Posts Tagged ‘Werner Herzog’

02.01.2013 von Christian Ihle
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Der Filmjahresrückblick 2012. A Year In Pictures.

von Christian Ihle

10. Aufschneider (Österreich, Regie: David Schalko)


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Ein Novum: zum ersten Mal findet sich in unserer Jahresbestenliste ein TV-Film wieder. Arte strahlte im letzten Sommer die morbide österreichische Komödie um einen Pathologen, gespielt von Josef Hader, aus. Hader war dabei nicht nur Hauptdarsteller, sondern auch Drehbuchautor, was sich natürlich im typischen Hader-Humor bemerkbar macht. Schreiend komisch, aber nie klamaukig, sondern durchaus auch mit Herz. Hader in Höchstform spielt einen Misanthropen, der eher mit Toten als den Lebenden kann – fast so gut wie sein letztes Brenner-Glanzstück “Der Knochenmann“.



9. Killer Joe (USA, Regie: William Friedkin)


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Ein umstrittener Film, der auf einem Theaterstück eines Pulitzerpreisträgers beruht und ohne Jugendfreigabe in die Videotheken kam. Die Thematik ist auch harter Stoff, ein Auftragsmord an der Mutter einer… weiter lesen

03.04.2012 von Christian Ihle
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Schmähkritik (487): Werner Herzog über Hühner

von Christian Ihle

Wer hätte vermutet beim unvergleichlichen Werner Herzog eine Hühner-Verachtung?
Herzog, ein ewiger Quell der Freude:

“Try to look a chicken in the eye with great intensity, and the intensity of stupidity that is looking back at you is just amazing,”


10.02.2012 von Christian Ihle
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Berlinale (1): In The Land Of Blood & Honey von Angelina Jolie, Death Row von Werner Herzog

von Christian Ihle

In The Land Of Blood & Honey (Regie: Angelina Jolie)

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1. Der Film in einem Satz:

Krieg ist schlimm.



2. Darum geht‘s:

Kurz vor Ausbruch des Balkankriegs verliebt sich das bosnische Mädel Ajla in den serbischen Polizisten Danijel. Als sie sich nach den ersten Kriegswirren ein halbes Jahr später wieder treffen, ist er Kommandant einer serbischen Einheit und sie Häftling in seinem Gefangenen-Camp.
Nach und nach entwickeln sie wieder zarte Bande zueinander und Danijel sperrt Ajla in ein Einzelzimmer, um sie zu beschützen – oder zu besitzen. Oder beides. Währenddessen sterben viele Menschen grausame Tode.

Für die Aussage “Krieg ist schlimm” hätte ich persönlich keine 127 Minuten Spielzeit benötigt. Man mag ja Angelina Jolie hoch anrechnen, dass sie für ihr Regiedebüt keine Eitelkeitsshow abzieht und sich an einem grausamen, deprimierenden Kriegsfilm versucht, aber auch für Miss Jolie gilt letzten Endes: gut… weiter lesen

17.12.2011 von Christian Ihle
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Sechs Dokumentation von Werner Herzog im Internet

von Christian Ihle

Wir hatten schon einmal beklagt, dass die deutsche Regielegende Werner Herzog hierzulande immer noch zu wenig Aufmerksamkeit widerfährt, andererseits aber in Cineastenkreisen in Amerika hochgeschätzt ist. So sieht der berühmteste US-FIlmkritiker Roger Ebert Herzog als einen der größten lebenden Regisseure an (und Herzog hat kürzlich einen Film dem schwer erkrankten Roger Ebert gewidmet).

Nun hat Ebert im Internet sechs verschiedene, frei gestreamte Herzog-Dokumentationen zusammengestellt, die man hier findet.

Bonusvideo:

Werner Herzog gets shot by LA sniper during interview:

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27.09.2011 von Christian Ihle
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Schmähkritik Classic: Regisseure über Regisseure

von Christian Ihle

Das amerikanische Internetmagazin Flavorwire hatte vor einigen Wochen die schönsten Autor-vs-Autor-Beleidigungen der Literaturgeschichte zusammengestellt. Diesmal geht es um die Filmbranche und die 30 schärfsten Regisseursbeleidigungen – hier eine Auswahl:

* Orson Welles über Jean-Luc Godard:
“His gifts as a director are enormous. I just can’t take him very seriously as a thinker — and that’s where we seem to differ, because he does. His message is what he cares about these days, and, like most movie messages, it could be written on the head of a pin.”

* Ingmar Berman…
** über Orson Welles:

“For me he’s just a hoax. It’s empty. It’s not interesting. It’s dead. Citizen Kane, which I have a copy of — is all the critics’ darling, always at the top of every poll taken, but I think it’s a total bore. Above all, the performances are worthless. The amount of… weiter lesen

15.02.2011 von Christian Ihle
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Berlinale (4): Werner Herzog – Cave Of Forgotten Dreams, Bruce LaBruce – The Adovocate For Fagdom

von Christian Ihle

Werner Herzogs Cave Of Forgotten Dreams

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1. Der Film in einem Satz:

The Descent mit dem besten Geschichtenerzählonkel der Welt.

2. Darum geht‘s:

In jüngerer Vergangenheit hatte der große deutsche Regisseur Werner Herzog wieder mehr zum Spielfilm zurückgefunden und vor allem mit seiner “Bad Lieutenant”-Variation für Aufsehen (und unseren Film des Jahres) gesorgt. Doch sein zweites Standbein ist bereits seit etlichen Jahren das Dokumentarfilmgenre und im Besonderen Naturdokus wie das atemberaubende “Close Encounters At The End Of The World”. Für “Cave Of Forgotten Dreams” bekam Herzog die einmalige Erlaubnis in einer französischen Höhle zu drehen, an deren Wänden die ältesten Malereien der Menschheitsgeschichte zu finden sind, Malereien so empfindlich, dass selbst der Atem von Besuchern ihren Zustand gefährdet, weshalb die Chavet-Höhle hermetisch abgesiegelt ist und nur von einigen wenigen Wissenschaftlern betreten werden darf. Herzog steigt mit kleinem Team und 3D-Technologie in die Höhle hinab und bringt Bilder vom Beginn der Kunst, dem Beginn der Menschheit mit. Bilder, die keiner von uns je sehen wird. Endlich einmal ist der Einsatz von 3D-Technologie gerechtfertigt, weil die Höhlenmalereien eben die Struktur der Wände nutzen, so dass beispielsweise eine Felswölbung als Bauch eines Tieres in die Malerei integriert wurde.

Aber neben den faszinierenden Bildern gelingt Herzog immer wieder in Gesprächen mit Wissenschaftlern durch sein aufmerksames Nachfragen und die Kunst des bewussten Abschweifens eine Menschlichkeit aufblitzen zu lassen, die so eine allzu technokratische Perspektive verhindert. Ob ihm ein Wissenschaftler erzählt dass er eigentlich Zirkuskünstler war, ein Weiterer eher wenig überzeugend die Jagdtechniken der Neanderthaler vor der Kamera nachstellt oder ein Dritter gar in ein Bärenfäll gekleidet ihm auf einer Knochenflöte “Star Spangled Banner” vorspielt, es sind diese kleinen Szenen, die herzogtypisch “Cave Of Forgotten Dreams” über eine normale, wenngleich faszinierende Doku hinausheben. Und so kann auch nur ein Werner Herzog eine Dokumentation über Höhlenmalereien mit der Überlegung beenden, was wohl durch Atomkraft genetisch beschädigte Albino-Alligatoren über die vorzeitlichen Kunstwerke denken würden…

3. Der beste Moment:

Das meisterhaft absurde Ende, das Atomkraftwerke, Biosphären, Albino-Alligatoren und Höhlenmalereien verbindet.

4. Diese Menschen mögen diesen Film:

Wer sich von der Faszination anderer anstecken lässt und mit Herzog auf die Reise gehen mag.

* Regie: Werner Herzog
* imdb

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The Advocate For Fagdom

1. Der Film in einem Satz:

Die Underground-Trash-Gay-Porn-Horror-Legende Bruce LaBruce und ihr küstlerisches Wirken.

2. Darum geht‘s:

Der kanadische Regisseur Bruce LaBruce dreht seit gut 25 Jahren Filme, die völlig singulär im Weltkino sind. Offen schwul, fast immer mit expliziten Pornoszenen, oft mit derben Gewalteruptionen die dem Horrorgenre entliehen sind (zuletzt vor allem dem Zombiegenre) – aber eben auch immer von einer Wärme und einem Glauben an den Außenseiter und die … weiter lesen

31.12.2010 von Christian Ihle
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Der Filmjahresrückblick 2010. A Year In Pictures.

von Christian Ihle

10. Anvil! – The Story Of Anvil. (Regie: Sacha Gervasi) imdb

Auf den ersten Blick war Anvil, die Geschichte um eine gescheiterte Hardrockband aus den frühen 80ern, eine Echtlebenvariante von Spinal Tap und wäre schon aufgrund dessen eine lobende Erwähnung wert, sind doch genügend absurde, lustige Momente auf einer Europatournee abgehalfterter Metaller zu erleben. Aber dass Anvil! über all den Klamauk hinaus ein stolzes Herz hatte und das Bild einer lebenslangen Freundschaft und des Wunschs nach ewiger Adoleszenz zeichnete, hob Anvil! weit über das große Vorbild hinaus.

9. Machete (Regie: Robert Rodriguez) imdb


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Eigentlich war Machete nur ein Versehen. Als sich die beiden Buddies Robert Rodriguez und Quentin Tarantino mit ihrem Grindhouse-Projekt austobten, drehten sie noch Fake-Trailer zu nicht existenten Filmen, um das Double-Feature-Feeling auch wirklich heimzuhämmern. Der Trailer zu Machete kam so gut an, dass zwei Jahre später Rodriguez tatsächlich aus der kleinen Idee einen großen Film schuf und im Vorbeigehen gleich noch Danny Trejo, dem ewigen Nebendarsteller Hollywoods, ein verdientes Denkmal setzte. Kuriose Fußnote: Machete war dabei auch noch besser als seine beiden Grindhouse-Mutterfilme “Planet Terror” und “Death Proof” – die aufrichtigste Exploitation- und Grindhouse-Hommage! Und ein Höllenspaß!

8. Enter The Void (Regie: Gaspar Noé) imdb … weiter lesen

25.09.2010 von Christian Ihle
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Schmähkritik (360): Werner Herzog über James Camerons “Avatar”

von Christian Ihle

“Let’s not talk about the message! It makes me cringe, this kind of New Age sort of thing! I’m allergic against New Age, like I’m allergic against group sessions of yoga.”

(Der deutsche Regisseur Werner Herzog ist in einem Interview eingeschränkt begeistert über James Camerons Hippie-Message in “Avatar”) … weiter lesen

01.04.2010 von Christian Ihle
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Bad Lieutenant (Regie: Werner Herzog)

von Christian Ihle

1. Der Film in einem Satz:

Werner Herzog spielt Good Cop, Bad Lieutenant.

2. Darum geht‘s:

New Orleans, die Post-Katrina-Zeit. Nicolas Cage spielt einen Lieutenant mit zweifelhafter Moral und unzweifelhafter Drogensucht. Fachlich immer noch der herausragende Polizist seiner Abteilung, geht es ihm in der Zwischenzeit mehr darum, wie er beschlagnahmte Drogen verschwinden lassen als Verbrechen aufklären kann. Seine Wettsucht und die Liebe zur Prostituierten mit goldenem Herz (die überraschend überzeugende Eva Mendes) führen nicht unbedingt zu einem geregelten Tagesablauf.

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Als Werner Herzog ankündigte, Bad Lieutenant zu verfilmen, begann ein Catfight im Arthousekino. Abel Ferrara, der Anfang der 90er Jahre mit Harvey Keitel in der Cage-Rolle einen wuchtigen Klotz an tiefkatholischem, aber schwerbrutalem Verdammnis-und-Erlösungskino als „Bad Lieutenant“ in die Kinos brachte, sah sein Vermächtnis gefährdet. … weiter lesen

07.04.2009 von Christian Ihle
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Schmähkritik-Battle: Werner Herzog vs. Abel Ferrara

von Christian Ihle

Vor einigen Wochen hatte ich ja bereits in unserer Schmähkritik-Reihe Abel Ferrara gepostet, der sich mächtig über die Neuverfilmung seines Meisterwerks “Bad Lieutnant” durch Werner Herzog echauffierte.
Zugegeben: die Vorstellung, dass statt Harvey Keitels sagenhafter Tour de Force nun Nicolas Cage den moralisch verderbten Cop, der nach Erlösung (und Crack) sucht, spielen soll, klingt nicht verlockend. Andererseits: wenn nun jemand jeglicher kommerzieller Motivation unverdächtig sein sollte, dann Werner Herzog, der in den 70ern mit seinen Klaus-Kinski-Filmen zu Ruhm gelangte und sich in den letzten 20 Jahren hauptsächlich auf Dokumentationen verlegte. Interessant dürfte es allemal werden, was der kurioserweise in Amerika hochgeachtete, hierzulande dagegen unbeachtete deutsche Regisseur (sein letzter Spielfilm, immerhin mit Christian “Batman” Bale in der Hauptrolle, kam in Deutschland nicht einmal in die Kinos!) aus der Ferrara-Vorlage machen wird.

Abel Ferrara scheint keine Gelegenheit ungenutzt verstreichen lassen zu wollen, gegen die Neuverfilmung zu wettern. In unserer bereits geposteten Schmähkritik wünscht er Werner Herzog und Co. die Pest an den Hals, beim Filmfestival in Cannes ließ er sich zu einem “I wish these people die in hell. I hope they’re all in the same streetcar, and it blows up.” hinreissen.
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