24.05.2011 von Christian Ihle
Letzte Woche hätte Joey Ramone seinen 60. Geburtstag gefeiert. Welchen Quatsch man auch als Ikone der Punkkultur so mitmachen musste, zeigt dieser Mitschnitt aus den 80ern.
Andererseits möchte man manchmal dem lieben Punkgott auf Knien danken, dass es Youtube gibt. Wo sonst könnte man eine US-Talkshow entdecken, in der Joey Ramone mit seiner Mutter (!) zum Thema “Heavy-Metal-Moms” (!!) auftritt?
“Now meet four women with a deep, dark secret! They may seem like ordinary american housewives to you, but they have come on the show with a confession to make:”

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Stattgefunden hat der Auftritt in der US-Talkshow “Geraldo“, die als Begründes des Trash Talks der Marke “Jerry Springer” gelten darf.
Happy Birthday, nachträglich, lieber Joey!
06.04.2010 von Christian Ihle
John Niven ist immer noch sehr begeistert von seinen Lesetouren durch Deutschland und fasst für seine englischen Leser noch einmal die schönsten Klischees über deutschen Selbsthass, Wurst und Starkbier zusammen, wenn er nicht gerade über das Berliner Ramones-Museum spricht:
“I love Germany. I love the food, the beer, the people. Eating an arm-sized sausage and drinking a 4.5 litre stein of incredibly strong beer while listening to the rapid babble of German? What’s not to like? (But don’t tell Germans you love their country. They won’t believe you. I said as much during a radio interview and the presenter – off-air – said: “Ha! Fuck off!”).
Also due to some strange cultural blip, the author reading is still a pretty respected event in Germany. … weiter lesen
03.02.2010 von Christian Ihle
Am heutigen Mittwochabend startet im Ramones-Museum zu Berlin eine Punkfilmreihe. Jeden ersten Mittwoch im Monat wird ein Punkfilm aufgeführt werden und freundlicherweise sagt das Ramones-Museum dafür nicht einmal “hastemanemark?” sondern gibt den Eintritt frei.
Kuratiert wird die allmonatliche Punkreihe von Jörn Morisse. Da gleich drei Popblog-Reizworte hier fallen (Punk! Film! Kostenlos!), lag natürlich nahe, dass wir uns mit dem Kurator über Inhalt und Intention unterhalten:
Jörn, Du hast Aaron Cometbus Punknovelle “Double Duce” auf deutsch übersetzt, gemeinsam mit Rasmus Engler von Bierbeben und Herrenmagazin das Buch “Wovon lebst du eigentlich?” geschrieben und kuratierst nun die Punkfilmreihe im Ramones-Museum – wie kam es denn zu letzterem?
Jörn Morisse: Im Rahmen der ganzen “American Hardcore”-Diskussion vor ein paar Jahren ist mir aufgefallen, wie in der filmischen Rückschau eine Szene gerne als Einheit und zwangsläufiges musikhistorisches Ereignis inszeniert wird, ein Kanon gebildet wird, ohne Haltung zu vermitteln oder große Irritationen aufkommen zu lassen. Höchstens über das, was nicht gezeigt wird. Im Unterschied zu Dokumentarfilmen wie “The Decline of Western Civilization” oder “Another State of Mind” aus den Achtzigern, wo die Kraft aus der unmittelbaren Zeitgenossenschaft kommt, weil sich die Filmemacher und die Protagonisten vor der Kamera angreifbar machen. … weiter lesen
22.12.2009 von Christian Ihle
Punk war mit seiner Affinität zum Leben außerhalb der Regeln und Konventionen der Gesellschaft schon immer dafür prädestiniert, mehr Opfer zu fordern. Kaum ein Punkmusiker aus den 70ern, der Drogen und Alkohol fern geblieben wäre (bis Ian MacKaye in Washington straight edge auf den Plan setzte). So hatte Punk bereits in seiner Hochphase die ersten Verluste zu beklagen, aber es war schon überraschend, wie viele der Heroen von 76/77 (oder die einst dafür die Grundlagen legten) im zu Ende gehenden Jahrzehnt sich verabschiedeten. Die meisten starben übrigens eines “natürlichen Todes”, nur wenige gingen den Rockstarweg. Nur Iggy, der ist immer noch unterwegs.
In diesem Sinne:
I miss you more than all the others /
and I salute you brothers.
2000
Ian Dury (57, Krebs): Ian Dury & The Blockheads.

Sex & Drugs & Rock & Roll
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2001
Joey Ramone (49, Krebs): The Ramones.

Joey Ramone: What A Wonderful World
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2002
Joe Strummer (50, Herzfehler): The Clash

The Clash – White Man In Hammersmith Palais
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Dee Dee Ramone (49, Heroin-Überdosis): The Ramones … weiter lesen