19.08.2010 von Sigrid Deitelhoff
Da saß er am Rand des Sportbeckens und las aus seinen Romanen “Schwimmen” und “Von Wasser und anderen Welten”. Die Berliner Bäderbetriebe hatten John von Düffel zu einem “Talk am Pool” eingeladen. Noch kurz vor der Lesung am Mittwoch Abend wurde wegen des ständig wechselnden Wetters überlegt, ob der “Talk am Pool” in die Umkleideräume verlegt werden müsste. Die Premiere “Lesung mit Megaphon” war dann diesem Umstand geschuldet. Zum Glück blieb uns das Wetter im Laufe des Abends gewogen. Vor der Lesung gab es Musik und nachher ein hervorragendes Büffet in der Prinzenbad-Cafeteria.

John von Düffel ist nicht nur ehemaliger Langstreckenschwimmer und Theaterfachmann, zur Zeit Dramaturg am Deutschen Theater in Berlin, sondern auch der literarische Fachmann für die Themen “Wasser und Schwimmen”.
In seinen Romanen und im “Talk” mit Norbert Thomma vom Tagesspiegel – erzählt er u.a. von seinem USA-Aufenthalt, der meditativen Einsamkeit… weiter lesen
04.08.2010 von Sigrid Deitelhoff
Ich saß auf den Steintreppen und schaute auf das fast leere Sportbecken. Trotz der Berliner Schulferien schwammen dort nur wenige FreibadlerInnen.
Eine junge Frau mit Kopfhörern setzte sich neben mich und summte eine Melodie. Zuerst noch relativ leise, dann lauter und schließlich sang sie gut verständlich den Refrain mit:
Manchmal glaube ich dass ich
zu langsam bin
für all die Dinge die um mich
herum geschehen
Doch all die Menschen die ich
wirklich wirklich gerne mag
sie sind genauso außer Atem
wie ich
Und fünf Minuten später dann:
Das bisschen Herzschmerz… das bisschen Herzschmerz… tut doch gar nicht so weh! … den ganzen Unsinn werd’ ich nie versteh’n… da hilft nur einatmen und vorwärts geh’n.
Auf meine Nachfrage hin, erzählte sie mir, das sei Gisbert zu Knyphausen, ein super cooler Sänger, der für sie und… weiter lesen
18.06.2010 von Sigrid Deitelhoff
… mit gefährlichen Folgen…

02.09.2009 von Sigrid Deitelhoff
Da saßen wir vormittags auf den Steintreppen des Prinzenbades und Bernd erzählte, das er sich an manchen Tagen nach dem spießigen Leben seiner Eltern sehnen würde: Nach der Arbeit gleich nach Hause. Aufs Sofa setzen. Nichts tun. Glotze anmachen. Der Partnerin zuzwinkern. Einigen Gedanken nachhängen. Nachrichten schauen. Zähneputzen. Ins Bett. Tagein tagaus, bis er sich von seinem anstrengenden Leben erholt hätte.
Ah ha, kommentierten wir. Uschi brachte das Gesprächsthema auf die anstehenden Bundestagswahlen. Wahrscheinlich nur, um Bernds depremierende Alltagsfantasien zu stoppen.
Plötzlich erzählte Malle seine Story von den letzten Europa-Wahlen. Vorher hatte er die Briefwahl beantragt, da er verreisen wollte. Er bekam aber keine Briefwahlunterlagen. Beschwerte sich beim Wahlamt und bekam die patzige Antwort, er solle dann doch eben zum Wahllokal an dem besagten Wahlsonntag gehen. Die Wahlunterlagen würden eben von einer externen Firma ausgeliefert. Falls das nicht klappen würde, hätte er eben Pech gehabt.
Doris erzählte daraufhin, sie hätte… weiter lesen
29.06.2009 von Stephanie Grimm
Ja, es ist schon enttäuschend, wenn man vergrippt brav zu Hause bleibt, und nach gefühlten 10 Wochen (okay, in echt waren es Tage) ist immer noch nichts passiert. Also, gleich mal am Einlass nachgefragt, mit folgendem Ergebnis: Das Ende der Baumaßnahmen sind für den 8. Juli anvisiert. Wobei diese Info leider nicht mit der gebührenden Zuversicht übermittelt wurde. Langsam wird es aber echt Zeit. Das Slalomschwimmen, das man besonders abends, zum Spätschwimmertarif sogar bei schlechtem Wetter, üben darf, ist nicht perfektionierbar, sondern nur nervig.
Schade nur, dass dann das Sportbecken dann wohl nicht mehr geheizt wird. Aber da der Siebenschläfer, wie in so ziemlich jedem Wettbericht tröstend berichtet wurde, ja gar nicht am 27. Juni war, sondern am 7. Juli sein wird, hat das Wetter ja noch ein Chance, sich zu berappeln und das Sportbecken auf natürliche Weise zu beheizen. Nicht nur im Prinzenbad, auch beim Wetter ist Ende Juni… weiter lesen
25.08.2008 von Sigrid Deitelhoff
Am letzten Samstag sprang in Hamburg die deutsche Klippenspringerin Anna Bader aus einer Höhe von 30 Metern vom Museumsschiff “Rickmer Rickmers” in die Elbe. Sie und ihre MitsteiterInnen beschleunigten innerhalb von 2,5 Sekunden von Null auf 90 Stundenkilometer.
Wie kommt man bzw. frau nur auf die Idee, diese Extremsportart zu betreiben? Ganz einfach – die Prinzenbad-Schwimmmeister zeigen uns den Weg:

Weitere Informationen zum Klippenspringen:
taz-Nord vom 23.8.2008
taz-Nord vom 25.8.2008
02.06.2008 von Sigrid Deitelhoff
… demnächst in der neuen Körperwelten-Ausstellung Gunther von Hagens?

27.05.2008 von Sigrid Deitelhoff
… des Planschbeckens im Prinzenbad.

15.05.2008 von Stephanie Grimm
ein bisschen hatte man sich in den letzten tagen doch gewundert. in den letzten jahren war man bei 20 oder 23 grad, wie sie derzeit herrschen, mit den üblichen verdächtigen fast allein, doch zur zeit bilden sich an der kasse manchmal kleine schlangen, das nichtschwimmerbecken ist rappelvoll und sogar im noch ziemlich kalten sportbecken springen einem arschbombende teenager in die quere. zudem kann man so lustige sozialstudien betreiben wie sonst nur im hochsommer. sind es die überschießenden, plötzlichen frühlingsgefühle, die die menschen ins prinzenbad treiben?
nein, heute, auf den steintreppen, schleicht sich plötzlich die eingebung heran. kürzlich war doch pfingsten, dann sind das jetzt wohl die pfingstferien.
Wahrscheinlich sind die einem in die vergangenen jahren einfach deshalb nicht aufgefallen, weil das wetter schlecht war. und wahrscheinlich wird es das auch wieder sein, sobald die ferien vorbei sind