Archive for the ‘Gedankensplitter unter der Dusche’ Category

10.06.2009 von Sigrid Deitelhoff
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Sakrale Gesänge

von Sigrid Deitelhoff

In der letzten Zeit ist zu früher Stunde im Frauenduschbereich das Ave-Maria in einer Endlosschleife zu hören. Ein ambitionierter, aber uns unbekannter Sänger (Bariton) singt im Männerdusch-Bereich so laut, daß es bis zu uns Frauen herüber schallt. Die Stimme klingt nicht schlecht und die Dusch-Räumlichkeiten mit ihren spitz-zulaufenden Dächern aus Glas tragen zu einem sakralen Klangerlebnis bei.

Seit einigen Jahren gibt es gerade hier in Berlin ständig einen “Langen Tag der…” oder “Eine lange Nacht der…” (Klassik, Opern, Wissenschaften, Museen, Kirchen etc.)
Warum eigentlich nicht einen “Langen Tag der Prinzenbade-Musik, die dann eventuell zu einigen Mehreinnahmen für die Berliner Bäderbetriebe beitragen könnten.
Im Repertoire sollten jedoch auch Schafshirtenlieder (falls es die gibt) aufgenommen werden. Zur Besänftigung der Schafe, weil die Schafskälte uns inzwischen ziemlich auf den heiligen Geist geht.

17.09.2008 von Sigrid Deitelhoff
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Wahre Prinzenbadfans (4)

von Sigrid Deitelhoff

Und nun beginnt die Saison der “wahren Prinzenbadfans”. Zu erkennen sind sie an der Guten-Laune, der Schwärmerei über die wenig frequentierten Schwimmbecken und das warme Wasser – letztendlich natürlich, daß sie sich überhaupt bei diesen Temperaturen ins Prinzenbad trauen.
Die Pullbuoy-Dichte nimmt rasant zu und im Frauenduschbereich sind nur noch kleine praktische Duschutensilien zu sehen. Auch ein Indiz für die Vielschwimmerinnen bzw. die “wahre Prinzenbadfan”-Dichte.
Auch wenn wir morgens verfroren durch die Kälte zum Prinzenbad radeln, versichern wir uns doch jedesmal gegenseitig, das dies nun das eigentliche Prinzenbadfan-Wetter ist. Einige PrinzenbadlerInnen sind schon etwas weiter. Sie haben sich inzwischen mit Handschuhen, Mütze und Schal ausgerüstet. Es ist bitter-kalt! Aber wir beabsichtigen bis zum 28.9.08 durchzuhalten!

11.09.2008 von Sigrid Deitelhoff
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Wahre Prinzenbadfans (3)

von Sigrid Deitelhoff

Neulich unterhielt ich mich im Duschbereich mit einer Frau, die gerade zu Besuch in Berlin war. Normalerweise schwimmt sie jeden Tag in der Nordsee in der Nähe von Cuxhaven. Einmal das Prinzenbad entdeckt, kam sie dann regelmäßig jeden Morgen bis zu ihrem Urlaubsende ins Prinzenbad.
Natürlich bevorzugte sie das Sportbecken, da es der Nordseetemperatur am Nächsten kommt.

07.09.2008 von Sigrid Deitelhoff
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24 h Prinzenbad-Projekt

von Sigrid Deitelhoff

Am letzten Freitag drehten 80 Film-Teams (Laien und Profis) 24 Stunden lang an verschiedenen Orten in Berlin, um das Leben in der Großstadt festzuhalten. Aus dem ganzen Filmmaterial soll ein 24-stündiges TV-Programm entstehen. Gesendet wird der Film dann in genau einem Jahr, also am 5.9.09.

Ich finde dieses Projekt klasse. Im Prinzenbad war auch eine Fotografin, die das frühmorgendliche normale Freibadgeschehen dokumentierte.

Schade nur, daß das Prinzenbad nicht zu einem Talkpoint gehörte. Das hätte bedeutet, 24 Stunden Filmaufnahmen im Prinzenbad. Das wäre doch interessant gewesen: Von morgens um 7 bis abends zur Freibadschließung die Freibad-Gäste zu unterschiedlichen Tageszeiten zu begleiten. Interessant auch gerade im Hinblick auf das sehr heterogene Prinzenbad-Publikum, das sich durch verschiedene Schichten, Berufe, Nationalitäten, Weltanschauungen, Schwimmgewohnheiten und Lebensformen auszeichnet. Meines Erachtens ein Mikrokosmos, der anschaulich Berlin in seinen unterschiedlichen Facetten repräsentiert.

Später dann könnte der neue “24 h Prinzenbad”-Film digitalisiert und zu einem Second-Life-Spiel im… weiter lesen

25.08.2008 von Sigrid Deitelhoff
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Klippenspringen in Hamburg

von Sigrid Deitelhoff

Am letzten Samstag sprang in Hamburg die deutsche Klippenspringerin Anna Bader aus einer Höhe von 30 Metern vom Museumsschiff “Rickmer Rickmers” in die Elbe. Sie und ihre MitsteiterInnen beschleunigten innerhalb von 2,5 Sekunden von Null auf 90 Stundenkilometer.
Wie kommt man bzw. frau nur auf die Idee, diese Extremsportart zu betreiben? Ganz einfach – die Prinzenbad-Schwimmmeister zeigen uns den Weg:

Weitere Informationen zum Klippenspringen:
taz-Nord vom 23.8.2008
taz-Nord vom 25.8.2008

08.08.2008 von Sigrid Deitelhoff
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Diverse Sportmöglichkeiten im Prinzenbad

von Sigrid Deitelhoff

Heute morgen habe ich eine Salsa-Tänzerin im Nichtschwimmerbecken gesehen. Gestern eine Joggerin, die durch das Mehrzweckbecken lief.

Beim Zuschauen kam mir die Idee, daß die Berliner Bäderbetriebe auch diverse Prinzenbad-Sportkurse anbieten könnten. Z.B. Wasserpaartanzkurse oder Tai Chi. Aufgrund des Wasserauftriebs dürfte es jedoch nicht so einfach sein, Tai Chi-Schitte präzise zu setzen, ohne die Balance zu verlieren. Macht aber bestimmt Spaß.

Vor einiger Zeit habe ich gelesen, daß es in Hamburg Aqua-Golf gibt. GolfspielerInnen, die auch bei schlechtem Wetter nicht auf ihr Golftraining verzichten wollen, können im Hallenbad mit einem speziell entwickelten Aluminium-Schläger den perfekten Abschlag üben. Beim gelenkschonenden Aqua-Golf sollen vor allem Koordination, Kraft und Beweglichkeit trainiert werden.

Was es nicht so alles gibt! Da fühlt man sich schon fast ein bißchen uncool beim einfachen Hin- und Herschwimmen im Mehrzweckbecken des Prinzenbades.

26.06.2008 von Sigrid Deitelhoff
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Warum spucken Fußballer ständig auf den Rasen?

von Sigrid Deitelhoff

Über die Fußball-EM-Ergebnisse debattieren schon alle anderen. Mich beschäftigt vorwiegend die Frage, warum Fußballer (egal, welcher Nationalität oder ob sie verloren oder gewonnen haben) vor, während und nach dem Spiel ständig auf den Rasen spucken. So eine prollige Angewohnheit hätte ich eher auf dem hintersten Bolzplatz sonst wo vermutet. Während der gesamten Fußball-EM wurde ich eines Besseren belehrt.

SchwimmerInnen habe ich nach einem Wettkampf noch nie ins Wasser spucken sehen. Kein Wunder, daß die Fußball-Profis so oft auf dem Rasen ausrutschen – bei dem Aquaplaning!

19.06.2008 von Sigrid Deitelhoff
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Wahre Prinzenbadfans (2)

von Sigrid Deitelhoff

Gestern im Frauenduschbereich mitgehört.

Ein Gespräch unter wahren Prinzenbadfans:

“Du – morgen kann ich leider nicht ins Prinzenbad”

“Ach, warum denn nicht?”

“Ich fahre zum See schwimmen!”

“Oh, wie bedauerlich!”

“Ja, das ist es!”

09.05.2008 von Sigrid Deitelhoff
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Schwimmbadreinigung und Traditionen

von Sigrid Deitelhoff

Ich will ja nicht undankbar sein und natürlich bin ich froh, daß das Prinzenbad überhaupt wieder seine Tore geöffnet hat – aber merkwürdig ist die späte Saisoneröffnung schon – überlege ich, während ich unter der Brause im Frauenduschbereich stehe.
Sonst wurde das Prinzenbad häufig schon im April geöffnet. Aber das Rätsel löst sich, als mir die Kreuzberger Lokalausgabe der Berliner Woche vom 16. April und die zufällige Unterhaltung am Rande mit einem alten Prinzenbadbekannten einfällt.
Die Seite Eins der Berliner Woche zeigte ein Foto vom Prinzenbadchef und seinem Mitarbeiter beim Frühjahrsputz unseres Bades. Der Prinzenbadbekannte wußte zu berichten, das die Bäderreinigung ca. 2 Monate gedauert hatte. Das konnte ich kaum glauben – so lange? Nein, Nein – das hätte schon alles seine Richtigkeit erklärte er mir. Es sei sehr zeitaufwendig, die Kaugummis der letzten Saison von den Garderobenschränken zu kratzen, darunter gründlich zu putzen und sie dann extakt… weiter lesen

27.07.2007 von Sigrid Deitelhoff
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PrinzenbadlerInnen unter sich (1)

von Sigrid Deitelhoff
Aufgeschnappt:

Dialog zwischen zwei Prinzenbadlerinnen, die sich im Duschbereich begegnen.

“Hallo. Wir sehen uns hier aber auch immer zur gleichen Zeit”.
“Ja, stimmt.”
“Ich sehe sie immer nur als Nackedei. Angezogen würde ich sie gar nicht erkennen.”
“Ja, ich sie auch nicht.”