06.08.2011 von Sigrid Deitelhoff
Na, das ist doch mal eine witzige Idee. In 24 deutschen Schwimmbädern versuchen Tausende seit heute morgen einen neuen Weltrekord im Wasserrutschen aufzustellen. Um es ins Guinness-Buch zu schaffen, müssen alle TeilnehmerInnen an einem Tag zusammengerechnet mehr als 5782 Kilometer auf der Rutschbahn hinabgleiten. Mit dabei sind auch vier Bäder in Schleswig-Holstein. Jeder Badegast darf mehrmals in die Röhre steigen. In bundesweit vier Bädern gingen die ersten bereits um 00.00 Uhr auf Rutschpartie, darunter das Aqua Tropicana in Damp und das Freibad in Brokdorf. Enden soll der Versuch am Samstag um 24.00 Uhr.
“Wir haben jetzt schon rund 3000 errutschte Kilometer” sagte Rolf Allerdissen vom Deutschen Rutschverband nach den ersten zwölf Stunden Dauerrutschen (dpa/lno/si).
Das Prinzenbad nimmt an diesem Weltrekordversuch nicht teil. Zumindest habe ich heute morgen niemanden auf der Wasserrutsche gesehen. Aber die Rutsche im Nichtschwimmerbecken ist auch viel zu kurz. Da müßten wir ja wirklich… weiter lesen
31.07.2011 von Sigrid Deitelhoff
Im Mehrzweckbecken war es heute schön warm und leer. Das Schwimmen macht dort zur Zeit viel Spaß, wenn ich erst mal die innere Scheu überwunden habe, mich mit dem Fahrrad durch den Dauerregen zu strampeln. Längere Aufenthalte nach dem Training auf der Cafeteria-Terrasse sind dagegen bei diesem Wetter nicht so lustig. Aber schön ist es, nach dem eigenen Schwimmtraining den Profis bei der Schwimm-WM zu zuschauen.
Heute war der letzte WM-Wettkampftag in Shanghai. Und ich kann nur sagen:
Congratulation an u.a.: Missy Franklin (200m Rücken in 2:05:10), Rebecca Adlington (800m Freistil in 8:17:51), Michael Phelps (100m Schmetterling in 0:50:71). Und auch Paul Biedermanns Leistung bei der 4×100-Meter Staffel der Männer war super.
Es hat Spaß gemacht, die Wettkämpfe zu verfolgen. Und nun – nach der WM – werden die Diskussionen losgehen, warum die deutschen SchwimmerInnen nicht so gut abgeschnitten haben.
Was ich in diesem Zusammenhang nicht so wirklich… weiter lesen
29.07.2011 von Sigrid Deitelhoff

Richtig cool finde ich bei der Schwimm-WM in Shanghai “Missy” (Melissa) Franklin. 1,85 Meter gross, Schuhgrösse 47. Ihre Eltern wohnen in Kanada. Sie schwimmt jedoch für die USA. Trainiert in Colorado. Nach der tollen Leistung während der 4×200 Meter Freistil-Staffel am 28.7.11 , schwamm sie heute im Semifinale die 200m Rücken in 2:05:90. WOW!
Missy beim Training in Colorado
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Und was machen die deutschen Schwimmprofis?
“Ich muss da noch trainieren”. Diese oder ähnliche Äußerungen der deutschen SchwimmerInnen zur Einschätzung der eigenen Schwimmleistung, habe ich noch nie so häufig gehört wie bei dieser Schwimm-WM. Freundlich, schon fast gut gelaunt wurden sie vor laufenden Kameras vorgetragen. Ist das die neue Sprachregelung für die nicht ganz so optimalen Schwimmleistungen?
Und ab gestern steht Britta Steffens Abgang im Mittelpunkt der Medienberichterstattung. Schade!
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18.06.2011 von Sigrid Deitelhoff
Eine Bademütze für Yogis und Yoginis

Foto: Sigrid Deitelhoff
Einige Asanas sind auf der Bademütze gut sichtbar: z.B.der Berg (Tadasana), der Sonnengruß (Suryanamaskara), der Schwan (Hamsásana), der Baum (Vrikshasana), das Boot (Shalabhasana).
Es gibt übrigens tatsächlich eine Sportart bzw. Yoga-Richtung, die das Element Wasser mit dem Yoga verbindet. Aqua-Yoga nennt sich diese Richtung. Sie verbindet Yoga- mit Wassergymnastik-Übungen und eignet sich besonders für Menschen mit körperlichen Handicaps wie Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden oder Verletzungen. Beim Aqua-Yoga kann der Widerstand und Druck des Wassers, die Temperatur und Auftriebskraft genutzt werden, um den Körper möglichst schonend zu trainieren. Schade, dass keine Aqua-Yoga-Kurse im Prinzenbad angeboten werden. Ich finde solche Crossover-Sportarten spannend und würde an so einem Kurs teilnehmen.

26.05.2011 von Sigrid Deitelhoff
Eine unserer taffsten PrinzenbadlerInnen hat mich auf einen interessanten Schwimmblog aufmerksam gemacht. Bruno Baumgartner, Schwimmer und Blogger, trainiert für eine besondere Art der Freiwassersaison. Er hat sich nichts Geringeres vorgenommen als den Ärmelkanal zu durchschwimmen. Mal ehrlich, wer will das schon von uns. Die Temperaturen im Prinzenbad-Bergsee reichen gerade mal so aus, um unsere 1000 bis 2000 m ohne Neoprenanzug zu schaffen.
Interessant ist die SchwimmerInnen-Typologie, die Bruno Baumgartner in seinem Schwimmsport-Blog auflistet.
Wer von uns kennt sie nicht auch: die TriathletInnen, die Seerosen, SeniorInnen, LinienschwimmerInnen, die PlatzvernichterInnen, GeschichtenerzählerInnen und die SchlägerInnen. Sie alle gibt es auch im Prinzenbad. Allerdings haben wir noch einige weitere Spezies zu bieten, die es nur im Sommerbad Kreuzberg und nicht in den Schweizer Freibädern gibt.
Z.B. die Pinguin-Schwimmer, die fröstelnd mit eng am Körper anliegenden Armen am Beckenrand stehen und zweifelnd auf das kalte Sportbecken schauen. Mindestens 5… weiter lesen
25.08.2010 von Sigrid Deitelhoff
Vor ein paar Tagen sah ich im Sportbecken eine Schwimmerin, die locker 200 Meter Delphin schwamm. Ihr Schwimmstil sah so ästhetisch und nach einer “Leichtigkeit des Seins” aus, daß ich voller Ehrfurcht am Beckenrand stehen blieb und ihr beim Schwimmen zuschaute – zuschauen mußte.
Ihre Wellenbewegung begann (wie es sich beim Delphinschwimmen ja auch gehört) mit dem Kopf. Die Welle setzte sich entlang der Wirbelsäule bis zum Becken fort. Also eine von vorne nach hinten wandernde Welle. Die Bewegung sah schon fast triyogisch aus, nur das sie in umgekehrter Richtung verlief. Die Welle im TriYoga beginnt mit dem unteren Rücken im Lendenwirbelbereich und setzt sich fort bis ganz zum Schluss der Kopf folgt.
Ich habe schon so einige gute Techniken im Schwimmsport gesehen, aber selten so eine gleichermaßen langsam-exakte, fast schon meditative, aber trotzdem energiegeladene Delphinbewegung.
WAHNSINN! MEINE HOCHACHTUNG!
Wer ein bißchen üben möchte:
Michael Phelps beim Delphinschwimmen
10.08.2010 von Sigrid Deitelhoff
Für alle PrinzenbadlerInnen, die nicht nur gerne schwimmen, sondern sich auch für das Thema Schwimmsport interessieren:
Ich werde hier in diesem Beitrag eine taz-Artikel-Liste zu den “Schwimm-Europameisterschaften in Budapest” anlegen und fortlaufend aktualisieren.
Wie einst die kleine Franzi
Unermüdliches Unikum
SCHWIMM-EM Patrick Hausding ist als Kunst- und Turmspringer erfolgreich
Atmosphärisches Hoch
SCHWIMM-EM Athleten aus Großbritannien schlagen immer öfter als Erste an. Zwei Jahre vor Olympia im eigenen Land schwärmen sie vom Zusammenhalt in der Mannschaft
Trainer im Visier der Justiz
Die EM in Budapest wird überschattet von Missbrauchsvorwürfen gegen den Bundestrainer Stefan Lurz. Die Funktionäre geben sich erst einmal vor allem “schockiert”.
Titanen-Treffen, vorerst nur virtuell
SCHWIMMEN Paul Biedermann geht als der designierte Star der Europameisterschaften in Budapest in die Rennen über 200 und 400 Meter Freistil – sein wichtigster Gegner aber schwimmt gar nicht mit
26.07.2010 von Sigrid Deitelhoff
Eine Schwimmkollegin empfahl mir gestern nach einem mitleidigen Blick auf meinen immer noch etwas geschwollenen Fußknöchel, mit einem Pull Buoy zu kraulen. Da hätte ich natürlich auch selbst ‘drauf kommen können. Wer Pull Buoys erfunden hat und in welchem Land, habe ich letztendlich nicht herausbekommen. Eventuell war es WR Master Ron Johnson aus Arizona, ehemaliger Trainer an der Arizona State University. Im Zweifelsfall wurde der Pull Buoy sowieso in den USA erfunden (schon allein wegen der Überschrift zu diesem Beitrag).
Pull Buoys als Schwimmhilfen für verschiedene Trainingsmethoden sind nicht wirklich neu, auch wenn sie mir als Möglichkeit entfallen waren. Und sie eignen sich hervorragend zum Schwimmen mit einem verstauchten Fußknöchel. Die Beine lassen sich damit ruhigstellen, indem so eine Art Schaumstoffteil zwischen die Oberschenkel geklemmt wird. Die Beine gleiten ohne aktive Kraul-Bewegung durchs Wasser. Nur die Kraularme müssen intensiv arbeiten, sie schaufeln den Körper nach vorn. Das trainiert natürlich enorm… weiter lesen
20.07.2010 von Sigrid Deitelhoff
Ich ruhte mich am Beckenrand des Sportbeckens aus, als eine meiner Mitschwimmerinnen laut anmerkte, ich hätte mir in der letzten Zeit einen grauenhaften Schwimmstil angewöhnt. Was denn mit mir los sei? Wieso Schwimmstil, konterte ich, das ist die neue Trainingsmethode aus den USA. Ob sie die noch gar nicht kennen würde? Was, wirklich, fragte meine Kritikerin, jetzt schon wesentlich interessierter. Ja, klar – mit diesem “Ein-Bein-Kraulschlag” läßt sich sowohl die Koordination der Armbewegungen als auch der Rhythmus der Kraulbeinbewegung verbessern, fuhr ich fort. Oh, das ist ja spannend. Das mußt Du später auf der Cafeteria-Terrasse aber mal etwas ausführlicher erzählen, regte sie an.
Dort habe ich mich dann als ungeduldige Schwimmerin geoutet, die sich vor ein paar Tagen den Fußknöchel verstaucht hat und nun nur noch mit einem Bein den Kraulschlag ausführen kann.
Nein, also keine neue Trainingsmethode. “Oh, wie schade. Diese neue Methode klingt eigentlich überzeugend”, kommentierte meine Schwimmkollegin.… weiter lesen
25.06.2010 von Sigrid Deitelhoff
Für alle, die mal frei ausschwimmen und die heimatlichen Prinzenbad-Bahnen verlassen wollen:
Am 26.6.2010 findet das Strausseeschwimmen (1,25 km Strecke) in Straußberg statt.
Das 4. Internationale Saale-Schwimmen in Halle (Saale) startet am 10.7.2010 (2,25 km Strecke, flußabwärts).
Und wer dann immer noch nicht genug hat: Boddenschwimmen am 18.7.2010. Ein Langstreckenschwimmen über 2,6 km über die Dänische Wiek von Ludwigsburg nach Greifswald Eldena (Südmole).
In Berlin öffnen morgen alle Sommerbäder, die bisher noch geschlossen waren. Also für alle, die nicht unbedingt kilomenterweit schwimmen wollen: Die Bäder an der Rixdorfer Straße in Mariendorf und am Columbiadamm in Neukölln starten morgen ihre Sommersaison.
Und dann gibt es bestimmt noch Menschen, die in den nächsten Tagen überhaupt nicht schwimmen, sondern sich einfach nur einen Schwimmwettkampf anschauen wollen. In der Schwimm- und Sprunghalle (SSE) am Europasportpark in Prenzlauer Berg finden ab Montag, 28. Juni 2010 die Deutschen Meisterschaften im Schwimmen und Wasserspringen statt.