29.04.2009 von Christian Ihle
Was dreht sich eigentlich so auf den Plattentellern des Popblogs, losgelöst von allen Release-Notwendigkeiten? On My Stereo:
Manic Street Preachers – Jackie Collins Existential Question Time
Interessiert es eigentlich noch jemanden, dass die Manic Street Preachers immer noch weiterspielen? Wenn nicht: jammerschade. Die verbliebenen drei Waliser haben die Gedichtbüchlein des auf immer verschollenen ehemaligen Bandmitglieds Richey Edwards geplündert und veröffentlichen im Mai ein kompromissloses, raues Werk, das begeistert wie kein Manics-Album seit Jahre mehr.
The Kinks – Harry Rag
Aus der Reihe: deutsche Punkgrößen bennen sich nach englischen Songs – Harry Rag, Sänger und Gitarrist von S.Y.P.H., nahm sich die britischste aller britischen Bands zum Vorbild und nannte sich nach dem zu Unrecht weniger bekannten Kinks-Song “Harry Rag” aus dem Album “Something Else”.
The Clash – Janie Jones
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24.04.2009 von Christian Ihle
It’s Blitz! It’s Klang! Die internationalen Indierockacts gefallen sich im März offensichtlich darin, deutsche Albumtitel aufzunehmen. Nach „It’s Blitz“ der Yeah Yeah Yeahs kommen die Rakes mit „Klang!“ um die Ecke. Der Musikhistoriker denkt natürlich zuvorderst an die Kling Klang Studios in Düsseldorf – doch weit gefehlt, Kraftwerk’sche Anleihen haben auf dem dritten Rakes-Album nichts verloren. Im Gegenteil: hatte das unterschätzte zweite Album zaghaft den Weg in Richtung Disco eingeschlagen, so läuft man nun wieder rückwärts auf den eckigen Punk des Debütalbums zu.

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20.01.2009 von Christian Ihle
The Rakes (Support: Filthy Dukes, James Yuill)
Intro Intim, Berlin, Lido – 19. Januar
Im Gegensatz zu den Brit-Pop-Jahren, als sich britische Gitarrenmusik zwar auf der Insel millionenfach verkaufte, aber in Deutschland nie einen Fuß auf den Boden bekam solange das Genre noch in irgendeiner Weise relevant war, konnte sich die letzte große Gitarrenbandwelle hierzulande sehr wohl durchsetzen. Ob Franz Ferdinand, Bloc Party oder Maximo Park, die Popversionen des Gang-Of-Four-Postpunks wurden durchweg ausgiebig mit Presse und Publikum bedacht. Lediglich The Rakes waren immer die hässlichen, wenig erfolgreichen kleinen Brüder und das obwohl nicht nur ihr erstes Album herausragend war, sondern auch ihr zweites – im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen – eine erfolgreiche und durchweg überzeugende Weiterentwicklung darstellte.
Für Album Nummer Drei hatten sich die vier Engländer nun nach Kreuzberg Berlin zurückgezogen, um dort ihre neue Platte aufzunehmen. Da der Post-Punk der Rakes immer deutlich dreckiger als der von Franz Ferdinand oder Bloc Party war, scheint Kreuzberg mit Kotti und Görli ein durchaus passender Ort für einen Rakes-Aufenthalt zu sein. … weiter lesen
09.09.2008 von Christian Ihle
In unserer heutigen Radiosendung auf ByteFM.de um 17.00 Uhr dreht sich alles um SchauspielerInnen in Songtiteln.
Wir spielen Songs über…
Julie Andrews, Tom Cruise, Jason Donovan, Clint Eastwood, Sally Field, Vincent Gallo, Paris Hilton, Scarlett Johansson, Grace Kelly, Nicolette Krebitz, Jane Mansfield, Kylie Minogue, Matthew Modine, Lee Remick, Mickey Rourke, Peter Sellers, John Wayne
…von Bands wie…
The 5, 6, 7, 8s, Albert Hammond Jr., Cansei De Ser Sexy, The Down & Outs, Edie Sedgewick, Eels, Fettes Brot, The Go-Betweens, Die Goldenen Zitronen, Gorillaz, The KLF, MDC, Pony Up!, Cat Power, The Rakes, The Teenagers, Tocotronic
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01.04.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
Es ist ein Rätsel, warum ausgerechnet The Rakes nun gar nicht vom überraschenden Post-Punk und –Britpop-Boom in Deutschland profitierten. Eddie Argos ziert den Rolling Stone, die Kaiser Chiefs gehen Top10 und Franz Ferdinand kennt in Österreich jedes Kind – aber The Rakes? Kein Mensch.
Das schlimme ist: auch mit Album Nummer Zwei wird das so bleiben, denn The Rakes lassen alle Singlehits in dieser Runde zu Hause, stellen den Punk in die Ecke und arbeiten weiter an ihrem ewigen Thema: der Scheißwelt, den 9-to-5-Jobs für 22 Grands und dem, was zwischen 5 und 9 bleibt: Alkohol, Drogen, Zigaretten und dann wieder in die Arbeit gequält.
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