18.08.2011 von Christian Ihle
Um dem sich immer schneller drehenden Musikbusiness gerecht zu werden, haben wir eine neue Kategorie im Popblog, die die Albumreviews ergänzt. In “Tune! Songs you should know about.” stellen wir eine handvoll neuer Songs von aktuellen Alben und kommenden Künstlern vor und graben jeweils auch einen Klassiker aus, den man gerne wieder aus der Vinylschrank ziehen darf:
SONG DER WOCHE
The Rapture – How Deep Is Your Love
.
Wer? Wenn es neben James Murphy und seinem LCD Soundsystem eine Band gibt, die wir dafür verantwortlich machen können, dass Punk und Disco, Funk und Aggresivität eine Hochzeit im letzten Jahrzehnt eingegangen sind, dann The Rapture, deren “House Of Jealous Lovers” eine der Singles der letzten 10 Jahre war. Nicht unbedingt mit einer calvinistischen Arbeitsethik ausgestattet, haben The Rapture jetzt gerade mal ihr drittes Album (sowie eine herausragende Debüt-EP mit “Out Of The Tracks And Onto The Races”) in zehn Jahren geschrieben, das aber wie die beiden Vorgänger erneut durchweg überzeugen kann.
Nichts auf dem hervorragenden Album schlägt aber diese erste Single, die ohne Zweifel einer der allerbesten Songs des Jahres ist. Eine phänomenale Rückkehr.
Mehr? Das neue Album von The Rapture “In The Grace Of Your Love” erscheint am 2. September 2011

Scott Matthew – Felicity

.
Wer? Einer der vielen bärtig-fragilen Singer/Songwriter – aber ohne Zweifel einer der besten. Immer noch ist etwas rätselhaft, warum Matthew noch nicht die Bekanntheit eines … weiter lesen
10.11.2010 von Christian Ihle

Nach Christiane Rösinger ist der zweite Gast in unserer neuen Lieblings- und Hass-Songs-Reihe der bärtige Singer/Songwriter Scott Matthew, der in der zweiten November-Hälfte gemeinsam mit dem ehemaligen Morrissey-Schlagzeuger Spencer Cobrin unter dem Namen Elva Snow durch Deutschland tourt.
Solo ist Antony & The Johnsons ja der übliche Vergleichshaken für Scott Matthew, doch als Elva Snow bietet Matthew eine breitere Soundpalette mit einem kräftigeren Sound. Um sich davon überzeugen zu können, verlosen wir für jedes Konzert auch 1×2 Karten (Termine siehe unten).
Bei Gewinnlust e-Mail an ihle.christian at googlemail.com – bitte nicht vergessen, den Wunschort anzugeben!
Songs To Love:
* Roberta Flack: Jesse

.
love the lady in waiting songs. desperately perfect.
* The Middle East – The Darkest Side … weiter lesen
03.06.2009 von Christian Ihle
Als wir Scott Matthew (ohne „s“!) dank des „Shortbus“-Soundtracks zum ersten Mal begegneten, waren wir gleich angetan. Den damals gewonnenen Eindruck konnte der bärtige Wahlnewyorker mit seinem Debütalbum dankenswerterweise auch bestätigen.

Nun ist Album Nummer Zwei in den Regalen und im Grunde ist es Matthew gelungen, seine Stärken beizubehalten und doch den Sound des Albums behutsam breiter aufzufächern. Immer noch ist das größte Pro-Matthew-Argument, dass er es schafft, Lieder von der emotionalen Größe eines Antony (& The Johnsons) zu schreiben, sich dabei aber nicht völlig dem Barock, dem Schwulst und dem Kitsch hinzugeben. Exemplarisch kann bei „There Is An Ocean…“ sicherlich „For Dick“ für jenen klassischen Matthew-Sound herangezogen werden. … weiter lesen
01.05.2009 von Christian Ihle
1. Legende zu Besuch: Billy Childish & The Musicians of the British Empire
Die Legende des britischen DIY, der große Wild Billy Childish, besucht Berlin für zwei Konzerte in Folge. Am 23.5. spielt Childish mit seiner aktuellen Stammband im großen Festsaal auf und am Folgetag wird das kleine Monarch von Mr Childish gemeinsam mit den Chatham Singers bespielt. Wer je ein Billy Childish Konzert gesehen hat, der weiß: schöner wurde von Menschen in Pickelhauben nie musiziert! Punk Rock ist nicht tot.
2. Noch klein, bald groß: Scott Matthew
Scott Matthew, bereits seit der ersten Platte ein Freund des Popblogs, hat nicht nur mit “There Is An Ocean That Divides And With My Longing I Can Charge It With A Voltage That’s So Violent To Cross It Could Mean Death” den besten Albumtitel des Jahres im Gepäck, sondern seine “Antony & The Johnsons ohne Bombast” – Formel für Platte Nummer Zwei noch weiter verfeinert. Wunderbare Rotwein- und Mädchendatemusik!
3. Hot In Britain: Brakes
… weiter lesen
25.12.2008 von Christian Ihle
Was das Popblog im Laufe der Monate empfehlenswert fand…
Januar 2008
Platz 1: Pascow – Nächster Halt Gefliester Boden

… weiter lesen
05.12.2008 von Christian Ihle

Eine schöne Idee sind sie ja doch immer wieder: Weihnachtsplatten. Dabei gehen die Bands ganz unterschiedlich mit Weihnachten um. Die einen interpretieren Traditionals neu, andere machen sich einen Spaß daraus, eben jene altbekannten Weisen musikalisch zu verhohnepipeln und dritte schreiben gar eigene Weihnachtssongs.
Unter des Popblogs Adventskranz lagen nun gleich drei Platten zum Fest von geschätzten Acts. Unsere Herbst-Lieblingsband Glasvegas legt nur zwei Monate nach Debütveröffentlichung (und zwei Monate bevor das Ding in Deutschland überhaupt erscheint) gleich ein ganzes Mini-Album nach: „A Snowflake Fell (And It Felt Like A Kiss)“ zitiert natürlich den Gott aller Weihnachtsplatten, Phil Spector. Auch wenn die EP nicht durchgehend überzeugen kann, ist sie dennoch interessant, da Glasvegas erstmals ihre Gitarrenwand einreißen und der Andacht den Vorzug geben. White Snow statt White Noise, sozusagen, und damit vielleicht ein erster Hinweis, in welche Richtung sich Glasvegas weiterentwickeln werden. Erwähnt werden soll auch die hervorragende „Silent Night“ Coverversion, die „Snowflake“ beschließt. … weiter lesen
18.05.2008 von Christian Ihle
Zwölf Fragen zum eigenen Plattenschrank an den Singer/Songwriter und Wahlnewyorker
… weiter lesen
15.04.2008 von Christian Ihle
Weniger ist mehr. Zwar mag uns Antony von den Johnsons justament mit einem Discoknaller, den man dem alten Theatraliker so nicht zugetraut hätte, überraschen, aber vielleicht ist der Weg des Wahl-New-Yorker-Riesen auf den Dancefloor ja auch der einzig richtige tritt doch in diesen Monaten ein anderer Wahl-New-Yorker auf den Plan, dessen Songs unweigerlich an Antony erinnern, ihm aber sogar etwas voraus haben – nämlich das Weniger.
… weiter lesen
23.01.2008 von Christian Ihle & Horst Motor
Lily, Katie und Amy… die britische Insel hat ihre Liebe zu krediblen Songwriterinnen entdeckt. Nach den großen und zum Teil sehr überraschenden kommerziellen Erfolgen der Damen Winehouse, Allen und Nash stehen bereits eine Garde Nachfolgerinnen an, die zum Teil sogar bessere Lieder singen (Emmy) oder aber noch größeren Erfolg einfahren werden (Adele). Wir stellen die wichtigsten vor und werfen in unserer Jahresvorausschau für Singer/Songwriter, die noch kein Debütalbum veröffentlicht haben, auch noch ein Auge auf zwei besondere Songwriter der männlichen Gattung. … weiter lesen