kalt, kalt, kalt

Das hintere Becken ist wegen der Sanierung geschlossen und im vorderen Becken ist es mächtig kalt. Ich glaube nicht daran, dass es 21 Grad haben soll. Ich empfinde es als sehr viel kälter. Viele der Stammgäste machen auf den letzten Schwimmmetern der Saison wegen der niedrigen Wassertemperatur auch blau. Schade! Das spürt natürlich auch die Cafeteria Crew. Die hatten in diesem Jahr sowieso schon Einnahmebußen aufgrund des wechselhaften Wetters. Der Sommer war kein Sommer und viele FreibadlerInnen blieben dem Schwimmbad fern. Jetzt bleiben auch noch wegen der Sanierungsarbeiten und des kalten vorderen Beckens die Stammgäste weg. Ich finde, die Bäderbetriebe sollten der Cafeteria bezüglich der Pacht gewaltig entgegenkommen!

Und warum ist das vordere Becken so kalt? Diese Frage hat Badegast K. den Berliner Bäderbetriebe gestellt.  Er bekam die Antwort, dass er das Nichschwimmerbecken nutzen könnte, da dies eine höhere Temperatur aufweisen würde. Es könnten wohl nicht beide Becken gleichzeitig beheizt werden. Da das Schwimmerbecken aufgrund der Wassertiefe nur um 0,5 Grad pro Woche erhöht werden kann, wäre es sinnvoll das Nichtschwimmerbecken weiterhin zu beheizen, da es sonst in nur 2 Tagen genauso kühl wäre wie das vordere Becken.

Alles klar?! Ich frage mich nur, warum nicht beide Becken gleichzeitig beheizt werden können? Ich dachte immer, es sei nur schwierig, drei Becken gleichzeitig zu heizen. Zumindest wurde das in der Vergangenheit  – wenn mal ein Becken ausgefallen ist – so kommuniziert…

Foto oben: ©Fanny Cathrin Melle (www.fcmelle.de)

Kommentare (7)

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  1. kalt-kalt-kalt, ist treffend formuliert, bezieht sich aber nicht nur auf Temperaturen sondern auch auf nicht vorhandenes engagement seitens der Anstalten. Nichts Neues also in dieser Anstalt des öffentlichen Rechts. Schnödes Verharren in alten längst überholten Strukturen und vor allem Null-Bock auf gar nichts. Vielleicht kann man es auch nachsehen an bestimmten Stellen – es ist wie mit den armen Polizisten – sie sollen geschützt sein – sie, ihre Einkommen, ihre Familien, ihre Zweifamilienhäuser. Aber für den öffentlichen Dienst zu arbeiten, der öffentliche Dienst zu sein, bedeutet auch Verantwortung für die Öffentlichkeit und ihre Bedürfnisse – oder ganz einfach auch Interesse an der Aufgabe. Der andere offizielle Begriff wäre Daseinsfürsorge.

    Eben wie eine Polizei, die neue schicke Ausrüstungen fordert, neue Fahrzeuge neue Schutzschilder, um sich gegen die aggressiven Wutbürger zu schützen. Denn nein es geht auch um etwas ganz anderes, es geht darum warum gibt es diesen Unmut eigentlich. Dieses schnöde Beamtentum mit den Schwimmbädern. Ja und eben ja, warm-warm-warm, anderswo, auch in den kleinen vermeintlich nicht so extra-geilen Ländern, da haben sie vieles wovon man in der Metropole Europas nur träumen kann, Monatskarten für Rentner (Z.B. in Wien), freizeitsportliche Bahnen, die auch nach Ansprüchen und Können sortiert werden (USA) , Premiumkarten mit wirklichen Premiumdiensten (Österreich) und specials wie pools, die 12 Monate geöffnet sind (Prag) oder auch Saunen wie in Finnland natürlich, die 24h geöffnet haben. Ja Berlin ist ja so unglaublich kreativ. Danke BBB dass euch zu dem Thema nicht sehr viel mehr dazu einfällt als ein attraktives Bad für einen Tag an die schwul-lesbische Gemeinde der Stadt zu vergeben, die da dann aufzeigt was alles möglich ist. Aber nein, das wäre ja schon wieder viel zu viel …. blubber …. bleiben wir doch am besten beim „ruhige Kugelschieben“, sonst kommt der Innensenator noch auf den Plan. (Wieso ist ein Innensenator eigentlich gleichzeitig Sportsenator ???)

  2. Wer entscheidet hier eigentlich was – und warum sind die Berliner Bäder Betriebe als Anstalt des öffentlichen Rechts nicht dazu obgligatorisch verpflichtet dem Bürger gegenüber mehr Auskunft darüber zu geben wie warum und wann bestimmte Entscheidungen getroffen werden (müssen). Speziell das Prinzenbad hat sich hier besonders negativ entwickelt. Auffällig auch, dass fast keiner der Angestellten vor Ort aus Kreuzberg zu kommen scheint. Seltsam ebenso, dass die ganzen sozialen Aspekte eines solchen öffentlichen Ortes mitsamt seiner Wichtigkeit niemals irgendwo zur öffentlichen Diskussion stehen. Etwa 50% der Unterhaltskosten sind Personalkosten. Was machen diese Menschen eigentlich außer für sich selbst im Sinne von sozialem Engagment. Diese Frage mag dann doch mal erlaubt sein. Anscheinend handelt es sich ja nicht um Amts-
    oder Beamtentätigkeiten?

  3. Angesichts der Tatsache, dass es in den vergangenen Jahren im Prinzenbad auch immer möglich war, flexibel zwei der drei Becken zu beheizen, tippe ich im Moment auch darauf, dass die Betreiber einfach keine Lust haben, für die letzten zwei Saisonwochen noch ordentlich Heizstoff zu verbrauchen.
    Die (Sommer-)Dauerschwimmer haben sich ja eh die 20er-Karten geholt – wenn sie jetzt also am Ende der Sommersaison doch nicht mehr so häufig schwimmen gehen, dann verliert der Betreiber auch kaum Einnahmen. Die letzten Eintritte verfallen dann einfach…
    Ärgerlich ist tatsächlich, dass die Sommerbäder gerade schon schließen, aber einige Hallenbäder (wie z.B. das SSE) noch geschlossen sind 🙁

  4. Wir sind hier nicht in einem kleinen Ort irgendwo in Deutschland – sondern in der Millionenstadt Berlin (aber auch in einem kleinen Ort würde das gelten). Es geht darüberhinaus um Freizeit, Gesundheit und damit Kosten die dadurch woanders (nämlich im Gesundheitssystem)in gewaltigen Höhen eingespart werden. Und es geht ebenso darum, dass die BBB einen Service anbieten, bzw. dazu verpflichtet sind – der mindestens dem entsprechen muss, was zu Saisonbeginn angekündigt wird. Großstadmenschen gehen auch bei kaltem Wetter ihrem Schwimmsport nach und Saisonkartenkäufer erwarten den Service, den sie zu Beginn der Saison mit der Saisonkarte (oder Jahreskarte) erkauft haben. Zum Standard gehört im Sommerbad Kreuzberg ein beheiztes schwimmsporttaugliches 50m Becken. Alles andere ist Betrug am Kunden.

  5. Ich selbst habe mit einigen Badbetreibern in Thüringen Kontakt, vorallem auch im Voigtland in Sachsen. Mehrere Becken zu beheizen und zu chloren zieht unglaublich viele Kosten mit sich. Das ist das größte Problem, welches sich Badbetreiber in kleineren Städten stellen müssen. Da kann es in einer schlechten Saison mal ganz schnell passieren dass man extrem ins Minus kommt. Nunja mittlerweile kann man die Badesaison schon als fast beendet erklären jedoch muss das Wetter immer mitspielen. Ein Freibadbetreiber hat das unglaublich große unternehmerische Risiko, dass bei mehreren schlechten Tagen wie es dieses Jahr der Fall war einfach wenig Besucher kommen. Das kann dann denke ich schon ganz schön schlauchen. Da kann man nur hoffen, dass es nächstes Jahr besser wird!

  6. So wie ich das verstanden habe , gibt es zwei Heizungen.
    Eine für das gesperrte Sportbecken und die andere für das
    Nichtschwimmerbecken und den Bergsee vorne .
    Als vor einigen Jahren die Heizung für das Sportbecken defekt
    War ,wurde aber abwechselnd das Nichtschwimmer und der
    Bergsee geheizt.
    Dazu hat man diesmal Scheinbar keine Lust
    Oder es geht diesmal nicht .
    Ich tippe auf keine Lust .

  7. Natürlich gab es das schon vor einigen Jahren als das hintere Becken zu Saisonbeginn technisch ausfiel bzw. noch wochenlang gesperrt war. Da wurde eben dann ersatzweise das vordere Becken ebenso beheizt. Könnt ihr euch nicht erinnern? Was uns in diesem Bad so alles erzählt wird ist unerträglich!
    Das war die schlimmste, unkommunikativste und verlogenste Saison, die ich je im Prinzenbad erlebt habe – besonders diese völlige Ignoranz gegenüber den freizeitsportlich orientierten Badegästen, die ja bekannterweise sehr zahlreich sind im stadtzentralen Sommerbad Kreuzberg. Immerhin hat es auch die grösste Wasserfläche. Nur das desinteressierte unflexible weiss kaum sinnvolles damit anzufangen. Das fing schon zu Beginn der Saison mit dem Slogan „Null Toleranz“ an. Es ist traurig wie behindert das Teammanagement ist. Es scheint manchmal als befindet man sich in irgendeinem Tarifkampf und der Badegast hat nichts mehr zu sagen – fungiert nur noch als Marionette im System. Ein schlimmer Laden ist das geworden – und eben so verlogen – über Jahre wurde z.B. behauptet im vorderen Becken können keine Leinen eingehängt werden oder das hintere würde keine ordentlich gespannten Leinen aushalten. Jetzt so eine schräge Geschichte bzgl. des Heizens des vorderen Beckens. Es kann nicht anders verstanden werden als dass hier versucht wird die Öffnungzeiten und Attraktivität des Bades systematisch zu verringern. Früher war es normal dass das Bad bis in den Oktober hinein geöffnet war – heute muss der Badegast schon um ein beheiztes Becken betteln – gleichzeitg haben viel Hallenbäder noch zu. Krass mies das was diese Verwaltungsgesellschaft BBB da mit den öffentlichen Bädern (die ihnen nicht gehören)treibt. Wenn gerade kaum noch jemand in dieses Bad kommt ist das absolut nicht verwunderlich.