29.04.2013 von Christian Ihle
Prinz Pi: Indierock ist dumm! Was die singen, ist oft einfach Quatsch. Die verstecken sich hinter ihren Formulierungen. Bands wie Tocotronic oder Blumfeld finde ich richtig doof. Nicht schlimm dumm, aber definitv auch nicht so schlau wie sie tun. Trotzdem wird das in der Spex dann als gehaltvolle, tiefe Musik verhandelt.
(…)
SZ: Anfang der Nullerjahre warst Du schon beim inzwischen legendären Label Royal Bunker, als die Konkurrenz bei Aggro Berlin mit Sido große Erfolge feierte.
Prinz Pi: Ja, das war furchtbar. Die Dominanz der Dummen. In Deutschland gibt es sehr viele Musikhörer, die sich für platte Sachen begeistern: Rammsteim, Unheilig, Xavier Naidoo. Was die machen sind Schwarz-Weiß-Gemälde, die an Plattheit und Pathos kaum zu übertreffen sind. Leute, die schöne Bilder malen, gibt es auch, aber die sind halt dann nicht so erfolgreich.
(Der deutsche Rapper Prinz Pi grüßt vom Platz 1 der Albumcharts die Kollegen in… weiter lesen
07.03.2013 von Christian Ihle

Die norwegische Band Team Me hat im letzten Jahr mit ihrem Los Campesinos auf Prozac – Sound für einiges Aufsehen gesorgt – dank Songs wie “Patrick Wolf & Daniel Johns” und “With My Hands Covering Both of My Eyes I Am Too Scared to Have a Look At You Now” auch völlig zurecht:

Zu Beginn des Jahres haben Team Me nun eine EP mit neuen Songs hinterhergeschoben, auf der vor allem die Erinnerung an die Olympischen Spiele von 1994 im heimischen Lillehammer gefällt: “Winter Olympics ’94“.
Wir haben den norwegischen Indiepoppern nun eine handvoll Songs vorgespielt:
Ja, Panik – Alles hin hin hin (2009)

First thought was The Cure on antidepressants, which is a compliment! We really liked the hyperactive piano playing,… weiter lesen
14.11.2012 von Christian Ihle
Abschiede, Abstürze und Enthüllungen prägten die letzten Pop-Wochen.

Zunächst erreichten uns freudige Nachrichten: James Blunt hat laut Daily Mail angekündigt, seine Karriere zu beenden. Doch leider dementierte Blunts Facebook-Seite am nächsten Tag bereits und ließ verlautbaren, der Sänger, der einst 11 Millionen Exemplare von ‘Back To Bedlam’ verkaufte, arbeite bereits an neuem Material. Was uns vielleicht trösten könnte: neue Alben von James Blunt bedeuten neue Schmähkritiken. Wie diese hier aus dem Time Out Magazine, ein All Time Favourite des Popblogs:
“We tried. Honestly we gave it a good three or four listens from start to finish, just searching for something, anything positive to say about the easiest target in showbusiness (or, for that matter, in any business). Is there a point, we thought, in making yet more gags about how James Blunt is posh /
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11.09.2012 von Christian Ihle

Es ist eine Hass-Liebe, die der Berliner zu seinem Berlin Festival pflegt. Jedes Jahr wird aufs neue rumgemaunzt, dass der Sound scheiße war, dass das Booking nicht cool genug war, dass zu viele elektronische Acts gespielt hätten, dass zu wenig elektronische Acts gespielt hätten, dass die Urbanität nicht so richtig durchschlägt, dass man die Wiese des Tempelhofer Feldes nicht nutzen kann etc pp. – und doch kommen jedes Jahr wieder mehr Zuschauer als im Jahr davor…
Auch in diesem Jahr bleibt das Fazit ein entschiedenes „nun ja!“. Grundsätzlich bin ich immer noch davon überzeugt, dass ein Festival im Flughafen Tempelhof das Potential hat, wirklich außergewöhnlich zu sein. Aber dem Berlin Festival ist es immer noch nicht gelungen, die architektonischen Gegebenheiten für sich positiv zu nutzen – im Gegensatz zum Melt! Festival, dessen Landschaft des industriellen Verfalls mit Baggerdinosauriern dermaßen markant und einprägsam… weiter lesen
08.06.2012 von Christian Ihle

LIARS, everybody’s favourite weirdos, spielen an diesem Sonntag abend in der Volksbühne in Berlin und veröffentlich ihr neues Album “WIXIW”(nein, wir auch nicht). Da die Band um Sänger Angus Andrew Mitte der letzten Dekade auch einige Jahre in Berlin verlebte, bietet es sich natürlich an, sie zu einem German Blind Date einzuladen – und erstaunlicherweise hören Liars auch tatsächlich die Fehlfarben-DAF-Verwandtschaft heraus, chapeau!
Fehlfarben – Apokalypse (1980)

My first impression of this was that of a more sentimental/poetic, less vivid version of DAF, one of my favorite artists on Mute. Upon further research I found that they started only a year after DAF, and seemed to have shared a bass player. Admittedly a shallow reason, it made me like it a bit more, though I would rather listen to DAF. While I… weiter lesen
23.03.2012 von Christian Ihle

The Stranglers sind tatsächlich immer noch unterwegs und veröffentlich munter neue Platten.
In den späten 70ern waren The Stranglers eine der Punkbands mit einem aus der Masse herausstechenden Sound, der extrem von seinen Basslinien und Orgelklängen getragen war – bestes Beispiele natürlich “Nice & Sleazy”:

Dann kam eine New-Wave-Phase, in der stark auf Synthies zurückgegriffen und mit “Strange Little Girl” oder “La Folie” erstaunlich zarte Songs veröffentlicht wurden. In den 80ern gab es dann ein großes Pop-Comeback, als “Always The Sun” auf einmal always im Radio war. The Stranglers sind bis heute weiter marschiert und Anfang März ist tatsächlich bereits das 17. (!) Album erschienen. Wir haben ihnen einige deutsche Songs vorgespielt und waren gespannt, was die Punkrockikonen so darüber denken:
1. Die Sterne – Fickt das… weiter lesen
23.01.2012 von Christian Ihle

Nach Los Campesinos! und den Walkabouts haben wir nun die schottischen Indierocker We Were Promised Jetpacks genötigt, sich fünf deutsche Songs anzuhören und um ihre Meinung gebeten:
1. Tocotronic – Let There Be Rock (1999):

Oh they’ve used the final countdown riff. they clearly want everyone to talk about that or they wouldn’t have bothered, so let’s do that: that’s a weird thing to do. But it doesn’t make the song interesting at all, it just makes me want to pretend i’m Gob Bluth or watch old Bryan Danielson matches:

2. Ja, Panik – Nevermind (2011):

Slow start but that’s a nice reverb sound on the guitar so it’ll do for now. Unfortunately I’ve no idea what… weiter lesen
17.01.2012 von Christian Ihle

Nachdem wir mit den Indiepop-Aufsteigern Los Campesinos! unsere neue Rubrik “German Blind Date” eröffnet haben, sind dieses Mal mit den Walkabouts Klassiker des Alt.Country zu Gast. Wieder spielen wir unseren ausländischen Freunden fünf deutsche Songs vor und sind gespannt, wie Bands wie Tocotronic oder Ja, Panik klingen, wenn man im Grunde nichts über die Band weiß.
1. Tocotronic – Let There Be Rock (1999)

I am vaguely aware of Tocotronic, though I can’t say that I have knowingly heard much of their music over the years. I do have some German friends who love them dearly though. That said, this song leaves me a little bit cold. I even checked out the English version of the song to make sure that I was “getting it.” I guess I don’t really like the ironic touches: the synthy… weiter lesen
06.12.2011 von Christian Ihle

Eine neue Rubrik im Popblog! “German Blind Date” – ausländische Bands wagen sich auf deutsches Soundterrain und sprechen aufgrund ihrer gänzlichen Unkenntnis der deutschen Musikszene frei von Vorwissensbalast über heimische Bands!
In der ersten Folge die walisischen Tweecore-Heroen Los Campesinos! über tocotronic, blumfeld und andere!
1. Tocotronic – Let There Be Rock

Besides the slightly incongruous ‘Final Countdown’ synth part that threatens to ruin the song, I quite like this. Sounds like Pavement covering Green Day’s ‘When I Come Around’ or something, and the brass in the chorus is rather lovely. There should be more vocoders in pop music too. Hopefully there’s a version without the Europe riff, somewhere…
2. Mikrofisch – The Kids Are All Shite
Mikrofisch – The Kids Are All Shite
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