisur an.“). Während Liam dem Oasis-Debütalbum von 1994 nachtrauert und mit seiner neuen Band Beady Eye versucht, den wilden Rock ’n’ Roll seiner Jugend zu kopieren, klingt Noel Gallaghers neue Platte (veröffentlicht unter dem Namen „Noel Gallagher’s High Flying Birds“) mehr wie die späten Oasis. Das Einzige, was beide derzeit noch zu verbinden scheint, ist ihre Fußball- Liebe zu Manchester City – und dass sich beide nicht leiden können.
Während Noel, der große Aphoristiker der britischen Popkultur, eher feine… weiter lesen
31.10.2011 von Christian Ihle
“Why would I join facebook? I only have six friends and I’m trying to get rid of one of them.”
(Noel Gallagher über die Freuden von Facebook)
Noel über:
- in kleinen Hallen auftreten zu müssen
- das Oasis-Album “Be Here Now”
- Oasis … weiter lesen
24.10.2011 von Christian Ihle
Noel Gallagher im Rolling Stone, ob er als Solokünstler nun auch Auftritte in kleineren Veranstaltungsorten vorhat:
“I’ve been playing stadiums for the past 10 years. Only time I set foot in a theater is to go see a fucking play. No, I don’t want to see anybody’s face. No, fuck off. I don’t want anybody to fucking talk to me between the songs. I don’t want to fucking sign anything for anybody. I’m used to people being a mile away. That suits me. It’s more nerve-wracking playing in front of people who are two feet away from me.
People keep saying, ‘Oh, it’ll be great to get out of your comfort zone.’. It’s like, ‘Fuck you!’ Get out of your fucking comfort zone! It fucking took me 20 years to build a comfort zone. I have no fucking intention of stepping outside of mine. Not for no fucker. That’s fucking gone! Fucking comfort zone bastard. I’m in the process of building another one and believe me, I won’t be stepping outside of this one.”
Noel über:
- das Oasis-Album “Be Here Now”
- Oasis
- Jack White und Coca-Cola
- Al Quaeda ... weiter lesen
14.10.2011 von Christian Ihle
Es gibt also auch Oasis-Ultras mit dem nötigen Kleingeld: gestern wurde bei Sotheby’s das Gemälde “Liam + Noel (Gallagher)” von Elizabeth Peyton für 325.000 Pfund verkauft – blieb damit aber sogar noch unter der Schätzung, die zwischen 350.000 und 450.000 Pfund erwartet hatte.

Vor zwei Jahren habe ich Elizabeth Peytons Ausstellung in der Whitechapel Art Gallery in Ostlondon besucht. Kleine, oft popkulturell inspirierte Bildchen, halt!, Gemälde, kaum größer als ein Portraitfoto. War nett anzusehen, trotzdem überrascht mich – als vom Kunstmarkt Ahnungslosen – dann doch die Summen, die dafür aufgerufen werden.
Der britische Guardian bezeichnete Peyton damals als das malende Gegenstück zu den (deutschen) Star-Fotografen Wolfgang Tillmans und Juergen Teller – und nannte Peyton an anderer Stelle “so hip that it hurts”, was überraschend ist, sind doch die Britpop-90er zumindest im Musikbereich geradezu das Gegenteil von hip.
Ebenfalls… weiter lesen
31.08.2011 von Christian Ihle
Ach die Gebrüder Gallagher! Nachdem Noel erst Liam beschuldigt hatte, auf der letzten Oasis-Tour nur Werbung für sein Pretty-Green-Modelabel machen zu wollen, Liam dann Noel Anwälte auf den Hals gehetzt hatte, um letztendlich sich doch noch außergerichtlich zu einigen, könnte sich jetzt wieder alles wieder in ruhigere Gewässer begeben… aber natürlich nicht, ohne dass Liam Noels bald erscheinendes Solodebüt mit einem für seine Verhältnisse beinah subtilem Seitenhieb versieht:
“I have sung on half of them [the tracks], it was a lot better when I was singing on them but I am sure people will like the soft approach.”
(Liam Gallagher in einem Interview mit BBC6)
Das Schöne bei den neuen Gallagher-Songs ist ja: sie klingen wie die alten Gallagher-Songs und so könnten wir theoretisch gleich Liams Aussage auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Zunächst Noels (sehr ordentliche und beadyeyeüberlege) neue Single “The Death Of You & Me”, danach das, ehm, ähnlich klingende The Importance Of Being Idle aus der Oasis-Spätphase – ausgerechnet aber bei dem Song hatte auch damals schon Noel die Leadvocals übernommen. Der ältere Bruder ist halt doch der Cleverere von beiden…
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