26.07.2009 von Christian Ihle
Vor einem guten Monat ist der ehemalige NME-Journalist Steven Wells verstorben. Warum Steven Wells ein so großartiger wie streitbarer Schreiber war, wird klar, wenn man einige seiner Polemiken (denn Kritiken schrieb der Mann nicht, er SCHRIE POLEMIKEN!) noch einmal herauskramt. Da seine Blütezeit in den Jahren war, als das Internet noch nicht alles auf ewig zur Verfügung stellte, sind wir dankbar, dass der NME in seinen Archiven gekramt hat und einige Exzerpte noch einmal abdruckte.
Der Godfather of Schmähkritik über…
… Nine Inch Nails:
“Mr Trent Reznor, I’m sure you’re a wonderful guy, I bet you love children and dogs, and are a warm lover. But onstage you are about as much fun as Christmas in a genital cancer ward. An evening watching your band is about as pleasurable as three-way sex with Mr and Mrs Himmler.” … weiter lesen
27.06.2009 von Christian Ihle
Nachdem die Welt verrückt geworden ist und pünktlich zum Tod von jemandem in kollektive Trauer verfällt, den sie in den letzten 15 Jahren nur verlacht hat, ging das viel zu frühe Dahinscheiden von Steven Wells unter.

(photo: IPC)
Wells war in den späten 80ern und frühen 90ern Journalist beim NME und – das darf man ohne Übertreibung festhalten – der beste Schreiber, den der NME in den letzten 25 Jahren beschäftigte.
Swells, wie er gerne aufgrund seiner ständigen Wut auf alles Falsche genannt wurde, prägte den NME wie kein anderer seit dieser Zeit. Er war ein überzeugter Linker, ein Kämpfer für die Gleichberechtigung, gegen Homophobie, für Punk und gegen weinerliche Indiekids. Legendär sind Auseinandersetzungen mit Stuart Murdoch von Belle & Sebastian oder seine Interviews mit den Manic Street Preachers, die er vor allen anderen auf den Thron hob, weil er wohl Brüder im Geiste entdeckte: … weiter lesen