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	<title>Monarchie &#038; Alltag &#187; Tomte</title>
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	<description>„As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“ schrieb Derek Jarman 1977. Ganz in diesem Sinne behandelt der Popblog die Popkultur im weitesten Sinne und greift interessante Themen aus der Welt der Musik, des Films und der Gesellschaft auf.</description>
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		<title>Words Of Wisdom: Thees Uhlmann (Tomte) über die Finanzkrise</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 14:19:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Words Of Wisdom]]></category>
		<category><![CDATA[Thees Uhlmann]]></category>
		<category><![CDATA[Tomte]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Es ist eben nicht mehr so ist, dass jemand ein Boot baut, um Leute zu befördern und sich dafür Geld leiht, um es zu bauen und dafür ein wenig mehr Geld zurückzahlen muss. Sondern dass man jetzt darauf wetten kann, wie schnell das Boot gebaut wird, wann das Boot untergeht, wie viele Leute dabei umkommen, und der Geldleiher selber eine Torpedofabrik hat, um das Boot zu versenken.&#8221;<br />
<span id="more-5440"></span><br />
(Thees Uhlmann im <a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,793078-26,00.html" target="_blanK">Spiegel</a> zur Finanzkrise)</p>
<p>via <a href="http://www.coffeeandtv.de" target="_blank">Lukas</a>!</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/?flattrss_redirect&amp;id=5440&amp;md5=3db2a67dbc4890692abe54ea7bc3f943" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/popblog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Schmähkritik (311): Stereophonics (und Tomte)</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2010/03/20/schmaehkritik_310_stereophonics_und_tomte/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 18:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schmähkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Stereophonics]]></category>
		<category><![CDATA[Tomte]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Die Stereophonics sind, verglichen mit Oasis, das, was Tomte verglichen mit Tocotronic ist: eigentlich unnötig. Zumindest im Hinblick auf Originalität, Relevanz, öffentliches Interesse, der Bedeutung für popkulturell Eingeweihte.&#8221;<br />
<span id="more-1066"></span><br />
(<em>tha</em> in einer Konzertkritik des <a href="http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1365432/Die-stampfenden-Stoiker-aus-Wales.html" target="_blank">Hamburger Abendblatt</a>)</p>
<p><strong>Inhaltsverzeichnis:</strong><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/02/23/300_folgen_schmaehkritik/" target="_blank">Die ersten 300 Folgen Schmähkritik</a><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2009/08/03/schmaehkritik-rueckschau_wer_disst_wen/" target="_blank">Wer disst wen?</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Alben des Jahrzehnts &#8211; 2000: &#8220;Sonnige Nacht&#8221; von Tomte</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2009/11/05/alben_des_jahrzehnts_-_2000_sonnige_nacht_von_tomte/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 09:18:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Retrospektive]]></category>
		<category><![CDATA[Thees Uhlmann]]></category>
		<category><![CDATA[Tomte]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wahrscheinlich lernten viele andere Thees Uhlmann wie ich kennen: über sein Tocotronic-Tourtagebuch, das lakonisch den RocknRoll abfeierte und in dieser Hinsicht, wie Uhlmann wohl sagen würde, <em>ordentlich deliverte</em>. Das Büchlein mag lange vergessen sein, aber Uhlmanns eigene Band Tomte sollte in den folgenden Jahren zu einer der größten des Landes heranwachsen. Eine Tatsache, die man sich im Jahr 2000 bei &#8220;Sonnige Nacht&#8221; noch nicht einmal hätte erträumen können!</p>
<p><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/418DCHJHAJL._SS400_.jpg" alt="tomte sonnige nacht" /></p>
<p>Während Tomte in den Folgejahren immer weiter aus der Garage in die neue Bürgerlichkeit schritten, war &#8220;Sonnige Nacht&#8221; im Vergleich zum wilden Schrammelindiepunk des Debüts &#8220;Du weißt was ich meine&#8221; vielleicht der Moment, an dem die verschiedenen Tomte-Elemente am vollkommendsten zueinander fanden. Thees mag 2000 noch eher <em>versuchen</em> zu singen und der für die Instrumentierung Verantwortliche würde wohl nur darüber lachen, wenn jemand von &#8220;Geigen wie bei Wonderful World&#8221; spräche, aber einen unschätzbaren Vorteil hatte diese Herangehensweise gerade für Thees Uhlmanns Texte, die schon immer bevorzugt mit ordentlich Pathos oder der in die Luft gestreckten Faust uns an die Wand drücken wollten: durch die noch schroffe musikalische Untermalung wird eben jener Pathos nie zuviel, sondern baut im Gegenteil ein Spannungsfeld auf, das diese Songs auch nach zehn Jahren noch so verdammt lebendig macht. </p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2009/11/05/alben_des_jahrzehnts_-_2000_sonnige_nacht_von_tomte/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
.<span id="more-941"></span></p>
<p>Amüsant ist es auch, wenn man die vielen popkulturellen Verweise im Jahr 2009 noch einmal überblickt: der ehemalige Schalker Abwehrspieler Yves Eigenrauch wird mit einem eigenen Song bedacht (&#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=BgSGDROWjUE" target="_blank">Yves, wie hälst du das aus?</a>&#8220;), Samy Deluxe und Ferris MC wird wegen ihrer latenten Homophobie der Garagenpunkprozess gemacht (&#8220;Adam &amp; Steve&#8221;) und dem damals außerhalb Hamburgs pretty unbekanntem Rick McPhail wird sogar ein ganzer Song gewidmet &#8211; ein paar Jährchen später wurde McPhail der vierte Tocotronic.</p>
<p>Das folgende, auf seine Art fast genauso gute Album &#8220;Hinter all diesen Fenster&#8221; sollte Tomtes magnum opus werden, mit dem sie eine neue Aufmerksamkeitsstufe erklommen, die sich bei den beiden folgenden Platten dann gar in Top-10-Platzierungen niederschlagen würde. Doch &#8220;Sonnige Nacht&#8221; wird für uns ewige Indiekids mit &#8220;Theestube&#8221;, &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=RF_Yxcp-KmE">Ich habe eingesehen</a>&#8220;, &#8220;Wilhelm, das war nichts&#8221; und &#8220;Adam &amp; Steve&#8221; immer die Platte sein, die auf ewig ein Plätzchen in unserem Herzen gefunden hat.</p>
<p><strong>Das dachte ich damals:</strong></p>
<p><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/215U3KF0svL._SL500_AA240_.jpg" alt="JJ72" /><br />
<em>JJ 72 &#8211; JJ 72</em></p>
<p><u><strong>Das dachten damals die anderen:</strong></u></p>
<p><em>in der Welt:</em><br />
* NME: <strong>Queens Of The Stone Age</strong> &#8211; Rated R<br />
* Pitchfork: <strong>Radiohead</strong> &#8211; Kid A</p>
<p><em>in Deutschland:</em><br />
* Spex: <strong>Kelis</strong> – Kaleidoscope<br />
* Intro: <strong>Sigur Rós</strong> – Ágætis Byrjun<br />
* MusikExpress: <strong>Radiohead</strong> – Kid A<br />
* Rolling Stone: <strong>Johnny Cash</strong> – Solitary Man </p>
<p><strong>Songs des Jahres:</strong></p>
<p>* NME: <strong>Eminem</strong> &#8211; The Real Slim Shady<br />
<p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2009/11/05/alben_des_jahrzehnts_-_2000_sonnige_nacht_von_tomte/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
.<br />
* Spex: <strong>Madonna</strong> – Music<br />
<p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2009/11/05/alben_des_jahrzehnts_-_2000_sonnige_nacht_von_tomte/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
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		<title>Schmähkritik (151): Tomte</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2009/01/17/schmaehkritik_151_tomte/</link>
		<comments>http://blogs.taz.de/popblog/2009/01/17/schmaehkritik_151_tomte/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 18:22:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schmähkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Tomte]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Die dümmste Band Deutschlands, und das ist jetzt offiziell, ist natürlich Tomte. Nur kriegt das schon gar niemand mehr mit. In der Berliner Stadtzeitschrift Zitty wird mit dem Sänger der Band, dem ultranervigen Thees Uhlmann, über die Kunst des Textens und die Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache philosophiert. Hallo? Hat sich mal jemand das Gesülz auf Tomte-Platten angehört? Unerträglichere Pennälerlyrik gab es im deutschen Pop selten, »Dein ist mein ganzes Herz« ist dagegen große Kunst. Und dann dieses Thees-Uhlmann-Gehabe in der letzten Zeit, dieses schrecklich Campinohafte, diese Bereitwilligkeit, den Deppen aus der Rockbranche zu machen, der so ist wie du und ich und mit dem du gut zwei Bier trinken kannst und der aber trotzdem in unsinnigen Talkshows herumhocken darf. Kann nicht mal jemand Tomte wieder abstellen, die Band des Landes verweisen, ihr ewiges Auftrittsverbot erteilen, ihre Platten verbrennen, Thees Uhlmann das Singen und Reden verbieten?&#8221;<br />
<span id="more-569"></span><br />
(aha, <a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/52/32381.html" target="_blank">JungleWorld</a>)</p>
<p>mit Dank an <a href="http://www.coffeeandtv.de" target="_blank">Lukas</a>!</p>
<p><strong>Inhaltsverzeichnis:</strong><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2009/01/13/150_folgen_schmaehkritik_alle_schmaehkritiken/" target="_blank">150 Folgen Schmähkritik</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Alben des Jahres 2008: Juli &#8211; November</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2008/12/26/alben_des_jahres_2008_juli_-_november/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Dec 2008 12:18:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Album des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresrückblick 2008]]></category>
		<category><![CDATA[1000 Robota]]></category>
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		<category><![CDATA[Yeti]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was das Popblog im Laufe der Monate empfehlenswert fand, Teil 2&#8230;</p>
<p><strong>Juli 2008</strong></p>
<p>Platz 1: Yeti &#8211; <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/08/28/album_des_monats_juli_platz_1_yeti_-_the_legend_of_yeti_gonzales/">The Legend Of Yeti Gonzales</a></p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/12/26/alben_des_jahres_2008_juli_-_november/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>&#8220;Mehr oder minder unerwartet bläst einen nun aber das Debütalbum mit dem albernen Titel „The Legend Of Yeti Gonzales“ aus den Schuhen: nicht nur dass der Mod-Rock eingemottet wurde und die Byrds wieder als Hauptinspiration gelten dürfen, nein, dazu kommt auch noch feingeistiges Gitarrenspiel und Arrangements die gar an das legendäre „Forever Changes“ von Love erinnern.&#8221;<br />
<span id="more-566"></span><br />
Platz 2: Sport &#8211; <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/08/27/album_des_monats_juli_platz_2_sport_-_unter_den_wolken/">Unter den Wolken</a></p>
<p>&#8220;So ist das letzte Kante-Album auch die logische Referenzgröße für die aktuelle Sport-Platte, die die primitive Wucht des Vorgängers ein klein wenig zügelt und die Songs ausgefuchster werden lässt. Dass dabei nicht ganz die Qualität des Vorgängeralbums erreicht wird, ist geschenkt, wenn dafür nie erwartete himmlische Klänge im Titelsong das Album beschließen. Das hätte auch Arcade Fire nicht besser gemacht.&#8221;</p>
<p>Platz 3: Jakob Dylan &#8211; <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/08/25/album_des_monats_juli_platz_3_jakob_dylan_-_seeing_things/">Seeing Things</a></p>
<p>&#8220;Bitte schön, mach ich eben ein Folk-Album. Die Wallflowers bleiben damit erstmal im Poesie-Album. Stattdessen gibt es sparsam instrumentierte Songwriter-KUNST. Ja, Kunst. Denn vom miefig-muffigen Stadionrock hat Dylan sich verabschiedet.&#8221;</p>
<p><strong>August 2008</strong></p>
<p>Platz 1: Black Kids &#8211; <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/09/29/album_des_monats_august_platz_1_black_kids_-_partie_traumatic/">Partie Traumatic</a></p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/12/26/alben_des_jahres_2008_juli_-_november/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>&#8220;Eigentlich ist das aber ja auch kein Wunder: wer morrisseyesque Songtitel wie „I’m not gonna teach your boyfriend how to dance with you“ oder „I’ve underestimated my charme (again)“ mit krediblen Breakfast-Club-Soundtrack-Synthies verbinden kann und dank dem Wunderhändchen von Produzent Bernard Butler (Suede) die wunderbare matschig klingende Demo-EP verlustfrei in kristalline Popsongs transportiert, kann doch auch nur gewinnen. Knock ’em down? Vergiss es.&#8221;</p>
<p>Platz 2: Conor Oberst &amp; The Mystic Valley Band &#8211; <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/09/25/album_des_monats_august_platz_2_conor_oberst_the_mystic_valley_band_-_st/">s/t</a></p>
<p>&#8220;Zu mäkeln gibt es auf “Conor Oberst” letztlich wenig. Zu groß ist immer noch die sprachliche Wucht wie in “Moab”, zu mitreißend die Melodien wie in “Danny Callahan”.&#8221;</p>
<p>Platz 3: Lars Bang Larsen &#8211; <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/09/24/album_des_monats_august_platz_3_lars_bang_larsen_-_ep_eins/">EP Eins</a></p>
<p>&#8220;Dabei ist Lars Bang Larsen zumindest einmal ein ganz großer Wurf gelungen: Felix Müllers Gaststar-Rolle bei „Aus dem Leben eines Umzugskartons“ ist atemberaubend. (&#8230;) Und doch ist es Felix Müllers Text, der alles überstrahlt. Er erzählt tatsächlich Leben und Laufbahn eines Umzugskartons und schafft es dabei mit spielerischer Leichtigkeit einen deutschen Lebensweg von behütetem Aufwachsen über die Verirrung in der Großstadt zu den Härten des Lebens und dem Abrutschen in das Prekariat mit einhergehendem Alkoholismus prägnant zu skizzieren.<br />
Vielleicht der beste deutschsprachige Song des Jahres, mit Sicherheit aber das größte Ereignis im Bereich der Kartonagenvertonung der Menschheitsgeschichte.&#8221;</p>
<p><strong>September 2008</strong></p>
<p>Platz 1: Glasvegas &#8211; <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/10/27/album_des_monats_september_platz_1_glasvegas_-_glasvegas/">Glasvegas</a></p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/12/26/alben_des_jahres_2008_juli_-_november/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>&#8220;Seit den Arctic Monkeys hatte Großbritannien keine Band mehr, die solch ein Potential in sich vereint, die – trotz aller Einflüsse aus der Vergangenheit – in der Gegenwart gänzlich singulär erscheint und das Gefühl gibt, hier wäre wieder eine Band, die einen Unterschied machen kann. Vielleicht sogar das beste britische, mit Sicherheit aber das wichtigste Album des Jahres für das Vereinigte Königreich. <em>Here we fucking go.</em>&#8221;</p>
<p>Platz 2: 1000 Robota &#8211; <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/10/17/album_des_monats_september_platz_2_1000_robota_-_du_nicht_er_nicht_sie_nicht/">Du nicht Er nicht Sie nicht</a></p>
<p>&#8220;Das überrascht umso mehr, weil 1000 Robota auf dem Tapete-Label erscheinen, das bisher als Hort der Lieben und Netten, als Heimstatt der Braven und Bescheidenen aufgefallen war. 1000 Robota sind all das gerade nicht. Sie polarisieren wie kaum eine zweite Band derzeit und sehen mit dem Selbstbewusstsein der Jugend auch gar nicht ein, hamburgische Harmonie zu verbreiten, sondern kotzen den Platzhirschen gern auch mal in die Tränke. Nicht umsonst hieß ihre erste EP „Hamburg brennt“.&#8221;</p>
<p>Platz 3: The Walkmen &#8211; <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/10/14/album_des_monats_september_platz_3_the_walkmen_-_you_me/">You &amp; Me</a></p>
<p>&#8220;Walkmen-Songs klingen oft als würde man einem Betrunkenen am Weihnachtsabend von Bar zu Bar folgen, durch den Schnee stapfend, seine Lebensgeschichte hörend. Immer traurig, manchmal auch verdrossen, nicht selten aber mit einem gewissen Stolz wider den Umständen. Musik für den Herbst, für den Winter, für den Schnee, für den Schnaps zuviel.&#8221;</p>
<p><strong>Oktober 2008</strong></p>
<p>Platz 1: Tomte &#8211; <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/11/26/album_des_monats_oktober_platz_1_tomte_-_heureka/">Heureka</a></p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/12/26/alben_des_jahres_2008_juli_-_november/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>&#8220;Du nennst es Pathos, Thees nennt es Leben, ich nenne es die Platte des Monats.&#8221;</p>
<p>Platz 2: Ballboy &#8211; <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/11/21/album_des_monats_oktober_platz_2_ballboy_-_i_worked_on_the_ships/">I Worked On The Ships</a></p>
<p>&#8220;Gordon McIntyre hat immer noch die Fähigkeit, kleine Geschichten in Songs zu packen, die gleichermaßen anrührend wie amüsant sind. Geschichten von erhobenen Köpfen im Angesicht ewigen Scheiterns.&#8221;</p>
<p>Platz 3: Boy Division &#8211; <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/11/18/album_des_monats_oktober_platz_3_boy_division_-_pet_sounds_ep/">Pet Sounds EP</a></p>
<p>&#8220;Auf der nun veröffentlichten „Pet Sounds EP“ dürfen wir insbesondere den Cure-Klassiker „Love Cats“ und „Rock Lobster“ der B52s weiterempfehlen. Wer nun drei und drei zusammen zählt und Katzen, Hummer, Pet Sounds vor sich hinmurmelt, stellt natürlich umgehend fest, dass es sich um ein Konzept im Konzept handelt: Klassiker der Tiervertonung werden boydivisioniert! Lauter haben Tauben nie geheult.&#8221;</p>
<p><strong>November 2008</strong></p>
<p>Platz 1: Little Joy &#8211; <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/12/18/album_des_monats_november_platz_1_little_joy_-_little_joy/">Little Joy</a></p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/12/26/alben_des_jahres_2008_juli_-_november/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>&#8220;Würden die Strokes ein Folk-Album aufnehmen, es klänge wohl exakt wie Little Joy. Eine wunderbare zusätzliche Note bringen die von Binki Shapiro gesungenen Songs wie „Don’t Watch Me Dancing“ ein, die auf das angenehmste an das dritte Velvet–Underground-Album erinnern und dessen fragilen, verschrobenen Folk von “Pale Blues Eyes” bis “After Hours” ebenso in Erinnerung rufen wie Lou Reeds Kompositionen für Nicos Soloalbum.&#8221;</p>
<p>Platz 2: Fucked Up &#8211; <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/12/15/album_des_monats_november_platz_2_fucked_up_-_the_chemistry_of_common_life/">The Chemistry Of Common Life</a></p>
<p>&#8220;Ganz so weit draußen sind Fucked Up auf ihrem zweiten regulären Album zwar nicht, aber dennoch fällt schwer, sich an eine andere Band aus dem Hardcore-Umfeld zu erinnern, die die Genre-Grenzen derart pulverisierte. Muss man gesehen, sollte man gehört haben.&#8221;</p>
<p>Platz 3: Egotronic &#8211; <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/12/09/album_des_monats_november_platz_3_egotronic_-_egotronic/">Egotronic</a></p>
<p>&#8220;„Egotronic“ ist zwar immer noch weiter von „London Calling“ als Berlin von der britischen Hauptstadt entfernt, aber auch besser als das meiste, was in diesem Jahr aus diesem Genre kam.&#8221;</p>
<p><strong>Weiterlesen:</strong></p>
<p>Teil 1: <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/12/25/alben_des_jahres_2008_januar_-_juni/">Januar &#8211; Juni</a></p>
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		<item>
		<title>Album des Monats Oktober / Platz 1: Tomte &#8211; Heureka</title>
		<link>http://blogs.taz.de/popblog/2008/11/26/album_des_monats_oktober_platz_1_tomte_-_heureka/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:48:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Album des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Tomte]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/518v6eZSnsL._SS500_.jpg" alt="tomte heureka" /></p>
<p><em>„Du nennst es Pathos, ich nenn’ es Leben“</em> singt Thees Uhlmann auf der neuen Tomte-Platte und prognostiziert damit die wahrscheinlichste aller Tomte-Kritiken der jüngsten Jahre: <em>die Pathosmaschine wurde wieder angeworfen</em>. Dabei ist es aber doch ein Irrtum, Tomte in ein früheres, schnoddriges Leben und ein pathetisch aufgeblasenes, späteres Dasein zu teilen, denn Uhlmanns Texte waren schon auf dem Debütalbum dem großen Sentiment nie abgeneigt – oder wie will man eine Textzeile der Marke <em>„Ich habe den ganzen Tag Tulpen eingepflanzt, doch ich fühle mich als hätte ich die ganze Welt gepflügt“</em> denn sonst nennen.<br />
<span id="more-537"></span><br />
Der Unterschied liegt eher in der begleitenden Musik. Stellten Tomte früher immer einen deutlichen Kontrast zwischen bedeutungsschwangeren Texten und der rauen Instrumentierung aus der Garage nebenan her, wurde beim letzten Album „Buchstaben über der Stadt“ die Wirkung der Texte durch die überbordenden Arrangements potenziert. Manchmal vielleicht doch die eine Spur zu weit. Auf der neuen Platte „Heureka“ finden Tomte aber einen guten Mittelweg. Natürlich kann und soll das nicht mehr so rau und unproduziert klingen wie auf einem Debütalbum, aber dennoch war die Idee eines „weniger ist mehr“ diesmal offensichtlich vorhanden. Das kommt „Heureka“ auch dahingehend zugute, dass es ein in sich geschlossenes, rundes Werk geworden ist wie zuvor in der Tomte-Geschichte nur das „Hinter all diesen Fenstern“  Album . Du nennst es Pathos, Thees nennt es Leben, ich nenne es die Platte des Monats.</p>
<p><strong>Anhören!</strong><br />
* Wie siehts aus in Hamburg<br />
* Küss mich wach, Gloria<br />
* &amp; ich wander</p>
<p><strong>Im Netz:</strong><br />
* <a href="http://www.indiepedia.de/index.php/Tomte" target="_blank">Indiepedia</a><br />
* <a href="http://www.myspace.com/tomte" target="_blank">MySpace</a></p>
<p>(Christian Ihle)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schmähkritik (128): Tomte</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 10:46:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schmähkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz Rudolf Kunze]]></category>
		<category><![CDATA[Judith Holofernes]]></category>
		<category><![CDATA[Thees Uhlmann]]></category>
		<category><![CDATA[Tomte]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Der Posten des popkulturellen Pausenclowns, des Alibi-Rockers, der in Boulevardmagazinen wie am Katzentisch der Bundesregierung den Deppen markieren darf, war über Jahrzehnte von Heinz Rudolf Kunze bestens besetzt. In den letzten Jahren gab es einen eindrucksvollen Nachfolgekampf verschiedenster Bewerber, die bereit stehen wollen, wenn Kunze mal aus dem Sessel kippen sollte. Bedingung: Man muß in möglichst schlechtem Deutsch banale Texte schreiben, die einsame Biologielehrerinnen zum Kauf von CDs verleiten, zum Beispiel. Die das beinhalten, was &#8220;Zeit&#8221;-Leser für &#8220;Rockmusik&#8221; halten. Vertont auf eine Art, die mit dem Wörtchen &#8220;Musik&#8221; zu anspruchsvoll beschrieben sein würde.<br />
<span id="more-516"></span></p>
<p>In den letzten Jahren hatte man verschiedentlich den Eindruck, die Nachfolge Heinz Rudolf Kunzes in dieser Rolle würde zugunsten von Judith Holofernes entschieden, sie tat wirklich alles dafür, die Nachfolge anzutreten. Doch nun ist ein neuer und unschlagbarer Kandidat im Ring: Tomte, Großschwätzer und Kleintexter aus Hamburg-Berlin, der einzige Musiker, der mir je schriftlich gegeben hat, daß ich <em>&#8220;keine Ahnung von Musik&#8221;</em> haben würde.&#8221;</p>
<p>(Bertold Seliger von der Konzertagentur Seeliger in seinem aktuellen Newsletter)</p>
<p><strong>Eine frühere Folge aus dem Seliger versus Tomte Kleinkrieg kann man hier bestaunen:</strong>: </p>
<p>* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2007/03/07/schmaehkritik-2-thees-uhlmann/" target="_blank">Schmähkritik Nr. 2</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mp3-Blog: Tomte</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 13:35:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mp3s]]></category>
		<category><![CDATA[Retrospektive]]></category>
		<category><![CDATA[Tomte]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir alle gespannt auf das neue Tomte-Album warten und uns fragen, was glückliche Vaterschaft und heftige Bandumwälzungen für Auswirkungen auf das Tomte-Werk haben, ein Rückblick auf einen Song aus den frühen Momenten der Karriere 1996.</p>
<p><span id="more-449"></span></p>
<p>&#8220;Der Egoistê&#8221; war dabei weder auf der Debüt-EP &#8220;Blinkmuffel&#8221; noch auf dem ersten Album &#8220;Du weißt was ich meine erhalten, sondern lediglich später auf einer Heft-CD des legendären Komm Küssen Fanzines erschienen. In unserem Schwesterblog die ganze Geschichte und der verschollene Song zum Download als Mp3:</p>
<p>&#8220;Im Oktober diesen Jahres wird das bereits fünfte Tomte-Album veröffentlicht. Nachdem Schlagzeuger Timo Bodenstein (seit 1994 bei Tomte) im Januar 2008 die Band verlassen hat, verbleibt Thees Uhlmann allerdings als letztes &#8220;Urgestein&#8221; aus den Anfangsjahren der Bandgeschichte. Die Aufnahmen zur ersten EP bestritt die Band einst als Trio. Neben Bodenstein und Uhlmann war damals noch Christian &#8220;Stemmi&#8221; Stemmann mit von der Partie. Die mit &#8220;Blinkmuffel&#8221; betitelte 7&#8243; EP wurde 1996 in einer Auflage von knapp 1000 durchnummerierten Exemplaren hergestellt und von Tomte im Eigenvertrieb veröffentlicht. Zwischenzeitlich wurde zwar ein Re-Release der seit langem ausverkauften EP angestrebt, die Idee verlief sich jedoch im Sand und so lässt eine Wiederveröffentlichung bis heute auf sich warten. (&#8230;)</p>
<p>(<a href="http://abenteuer-und-freiheit.blogspot.com/2008/07/tomte-der-egoist.html" target="_blank">mehr und Download</a>)</p>
<p>(Text von Muner, dankesehr!)</p>
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		</item>
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		<title>Schmähkritik (118): 1000 Robota über die deutsche Musikszene</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 09:17:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schmähkritik]]></category>
		<category><![CDATA[1000 Robota]]></category>
		<category><![CDATA[Herrenmagazin]]></category>
		<category><![CDATA[Kettcar]]></category>
		<category><![CDATA[Kilians]]></category>
		<category><![CDATA[Tomte]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Feindbilder? &#8220;Tomte, Kettcar, Herrenmagazin, die Kilians. Trost suchende Gewohnheitstypen, die sich ab und an dazu entschließen, mit ihrem kleinen Reclam-Heftchen in Bars abzuhängen, St.-Pauli-Fans und Freund von allem und niemandem zu sein.&#8221;</p>
<p>(Anton Spielmann, 1000 Robota, in der ZEIT)</p>
<p><strong>1000 Robota im Popblog:</strong><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/10/17/album_des_monats_september_platz_2_1000_robota_-_du_nicht_er_nicht_sie_nicht/" target="_blank">Album des Monats September: Platz 2</a><br />
* <a href="http://blogs.taz.de/popblog/2008/09/16/schmaehkritik_110_1000_robota/" target="_blank">Schmähkritik Nr. 110 <em>über</em> 1000 Robota</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Songs des Jahres &#8211; Heimische Bands erzählen&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Dec 2007 13:28:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ihle &#38; Horst Motor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gaststars]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresrückblick 2007]]></category>
		<category><![CDATA[Atomic]]></category>
		<category><![CDATA[ClickClickDecker]]></category>
		<category><![CDATA[Dance Inc.]]></category>
		<category><![CDATA[Der Tante Renate]]></category>
		<category><![CDATA[Die Türen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich muss bis Polen reichen]]></category>
		<category><![CDATA[Kettcar]]></category>
		<category><![CDATA[Klez.E]]></category>
		<category><![CDATA[Muff Potter]]></category>
		<category><![CDATA[Olli Schulz]]></category>
		<category><![CDATA[The Audience]]></category>
		<category><![CDATA[Tomte]]></category>

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		<description><![CDATA[Weihnachten feiert man doch am Liebsten im Kreise seiner Freunde und Liebsten. Grund genug für den popblog in der Welt herumzufragen, was denn 2007 gerockt, geknallt, gescheppert hat, dass es eine wahre Freude war. Die Freunde schrieben eifrig zurück, so dass wir eine kleine Serie zum Song des Jahres starten. Heute: deutsche Künstler über ihre liebsten Lieder.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Weihnachten feiert man doch am Liebsten im Kreise seiner Freunde und Liebsten. Grund genug für den popblog in der Welt herumzufragen, was denn 2007 gerockt, geknallt, gescheppert hat, dass es eine wahre Freude war. Die Freunde schrieben eifrig zurück, so dass wir eine kleine Serie zum Song des Jahres starten. Heute: deutsche Künstler über ihre liebsten Lieder.</em><span id="more-232"></span></p>
<p><strong><u>Olli Koch (Tomte):</strong></u></p>
<p><strong>Rufus Wainwright: &#8220;Do I disappoint you&#8221;</strong></p>
<p>Im Spätsommer war ich für eine Weile weg. Allabendlich zog ich meine Kreise und hörte dabei „Do I disappoint you“ von Rufus Wainwright. Meiner Meinung nach ist es seine größte Oper. Der Typ ist umtobt von den Elementen, als würde er vom Grünen Hügel herunter singen. Oder war dieser Song doch nur sein erster Versuch für den nächsten „Die lustige Welt der Tiere“ Film? Das kann wirklich keiner nachvollziehen.<br />
Ach, und „Luscious Life“ von Patrick Watson! Und was ist überhaupt mit dem Album des Jahres? „Person Pitch“ von Panda Bear vielleicht? Aber ein Freund sagte mir, er bekäme so schreckliche Kopfschmerzen davon. Außerdem sei das Album nur drei Songs lang auszuhalten. Modeselektor unter Umständen? Schwierig, wie soll man den vielen guten Veröffentlichungen gerecht werden? Ja, 2007 war ein gutes Jahr für Musik.  </p>
<p><strong><u>Nagel (Sänger von Muff Potter und Autor):</u></p>
<p>Weakerthans: &#8220;Night Windows&#8221;</strong></p>
<p>Ich habe mir die aktuelle Weakerthans Platte Wochen vor Erscheinen illegal aus dem Netz gefischt, weil ich es nicht mehr erwarten konnte. „Night Windows“ war gleich mein Favorit, ich habe es wieder und wieder gehört, und dann ist mein Vater gestorben. Es war fast unheimlich, wie sehr der Text plötzlich passte. Ab da war &#8220;Night Windows&#8221; auf der Muff Potter Tour jeden Abend der erste Song, der nach dem Konzert lief, und wenn ich ihn jetzt höre, denke ich immer gleich an verschwitzte Klamotten und die Zigarette danach.</p>
<p><strong><u>Der Tante Renate:</u></p>
<p>sebastiAn: &#8220;rossrossross&#8221;<br />
Bondage Fairies: &#8220;He-Man&#8221;</strong></p>
<p><a href="http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&amp;friendid=32035312" target="_blank">sebastiAns Song</a> wurde schon 2006 released, ich habe ihn aber 2007 zum ersten Mal gehört und fand den Ansatz super, Samples so sinnvoll und irre anzuordnen, dass sie zum einen im Dance/Techno Kontext funktionieren, aber den Sound auch sehr spannend machen. Konventionen werden in dem Song weitestgehend ignoriert, die Breaks klingen nach kaputten CDs, Zwischenteile wirken fremd im Song und passen trotzdem oder gerade deshalb. Der Song hat mir gezeigt, dass vieles, an was ich mich intuitiv oder durch äußeres Einwirken beim Songschreiben gehalten habe, Quatsch ist. Und das macht doch ein gutes Kunstwerk aus, oder?</p>
<p>Der zweite ist &#8220;He-Man&#8221; von <a href="http://www.myspace.com/bondagefairiessweden" target="_blank">Bondage Fairies</a> aus Schweden. Die Jungs habe ich in Konstanz bei einem Konzert kennengelernt und der Song lief ungefähr 14500 mal in unserer Karre. Die Stimme wirkt so geil zerbrechlich in diesem Rock-Zusammenhang und bringt dieses Verlangen nach Rückzug in künstlich kreierte Räume zum Ausdruck, das, glaube ich, jeder kennt. Weiss nicht, ob ich das jetzt gut ausgedrückt habe, aber wenn jemand singt <em>&#8220;i want a sword like he-man&#8221;</em> kann er seinem Verlangen nicht unbedingt in der Realität nachgeben. Das kann gut daneben gehen, so mit Schwert und Fellunterhose auf einer Katze reitend.    </p>
<p><strong><u>Simon Rass (ClickClickDecker, Grand Hotel van Cleef)</u></p>
<p>Menomena: &#8220;Wet and rusting&#8221;</strong></p>
<p>Auf Anhieb fällt mir spontan Menomena &#8220;Wet and Rusting&#8221; ein. Menomena sind für mich musikalisch die kleinen Brüder der Flaming Lips.<br />
&#8220;Wet and Rusting&#8221; ist der einzige Song, den ich kenne, der mit einer Fußorgel anfängt. Und er entwickelt sich auch auf tolle Art und Weise. Sehr, sehr raffiniert, wie die verschiedenen Instrumente einsetzen, sich abwechseln. Allein der Rhythmus, mit dem die Akustikgitarre einsetzt ist phantastisch. Mit dem Schlagzeug kommt dann auch die Gänsehaut. Das Video ist phänomenal, macht einen glücklich, auf humorvolle Weise veranschaulicht es den Wert des Lebens im Angesicht des Todes. Toll, toll, toll. Wirklich.</p>
<p><strong><u>Erik Langer (Kettcar):</u></p>
<p>Tocotronic: &#8220;Sag alles ab&#8221;</strong></p>
<p>Völlig erschlagen vom Überangebot nehme ich &#8220;Sag alles ab&#8221; von Tocotronic, da mir das Album insgesamt gut gefällt und das Stück sowohl live als auch morgens in unserer Küche gut ist.</p>
<p><strong><u>Jochen Overbeck, Sänger von Frankreich muss bis Polen reichen</u></p>
<p>Shout Out Louds: &#8220;Tonight I Have To Leave It&#8221;</strong></p>
<p>Bester Song ist dann doch nicht Tocotronics &#8220;Kapitulation&#8221;, sondern &#8220;Tonight I Have To Leave it&#8221; von den Shout Out Louds. Hübsch kompakt, was äußeren Rahmenbedingungen wie Länge und Mitskandierbarkeit angeht, aber vor allem deshalb so schön, weil er ein einziger Vorwurf ist. Wenn der Typ da wem auch immer sein böses &#8220;Oh no, you&#8217;re not sorry / No, you&#8217;re not&#8221; entgegenlamentiert, leidet man doch automatisch begeistert mit. Und Identifikationspotential ist doch, um was es bei Popmusik geht.</p>
<p><strong><u>Filip Pampuch, Drummer bei Klez.E</u></p>
<p>Nine Inch Nails: „Survivalism“</strong></p>
<p>Der Song steht bei mir dafür, dass ich diese Band erst in diesem Jahr für mich entdeckt habe. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich die Euphorie, Begeisterung und Verehrung für diese Band (und damit verbunden auch Trent Reznor direkt) nie verstanden. Es ging an mir vorbei, ich war sogar sehr genervt von dieser Musik. Bis mein Mitbewohner Christian eine Karte für das NIN konzert übrig hatte und meinte, ich müsse mitkommen. Daraufhin hab ich mir trotzig die alten Platten angehört und bin mit ihm zum Konzert. Was mich dort überrollt hat, war unfassbar, hatte ich lange nicht mehr erlebt!<br />
Die Energie, die Wucht…. aber immer verbunden (man glaubt es nicht) mit sehr zerbrechlichem Pop. Ich war sehr begeistert, dass ich solange an etwas vorbeigekommen bin, was mich dann aber so treffen konnte. Der Song selbst lief bei mir sehr oft im mp3 player. Ich mag das hektische, treibende daran sehr, das gibt einem in den viereinhalb minuten ja keine ruhepause&#8230;</p>
<p><strong><u>Sebastian Wild, Gitarrist bei The Audience</u></p>
<p>Wilco: &#8220;What Light” </strong></p>
<p>Eigentlich ja ein scheußliches Lied: 6/8 Takt, Country-Slide-Guitar, uhh-Chor, offene Dur-Akkorde, Textzeilen wie &#8220;there&#8217;s a light inside of you&#8221; etc. &#8230; aber vielleicht gerade wegen so vielen <em>&#8220;no-gos&#8221;</em> auf einem Haufen super. Dazu noch echt klasse gespielt und nicht so anbiedernd-radio-mäßig nach vorne produziert.<br />
Transportiert für mich persönlich insgesamt eine ganz besondere positive Energie, untersetzt von ganz viel Ironie. Super Kombination!</p>
<p><strong><u>Maurice Summen, Sänger der Türen:</u></p>
<p>Mushiflo: „Ficken, Geld, Drogen, Nutten“</strong></p>
<p><strong><u>Olli Schulz:</u></p>
<p>Robert Plant &amp; Allison Krauss: &#8220;Please read the letter&#8221; </strong></p>
<p>Ich war skeptisch als ein Bekannter mir dieses Platte ans Herz legte, aber ich wurde schnell überzeugt. Wunderschöne Herbst/Winter-Platte, produziert von dem immer geschmackssicheren T-Bone Burnett. Seit einem Monat höre ich täglich mindestens dreimal den Song &#8220;Please read the letter&#8221;. Musik und Text treffen wohl häufig meine Stimmung. Wer übrigens keinen Country mit Geige und so mag, der braucht sich das gar nicht erst anzuhören.</p>
<p><strong><u>Jan Elbeshausen (Marr/The Dance Inc.):</u></p>
<p>Donny Hathaway &#8211; &#8220;He ain&#8217;t heavy he&#8217;s my brother&#8221;</strong></p>
<p>Meine Song-Entdeckung des Jahres ist &#8220;He ain&#8217;t heavy he&#8217;s my brother &#8211; Donny Hathaway ( aus dem Album: Donny Hathaway)<br />
Die Platte hat mir Tino ersteigert und geschenkt.  Hat mir die Ohren geöffnet für Soul, neben vielen anderen dieses Jahr.</p>
<p><u><strong>Thomas &amp; Rainer Marschel, Atomic:</u></p>
<p>Amy Winehouse: &#8220;Rehab&#8221;</strong></p>
<p>Zum ersten Mal haben wir den Song gehört, als wir mit Madsen in Chemnitz gespielt haben. Der DJ hat &#8220;Rehab&#8221; mindestens 5 mal hintereinander während des Aufbaus gespielt. Das machte so verdammt Bock. Wir dachten wirklich <em>&#8220;der DJ ist bestimmt so ein raritäten oldie-checker wie quentin tarantino &#8211; warum hat uns in den letzten 29 jahren niemand gesagt das es so einen spitzenmässigen song aus den 60ern gibt&#8221;</em>. Nach der tour haben wir natürlich überrascht festgestellt, das der Song dieses Jahr erst veröffentlicht wurde. Von Amy Winehouse? Ah jetzt! Die kannten wir ja schon länger wegen eines Duetts mit Paul Weller! Soviel Coolness, Schmutz und Soul hatte 2007 definitiv niemand in seiner Musik. Zumindest dieser Song wird im Gegensatz zu ihr so schnell nicht sterben.&#8221; </p>
<p><em><strong>Part 2: <a href="http://taz.de/blogs/popblog/2007/12/25/songs-des-jahres-2-britische-bands-und-amerikanischaustralische-songwriter/">Internationale Künstler über ihre Songs des Jahres</a></strong></em></p>
<p><strong><em>Part 3: <a href="http://taz.de/blogs/popblog/2007/12/26/songs-des-jahres-3-das-business-spricht/">Das Business über seine Songs des Jahres</a></em></strong></p>
<p><em><strong>Part 4: <a href="http://taz.de/blogs/popblog/2007/12/28/songs-des-jahres-4-musikjournalisten/">Musikjournalisten über ihre Songs des Jahres</a></strong></em></p>
<p><em><strong>Part 5: <a href="http://taz.de/blogs/popblog/2007/12/29/songs-des-jahres-5-fanzines/">Fanzinemacher über ihre Songs des Jahres</a></strong></em></p>
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